10/04/2018

Schreibtischzeit.

Es ist wieder Schreibtischzeit für mich.
Das heißt: ich beginne mich auf meine (hoffentlich erstmal letzte) Prüfung im Frühling 2019 vorzubereiten, nach der ich dann hoffentlich "Psychologische Psychotherapeutin" sein werde und somit das Recht hätte, mir einen Kassensitz zuzulegen und eben einfach "fertig" mit dieser ganzen Ausbildung wäre.

Was heißt diese Prüfung konkret? Konkret sind zwei große Fallberichte zu schreiben (bis Anfang Januar 2019 abzugeben), danach für eine schriftliche Multiple Choice-Prüfung alles zu lernen, was ich schon im Studium gelernt habe (was ich persönlich ein bisschen absurd finde, das macht ja den Eindruck, als würde man mein Diplom-Zeugnis nicht als zuverlässigen Indikator für all dieses Wissen annehmen) und dann zum krönenden Abschluss eine mündliche Prüfung als a) Einzelprüfung zu einem der oben genannten Fallberichte und b) noch als eine Gruppenprüfung, in der ich zeigen muss, dass ich weiß, was ich tue, wenn ich mit Menschen arbeite.
Tja nun - ich glaube an dem "Wie" ich das schreibe erkennt man, wie sinnvoll und gut durchdacht ich diese Prüfung finde. Aber gut, ich wusste, dass diese Prüfung am Ende meiner Weiterbildung stehen wird, daher nutzt es nichts, sich darüber zu ärgern und aufzuregen.

Nachdem nun endlich alle hier zu Hause wieder gesund sind, finde ich allmählich auch eine Routine zum Schreiben der Fallberichte sowie dem Erledigen des Tagesgeschäftes (ich haben vergessen zu erwähnen, dass ich nebenbei noch ambulante Behandlungsstunden sammeln muss an einem Vormittag und einem Nachmittag in der Woche).
Irgendwie schwanke ich andauernd zwischen "Ich schaffe das und ziehe es einfach durch" und "Ich schaffe es niemals, bei der Prüfung werden alle merken, dass ich keine Ahnung habe". Ich hoffe, das erste Gefühl wird nachher Recht behalten und ich kann im April oder Mai 2019 endlich einen Haken hinter die ganze Angelegenheit machen.

Schön ist das zu Hause sein ja schon und auch das zu Hause arbeiten gefällt mir - manchmal wünschte ich mir, dass ich die Ambulanzstunden schon fertig hätte. Gleichzeitig ist es aber auch gut, etwas rauszukommen.

Vielleicht (die Hoffnung stirbt ja zuletzt) finde ich durch die Zeit zu Hause am Rechner, das jetzt anstehende Herbstlesen und gelegentliches Prokrastinieren ja auch einen Weg zurück in diesen Blog - man wird es sehen (oder auch nicht ;) )

4 comments:

  1. Irgendwie seltsam. Deinen Beitrag von gestern hatte ich nicht im Feedreader, nur die Kommentare dazu. Diesen Beitrag hingegen hat er mir angezeigt ...

    Es klingt auf jeden Fall, als ob du eine arbeitsreiche Zeit vor dir hast - ich drücke die Daumen, dass sich all diese Vorbereitungen dann auch lohnen. :) Was das Abfragen all des Studienwissens angeht: Vielleicht wollen sie sicher sein, dass du das Wissen noch immer aktiv hast und nicht jemand bist, der nur für die Prüfungen gelernt und danach alles verdrängt hast? Auf jeden Fall sollte ein Auffrischen des Stoffs ja machbar sein. :) Überhaupt bin ich mir sicher, dass du mit "ich schaff das und ziehe es einfach durch" recht haben wirst.

    Was die anderen Dinge - vor allem das Bloggen - angeht, so kann Routine dabei nicht schaden, aber vielleicht ist dein Kopf dann auch so voll mit anderen Dingen, dass du nach deinen Schreibtischstunden keinen Bildschirm mehr sehen magst. So oder so hoffe ich, dass du dir keinen Stress machst - mir reicht es zu wissen, dass du den Blog noch nicht abgeschrieben hast und hier ab und an ein Lebenszeichen von dir gibst. :)

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    1. Vielleicht hat Dein Feedreader ihn nicht ernstgenommen, weil er nur so kurz war :D
      Ja, so ist es wohl, viel intensive Arbeit und danach hoffentlich ein paar entspannte Wochen / Monate bevor es zurück in die Klinik geht.
      Was die Prüfungsgestaltung angeht: ich denke, es hat auch viel damit zu tun, wer diese Prüfungen konzipiert und was diese Leute von Psychologen halten. Aber wie gesagt: es ist nicht wirklich wichtig und es wird zu schaffen sein.
      Ich probiere es mal mit Routine und habe das Gefühl, es könnte funktionieren. Wir werden mal gucken. Vielleicht poste ich auch einfach jeden Tag ein Frida-Schlaf-Foto :D Da wäre ja tatsächlich mal so eine Foto-Challenge nicht schlecht...

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    2. Dann muss ich mit ihm wohl mal ein Wörtchen darüber reden, dass gerade der Ordner "Besondere" große Priorität hat!

      Du könntest den "Inktober" ja für dich umwandeln in einen Catober. :D Ich hätte nichts gegen tägliche Katzenfotos.

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  2. Frida sorgt bei der Schreibtischarbeit offenbar dafür, dass Du regelmäßig und ausreichende Pausen machst, schließlich muss sie erst einmal in Ruhe den Stuhl besitzen. :)

    Ich drücke ebenfalls die Daumen, und zwar auch dafür, dass die nächsten Monate so ablaufen, dass Du regelmäßig und ohne große Unterbrechungen für die Prüfungen arbeiten kannst; es ist sicher gut, "im Stoff" zu bleiben.

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