3/15/2020

Lesesonntag am 15.03.2020

Begonnen habe ich den heutigen Lesesonntag erst sehr spät nach einem ausgiebigen Frühstück und im Garten, als die Sonne ein bisschen Frühlingsgefühle hervorgelockt hat.
Allerdings wurde es trotz Jacke schnell frisch, so dass ich jetzt mit Phoebe auf dem Sofa gelandet bin.

Was ich heute lesen werde, steht noch nicht so ganz fest. Eine Neuerwerbung aus der nachbarschaftlichen Buchhandlung ist "Ein ganzes Leben" von Robert Seethaler, in die ich gerade reingelesen habe, bevor es mir zu kalt wurde. Es ist ein dünnes Büchlein und sollte schnell zu lesen sein.

Ein anderer Neuzugang ist "Alles ist möglich" von Elizabeth Strout, was mich auch reizen würde. Außerdem könnte ich "Mangelhaft" von Mehmet Daimagüler und Ernst von Münchhausen für die Sachbuchchallenge endlich beenden.

Es gibt also reichlich Auswahl und ich freue mich auf entspannte Lesestunden :)


Update 15:17 Uhr
Ich habe etwas Schwierigkeiten, mich nicht von Twitter und den Nachrichten ablenken zu lassen.
Der Seethaler wurde mir ja empfohlen nachdem ich erzählte, dass ich Knausgaard sehr gerne lese und ich weiß jetzt auch wieso. Die Szenerie ist völlig anders, aber dennoch liegt eine vergleichbare Stimmung über dieser Geschichte in den Bergen. Die Sitten sind rau und der arme Egger macht als ungeliebter Waisenknabe auf dem Bauernhof eine Menge mit.
Ich weiß noch nicht so genau, aber glaube, wenn ich mal etwas am Stück lesen würde, würde ich auch gut reinkommen ;)

Update 19:26 Uhr
Ich habe das Buch etwa bis zur Hälfte gelesen heute und finde es interessant. Es ist irgendwie so unaufgeregt und doch mitziehend, man fühlt sich so wie ein Beobachter vor einer Schneekugel und beobachtet das Leben von Egger und seine Träume und Bedürfnisse.
Irgendwie sehr schön. Nicht so wie Karl Ove Knausgaard, dazu viel zu "nett", aber trotzdem sehr lesenswert.
Ansonsten hier viel Twitter, Kontakt zur Chefin, nebenbei dem Bertchen aus dem Wimmel-Frühlingsbuch "vorlesen" und den Tag genießen.
Heute Abend gibt es selbstgemachte Pizza mit dem kostbaren Mehl vom Biohof, weil alles andere geplündert war und jetzt scheinbar alle Menschen nur noch selber backen *kopfschüttel*

Der Lesetag hat mir bei aller Unsicherheit da draußen sehr gut getan: das Lesen an sich aber auch die Geschichte um Egger, auf die ich mich weiterhin freue.
Viele Updates gibt es aber heute nicht mehr, weil gleich Bett-bring-Zeit ist und danach vermutlich Netflix läuft.

Bis in 4 Wochen hoffentlich - bleibt alle gesund :)

3/06/2020

Reread: Deborah Crombie - Nur wenn Du mir vertraust

Nun sind wir also im 9. Teil der Reihe angelangt, dem Teil, in dem es um die sympathische Hazel und die Veränderungen in ihrem Leben gehen wird.
Genau wie Konstanze habe ich nicht so sehr gute Erinnerungen an den Roman, irgendwie gefiel mir das alles damals nicht, wobei ich jetzt gar nicht genau sagen kann, woran ich da denke, da mir die Handlung wieder einmal komplett entfallen ist.
Darum stürze ich mich jetzt auf das Buch, ich habe für mein Frühstück und Mittagessen alles bereit, so dass ich eigentlich nicht mehr aufstehen muss (außer um nachher meine Tochter abzuholen).



Hier wird wie üblich hemmungslos gespoilert, wer also das Buch noch lesen will, liest ab jetzt bitte nicht mehr weiter :)


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Update 12:29 Uhr
Vor der (hoffentlich) kleinen Abholpause ein kurzes Update. So recht komme ich heute nicht voran. Das ist gar nicht dem Buch geschuldet, sondern einerseits meinem immer noch vorhandenen Infekt, der mir regelmäßig die Nase verstopft, die sich aber interessanterweise etwas freier anfühlt, wenn ich mich im Haus bewege. Das kommt dem "andererseits" zugute: ich bekomme (auch hoffentlich) morgen Besuch von der lieben Natira und dafür muss noch etwas aufgeräumt werden.

Aber zum Buch: ein bisschen was schaffe ich schon und ich kann sagen, dass mich Hazel und Tim auch irritieren. Ich stimme Konstanze zu, die sagt, dass es eine absolute Kehrtwendung in den bislang vorgestellten Charakteren ist: Tim, wie er das Arbeitszimmer seiner Frau durchsucht und so etwas denkt wie "Warte nur ab, bis ich mit Dir fertig bin" - hmm, passt  gar nicht und fühlt sich falsch an.
Hazel, die so ein seltsames Spiel mit Gemma spielt, für eine Freundin wirklich nicht nett und das war sie im Vorfeld ja so angelegt.
Duncan amüsiert mich, wie üblich, etwas: wie er planlos durch die Gegend läuft und der Teamzeit mit Gemma nachweint und es nicht aushalten kann, sie nicht in der Nähe zu haben. Zumindest merkt er selber, wie albern er sich verhält ;)
Schön finde ich die Szenerie in den Highlands.
Die Stimme aus der Vergangenheit ist ja ungewöhnlich kleinschrittig und ich habe noch keine Idee, wohin sie uns führen wird.

Jetzt muss ich mich sputen - nachher mehr...

Update 15:16 Uhr
Ich weiß gar nicht, ob mein Update freigegeben wurde, bevor ich zum Abholen aufgebrochen bin oder nicht. Auf jeden Fall bin ich jetzt bei Kapitel 5 angekommen und finde weiterhin die Highlands-Szenerie ganz zauberhaft und liebe wieder einmal Gemmas Begeisterungsfähigkeit.
Hazel ist schwer zu verstehen und ich finde ihre Beweggründe nicht nachvollziehbar aus den letzten Bänden. Aber gut, damit müssen wir uns nun abfinden, eine besonders gute Idee, es so zu schreiben, finde ich weiterhin nicht.
Für Donalds' ungeliebte Freundin habe ich überraschenderweise recht positive Gefühle und in London rächt sich nun, dass Gemma und Duncan Kit so selbstverständlich sich selbst überlassen haben, nach dem Zusammenziehen. Der Junge ist wirklich eine sehr tragische Figur.

Jetzt schaue ich mal wie weit Konstanze schon ist und wann wir weiter lesen werden :)

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spätes Update: Freitag, der 13.3. um 8:07
Die Woche war turbulent mit sehr wenig Lesezeit, weshalb ich bis zum Ende von Kapitel 11 ziemlich lange gebraucht habe und auch gerade ein bisschen im Gedächtnis kramen muss, was alles passiert ist. Das hat beim letzten Band besser geklappt, da hatte ich mehr Zeit zum intensiven "am-Stück"-Lesen.
Aber gut, der Mord ist passiert, ich wusste nicht mehr, dass es Donald war und es hat mich überrascht. Gleichzeitig ist das wohl wichtig für den Verlauf der Reihe, denn sonst wäre Hazel ja vielleicht in den Highlands geblieben.
Der rote Faden, dass sich Duncan und Gemma (aktuell vor allem Duncan) nicht immer die volle Wahrheit sagen, nervt mich etwas, ich glaube, ich wäre ärgerlich, wenn mein Partner mir diese Sorgerechtsgeschichte nicht gesagt hätte.
Und als ich gestern Abend die letzten Seiten des Kapitels 11 las, kam mir der Gedanke, wieso genau Duncan jetzt nach Schottland muss (um auch gleichzeitig wieder die Kinder allein zu lassen).
Aber vielleicht gab es da einen guten Grund und ich habe ihn überlesen?
Das muss ich nochmal nachlesen. Aber mittlerweile neige ich dazu, Konstanze zuzustimmen: trotz Highlands-Romantik ist dies definitiv kein starker Band.
Bei Alison habe ich übrigens weiterhin stark ambivalente Gefühle - sie ärgert mich und tut mir gleichzeitig leid.

Soweit erstmal :)

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Scheinbar sind meine letzten Updates verschluckt worden, wenn ich mich nicht täusche.
Seltsam. Die bekomme ich aber auch nicht mehr rekonstruiert.
Allerdings habe ich in den letzten Tagen bis zum Ende von Kapitel 14 gelesen und merke, dass ich gar keine richtige Meinung dazu habe. Darum drücke ich mich die ganze Zeit ein bisschen davor herum, diesen Post zu aktualisieren.
Ich tue mich noch immer sehr schwer mit Gemmas unterwürfiger Art, wie sie nun gemeinsam mit Duncan auftritt, finde die Vererbung der Brennerei an Hazel schwer zu glauben (insbesondere so, dass niemand davon vorher erfahren hat) und Tim finde ich auch nicht stimmig: so negativ, wie er sich jetzt zeigt und so aggressiv und unnahbar, kann man sich nicht vorstellen, dass er kurz vorher noch der verständnisvolle Ehemann, Vater und Therapeut war.
Irgendwie ein total seltsamer, sperriger Roman, ich muss zugeben, ich habe wenig Lust, ihn heute Abend weiterzulesen.
Andererseits freue ich mich auf den nächsten Teil und daher ist nun zumindest das Update geschrieben und es kann weitergeht.

Update 2.4.2020, 19:41 Uhr
Ein neuer Einbruch im Immunsystem hat mich mal wieder ausgehebelt, so dass ich zumindest meine drei Kapitel heute beenden konnte. Und ganz viel auf meiner Insel herumstromern, das ging zum Glück auch, was mir sehr viel Freude bereitet (#AnimalCrossingNewHorizons)
Der für mich größte Aufreger der zurückliegenden drei Kapitel war das Benehmen Ians gegenüber Kit, der dem armen ohnehin schon gebeutelten Jungen mal eben eine neue "Stiefmutter" zumutet und seine Reise nach Kanada absagt. Da wäre ich wohl auch abgehauen. Was für ein -  verständlicherweise - verstörter Junge. Und die Anmaßung, mit der Duncan dann zu Gemma sagt, dass es ja nicht verwunderlich ist, dass Kit kein Vertrauen zu ihnen habe, nachdem er soviel mit Ian habe aushalten müssen, ruft nur noch ein erschöpftes Lächeln bei mir hervor.
Ansonsten geht die Geschichte halt weiter, Hazel wirft sich erstaunlich emotional in Duncans Arme (habe gar nicht gewusst, dass die beiden so ein Vertrauensverhältnis haben), Gemma ist ganz glücklich, nicht mehr "allein" zu sein und verhält sich irgendwie ja schon das ganze Buch über etwas unmündig.
Calumn scheint vergiftet worden zu sein, aber ich rechne damit, dass er überleben wird. Dank der kleinen Chrissy, die tatsächlich die große Sympathieträgerin des Buches zu werden scheint - allein auf weiter Flur, für meinen Geschmack.

Ach naja, ich bin auch wirklich nicht sehr gut zufrieden im Moment und das macht mich sicherlich noch unzufriedener mit dem Roman. Aber wie froh werde ich sein, wenn wir ihn beendet haben und uns auf den nächsten Teil freuen können.

2/14/2020

Reread: Deborah Crombie - Der Rache kaltes Schwert

Guten Morgen mal wieder nach langer Zeit zum "Deborah Crombie-Lesetag"
Endlich schaffen wir es mal wieder, uns zu einem Lesevormittag zu treffen und wollen uns nun dem 8. Teil der Reihe zuwenden.
Ich habe, wie meistens, keinerlei Erinnerungen an den Roman, aber das mag sich ändern, wenn ich die ersten Seiten gelesen habe.
Ansonsten gilt wie immer, dass sich jeder vor Spoilern gewarnt fühlen sollte, da wir hier offen über das Buch und die Handlung schreiben werden - wer also die Bücher gerade liest oder unvoreingenommen lesen möchte, sollte an dieser Stelle möglicherweise nicht weiterlesen :)

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Bis jetzt kann ich schon einmal sagen, dass ich mich an den Fall gar nicht bis kaum erinnere.
Die erste Leiche ist schnell aufgetaucht und das Thema von Antiquitätenhändlern ist ja in britischen Krimis sowieso sehr gerne genutzt, daher klingelt bislang an dieser Stelle noch nicht so viel.
Dagegen habe ich die Hausbesichtigungsszene sofort erinnert und auch, dass ich dieses Haus in der atmosphärischen Dichte ganz wunderbar finde und es mir ganz gemütlich vorkommt. Ähnlich ging es mir auch schon in Vics Haus im "Verlorenen Gedicht" und auch beim ersten Lesen und in den Folgebänden ist das zukünftige Haus von Gemma und Duncan eins dieser Häuser für mich, an denen "man gerne am Weihnachtsmorgen aufwachen möchte".

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Da mein Kind andere Mittagszeitpläne zu haben schien als ich, lief mein Lesen bislang eher so mittelmäßig. Aber ich habe noch den Nachmittag um konzentrierter zu lesen (dann allerdings ohne bloggen) und werde sehen, dass ich so bis Kapitel 6 komme und Konstanze wieder einhole :)

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Update Freitag, 21.2.2020, 10:30
Nachdem ich gestern meinen Computer aus der Reparatur geholt habe, kann ich jetzt endlich wieder vernünftig damit schreiben. Es gab ein Problem mit der Tastatur (die Space-Taste hakte) und so war das Tippen in den letzten Wochen recht nervig.
Zum Glück handelte es sich um einen Garantie-Austausch, so dass ich ihn nur einige Tage entbehren musste und sonst keine Kosten auf mich zukamen.
Und nun habe ich sogar einen neuen Akku zusätzlich bekommen (man kann nur beides zusammen tauschen) und erfreue mich an einer nagelneuen Tastatur. Das Schreiben macht wieder richtig Spaß.

Mir geht es leider immer noch nicht gut, ich habe aber in der vergangenen Woche natürlich weitergelesen bis Kapitel 10 und teile Konstanzes Ansicht, dass die Geschichte nun richtig in Schwung kommt. Ich mag es, wie die Autorin in vielen Romanen kleine Fragmente aus der Vergangenheit auftauchen lässt, die sie dann nach und nach in die Geschichte einbaut.

Jetzt lese ich aber erstmal weiter und schaue, wie es weitergeht.

Oh, und ich finde es wunderbar, dass Gemma den Hund ohne Rücksprache mit Duncan aufnimmt und bin gespannt, wie er darauf reagiert.

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Update 12:35
Mittlerweile bin ich im Kapitel 15 angekommen und der zweite Mord ist geschehen. Gemma hat ihr Klavier bekommen, Kit hat schon auch an der ganzen Sache zu knapsen, ist aber ziemlich alleine damit, was mir leid tut. Sowieso finde ich es heftig, dass die Jungs im neuen Haus so alleine gelassen werden mit dem freundlichen Hinweis, sie könnten ja anrufen, wenn etwas sei. Aber gut, sei es drum.
Der Hund kam recht gut an und führte nicht zu dem Ärger, zu dem er hätte führen können und mir tut es beim Lesen in der Seele weh zu wissen, dass Gemma ihr Baby verlieren wird.

Jetzt hole ich erstmal meine Tochter ab und hoffe, dass ich sie schnell ins Bett bekomme :)

Update 15:44
Jetzt bin ich auch durch - ein durchaus erfolgreicher Lesetag, würde ich sagen.
Den Mörder kannte ich auch schon die ganze Zeit, da ging es mir wir Konstanze: er tauchte auf und ich wusste, er war es, auch wenn ich nicht sagen konnte, wieso.
Der Verlust des Babys war so herzzerreissend wie erwartet und macht mich traurig. Auch hier schaue ich wieder auf die Beziehung zwischen Gemma und Duncan und frage mich, wieso diese so sprachlos ist. Da ich offenbar die Romane fast komplett gelöscht habe (bis auf kleine Erinnerungsfragmente), weiß ich nicht, ob sich das im Verlauf bessert oder nicht - ich hoffe es jedenfalls sehr für die beiden.
Die Auflösung ging mir fast etwas schnell, die Puzzleteile fügten sich so schnell ineinander, dass man kaum noch hinterher kam.

Ich habe mich in diesem Buch sehr über Melody und Wes gefreut und habe meiner Tochter heute zum Mittagsschlaf die Geschichte von Geordie erzählt :)
Alles in allem fand ich den Roman recht gelungen und hatte viel Spaß beim Lesen.

12/29/2019

Sachbuchchallenge 2020



Hier die Info, dass es im kommenden Jahr hier wieder eine Sachbuchchallenge geben wird, an der ich teilnehme.

Meine Challenge-Seite findet Ihr hier, Konstanze, die das Ganze ausgeheckt hat, findet Ihr hier.

Ich freue mich schon darauf, wieder einmal diesen leichten Druck zu verspüren, eine Challenge zu erfüllen, Posts zu schreiben und den zugehörigen Austausch hier auf dem Blog zu haben.

In diesem Sinne - wir lesen uns :)

12/15/2019

Lesesonntag am 15.12.19

Da ja zur Zeit Arianas Adventslesen stattfindet, bin ich gar nicht sicher, ob heute auch der klassische Lesetag von jemandem außer mir zelebriert wird.
Allerdings blogge ich ja an diesen Tagen ohnehin immer sehr überschaubar und werde auch heute nachmittag Besuch bekommen, daher ist es nicht so schlimm, wenn hier nicht viel los ist ;)

Ich lese zur Zeit abends immer in "Das Weihnachtsgeheimnis" von Jostein Gaarder und tagsüber, wenn ich mal ein paar Minuten habe, in "Altes Land" von Dörte Hansen.
Letzteres wurde mir von unserer Buchhändlerin sehr ans Herz gelegt und es ist recht unterhaltsam und ein bisschen fremd, diese doch sehr plattdeutsche Art sollte ich vielleicht kennen, aber in der Ausprägung ist es doch recht intensiv.
Aber die Geschichte von dem ehemaligen Flüchtlingskind Vera Eckhoff die alleine ihren ererbten Hof im Alten Land bewirtschaftet und ihrer Nichte Anne, die aus Hamburg nach einer Trennung mit ihrem kleinen Sohn Leon dorthin flieht, gefällt mir recht gut und ich werde nun nochmal meine Nase hineinstecken, so lange hier im Haus noch Ruhe herrscht.

Update 14:28 Uhr
Ich bin nun im letzten Viertel des Buches und es ist durchaus nett zu lesen. Viele Figuren, die auf den ersten Blick unnahbar teilweise sogar unsympathisch wirken, bei denen man am Ende dann aber doch Verständnis und Mitgefühl oder sogar Sympathie bei sich entdeckt. Urige, knorrige Typen, die ihr ganz eigenes Leben da oben im alten Land führen und auch wenn Platt immer erstmal fremd aussieht, man versteht es doch und findet diese Redewendungen liebenswert. Ich hätte keine Lust, jetzt nur noch solche Bücher zu lesen, aber es macht mir heute durchaus Freude und ich tauche immer wieder gerne ein. Der "Anne"-Erzählstrang ist mir ein bisschen zu sehr wie Ildikó von Kürthy-mäßig, was ich nicht grundsätzlich schlimm finde, was aber für mich persönlich nicht so zum Rest passt. Aber beide Erzählebenen für sich gesehen sind gelungen und für diesen Lesetag ist es ein schöner Zeitvertreib :)

Last Update 20:20 Uhr
Ich habe heute gar nicht mehr viel gelesen, wir waren auf dem Weihnachtsmarkt mit Freunden, ich habe "Stoovpottje" gekocht (ein niederländisches Gericht, Kartoffeln, Karotten in einem Topf 20 - 25 Minuten kochen, stampfen mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas Kochsahne oder Milch, dazu Röstzwiebeln frisch aus der Pfanne), welches ich immer wieder gerne esse, es ist so ein heimeliges Wohlfühlessen.
Vielleicht lese ich gleich noch ein paar Seiten im "Alten Land" während mein Partner "The Expanse" schaut und hoffe, dass die nächste Woche nicht so schrecklich wird, wie die letzten drei ;)
Und ich freue mich heute Abend vorm Einschlafen schon auf meine Etappe im Weihnachtsgeheimnis :)

11/22/2019

Reread: Deborah Crombie - Von fremder Hand

Freitag ist zur Zeit ja häufig Deborah-Crombie-Zeit, das finde ich sehr schön im Moment.
Ich habe mein Diensthandy ausgestellt und muss nur gleich noch das Bertchen einsammeln und Blumen für ihre Großmutter kaufen, die ja heute Geburtstag hat.
Aber ansonsten habe ich einen Lesetag vor mir, der nach den letzten Wochen mal wieder sehr nötig ist.































An das Buch kann ich mich gar nicht mehr erinnern - ich bin gespannt, welche Gedächtnisfetzen beim Lesen auftauchen und freue mich auf den gemeinsamen Austausch mit Konstanze.

Wie immer gilt: wer das Buch selber lesen möchte, könnte hier gespoilert werden ;)

Update: 12:36 Uhr
Hm, ja. Ich kann sagen, dass mir auffällt wie unglaublich viele Figuren aufgestellt werden und ich weiß nicht, ob ich das so gerne  mag. Irgendwie gerate ich etwas in Schleudern und habe das Gefühl, hier wird ein Figurenkabinett aufgebaut, welches vielleicht etwas übertrieben ist. Natürlich wird am Ende alles zusammenkommen und Sinn ergeben, aber ich fühle mich etwas überfahren ... Da wäre vielleicht wirklich mal ein Personenregister hilfreich ;)
Nun ja, ich werde es schaffen.
Winnie und Faith finde ich interessant und sympathisch.
Bei Gemma und Duncan bin ich - wie üblich - überrascht, wie krisenbehaftet bzw. wackelig die Beziehung ist, gleichzeitig bin ich aber froh, dass Gemma sich jetzt früh im Buch entscheidet, klar zu benennen, was sie will und was ihre Bedürfnisse sind.
Allerdings weiß ich noch nicht, ob sie diese Entscheidung durchzieht.
Und es scheint ja auch ein eher privater Fall zu sein, Duncan und seine Schwester werden ja schon früh als Jugendfreunde eingeführt.
Erinnerungsfetzen an das erste Lesen: bislang keine...

Update 14:56 Uhr
Das Bertchen abholen und zum Mittagsschlaf überreden war heute deutlich schwieriger als erwartet und gewohnt, so dass ich zwar noch etwas weitergelesen habe, aber nicht wirklich gut vorangekommen bin seit dem letzten Update.
Für heute ist dann hier auch Schluss, da wir ja gleich auf einen Geburtstag eingeladen sind.
Ich finde die Geschichte ein bisschen skurril und bisher fehlt mir noch der rote Faden. Mal sehen, ob ich mich mit dem weiteren Fortgang des Geschehens noch anfreunden werde.

Update 27.11.19, 10:13 Uhr
Nachdem ich am Wochenende immer mal wieder etwas gelesen habe, bin ich plötzlich schon bei Kapitel 7 angelangt.
Ich kann nicht sagen, dass die Geschichte mich mitreißt, mir ist all dieses Esoterische ein bisschen zu viel und Gemma und Duncans Anteil an der Geschichte bleibt weiterhin verborgen. So nervig diese Erzählstränge ja neuerdings für mich sind, so vermisse ich sie doch.
Mal sehen, wie weit wir heute kommen und wie es Konstanze inzwischen ergangen ist.
Ich habe heute leider nur bis ca. 12 Uhr Zeit, kann aber zumindest konzentriert lesen, da nichts anderes anliegt ...

Update 10:30 Uhr
So, den ersten Teil habe ich nun beendet.
Schon die ganze Zeit seit der Vorstellung wird Andrew als nicht sehr sympathisch dargestellt und nun werden noch einmal richtig Zweifel an seiner Person gesät als Winnie über ihn nachdenkt und überlegt, warum er seine Verbindung mit Faith nie erwähnt hat. Ein bisschen sehr offensichtlich wird mir hier ein Verdächtiger präsentiert.
Ansonsten ist ja im ersten Teil wirklich nicht viel passiert, ein bisschen hin und herrücken der Figuren, die Gruppe, die versucht herauszufinden, was Edmund eigentlich will könnte unterschiedlicher nicht sein.
Faith scheint es nicht so gut zu gehen, Garnet wird immer verschlossener und die anderen Figuren bewegen sich mit einer schlafwandlerischen Gelassenheit durch die Geschichte.
Aber am Ende des ersten Teils ereignet sich ein Unfall, der mit Sicherheit keiner ist und man kann nur hoffen, dass Gemma und Duncan nun endlich richtig auftauchen und nicht nur Randfiguren bleiben.

Update 11:54 Uhr
Eigentlich habe ich meine Updates schon in den Kommentaren hinterlassen und mache mich nun flott auf den Weg zur Arbeit.
Freitag gibt es ein weiteres Update.

Update 15.12.19,  7:32 Uhr
Nun liegt dieser Post hier schon sehr lange und wartet auf sein finales Update. Beendet habe ich den Roman schon länger, allerdings hatte ich in der letzten Zeit einfach sehr viel um die Ohren und daher irgendwie nicht die Muße, ihn zu schreiben.
Beim Lesen dieses Artikels war ich dann ganz irritert, dass er so kurz ist, dann ist mir eingefallen, dass ich ja am letzten Lesetag schon so kränklich war, dass ich gar nicht bei mir sondern nur in Konstanzes Kommentaren geschrieben habe.
Tja, ich muss sagen, der Roman war bislang wirklich der schlechteste der Reihe, was vor allem am sehr esoterischen Grundthema lag, in Form von automatischem Schreiben, alter Göttinnen-Magie etc. Die Personenflut war mir bis zum Schluss zu groß, der Fall sehr konstruiert, Gemma und Duncan zu wenig vorhanden und die ganze Schwangerschaftsgeschichte auch sehr gewollt. Das Gemma jetzt zum Ende auch schwanger ist hatte ich komplett vergessen, aber hätte es auch nicht vermisst. Irgendwie ist mir das alles schon wieder ein bisschen zu kitschig und zu gewollt.
Die Auflösung des Falls fand ich nicht sehr überraschend, irgendwie deutete es schon einige Zeit in die Richtung, obwohl sich die Autorin schon sehr bemüht hat, auch noch andere Verdächtige anzupreisen.
Aber ja, gut, es ist vollbracht, es war in meinen Augen wirklich ein schwacher Band und ich bin froh, dass er nun a) beendet ist und b) das Deborah Crombie in weiteren Teilen die Finger von solchen mystischen Themen gelassen hat.
Wann wir mit dem nächsten Teil weitermachen werden, steht noch nicht fest, erstmal bin ich aber froh, dass dieser Post nun endlich zu den Akten gelegt werden kann ;)

10/27/2019

Erstes und letztes Herbstlesen 2019

Nach einem sehr schönen, ausgiebigen Frühstück mit einer meiner liebsten Freundinnen beginne ich nun etwas sehr spät mit dem für mich ersten und letzten Herbstlesen im Jahr 2019.
Leider ist es zur Zeit schwierig bis unmöglich, Zeit dafür zu finden bzw. die Möglichkeit zu haben, da unsere Tochter sehr fordernd ist, so lange sie meine Nähe wahrnimmt und sich außerdem im Herbst bei uns die Geburtstage in der Familie nur so aneinanderreihen.
Da aber heute Nachmittag ein Besuch von Vater und Tochter im Tierpark geplant ist, habe ich nun zumindest noch ein bisschen Gelegenheit, die Nase ins Buch zu stecken bevor der Oktober und damit das Herbstlesen um sind.

Zur Zeit lese ich von Karl Ove Knausgård "Alles hat seine Zeit" und das gefällt mir bislang recht gut. Wir hatten ja vor einiger Zeit die Serie "Lucifer" geschaut und ich habe es sehr bedauert, dass es nur wenig mir sympathisch erscheinende Ergänzungsliteratur gab (außer solche Werke wie Miltons "Das verlorene Paradis o.ä.), die mir kaum lesbar erschienen.
Aber mit "Alles hat seine Zeit" hat sich mir unerwartet genau so ein Buch eröffnet: Knausgård erzählt biblische Geschichten nach und erörtert auf eine gut lesbare Art, was über Engel überliefert wurde und das Lesen bereitet mir Freude.



Außerdem möchte ich gleich noch ein Essen für heute Abend vorbereiten, wobei Ihr mich begleiten dürft.


Update 17:26 Uhr:

Ich habe soeben die Geschichte von Kain und Abel neu gelesen, bin zwar nicht ganz sicher, dass ich alles verstanden habe - aber wer tut das bei diesen biblischen Geschichten schon? Es ist einfach sehr verwirrend ...
Ansonsten habe ich gerade die Katzen versorgt und eben noch ein paar der Hinterlassenschaften meiner verstorbenen Tante verstaut, dass waren aber nur ein paar Handgriffe.
Jetzt mache ich mich gleich an meine "Feurige Pasta Fagioli" aus dem neuen Jamie Oliver Kochbuch und werde später berichten, wie es sich so kochen läßt ;)

Update 20:46 Uhr:

Sobald die kleine Motte wieder im Haus war habe ich erwartungsgemäß keine Zeile mehr gelesen. Dafür habe ich wirklich lecker gekocht - schaut mal hier:

Beim Abschmecken war ich ein bisschen enttäuscht, weil ich es recht fad fand, aber am Ende reicht man die Chilischoten klein gehackt dazu und träufelt eine Mischung aus Rosmarin, Petersilie, Salz, Olivenöl und Rotweinessig darüber.
Diese Kräuter und die frei dosierbare Schärfe waren wirklich wieder mal das Besondere an diesem J.O.-Rezept und ich kann mir vorstellen, dass ich es noch mal kochen werde.
Außerdem war es das erste Mal, dass ich Borlotti-Bohnen verwendet habe, die ich auch sehr lecker fand.

Somit beende ich nun den letzten Herbstlesetag mit ein paar Folgen Downton Abbey (ich habe meinen Partner endlich überredet, die Serie mit mir zu schauen :) ) und fand es schön, heute noch einmal dabei zu sein.
Hoffentlich schaffe ich den 3. Sonntag im November und nächstes Jahr ist es sicher schon wieder ganz anders mit dem Bertchen :)