2/17/2019

Lesetag am 17.2.19

Mein heutiger Lesetag begann deutlich später als üblich und geplant, da unsere Tochter deutlich früher wach war, als erwartet.
Also hieß es erstmal frühstücken, spielen und nur eine kurze Lesezeit als die beiden einen kleinen Spaziergang gemacht haben.

In der Zeit konnte ich aber schon mein erstes Buch des Tages beinahe beenden, es handelte sich um "Frida Kahlo. Eine Biografie" von Maria Hesse. Das Buch hatte ich mir zu Weihnachten gewünscht und es aber bislang nicht geschafft, in Ruhe hineinzuschauen. Wie man sehen kann sind die Seiten mit vielen sehr schönen Illustrationen gefüllt und die muss man genießen und genau betrachten, was ich dann ab ca. 11 Uhr getan habe. Der Text ist recht überschaubar und doch habe ich wieder neue Aspekte aus Fridas Leben erfahren. Vielleicht gar nichts wirklich Neues, aber möglicherweise einfach Dinge, die ich schon wieder vergessen hatte. Das Buch hat mir sehr gefallen, auch die Offenheit, mit der die Autorin bereits im Vorwort einräumt, dass sie eine Mischung aus den Fakten und der Wahrheit, wie Frida sie erlebt und wahrgenommen hat, haben mir gefallen. 


Und weil das so gut klappt, werde ich jetzt noch etwas in eine Leihgabe von Natira hineinblättern: ein Comic von Vanna Vinci "Frida. Ein Leben zwischen Kunst und Liebe" zum gleichen Thema - heute wird also ein Frida-Tag :)

Leider ist es nur ein halber Lesetag, da wir heute Nachmittag zum Kaffeetrinken bei ehemaligen Nachbarn eingeladen sind, aber ich werde mich hier noch einmal melden.

Update 20:12
Nach einem wirklich schönen Kaffeetrinken bei unseren ehemaligen Nachbarn, sitze ich jetzt in der Küche und schreibe mein letztes Update für heute.
Zuvor hatte das Bertchen noch angenehm lange Mittagsschlaf gehalten, so dass ich in Ruhe noch in Vanna Vinci's Frida-Comic lesen konnte. Es fühlte sich sehr intensiv an, weil ich ja zuvor schon in der Biographie viele der Fakten gelesen hatte und noch so drin war.
Als es dann Zeit war loszufahren, habe ich die kleine Motte geweckt und wir hatten einen sehr schönen Nachmittag mit zwei ausgesprochen leckeren Kuchen, viel Spaß und so viel Gerede, dass es plötzlich schon kurz vor sieben war.
Unser Abendessen, "Pizza-Gnocchi" nach diesem Rezept von der Küchenchaotin ist im Ofen und ich habe die Zeit genutzt, eine kleine Blogrunde zu machen.
Ich finde die Lesesonntage immer sehr schön und habe mir den Termin mit Wiederholung schon lange fest eingetragen im Kalender. Ich kündige früh genug an, dass ich an dem Tag etwas Zeit zum Lesen brauche. Mal klappt es besser, mal klappt es schlechter, aber es ist immer wieder schön und eine gute Auszeit für mich - jetzt so kurz vor der Prüfung war es auf jeden Fall genau das Richtige und ich bin froh, dass ich mich heute gegen meine Lernkarten und für Frida Kahlo entschieden habe. Ich freue mich schon auf das nächste Mal - dann ist ja wieder ein Prüfungsteil hinter mir.

Unser Essen war lecker und wirklich, wie im Rezept angekündigt, sehr, sehr schnell gemacht und unkompliziert. Allerdings würde ich beim nächsten Mal die Tomatensoße vorher etwas kochen, damit sie noch aromatischer wird. Aber dann wäre es natürlich nicht mehr so schnell gemacht ;) Von daher: kann man auf jeden Fall machen. Ach ja, ich habe den Mozarella mit Parmesan ersetzt.
Also seit langem mal wieder ein "Etwas kochen, was wir noch nie gekocht haben", was auch gut funktioniert hat und lecker war :) Vielleicht in Zukunft wieder mehr davon.

Ich wünsche allen morgen einen guten Start in die Woche und einen schönen Rest-Leseabend!

1/20/2019

Lesesonntag am 20.1.2019

Einen schönen sonnigen und klirrend kalten Lese-Sonntag haben wir ja heute!
Ich bin schon lange wach und habe - dank meines Hustens bin ich nach unten umgezogen um nicht alle zu wecken - schon viel Zeit mit "Rubinrotes Herz, eisblaue See" von Morgan Callan Rogers verbracht.
Ich hatte das Buch vor einiger Zeit als Hörbuch gehört und da hatte es mir gut gefallen. Eine Freundin von mir sagt heute noch, dass es gemein von mir war, ihr dieses Hörbuch zu empfehlen, da es ein ziemlich trauriges Ende hat.
Bis heute weiß ich nicht, was so schlimm an dem Ende ist (habe aber eine Vermutung) - ich weiß  nur, dass es mich damals nicht so sehr aus der Fassung gebracht hat, es war wohl irgendwie für mich schlüssig so. Nun gibt es aber ein weiteres Buch von der Autorin mit dem Titel "Eisblaue See, endloser Himmel", welches bei meiner Online-Bibliothek als Doppelband vorliegt, so dass ich nun noch einmal komplett von vorne angefangen habe. Und wieder begeistert mich die Stimmung in dem ersten Teil sehr und macht mir Freude.
Zur Zeit habe ich ohnehin ein Faible für Bücher, die im nördlichen Amerika oder Kanada spielen und dahin passt das Buch ganz gut, da es an der Küste Maines verortet ist.

Aber eigentlich ist das mein "Abend-Buch", welches ich auf dem Tablet lese, für heute habe ich mir stattdessen "Heimliche Versuchung" von Donna Leon, den siebenundzwanzigsten Fall für Guido Brunetti vorgenommen, welches ich überraschenderweise noch nachträglich zu Weihnachten von meinem Freund bekommen habe. Ich freue mich sehr darauf und auch wenn die Zeitrechnung natürlich hinten und vorne nicht passen kann (Brunetti sollte längst im Ruhestand sein ;) ), lese ich die Reihe mittlerweile wieder sehr, sehr gerne!

Der Tag war bislang entspannt: entspanntes Frühstück (allerdings mit dem Problem: Bertchen will mittlerweile alles alleine machen, was bisweilen schwer auszuhalten ist ;) ), danach eine Duplospielrunde und jetzt schläft sie auch schon wieder, weil sie gleich losziehen wollen in den Wildtierpark. Ich hatte das von langer Hand geplant und meinen Freund frühzeitig gebeten, sich doch mit den anderen Vätern mal zu verabreden, damit ich heute Nachmittag ein bisschen Lesezeit habe. Und, siehe da: Planung hilft und es hat geklappt.

Das Lernen geht gut voran - viele der ekligen Themen habe ich schon mal abgefrühstückt (z.B. Statistik ;) ) und ich muss mal sehen, ob ich nachher noch ein bisschen was mache oder nicht.

Erstmal geht es jetzt nach Italien, mal sehen, was Paola wieder feines kocht und welchen Wein Guido dazu auswählt :)

Update 19:02
Mein Lesetag neigt sich dem Ende entgegen, aber ich bin sehr für eine zeitnahe Wiederholung. Natürlich habe ich nicht nur gelesen, aber doch recht viel, bin schon ganz in den neuen Brunetti eingetaucht und habe mich informiert, wie man das dort erwähnte Rezept mit dem Rosenkohl (Cavolini di bruxelles alla besciamella) macht, allerdings werde ich mich auf die Jamie-Oliver-Variante beschränken, da ich die Béchamel-Sauce in diesem Fall nicht wirklich brauche.
Ansonsten macht mir das Buch unheimlich viel Spaß und ich bin froh, dass ich noch ein bisschen Zeit in Venedig verbringen werde. Nebenbei habe ich die Kind-freie Zeit noch genutzt zum Bett beziehen, Tomatensoße kochen und Kleinigkeiten erledigen, die ich sonst oft nicht schaffe.
Es war ein schön entspannter Nachmittag, und als das Bertchen zurückkam war es ganz schön durchgefroren und musste sich aufwärmen.
Ich hoffe, so etwas klappt noch öfter, denn es hat mir gut getan und mir vielleicht auch etwas beim gesund werden geholfen - das werde ich sehen.
Was ich auf jeden Fall nicht getan habe ist, in meine Bücher und Klausurfragen zu schauen und aktuell finde ich das ganz großartig - ich hoffe, das sehe ich morgen noch genauso.

Jetzt gleich gibt es TK-Pizza (habe gestern schon leckere Flammkuchen mit Porree und Feta gebacken, da darf es heute weniger aufwändig und weniger gesund sein ;) ) und dazu schauen wir vermutlich noch etwas "Weißensee".
Aber erstmal mache ich noch eine schnelle Blogrunde bei den von mir doch sehr vernachlässigten Mitlesern.
Bis in vier Wochen - hoffentlich :)

12/22/2018

Weihnachtsstimmung und Jahresabschlussgedanken



Es ist soweit.
Das erste Mal seit vielen Jahren bin ich in Weihnachtsstimmung.
Ich habe in diesem Jahr viel erlebt, viel gearbeitet und viele neue Erfahrungen gemacht.
Ein kleines Stück bin ich wieder näher bei mir angekommen und habe gefühlt auch viel Zeit fast nur mit mir und meiner Familie verbracht.
Dabei ist leider auch manches auf der Strecke geblieben, wie das Bloggen, das Fotografieren, manchmal das Kochen, das vertiefte Lesen von Büchern. Womit ich nicht meine, dass ich nicht ausreichend gelesen habe. Aber eben nicht so konzentriert und fokussiert wie früher, als ich mich mit bestimmten Themen ganz intensiv auseinandergesetzt habe. Leider sind auch manche soziale Kontakte etwas zu kurz gekommen, irgendwie reicht es nie für alles.

Schön in diesem Jahr waren unsere Urlaube: eine Reise mit erweiterter Familie an die Ostsee und unser erstes Campingabenteuer in den USA.
Das war wirklich ein Abenteuer und es war schön und anstrengend zugleich. Wir haben eine vertraute Route in recht angenehmen Klima gewählt und haben die Natur der Vereinigten Staaten noch einmal ein ganzes Stück näher kennengelernt. Es ist schon ein Unterschied, ob man abends in ein Motel-Bett sinkt oder in seinem Campermobil das Bett aufbaut, noch schnell Essen kocht bevor das Lagerfeuer aufgebaut und angezündet wird.
Mit Bertchen wäre diese Zeit so oder so anstrengend gewesen. Sie hatte begonnen zu krabbeln und sich überall hochzuziehen und dementsprechend musste man sie ständig beaufsichtigen. Das wäre zu Hause nicht anders gelaufen. Die Wanderungen hat sie in der Bauchtrage schlafend oder begeistert "Da, da!"-rufend mitgemacht, die Fahrtage hat sie meistens gut zum Schlafen genutzt.
Der Flug war jetzt nicht der entspannteste Flug meines Lebens, aber auch nicht der stressigste. Gelernt habe ich, dass ich nie wieder mit Gepäck und kleinem Kind mit der Bahn fahren will - das war insbesondere auf dem Rückweg eine Katastrophe (trotz reserviertem Sitzplatz).
Ansonsten war es aber schön. Und die nächsten Jahre werden wir jetzt mit solchen Reisen allerdings trotzdem vermutlich aussetzen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass unsere Tochter noch lange bereit ist, sich entspannt im Auto herumkutschieren zu lassen. Also vielleicht eher Reisen mit kurzen Etappen innerhalb Europas.




Wir haben alle möglichen Klimazonen durchquert, waren immer wieder überrascht, wie kalt es nachts in den Bergen wird und wie schnell die Sonne untergeht. Wir haben es geliebt, am Lagerfeuer zu stehen, zu wandern, unserer Tochter beim Spielen mit Tannennadeln und Zapfen zuzuschauen. Wir fanden es großartig, uns selbst zu versorgen, konnten aber während der wenigen Motelübernachtungen den Luxus einer frei verfügbaren Dusche und Toilette sehr genießen. Unsere Tochter hat in diesem Urlaub erlebt, wie es ist, von Fremden permanent angelacht zu werden und wirkte überrascht, als das dann zu Hause schlagartig aufhörte. Sie wird sicherlich keine konkreten Erinnerungen an den Urlaub haben, davon werden wir ihr später erzählen müssen. Wir hoffen allerdings, dass es möglicherweise einen Grundstein für die Liebe zur Natur gelegt haben könnte und wir wollen ihr solche Erfahrungen so lange wie möglich anbieten. Für uns war es eine komplett neue Urlaubserfahrung und wir wissen noch nicht, wie wir sie bei unseren weiteren Reisen mit einfließen lassen werden. Die Nähe zur Natur war auf jeden Fall grandios, das Beschränktsein auf wenig Raum wurde zum Schluss schon immer stressiger. Aber im Großen und Ganzen war es ein wunderbarer, inspirierender Urlaub und eine tolle Zeit.

Viel zu schnell waren wir wieder hier und somit mein erstes Jahr der Elternzeitpause offiziell um. Damit gleichzusetzen war meine gesteigerte Wiederaufnahme der ambulanten Tätigkeit und der allmähliche Beginn der Prüfungsvorbereitung. Ich arbeitete an zwei Tagen in der Woche, Bertchen gewöhnte sich voller Begeisterung und Abenteuerlust bei der Tagesmutter ein und in meiner freien Zeit begann ich, meine Fallberichte für die mündliche Prüfung zu schreiben. Das zeigte mir wieder einmal wie gerne ich schreibe und wie leicht es mir fällt, wenn ich einmal angefangen habe. Daher waren die letzten Monate eigentlich sehr schön und erfolgreich.
Ich gewöhnte mir an, an meinen Praxisvormittagen oder wenn ich Supervision am Vormittag habe, meinen ersten Kaffee in gemütlichen Cafés zu genießen und bekam wieder mehr Struktur in meine Tage, indem ich jeden Morgen mit meinem Freund aufstehe und frühstücke. Da unsere Tochter eine ausgesprochene Langschläferin ist, hatte ich dadurch immer noch eine Stunde Zeit zum Schreiben oder jetzt, nachdem die Berichte fertig und weggeschickt sind, zum Lernen. Oder einfach zum Lesen oder mal wieder auf Twitter schauen. 
Das ist auch etwas, was ich geändert habe. Twitter hat mich zuweilen so genervt, dass ich mich darüber richtig aufregen konnte. Also habe ich die Apps von allen mobilen Geräten gelöscht und kann so nur noch am Rechner schauen und das mache ich nun nur noch ein Mal am Tag und damit ist es auch gut. Mir geht es damit besser und ich kann die Zeit unterwegs mit Bus oder auch abends im Bett besser mit Lesen von richtigen Büchern oder Hörbüchern verbringen.

Insgesamt war für mich 2018 eins der schönsten Jahre. Sicherlich war vieles anstrengend, vieles aber auch wunderschön. Ich bin der Meinung, dass mein Leben durch die viele Freiheit sehr bereichert wurde. Wie es wird, wenn ich nächstes Jahr wieder in der Klinik einsteigen werde, weiß ich noch nicht. Mir fehlt die Arbeit in der und die Sicherheit durch die Klinik, mir fehlen meine Kollegen und ich freue mich darauf, wieder dort zu arbeiten. Gleichzeitig macht es mir Sorgen, wenn ich daran denke, dass ich dann wieder sehr feste Arbeits- und Fahrzeiten haben werde und ich frage mich, wie sich das für meine Tochter und mich anfühlen wird. Da ist dann die Idee, nach der Prüfung vielleicht eine eigene Praxis zu haben, schon verlockend. Aber das wird sich 2019 oder 2020 oder noch später entscheiden. Jetzt erstmal bin ich dankbar für das was ich habe und wünschte mir, ich könnte den Menschen in meinem Umfeld, denen es nicht so gut geht oder für die 2018 ein schweres Jahr war, etwas von meinen Gefühlen abgeben. 
Ich bin so froh über neue und alte Freundschaften, bin gespannt, wie sich Bertchen weiter verändern wird und bin von seltsamer Zuversicht erfüllt, dass sich alles logisch entwickeln wird.

Zum Abschluss noch ein paar Worte zu Frida und Phoebe.

Die beiden haben sich mit unserer neuen Wohnsituation abgefunden. In meiner Wahrnehmung sind sie seit dem Umzug deutlich bequemlicher und anhänglicher geworden. Sie schlafen viel und fordern  sehr viel Nähe und Streicheleinheiten ein, sobald sie uns mal für sich haben. Was den Freigang angeht, so sind wir immer noch nicht weiter. Die Straße ist immer noch so groß und stark befahren wie eh und je und ich habe Angst, dass sie sie nicht lange überleben werden. Bei Frida kann ich mir vorstellen, dass sie auch ohne weitere Sicherung eine Gartenkatze werden könnte. Sie war immer schon recht bequem und hat den Balkon in der alten Wohnung immer nur kurz genutzt um es sich dann wieder im Wohnzimmer bequem zu machen.


Phoebe ist ein anderes Kaliber. Sie ist neugierig, war immer stundenlang draußen und ich fürchte, sie würde sich auch über Katzenzäune hinwegsetzen um zu schauen, was hinter der Hecke ist. Daher konnten wir uns bislang nicht überwinden, sie in den Garten zu lassen. Sie machenallerdings auch nicht den Anschein, dass sie unbedingt nach draußen möchten. Vielleicht bleibt also alles wie es ist. Etwas schade ist, dass Frida immer rabiater wird, was das Essen angeht. Ab einer bestimmten Zeit schiebt sie so laut Alarm, dass man sie füttern muss, wenn sie das schlafende Kind nicht wecken will. Oder aber man streitet mit ihr und spritzt sie nass, was sich auch nicht gut anfühlt. Ich weiß wirklich nicht, was das ist - Hunger kann es eigentlich nicht sein. Das wäre etwas, was sich gerne verändern dürfte im neuen Jahr.

Jetzt erst einmal verabschiede ich mich für heute und wünsche allen (Advents-)Lesern ein schönes Wochenende und entspannte Feiertage.

Wir lesen uns :)

11/22/2018

"Katzen gehen immer" oder "Was hier so passiert"

Schon für Dienstag hatte ich einen neuen Blogpost versprochen, hier kommt er etwas verspätet.
Ich bin im Moment sehr in meinen Prüfungsvorbereitungen versackt: jedes Wochenende Seminare, unter der Woche viel mit meinen Falldokus befasst und außerdem mit Arbeit und dem Bertchen natürlich sowieso.
Auch wenn es schon ein bisschen lustig ist: Lesetechnisch passiert bei mir zur Zeit alles im Schneckchentempo: Ich lese tagsüber in meinen Pausen immer noch im "Album"(allerdings nähere ich mich hier langsam dem Ende), wenn ich nur eine kleine Pause vom Rechner brauche schnappe ich mir die "Lehrgeschichten von Milton H. Erickson (hier kann ich mich oft nur schwer losreißen), abends vorm Einschlafen im Paul Auster "4 3 2 1" (der wirkt unendlich auf mich) und höre tagsüber auf meinen Wegen von und zur Kita oder in die Praxis abwechselnd verschiedene Hörbücher (Schätzings "Tyrannei des Schmetterlings", die "Känguru-Apokryphen") oder unterschiedliche Podcasts - je nach Stimmung.

Kulinarisch versuche ich nicht zu oft in Versuchung zu geraten, es mir oder uns zu leicht zu machen und Fastfood zuzubereiten und irgendetwas frisches stattdessen zu kochen. Aber das fällt zugegebenermaßen etwas schwerer, wenn die Tage so voll sind.

Die Katzen sind momentan sehr faul. Sie schlafen ganztägig und machen sich diverse Bertchen-Plätze zu eigen:

Hier ist Frida im Kinderzimmer:

Offensichtlich sehr müde... (und ich sehe bestehenden Zahnpflege-Bedarf)

Hier ist Phoebe auf der selbstgenähten Babydecke (Ihr erkennt sie vielleicht trotz der ganzen Katzenhaare wieder ;) )

Ähnlich müde... Ich sag es ja: hier ist nicht viel los zur Zeit.




Hier ist mein Glücksferkel, welches meine Supervisorin mir für die Prüfung geschenkt hat - ich mag es sehr und habe mich gefreut :)

Nebenbei wird noch an einem Adventskalender gebastelt und genäht - aber dazu ein anderes mal mehr.

10/28/2018

Herbstlesewochenende 27./28.10.18 - Sonntag

Der heutige Sonntag fing ähnlich nervig an wie der gestrige Samstag.
Die Zeitumstellung versuchte Frida zum Erschleichen eines zweiten Frühstücks zu nutzen, dann war
das Duschwasser noch nicht heiß und ich fühle mich weiterhin etwas krank. Eigentlich sogar kränker als gestern.
Nachdem ich also erst im Bett noch ein paar Seiten im Auster gelesen habe (Frida akzeptiert es manchmal, wenn man einfach nicht schläft sondern wach im Bett liegt), fingen irgendwann beide Schweinchen abwechselnd tobend durchs Haus zu galoppieren und ich fügte mich in mein Schicksal: aufstehen, relativ kühl duschen und dann ab ins Auto, Brötchen holen und versuchen, die beim gestrigen Einkauf vergessenen Eier aufzutreiben (wir wollen ja heute Waffeln für unseren Besuch machen ...)
Ich kann sagen, rohe Eier bekommt man bei einem normalen Bäcker schon mal nicht. Beim einzigen geöffneten Hofladen hätte ich Unmengen verschiedenster Kürbisse kaufen können (unter anderem Mikrowellenkürbis - noch nie vorher gehört), aber keine Eier.
Zum Glück hatten die Eltern meines Partners noch einige Eier übrig, so dass wir nicht auf gekauften Kuchen ausweichen müssen.
Beim Hin und Herfahren habe ich mein Hörbuch (21 Lektionen...) weitergehört und gefroren.
Danach folgte ein ausgiebiges Frühstück, danach etwas Hausputz und ein wuselndes Bertchen und als jenes sich dann  zum Mittagsschlaf zurückzog noch ein paar Seiten im "Das Album". Insgesamt also ein recht entspannter Tag bislang, wenngleich der Start irgendwie nicht so schön war.

Hinzu kommt, das mir Blogger zur Zeit nicht erlaubt, mit meinem Blogspot-Account Kommentare zu hinterlassen (weder auf meinem eigenen Blog noch auf anderen) - die Kommentare werden einfach gar nicht verarbeitet und die Seite nur neu geladen.
Jetzt bin ich schon so genervt, dass ich am liebsten den ganzen Blog zu Wordpress umziehen lassen will aber vermutlich mache ich das ja doch nicht.
Aber ich werde vielleicht mal die Kommentarmoderation ausschalten - in der letzten Zeit gab es hier kaum Spam.

Zum Abschluss noch zwei frische Schweinchen-Fotos:



10/27/2018

Herbstlesewochenende 27./28.10.2018 - Samstag

Dieses Jahr war es für mich mit dem Herbstlesen wieder mal etwas komplizierter, wird mir gerade bewusst, wenn ich jetzt endlich das erste Update für heute schreiben. Dabei ist der erste Tag des Wochenendes ja beinahe schon herum.
Ich bin immer noch krank und daher ein bisschen launisch, außerdem habe ich den Tag bisher etwas aktiver verbringen müssen als erhofft. Ansonsten haben sich alle Probleme vorerst gelöst und wenn das Kind jetzt nicht wieder richtig krank wird (und mein Zustand vielleicht auch endlich mal besser wird) kann ich hoffentlich nächste Woche wieder mit dem "normalen" Arbeiten weitermachen
Heute vormittag war ich mit Bertie im Wildtierpark zum Treffen mit ihren Freundinnen aus PEKiP-
Tagen und heute mittag musste ich für das Wochenende einkaufen. Dann gab es Kaffee und jetzt ist die Kleine mit Vater in die Stadt gefahren, so dass ich etwas Zeit zum Lesen habe.

Heute Morgen habe ich aber auch schon einige Seiten im Paul Auster ("4 3 2 1") gelesen (es gibt Archie-Versionen, die ich anderen vorziehe) und gerade habe ich "Das Album" von Mary Roberts Rinehart in der Hand (spannend, wie dicht diese älteren Krimis immer aufgebaut sind, wieviel Zeit sie sich lassen!!). Auf meinen Fahrstrecken habe ich "21 Lektionen für das 21. Jahrhundert" von Yuval Noah Harari weitergehört, was mich gleichermaßen anstrengt und fasziniert. Vor mir liegen jetzt noch knapp zwei Stunden und wahrscheinlich müsste ich gleich noch einmal von vorne anfangen, wenn ich fertig bin. Es ist sehr dicht, sehr komplex und eine spannende Abhandlung über unsere Welt von heute und die Auswirkungen, die die aktuelle Entwicklung für die Zukunft bringen wird.
Das Ganze gespickt mit Anekdoten, Verweisen zu Büchern (z.B. "Schöne Neue Welt" von Huxley) oder Filmen (z.B. "Alles steht Kopf" oder "Der König der Löwen") und weiterhin angereichert mit Visionen, was passieren könnte...
Ansonsten habe ich in der Woche immer mal wieder in die Mumins geschaut und mich von ihnen verzaubern lassen und es freut mich, dass Bertchen jedes Mal ganz aufgeregt wird, wenn sie das Buch entdeckt. Sie will dann immer hineinschauen und ist ganz interessiert an den Bildern.

Soweit erstmal. Ich werde nachher ein vegetarisches Chili kochen und dazu einen Salat machen und den restlichen Tag weitestgehend auf dem Sofa verbringen.
Ob es noch ein Update geben wird, wird sich zeigen. Morgen vormittag und mittag werde ich vielleicht noch ein bisschen Zeit zum Lesen finden, aber nachmittags bekommen wir Besuch - daher ist es leider auch wieder nur ein halber Lesetag.
Oh, und ich habe noch ein lustiges Phoebe-Bild für Euch - ist aber schon etwas älter....
Da dachte ich, gleich fällt sie runter :D

10/14/2018

Ein Herbstlesetag, der keiner werden sollte

Manchmal geht gefühlt alles schief und gestern und heute waren solche Tage.
Ich hatte mich sehr auf das Lesewochenende gefreut, weil ich es gerade so genieße, die Wochenenden mit Büchern (zumindest zeitweise) zu verbringen. Auch habe ich soviel schöne Neuzugänge zu verbuchen ("Herbst und Winter im Mumintal", verschiedene Werke von Mary Roberts Rinehart), die ich mir extra aufgespart hatte.

Leider kam dann alles anders als geplant.
Es fing schon im Wochenverlauf damit an, dass unsere (von den Hausverkäufern übernommene) Spülmaschine den Geist aufgab. Angestellt und die Sicherung flog raus. Immer wieder. Also hatte ich in der Woche schon einige Zeit mit Recherche über Spülmaschinen verbracht, bin aber von der Unübersichtlichkeit überfordert irgendwann dann doch wieder dazu übergegangen, an meinem Fallbericht weiter zu schreiben.
Trotzdem mussten wir uns kümmern. Also Freitagnachmittag ein Besuch im ortsansässigen Küchenfachgeschäft, in welchem ich durchaus schon gute Erfahrungen gemacht habe. Dieses Mal nicht. Wir wurden ziemlich von oben herab behandelt und gleich in eine Schublade einsortiert, in die wir so eigentlich nicht gehörten. Aber gut, wenn sie meinen - dann eben nicht. Also am Samstag vormittag etwas hin und her gesucht und irgendwann war der Akku des Notebooks fast leer, also stattdessen etwas abwaschen und nachladen. Und dann war es auch schon Zeit, zum Friseur zu fahren, was sich dann als der Lichtblick des Wochenendes herausstellen sollte (endlich wieder eine Friseurin, bei der ich mich wohlfühlen kann). Vorher mussten wir das Kind aus dem Bett holen, was uns etwas irritiert anblinzelte: verklebte Augen, laufende Nase - ich sah schon, was auf uns zukam: eine Bindehautentzündung. Es wurde auch tatsächlich in den nächsten Stunden permanent mehr Ausfluss, so das klar war, wir müssen sofort in die Notfallpraxis und Augentropfen verschreiben lassen. Das machten wir, das klappte auch (wir kamen vor dem großen Spätnachmittagsandrang an: als wir die Praxis verließen war das Wartezimmer zum Bersten voll) und wir holten die Tropfen, kauften schnell Salatzutaten und Brot und dann ging es schon wieder nach Hause, das gut gelaunte, aber verklebte Bertchen mit Augentropfen ärgern, Abendessen machen und ab ins Bett. Das klappte gut, aber gelesen war noch keine Seite, die Spülmaschine auch noch nicht bestellt.
Also damit weiter und siehe da: das Notebook zeigt zwar den Akku als voll an, geht aber nicht an. Gar nicht mehr. Panikattacke, natürlich ist die letzte Datensicherung ewig her - der ganze Fallbericht, alles umsonst? Ich drehe fast durch während mein Freund mich zum Glück schnell beruhigen kann: die Daten werden wir zu 95% wiederbekommen, aber der Rechner - tja, der scheint hin zu sein.
Ich bin echt geknickt. Ich mag dieses Notebook so, so gern. Es ist klein, leicht, es war immer zuverlässig (bis jetzt) und Geld habe ich in diesem Jahr ohne Einkommen (weil Elternzeit) für so eine Anschaffung natürlich nicht eingeplant.
Aber es nutzt ja nichts - ich muss mir etwas überlegen und habe nun den Vormittag mit Notebook-Recherchen verbracht (eine Spülmaschine wurde zum Glück jetzt schon bestellt). Das Bertchen hat zwar noch rote Augen, ist aber nicht mehr verklebt und kann so wahrscheinlich morgen zur Tagesmutter (sonst muss ich meine Patienten absagen, was ungünstig wäre) und schläft gerade brav.
Gelesene Seiten: bislang 0.
Stimmung: eher mies - es kommen noch weitere private Sorgen hinzu und das weiterhin vorhandene Gefühl von "ich schaffe das alles nicht, was habe ich mir dabei gedacht, diese Prüfung anzugehen?".
Aber mein Freund baut mich auf und unterstützt mich sehr - das tut gut.
Gleich müssen wir an den Ort fahren, wo ich immer meine Seminare für die Weiterbildung besuche, da ich da ein Lehrbuch aus dem Fach holen muss, dort werden wir den  Nachmittag verbringen und die Rehe besuchen, die dort in einer Schonung leben.

Irgendwie fühlt sich gerade alles viel an, ich weiß aber auch, dass es mir trotz allen Problemen noch gut geht - es ist nur lästig, das gerade alles zusammenkommt.
Darum möchte ich nun wirklich kurz einmal in die Mumins reinschauen und wenigstens eine Handvoll Seiten lesen. Ich werde heute keine Blogrunde machen (sitze hieran meinem alten, wirklich langsamen Rechner, da macht es nicht so viel Spaß, überhaupt etwas zu tun) und es gibt heute auch keine Updates hier.
Vielleicht habe ich ja nächstes Wochenende schon wieder bessere Neuigkeiten und kann wieder regulär (zumindest am Sonntag, Samstag ist Prüfungsvorbereitungsseminar), am Herbstlesen teilnehmen.
Ich wünsche allen einen schönen Lesesonntag und morgen einen angenehmen Wochenstart :*