12/29/2019

Sachbuchchallenge 2020



Hier die Info, dass es im kommenden Jahr hier wieder eine Sachbuchchallenge geben wird, an der ich teilnehme.

Meine Challenge-Seite findet Ihr hier, Konstanze, die das Ganze ausgeheckt hat, findet Ihr hier.

Ich freue mich schon darauf, wieder einmal diesen leichten Druck zu verspüren, eine Challenge zu erfüllen, Posts zu schreiben und den zugehörigen Austausch hier auf dem Blog zu haben.

In diesem Sinne - wir lesen uns :)

12/15/2019

Lesesonntag am 15.12.19

Da ja zur Zeit Arianas Adventslesen stattfindet, bin ich gar nicht sicher, ob heute auch der klassische Lesetag von jemandem außer mir zelebriert wird.
Allerdings blogge ich ja an diesen Tagen ohnehin immer sehr überschaubar und werde auch heute nachmittag Besuch bekommen, daher ist es nicht so schlimm, wenn hier nicht viel los ist ;)

Ich lese zur Zeit abends immer in "Das Weihnachtsgeheimnis" von Jostein Gaarder und tagsüber, wenn ich mal ein paar Minuten habe, in "Altes Land" von Dörte Hansen.
Letzteres wurde mir von unserer Buchhändlerin sehr ans Herz gelegt und es ist recht unterhaltsam und ein bisschen fremd, diese doch sehr plattdeutsche Art sollte ich vielleicht kennen, aber in der Ausprägung ist es doch recht intensiv.
Aber die Geschichte von dem ehemaligen Flüchtlingskind Vera Eckhoff die alleine ihren ererbten Hof im Alten Land bewirtschaftet und ihrer Nichte Anne, die aus Hamburg nach einer Trennung mit ihrem kleinen Sohn Leon dorthin flieht, gefällt mir recht gut und ich werde nun nochmal meine Nase hineinstecken, so lange hier im Haus noch Ruhe herrscht.

Update 14:28 Uhr
Ich bin nun im letzten Viertel des Buches und es ist durchaus nett zu lesen. Viele Figuren, die auf den ersten Blick unnahbar teilweise sogar unsympathisch wirken, bei denen man am Ende dann aber doch Verständnis und Mitgefühl oder sogar Sympathie bei sich entdeckt. Urige, knorrige Typen, die ihr ganz eigenes Leben da oben im alten Land führen und auch wenn Platt immer erstmal fremd aussieht, man versteht es doch und findet diese Redewendungen liebenswert. Ich hätte keine Lust, jetzt nur noch solche Bücher zu lesen, aber es macht mir heute durchaus Freude und ich tauche immer wieder gerne ein. Der "Anne"-Erzählstrang ist mir ein bisschen zu sehr wie Ildikó von Kürthy-mäßig, was ich nicht grundsätzlich schlimm finde, was aber für mich persönlich nicht so zum Rest passt. Aber beide Erzählebenen für sich gesehen sind gelungen und für diesen Lesetag ist es ein schöner Zeitvertreib :)

Last Update 20:20 Uhr
Ich habe heute gar nicht mehr viel gelesen, wir waren auf dem Weihnachtsmarkt mit Freunden, ich habe "Stoovpottje" gekocht (ein niederländisches Gericht, Kartoffeln, Karotten in einem Topf 20 - 25 Minuten kochen, stampfen mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und etwas Kochsahne oder Milch, dazu Röstzwiebeln frisch aus der Pfanne), welches ich immer wieder gerne esse, es ist so ein heimeliges Wohlfühlessen.
Vielleicht lese ich gleich noch ein paar Seiten im "Alten Land" während mein Partner "The Expanse" schaut und hoffe, dass die nächste Woche nicht so schrecklich wird, wie die letzten drei ;)
Und ich freue mich heute Abend vorm Einschlafen schon auf meine Etappe im Weihnachtsgeheimnis :)

11/22/2019

Reread: Deborah Crombie - Von fremder Hand

Freitag ist zur Zeit ja häufig Deborah-Crombie-Zeit, das finde ich sehr schön im Moment.
Ich habe mein Diensthandy ausgestellt und muss nur gleich noch das Bertchen einsammeln und Blumen für ihre Großmutter kaufen, die ja heute Geburtstag hat.
Aber ansonsten habe ich einen Lesetag vor mir, der nach den letzten Wochen mal wieder sehr nötig ist.































An das Buch kann ich mich gar nicht mehr erinnern - ich bin gespannt, welche Gedächtnisfetzen beim Lesen auftauchen und freue mich auf den gemeinsamen Austausch mit Konstanze.

Wie immer gilt: wer das Buch selber lesen möchte, könnte hier gespoilert werden ;)

Update: 12:36 Uhr
Hm, ja. Ich kann sagen, dass mir auffällt wie unglaublich viele Figuren aufgestellt werden und ich weiß nicht, ob ich das so gerne  mag. Irgendwie gerate ich etwas in Schleudern und habe das Gefühl, hier wird ein Figurenkabinett aufgebaut, welches vielleicht etwas übertrieben ist. Natürlich wird am Ende alles zusammenkommen und Sinn ergeben, aber ich fühle mich etwas überfahren ... Da wäre vielleicht wirklich mal ein Personenregister hilfreich ;)
Nun ja, ich werde es schaffen.
Winnie und Faith finde ich interessant und sympathisch.
Bei Gemma und Duncan bin ich - wie üblich - überrascht, wie krisenbehaftet bzw. wackelig die Beziehung ist, gleichzeitig bin ich aber froh, dass Gemma sich jetzt früh im Buch entscheidet, klar zu benennen, was sie will und was ihre Bedürfnisse sind.
Allerdings weiß ich noch nicht, ob sie diese Entscheidung durchzieht.
Und es scheint ja auch ein eher privater Fall zu sein, Duncan und seine Schwester werden ja schon früh als Jugendfreunde eingeführt.
Erinnerungsfetzen an das erste Lesen: bislang keine...

Update 14:56 Uhr
Das Bertchen abholen und zum Mittagsschlaf überreden war heute deutlich schwieriger als erwartet und gewohnt, so dass ich zwar noch etwas weitergelesen habe, aber nicht wirklich gut vorangekommen bin seit dem letzten Update.
Für heute ist dann hier auch Schluss, da wir ja gleich auf einen Geburtstag eingeladen sind.
Ich finde die Geschichte ein bisschen skurril und bisher fehlt mir noch der rote Faden. Mal sehen, ob ich mich mit dem weiteren Fortgang des Geschehens noch anfreunden werde.

Update 27.11.19, 10:13 Uhr
Nachdem ich am Wochenende immer mal wieder etwas gelesen habe, bin ich plötzlich schon bei Kapitel 7 angelangt.
Ich kann nicht sagen, dass die Geschichte mich mitreißt, mir ist all dieses Esoterische ein bisschen zu viel und Gemma und Duncans Anteil an der Geschichte bleibt weiterhin verborgen. So nervig diese Erzählstränge ja neuerdings für mich sind, so vermisse ich sie doch.
Mal sehen, wie weit wir heute kommen und wie es Konstanze inzwischen ergangen ist.
Ich habe heute leider nur bis ca. 12 Uhr Zeit, kann aber zumindest konzentriert lesen, da nichts anderes anliegt ...

Update 10:30 Uhr
So, den ersten Teil habe ich nun beendet.
Schon die ganze Zeit seit der Vorstellung wird Andrew als nicht sehr sympathisch dargestellt und nun werden noch einmal richtig Zweifel an seiner Person gesät als Winnie über ihn nachdenkt und überlegt, warum er seine Verbindung mit Faith nie erwähnt hat. Ein bisschen sehr offensichtlich wird mir hier ein Verdächtiger präsentiert.
Ansonsten ist ja im ersten Teil wirklich nicht viel passiert, ein bisschen hin und herrücken der Figuren, die Gruppe, die versucht herauszufinden, was Edmund eigentlich will könnte unterschiedlicher nicht sein.
Faith scheint es nicht so gut zu gehen, Garnet wird immer verschlossener und die anderen Figuren bewegen sich mit einer schlafwandlerischen Gelassenheit durch die Geschichte.
Aber am Ende des ersten Teils ereignet sich ein Unfall, der mit Sicherheit keiner ist und man kann nur hoffen, dass Gemma und Duncan nun endlich richtig auftauchen und nicht nur Randfiguren bleiben.

Update 11:54 Uhr
Eigentlich habe ich meine Updates schon in den Kommentaren hinterlassen und mache mich nun flott auf den Weg zur Arbeit.
Freitag gibt es ein weiteres Update.

Update 15.12.19,  7:32 Uhr
Nun liegt dieser Post hier schon sehr lange und wartet auf sein finales Update. Beendet habe ich den Roman schon länger, allerdings hatte ich in der letzten Zeit einfach sehr viel um die Ohren und daher irgendwie nicht die Muße, ihn zu schreiben.
Beim Lesen dieses Artikels war ich dann ganz irritert, dass er so kurz ist, dann ist mir eingefallen, dass ich ja am letzten Lesetag schon so kränklich war, dass ich gar nicht bei mir sondern nur in Konstanzes Kommentaren geschrieben habe.
Tja, ich muss sagen, der Roman war bislang wirklich der schlechteste der Reihe, was vor allem am sehr esoterischen Grundthema lag, in Form von automatischem Schreiben, alter Göttinnen-Magie etc. Die Personenflut war mir bis zum Schluss zu groß, der Fall sehr konstruiert, Gemma und Duncan zu wenig vorhanden und die ganze Schwangerschaftsgeschichte auch sehr gewollt. Das Gemma jetzt zum Ende auch schwanger ist hatte ich komplett vergessen, aber hätte es auch nicht vermisst. Irgendwie ist mir das alles schon wieder ein bisschen zu kitschig und zu gewollt.
Die Auflösung des Falls fand ich nicht sehr überraschend, irgendwie deutete es schon einige Zeit in die Richtung, obwohl sich die Autorin schon sehr bemüht hat, auch noch andere Verdächtige anzupreisen.
Aber ja, gut, es ist vollbracht, es war in meinen Augen wirklich ein schwacher Band und ich bin froh, dass er nun a) beendet ist und b) das Deborah Crombie in weiteren Teilen die Finger von solchen mystischen Themen gelassen hat.
Wann wir mit dem nächsten Teil weitermachen werden, steht noch nicht fest, erstmal bin ich aber froh, dass dieser Post nun endlich zu den Akten gelegt werden kann ;)

10/27/2019

Erstes und letztes Herbstlesen 2019

Nach einem sehr schönen, ausgiebigen Frühstück mit einer meiner liebsten Freundinnen beginne ich nun etwas sehr spät mit dem für mich ersten und letzten Herbstlesen im Jahr 2019.
Leider ist es zur Zeit schwierig bis unmöglich, Zeit dafür zu finden bzw. die Möglichkeit zu haben, da unsere Tochter sehr fordernd ist, so lange sie meine Nähe wahrnimmt und sich außerdem im Herbst bei uns die Geburtstage in der Familie nur so aneinanderreihen.
Da aber heute Nachmittag ein Besuch von Vater und Tochter im Tierpark geplant ist, habe ich nun zumindest noch ein bisschen Gelegenheit, die Nase ins Buch zu stecken bevor der Oktober und damit das Herbstlesen um sind.

Zur Zeit lese ich von Karl Ove Knausgård "Alles hat seine Zeit" und das gefällt mir bislang recht gut. Wir hatten ja vor einiger Zeit die Serie "Lucifer" geschaut und ich habe es sehr bedauert, dass es nur wenig mir sympathisch erscheinende Ergänzungsliteratur gab (außer solche Werke wie Miltons "Das verlorene Paradis o.ä.), die mir kaum lesbar erschienen.
Aber mit "Alles hat seine Zeit" hat sich mir unerwartet genau so ein Buch eröffnet: Knausgård erzählt biblische Geschichten nach und erörtert auf eine gut lesbare Art, was über Engel überliefert wurde und das Lesen bereitet mir Freude.



Außerdem möchte ich gleich noch ein Essen für heute Abend vorbereiten, wobei Ihr mich begleiten dürft.


Update 17:26 Uhr:

Ich habe soeben die Geschichte von Kain und Abel neu gelesen, bin zwar nicht ganz sicher, dass ich alles verstanden habe - aber wer tut das bei diesen biblischen Geschichten schon? Es ist einfach sehr verwirrend ...
Ansonsten habe ich gerade die Katzen versorgt und eben noch ein paar der Hinterlassenschaften meiner verstorbenen Tante verstaut, dass waren aber nur ein paar Handgriffe.
Jetzt mache ich mich gleich an meine "Feurige Pasta Fagioli" aus dem neuen Jamie Oliver Kochbuch und werde später berichten, wie es sich so kochen läßt ;)

Update 20:46 Uhr:

Sobald die kleine Motte wieder im Haus war habe ich erwartungsgemäß keine Zeile mehr gelesen. Dafür habe ich wirklich lecker gekocht - schaut mal hier:

Beim Abschmecken war ich ein bisschen enttäuscht, weil ich es recht fad fand, aber am Ende reicht man die Chilischoten klein gehackt dazu und träufelt eine Mischung aus Rosmarin, Petersilie, Salz, Olivenöl und Rotweinessig darüber.
Diese Kräuter und die frei dosierbare Schärfe waren wirklich wieder mal das Besondere an diesem J.O.-Rezept und ich kann mir vorstellen, dass ich es noch mal kochen werde.
Außerdem war es das erste Mal, dass ich Borlotti-Bohnen verwendet habe, die ich auch sehr lecker fand.

Somit beende ich nun den letzten Herbstlesetag mit ein paar Folgen Downton Abbey (ich habe meinen Partner endlich überredet, die Serie mit mir zu schauen :) ) und fand es schön, heute noch einmal dabei zu sein.
Hoffentlich schaffe ich den 3. Sonntag im November und nächstes Jahr ist es sicher schon wieder ganz anders mit dem Bertchen :)

10/25/2019

Reread: Deborah Crombie - Böses Erwachen



Endlich wieder Lesezeit.
Ich bin leider immer noch ziemlich angeschlagen, da kommt mir der heutige "Deborah-Crombie-Lesetag" mit Konstanze sehr recht.
Ich bin gespannt, wieviel ich von dem Roman noch weiß und stürze mich nun hinein :D

Update 12:00 Uhr
Heute komme ich nur schlecht voran, meine Nase ist zu und ich fühle mich so matschig, so dass ich irgendwie unruhig und schlapp zugleich bin - und unzufrieden mit dieser Situation. Aber das ist ja logisch.
Ich glaube, dieser Roman hat schon beeindruckt und ich fürchte, da kommen noch einige Erinnerungen hoch (nachdem schon das allererste Zitat sehr vertraut wirkte).
Die Geschichte mit den verschickten Kindern erinnert mich an ein Seminar, in dem der Dozent meinte, dass die Praxis der Kinderverschickung aufs Land sehr traumatisierend für die Betroffenen war und das er bis heute noch immer wieder Patienten hat, die davon berichten.
Das Duncan Kit beim Anruf des Vorgesetzten direkt erstmal vergisst finde ich ein bisschen zu überzeichnet, dass traue ich eigentlich nicht mal ihm zu.
Und das Gemma Klavierspielen lernen möchte finde ich einfach nur herzallerliebst, da finde ich sie gleich wieder ganz toll :) (ich habe nie Klavier gespielt, ich finde einfach nur die Verwirklichung von Träumen und die Umsetzung von Bedürfnissen so wichtig und freue mich, dass sie es macht ....)

Update 12:38 Uhr
Und jetzt kam auch noch ein Anruf dazwischen (natürlich wegen der Erbschaft - neverending Story) und so gehe ich jetzt los, um meine Tochter bei der Kita abzuholen.
Das Wetter ist schön, also gehe ich zu Fuss mit Kinderwagen und hoffe, sie schläft schon auf dem Weg selig ein ...
Danach geht es dann hier hoffentlich konzentrierter weiter ;)

Update 6.11., 10:10 Uhr
Huch, habe ich hier gar kein Abschlussupdate mehr gemacht beim letzten Lesetag? Naja, heute geht es also weiter.
Heute morgen gab es ein schnelles Frühstück, dann schon ein paar Zeilen im Buch und noch ein paar Arbeitsdinge wollten geregelt werden. Nach dem Wegbringen zur Tagesmutter war ich noch fix einkaufen, habe mir zurück zu Hause dann schnell meine Thermoskannen für die Arbeit vorbereitet und die Tasche gepackt und kann ab jetzt ca. 2 Stunden durchgängig lesen - hoffentlich lasse ich mich nicht wieder ablenken.
Im Buch bin ich aber schon wieder angekommen und freue mich auf weitere Stunden mit Duncan und Gemma :)

Update Freitag, 10:46 Uhr
Mein früher Eifer am Mittwoch liess sich ja leider nicht so lange aufrecht erhalten - ich merke einfach, dass ich momentan nicht so aufmerksam bin und Konzentrationsschwierigkeiten habe. So schweifen meine Gedanken gerne mal ab und ich lese die Seiten wieder und wieder. Das liegt sicher an der momentan starken Arbeitsbelastung, die sich unverhofft vor zwei Wochen verdoppelt hat und mich ganz schön auf Trab hält. Langsam ist Land in Sicht, aber es kommt mir regelmäßig "aufs Bett",  hindert mich gelegentlich beim Einschlafen und führt dazu das alle immer fragen "Gehts Dir gut?" - ich kann diese Frage in diesem Ton nicht gut leiden... Aber es ist für mich immer ein Zeichen, dass ich vorsichtig sein muss...
In der Zwischenzeit bin ich im Buch gemächlich weitergekrochen, habe nun Annabelles Familie kennengelernt und auch den unsagbar unsympatischen Exmann der Schwester Jo. Was für ein unangenehmer Mensch. Ich ahne jedoch, dass es einen Grund für seine Kälte geben muss.
Jetzt stürze ich mich auch gleich wieder ins Buch nachdem ich einen Kommentar bei Konstanze abgeliefert habe :)

Update 12:24 Uhr
Heute klappt es deutlich besser.
Vielleicht, weil ich im Buch weiter voranschreite oder weil ich konzentrierter bin: die Geschichte wird deutlicher und Annabelle wird irgendwie klarer und es wird unübersehbar, dass sie ein schwieriger, komplexer Mensch mit verschiedenen Facetten war.
Auch hat mich gefreut den jungen William Hammond kennenzulernen und das sich jetzt der Sinn des Kindsverschickung-Handlungsstranges allmählich abzeichnet.
Furchtbar ärgerlich bin ich - wie üblich - auf Kincaid und die Art, wie er mit Kit umgeht: wie er ihn so gemein versetzt und ihn dann auch noch mit der Vaterschaft konfrontiert... Nicht nett, wirklich nicht. Und sehr, sehr unbedacht - wenngleich es ihm klar ist, aber trotzdem kann ich es ihm nicht verzeihen so recht.
Jetzt hole ich mal fix mein Kind ab und dann geht es gleich weiter :)

Update 15:02 Uhr
Heute ging es recht gut und ich habe die Mitte des Romans überschritten.
Im Großen und Ganzen stelle ich fest, dass alle irgendwie unzufrieden und seltsam verkorkst zu sein scheinen - das gilt sowohl für die Helden des Romans als auch für die Nebenfiguren.
Aber ich habe die meiste Zeit konzentriert gelesen, habe das unbändige Bedürfnis verspürt zu meinem Kürbisstollen und den Pfeffernüssen eine Tasse Tee zu trinken und wurde dabei von Katzen belagert.
Es war für mich ein schöner Lesetag und ich hoffe, wir können das Buch kommenden Freitag beenden (falls Konstanze das nicht schon erledigt hat ;) )

Update Lesetag am 17.11.19 um 18:08 Uhr
Ich habe den heutigen Lesetag genutzt, um den Krimi endlich zu beenden. Leider habe ich sehr viel Arbeit im Moment und kann wochentags kaum Zeit finden zum  lesen. Die paar Minuten vorm Schlafengehen bleibe ich dann noch oft bei Twitter hängen und daher hat es so seine Zeit gedauert.
Wie schon beim letzten Roman, habe ich das Ende nicht kommen sehen und fand zum Schluss überschlugen sich die neuen Informationen und die Auflösung lag dann natürlich auch auf der Hand. Vorher bin ich die ganze Zeit im Dunkeln getappt und fand das Ende dann furchtbar traurig und den Gedanken, dass diese drei jungen Menschen so viel unausgesprochene Dinge zwischen sich hatten und darüber so unglücklich geworden sind, sehr deprimierend.
Schön fand ich wieder einmal das handwerkliche Geschick von Deborah Crombie mit dem sie zum Beispiel die gehäuften Rückblicke am Schluss erklärt oder das schön eingewobene Wiedersehen mit Madelaine Wade.
Bedauerlich fand auch ich das etwas unfaire Verhalten von Gemma Kincaid gegenüber im Bezug auf Gorden Finch und auch, wie schon weiter oben erwähnt das sehr wenig einfühlsame Verhalten von Duncan, in diesem Roman insbesondere im Bezug auf Kit.
Aber im Großen und Ganzen fand ich den Roman sehr schön, ich hatte immer wieder Erinnerungsblitze an meinen Besuch in den Docklands vor bald 20 Jahren mit Natira und hätte mir gewünscht, den Krimi in kürzeren Abständen lesen zu können.
Trotzdem gefällt mir das Reread-Projekt sehr gut und ich bin gespannt, wann wir weitermachen können.

10/09/2019

Reread: Deborah Crombie - Das verlorene Gedicht




Hier sind wir also wieder mit einem neuen Deborah-Crombie-Roman, Phoebe und ich :) Wir haben den Vormittag Zeit und werden uns jetzt in den in meiner Erinnerung schon ganz verblassten aber damals heiß geliebten 5. Teil der Reihe. Spoiler wird es hier reichlich geben, da ich mich wieder mit Konstanze austauschen werde, aber das kennt man ja mittlerweile.
Ich weiß noch von meinem ersten Kontakt mit dem Buch, dass ich zu der Zeit sehr auf Lyrik stand und schon alleine deshalb so voller Vorfreude auf den Roman war. Ich glaube aber, dass es am Ende nicht so lyrisch war wie erwartet, wenngleich aber viele überraschende Elemente auftauchen, die man nicht erwartet hatte. Ich bin gespannt, wie uns dieser Roman unterhalten wird...

Update 12:11 Uhr
Wahnsinnig weit bin ich noch nicht gekommen, gerade erst bei Kapitel 3 angelangt. Es ist deutlich, dass ein Sturm aufzieht, während ich eine überwältigende Flut an Personen kennenlernen darf: einen unsympatischen Darcy, Adam und Nathan und natürlich Vic! Ach ja, doch recht poetisch alles, die Kulisse, die vorangestellten Zitate - ich fühle mich wohl im Buch :)

Update 12:44 Uhr
Ich werde jetzt meine Tasche packen und mich auf zum Bus machen.
Da ich zwischen Team und meiner Gruppe heute zwei Stunden Leerlauf habe (super Planung, BTW) werde ich mein Buch mitnehmen und möglicherweise von unterwegs nochmal schreiben.
Ansonsten bin ich gespannt, wie es weitergeht und ob Konstanze und ich am Freitag weiterlesen werden und wie wir dieses beiderseitige Lieblingsbuch der Reihe weiter finden werden.

Update 16:26 Uhr
Ich habe tatsächlich noch etwas gelesen und fühle mich insbesondere bei den Briefen, die Lydia an ihre Mutter geschrieben hat, sehr an Sylvia Plath erinnert und bin gespannt, ob da noch mehr Parallelen auftauchen und Deborah Crombie möglicherweise sie und Virginia Woolf im Kopf hatte, als sie diesen Roman verfasste.
Ansonsten finde ich Gemma liebenswert eifersüchtig und dank Hazel auch durchaus selbstreflektiert dabei und dann doch wieder etwas trotzig wie schon im letzten Teil.
Aber das gehört wohl mir zu ihrer Persönlichkeit.

Jetzt muss ich mich aber noch etwas auf meine Gruppe vorbereiten und bin schon gespannt, ob es Freitag und wie es insgesamt weitergehen wird.

Update Freitag, 10:11 Uhr

Der heutige regnerische Freitag lädt förmlich zum eingekuschelten Lesen auf dem Sofa ein und Phoebe und ich machen genau das bei einem Porridge-Frühstück und diesem schönen Roman.
Gemma lernt gerade Vic kennen, die ich minütlich mehr mag und auch Kit, der ihr seltsam vertraut vorkommt. Ich denke neben der Lektüre immer noch sehr an Sylvia Plath und könnte mir vorstellen, dass ich mich nach diesem Buch auch mal wieder mit ihr beschäftigen werde.
Jetzt geht es aber erstmal weiter, die kostbaren Lesestunden nutzen ...

Update 10:48 Uhr
Am Ende von Teil 1 bin ich wie beim letzten Mal komplett erschüttert über den Tod von Vic, selbst wenn mir klar war, dass er kommen würde.
Ihre Art hat mir so gefallen, sowohl ihre Art zu leben als auch ihre Art mit ihrem Sohn und ihren Mitmenschen umzugehen.
Und ich frage mich auf der Krimi-Seite, wie jetzt all die Informationen, die sie zusammengetragen hat noch ans Licht kommen sollen...

Spätes Update um 12:37 Uhr
eigentlich muss ich jetzt schon unterwegs sein, um meine Tochter einzusammeln, aber ich habe mich festgelesen.
Ich habe übrigens mal recherchiert: die Parallelen zu Sylvia Plath habe ich mir nicht eingebildet und auch die Ähnlichkeit von Morgan zu Ted Hughes haben andere vor mir bereits bemerkt.
Ich bin gerade mal wieder an der Fakultät, wo Duncan mit der netten Sekretärin redet und auch andere, weniger angenehme Menschen trifft. Wobei Darcy bei dieser Begegnung nicht mehr ganz so unangenehm ist.

Jetzt muss ich schnell los und beende bedauernd die heutige Crombie-Lektüre - auf bald :)

Finish: Freitag, 18.10.19, 15:31 Uhr
In den letzten Tagen ist bei mir beruflich viel los gewesen und ich musste trotz Ferien arbeiten, was mich teilweise ganz schön überfordert und geärgert, gleichzeitig aber auch herausgefordert und mir geschmeichelt hat - sehr ambivalent.
Seit gestern bin ich dann auch noch von Halsschmerzen geplagt und das ist sehr nervig und unnötig. Aber heute wird es schon wieder besser und ich habe es in meiner Mittagspause geschafft, das Buch endlich zu beenden.
Ich hatte in den letzten Tagen immer abends vorm Einschlafen gelesen und war schon sehr gespannt auf die Auflösung. Der große Unsympath erweist sich dann auch als der Täter und die anderen sind alle mitschuldig aufgrund der Verheimlichung des ersten Mordes, welcher mich dann am Ende doch überrascht hat - ich hatte ihn wieder ganz vergessen. Zwar wurde von Verity erzählt, aber an sie gedacht habe ich eigentlich gar nicht mehr. Ich glaube, ich sollte mir angewöhnen, auf solche Fährten mehr zu achten.
Hmm, am Ende vom Roman bleiben ein paar unangenehme Gedanken. Zum einen die offensichtliche Nähe der Figur Lydias zu Sylvia Plath (schon allein der Name!), die mir persönlich zwar gefallen hat, die aber gleichzeitig auch nicht in der Danksagung erwähnt wird. Auch die nicht allzu verschleierten Parallelen zu "Die geheime Geschichte" von Donna Tartt, (erschienen 1992), werden am Ende immer klarer. Da aber beide Elemente (sowohl die dramatische Sylvia Plath als auch die Story von der "geheimen Geschichte") so unglaublich toll sind, kann ich verstehen, dass Deborah Crombie sich da - bewusst oder unbewusst - hat inspirieren lassen.  Ich finde nur, sie hätte das ruhig auch am Ende sagen können (aber vielleicht macht man das nicht?). Und ich mag den Roman auch weiterhin sehr, sehr gern: ich finde die Figuren von Lydia, Vic, Kit und Nathan so toll gezeichnet, ich mag die College-Szenerie und ich mag den Verlauf, den Gemmas und Duncans Beziehung nimmt. Auch Duncan selbst gefällt mir langsam besser.
Also Fazit: ich mag den Roman weiterhin sehr gerne, es gelingt mir, beide Augen zuzudrücken, wenn es um die Ähnlichkeiten zu anderen Werken geht und ich würde den Roman jedem Liebhaber von entweder Sylvia Plath oder aber Donna Tartt empfehlen - mir macht es immer Spaß, Bücher zu lesen in denen Elemente, die ich sehr schätze, vorkommen.
Jetzt flitze ich mal rüber zu Konstanze und schaue, wie es ihr ergangen ist (sie ist sicher schon lange fertig ;) )

9/18/2019

Reread: Deborah Crombie "Kein Grund zur Trauer"

Endlich wieder ein Deborah-Crombie-Lesevormittag heute und ein "ganzer" Tag am Freitag.

Bis jetzt hat mein Plan gut funktioniert:
ich war laufen, habe meine wichtigsten Arbeitsdinge geregelt und bin jetzt bereit zum frühstücken in kätzischer Gesellschaft und zum Eintauchen in den nächsten und vierten Teil der Reihe:


Jetzt noch schnell bei Konstanze schauen, ob sie auch gestartet hat und dann geht es hier los.
Allerdings muss ich direkt warnen: hier wird gespoilert, daher bitte nur weiterlesen, wenn kein Interesse am Selberlesen besteht oder schon gelesen wurde :)

Habe schon die ersten Seiten bei oben abgebildeten Frühstück gelesen und bin froh, dass die Anknüpfung an die erste gemeinsame Nacht von Gemma und Duncan so nahtlos erfolgt und man das Gefühl hat, man wäre nie weg gewesen :)

Update 11:57 Uhr
Irgendwie ist es immer schwierig in so einen Lesetag reinzukommen - jedenfalls für mich.
Dann fällt mir doch dies und das ein, die Wäsche muss noch gewaschen werden, die  Mail noch beantwortet werden, dann noch mal kurz rüber zu Twitter - sie kennen das ;)
Aber grundsätzlich ist der Auftakt in den Roman sehr gut gelungen: man ist sofort am Tatort, findet sogleich etwas komplizierte familiäre Verhältnisse vor und bekommt den Eindruck, dass der Tote, auch noch ein Kollege von Duncan und Gemma nicht unbedingt ein Sonnenschein gewesen ist.
Zugleich die übliche Frustration Duncans, der nicht so recht zu verstehen scheint, warum Gemma so abwehrend gegenüber einer Beziehung ist und wie üblich erstmal verletzt und irgendwie depressiv darauf reagiert. *seufz * - das war mein Gefühl beim Lesen - ich hoffe sehr, dass Duncan mir bald wieder sympathischer wird :)
Das hier war gerade meine Tee-Mittags-Pause - damit ich mich nicht mit Mittagessen rumplagen muss, bevor ich um 13:01 Uhr den Bus nehmen werde:

Ein Orangentaler meiner Lieblingskonditorei (oder vielmehr der Rest davon, tatsächlich ist der noch von gestern) und dazu ein "Heartwarming"-Yogi-Tee

Ich werde heute hier nicht nochmal updaten sondern lieber noch ein paar Seiten lesen - Freitag geht es aber etwas intensiver weiter :)

Freitag, 10:17 Uhr
Heute geht es also weiter mit dem Reread - allerdings läuft mein Tag nicht so wie geplant und ich bin gerade etwas ärgerlich. Das lang ersehnte Paket mit dem Katzenfutter wurde mir nicht angekündigt, konnte deshalb nicht umgeleitet werden in den Schuppen und wird jetzt entsprechend in die Filiale gebracht, wo man es erst morgen einsammeln kann. Wie ärgerlich! Wir haben ja gerade eine Mäkel-Katze und darum wäre es so wichtig gewesen, diese Lieferung heute anzunehmen ... Und normalerweise ist der Paketbote auch nicht so früh - grmpf!
So, jetzt bin ich das schon mal los.
Leider hat es die Konsequenz, dass ich gleich eine kurze Pause machen muss (um 12  Uhr ca.), um dann doch noch schnell im Tierfutterladen vor Ort ein paar Dosen zu organisieren - sonst verhungert mir das Frida-Tier am Ende doch noch (der Magen knurrt schon sehr im Moment). Allerdings kann ich auch berichten, dass ihre nackige Stelle am Bein wieder zugewachsen ist und von daher die Futterumstellung und Stressreduzierung offenbar Wirkung zeigen.

Aber nun zum Buch: Ich habe schon während meines Frühstücks brav weiter gelesen bin aber natürlich wieder weit abgeschlagen ;)
Gerade erst bei Kapitel 5 angekommen habe ich noch nicht viel Neues zu berichten, außer dass mir gefällt, wie sympathisch Gemma auf alle wirkt (Darling und Geoff) und ich daher glaube, dass ich vor allem wegen ihr diese Romane von Anfang an so geschätzt habe.
Aber jetzt schnell weiterlesen - damit ich mal etwas voran komme :D

Update 14:19
Gerade komme ich sehr gut voran, begleite Duncan und Deveney bei ihrer Recherche über die gestohlenen Gegenstände, bei denen ich auch sofort an das Computerspiel von Geoff denken musste.
Gleichzeitig finde ich Duncan sehr selbstgefällig gegenüber seinem Kollegen und Deveney wird zunehmend unnötig stereoptyp geschildert, finde ich. Was mir nach wie vor in vielen Kleinigkeiten auffällt ist die schöne britische Szenerie: die Gemütlichkeit des Pubs, die Allgegenwärtigkeit des Tees, das rustikale Brot - genau die Gründe, warum ich so gerne Krimis lese, die in Großbritannien spielen.
Bei Gemma ertappe ich mich dabei, wie ich mich etwas wundere, dass sie ihren Sohn alleine bei Hazel läßt - zwar ist für mich spürbar, dass sie das bedauert und gleichzeitig kann ich mir das zum Beispiel gar nicht vorstellen - ich würde umkommen vor schlechtem Gewissen und Sehnsucht und das, obwohl ich durchaus manchmal oft froh über meine Auszeiten bin.
Mal so für ein paar Tage ganz woanders zu arbeiten (und das dann auch regelmäßig und spontan immer mal wieder) wäre für mich wohl so gar nicht denkbar.
Aber gut, da gibt es ja verschiedene Haltungen und ich bin froh, dass das bei meiner Arbeit nicht notwendig ist :D

Das Katzenfutter und -streu ist übrigens besorgt. Gleichzeitig die Zutaten für mehrere Abendessen, so das wir morgen nicht mehr los müssen - was für ein Glück :)

Update 9.10., 10:30 Uhr
Das überfällige Fazit zu dem Roman kommt heute, am nächsten Crombie-Lesetag.
Ich bin jetzt natürlich schon wieder etwas raus aus der Geschichte, aber ich weiß noch, dass sich meine Stimmung beim Lesen wieder so aufgebaut hat wie schon an den vorherigen Lesetagen. Es hat so etwas gemütliches, diese englischen Krimis zu lesen und wie Konstanze und ich schon herausgefunden haben, sind wir deutlicher kritischer dem armen Duncan gegenüber als beim ersten Lesen. Gemma hingegen ist weiterhin meine persönliche Heldin und ich mag sie sehr. Das Ende fand ich ganz versöhnlich, insbesondere das endlich das überfällige Gespräch stattfand.
Die Auflösung des Falls war mir schon ziemlich früh klar und mir tut es leid, das Lucy jetzt angeklagt wird. Gleichzeitig muss ich Duncan Recht geben, dass es wahrscheinlich so besser ist, damit sie mit dem Thema abschließen kann.
Jetzt freue ich mich sehr auf den lang erwarteten 5. Teil "Das verlorene Gedicht" :)