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12/28/2011

Jahresabschluss-ABC 2011

Bei Sinje Blumenstein habe ich mich inspirieren lassen, zu einem "Jahresabschluss-ABC" und möchte damit dieses für mich sehr stille Blog-Jahr beenden.
Ich hoffe, dass es nächstes Jahr wieder etwas mehr wird mit der Bloggerei - wenn sich mein Arbeitsleben weiter eingependelt hat und ich abends auch noch mal Lust habe, mich an den Rechner zu setzen ;)

A wie Abschlussarbeit
die habe ich Anfang des Jahres geschrieben und sie hat mich einiges an Nerven gekostet. Es ist viel schief gegangen zum Ende hin, ich habe mich über so manche Sachen sehr geärgert, aber am End kam dann doch eine ordentliche Note dabei rum und ich konnte diesen grossen Stein mit dem Namen Diplomarbeit ad acta legen. Das fühlte sich ganz hervorragend an ...

B wie Beruf(ung)
Ich habe ein grosses Glück erfahren, dass ich nach Beendigung meines Studiums fast umgehend einen  Job gefunden habe. Ich hatte sehr große Sorge, ob ich etwas finde, und dann ging es am Ende so schnell, dass ich sogar vor meiner Abreise in den Urlaub schon den Vertrag unterschreiben konnte. Ich bin sehr froh, dass es alles so glatt gegangen ist.
Ist mein neuer Beruf auch meine Berufung? Aktuell fühlt es sich sehr so an: die Arbeit macht mir sehr grossen Spass und die Wertschätzung, die mir seitens der Patienten entgegengebracht wird, reicht aktuell aus, um die etwas widrigen Arbeitsbedingungen (ziemlicher Weg zur Arbeitsstelle, keine Gleitzeit, etwas "unkoschere" Vertragsbedingungen) auszuhalten.

C wie Caesar's Salad
Mein Leibgericht seit dem diesjährigen USA-Urlaub - es war auch das Gericht, welches ich dort am häufigsten bestellt habe. Nun bin ich auf der Suche nach einem guten Rezept für das Dressing, welches _ohne_ Sardellen auskommt.

D wie  Duve, Karen
Von Karen Duve habe ich ein sehr bemerkenswertes (Hör-)Buch konsumiert. Der Titel "Anständig essen" hat mich wieder einmal aufgerüttelt und meinen Freund dazu gebracht, seinen Fleischkonsum noch einmal dramatisch zu reduzieren. Eine absolute Empfehlung, dieses Werk, vor allem, weil Karen Duve es sich wirklich unbequem macht, indem sie im Selbstversuch die einzelnen "anständigen" Ernährungsformen lebt. Als Frutarierin ist sie zwar wirklich nervig, aber davon abgesehen: Respekt!

E wie Ernährung / Essen
Das E bringt mich zu unseren Kochabenden. Momentan ernähre mich im Büro wieder deutlich mehr von Brot mit Käse, was den Vorteil hat, dass wir abends gemeinsam kochen können und was hoffentlich im neuen Jahr auch wieder häufiger zu "Etwas-kochen,- was-wir-noch-nie-gekocht-haben"-Posts führen wird. 

F wie Frida
Meine Frida ist mir immer wieder eine große Freude. An den meisten Morgen steht sie eine Viertelstunde bevor ich aus dem Bett muss bei mir auf der Matte und will mit mir schmusen. Das geht immer nur so lange  gut, bis Phoebe auch aufwacht und sich oben rührt, aber bis dahin ist Frida eine Schmusekatze, die ihresgleichen sucht. Davon ist allerdings den Rest des Tages nichts mehr zu spüren, diese Frida gibt es nur in diesen kostbaren 10 Minuten am frühen Morgen zu sehen, wenn alle anderen noch schlafen. Ansonsten Frida nach wie vor auch eine Fressmaschine, deren Denken sich immer ums Essen dreht. Ich frag mich, wo sie das alles lässt...

G wie  Gnocci, selbsgemacht
... sind gar nicht so schwer, wie man meint. Das ist meine Weihnachts-Essen-Erkenntnis des Jahres 2011. Die waren so toll, unsere Gnocci, dass ich schon wieder Lust habe, sie noch einmal zu machen :)

H wie Hyposensibilisierung bzw. Heuschnupfen
Die "Hypo" ist jetzt vorbei und ich bin gespannt, wie ich das nächste Frühjahr erlebe. Allerdings befürchte ich, dass es noch nicht ganz vorbei sein wird. Aber mal sehen, besser ist es ja allemal schon geworden und die monatlichen Arztbesuche sind nun endlich um.

I wie iPad
Mein iPad der ersten Generation, im Februar angeschafft für die Abschlussarbeit (Texte lesen auf Zugfahrten etc.) war eine absolut sinnvolle, nötige Anschaffung, die sich mehr als rentiert hat. Die geplanten Aktivitäten haben prima darauf funktioniert. Und nun, nach dem Abschluss, hat sich das Gerät zum Lesen von eBooks, verwalten und speichern von Fotos, schauen von Serien im Urlaub und zum Jagen von Schweinen als absolut unverzichtbar gezeigt. Ich bin froh, dass ich es hab.

J wie Jahresabschlussgedanke
Mein dominierender Jahresabschlussgedanke ist in diesem Jahr 2011, dass ich froh bin, dass ich den Lebensabschnitt Studium so gut hinter mich gebracht habe. Alles ist glatt gegangen, ich bin in der Regelstudienzeit fertig geworden, so wie ich es mir Anfang des Studiums, im Wintersemester 06/07 vorgenommen hatte. Ich bin stolz und glücklich, dass mir das gelungen ist und ich bin sehr dankbar, allen lieben Mitmenschen, die mich unterstützt haben: ob seelisch, moralisch, praktisch oder finanziell. Hätte ich alleine dagestanden, ich glaub, ich hätte es nicht geschafft. Danke, Euch allen.

K wie Klamotten / Kleidungsstil 
Der ändert sich jetzt aktuell gerade durch die neue Arbeit. Das ist wirklich spannend, denn ich hatte mich nie so eingeschätzt, dass ich so schnell meine geliebten Turnschuhe in die Ecke werfe. Andererseits habe ich auch die bereits in der Klinik "hoffähig" gemacht und ziehe sie immer mal wieder gerne zur Abwechslung an.

L wie  Lago di Bolsena
Möglicherweise wieder unser Reiseziel fürs nächste Jahr? Ich würde mich freuen, dort wieder einmal sein zu dürfen. An diesem Traumsee, mit Zelt, abends grillen, tagsüber wandern, schwimmen... Hach ja, das wäre wirklich schön!

M wie das grüne M, bei dem ich arbeite
Ein gewöhnungsbedürftiger Arbeitgeber, der mir aber die Chance bietet, nach der ich gesucht habe. Ich bin momentan jedenfalls froh, dass ich dort gelandet bin.

N wie Neuentdeckungen
Musikalisch habe ich durch die liebe Winterkatze schon in Stuttgart die Band "Boy" entdecken dürfen. Die hat mir unheimlich viel Spass gemacht in diesem Jahr - und Anfang nächsten Jahres geht es aufs Konzert :)
Literarisch ist meine liebste Neuentdeckung dieses Jahres "Der letzte Weynfeld" von Martin Suter - ein grandioses Buch, bei dem man mitleidet, mitfiebert und am Ende doch ganz überrascht ist. Ein reines Vergnügen!

O wie Ostsee
Die Ostsee-Sehnsucht wurde dieses Jahr wieder mal nicht gestillt. Hoffentlich klappt es in 2012... Natira? Wie sieht es aus, wollen wir mal einen Planungsversuch machen?

P wie Phoebe
Phoebens macht uns im Moment besonders viel Spass. Unser kleiner Clown hat sich angewöhnt, uns zur allgemeinen Erheiterung etwas von unserem Essen zu klauen bzw. es zu versuchen. So ein wenig, wie der Flaggenklau in Ferienlagern. Sie versucht, unbemerkt an unsere Teller zu kommen - egal, ob da Butter, Mais, Parmesan oder tatsächlich etwas fleischhaltiges zu finden ist. Zum Glück ist sie nicht penetrant und  nur selten erfolgreich. Aber sie ist wirklich sehr witzig momentan.
Meistens gut gelaunt, häufig verschmust und insgesamt recht ausgeglichen.

Q wie Quallen
Quallen haben durch den Film "Sieben Leben" mit Wil Smith für mich eine neue Bedeutung - hätte ich den Film vorm Urlaub gesehen, wäre ich gar nicht ins Wasser gegangen ;). Davon abgesehen hat mich dieser Film sehr berührt, ich fand ihn allerdings tatsächlich ziemlich schlimm und möchte ihn eigentlich nicht nochmal sehen...

R wie Reiten
Das mit dem Reiten und mir ist nach wie vor nicht so leicht. Ich hatte mich ja nun entschlossen, zum Westernreiten zu wechseln und habe auch eine sehr gute Trainerin gefunden. So hatte ich jetzt schon einige Einzelreitstunden bei ihr und hatte zwar bisher noch nicht das Gefühl, dass ich jetzt Westernreiten kann, aber zumindest den Eindruck, dass mein Reiten "besser" wird, und zwar insofern, dass ich mich besser dem Pferd gegenüber ausdrücke. Allerdings sind ja auf Dauer Einzelstunden nicht bezahlbar, dazu kommt jetzt eine lange Pause von September bis vermutlich März - was danach kommt, muss ich sehen. Mein Traum ist ja für die Zukunft eine Reitbeteiligung bei einem gut ausgebildeten Pferd, welches möglichst zuverlässig und wenig schreckhaft ist. Nach meinen Valentino-Erfahrungen werde ich wohl jetzt immer einige Zeit brauchen, bis ich einem Pferd wirklich vertraue...

S wie Studiumsende
Das fühlt sich mittlerweile schon immer mal wieder komisch an: ich habe mich auf das Ende zwar sehr gefreut, aber mittlerweile merke ich schon, dass ich es stellenweise auch vermisse, Studentin zu sein. In erster Linie vermisse ich aber nicht die Tätigkeiten in der Uni oder das Lernen, mir fehlt wohl am meisten die nicht mehr vorhandene Freiheit, sich den Tag selbst einzuteilen. Dafür habe ich aber neue Dinge dazugewonnen: absolut freie Wochenenden, immer um 17 Uhr Feierabend zu haben, ein regelmäßiges Gehalt erwarten zu können etc. 

T wie Therapeutenausbildung
Jetzt sieht es nach all den Jahren, in denen ich fest davon überzeugt war, dass ich die Therapeutenausbildung nicht machen könnte / würde, auf einmal doch sehr danach aus, dass ich diese nächstes Jahr im Herbst angehen könnte. Wenn es denn weiterhin alles gut geht, "auf Arbeit". Wenn sich diese Gelegenheit tatsächlich ergibt, freue ich mich schon drauf, wieder weiterzulernen :)

U wie Urlaub
Urlaub habe ich in der ersten Januarwoche. Da plane ich, meinen Kleiderschrank auszumisten, meine Tante zu besuchen, mich mit meinem Freund und den Schweinchen zu vergnügen und ganz bewusst "frei" zu haben.

V wie Valentino
Das Pferd im Ländle, welches mir leider ein bisschen den Spass an Ausritten und das Vertrauen gegenüber Pferden genommen hat. Valentino hat mich in meiner letzten Reitstunde dort abgeworfen, ohne das ich nachvollziehen konnte, warum er das getan hat. Der Sturz ist zum Glück glimpflich ausgegangen, obwohl ich mir den Rücken schon stark geprellt habe und auch wohl eine ziemliche Gehirnerschütterung davongetragen hab. An diesen Sturz und wie es dazu kam denke ich, wie man merkt, immer wieder zurück. Ich finde es schade, dass meine "Beziehung" zu Valentino so zu Ende gegangen ist :(

W wie Weihnachten 2011
Kam dieses Jahr unfassbar schnell, war genausoschnell vorbei und war schön und entspannt. So darf es gerne jedes Jahr sein :)

X wie ?

Y wie Yosemite National Park
Eines unserer Reiseziele, welches mir immer wieder in den Sinn kommt. Ich freue mich schon darauf, irgendwann wieder mal dort zu sein.

Z wie Zigaretten
Beschäftigen mich neuerdings viel, weil ich das "Nichtrauchertraining" im neuen Job in meinem Aufgabenbereich habe. Es macht mir unheimlich viel Spass, mit den Patienten daran zu arbeiten und ich ziehe wirklich eine grosse Arbeitsfreude aus diesem Teil meiner Aufgaben :)

7/01/2011

Wie versprochen: CatContent. Außerdem: Sporterkenntnis & Vergangenheits-Flashback

Hallo, Ihr lieben, geduldigen CatContent-Leser ;)
Da ich momentan kaum aus dem Haus komme, werden momentan nur Katzen oder Blumen fotografiert. Daher bin ich auch mit meinem Fotoprojekt ("Gesetz der Serie" von Paleica) absolut im Hintertreffen.
Mal sehen, ob ich das noch aufgeholt bekomme...


Aber hier erstmal die Bilder:
leicht verrückte, ihren eigenen Schwanz jagende Frida
+
geniessende und reinliche Phoebe

Bernsteinauge

Ich könnte jedes Mal jubeln, wenn ich so ein Bild hinbekomme :)

Ansonsten habe ich in den letzten Tagen gelernt, dass zu viel Rückentraining bei mir v.a. zu einer Reizung der Nerven führt und ich in der Folge weder sitzen, noch liegen, noch stehen kann. Also werden jetzt doch wieder weniger Rückenübungen gemacht - so geht das ja nicht. ... Aber da will man sich schon mal was Gutes tun, und dann so was. Ich fürchte, ich muss doch meine Zeckenangst bekämpfen und wieder in den Wald zum Laufen...

Seit gestern stehe ich irgendwie wieder in Kontakt mit meiner Vergangenheit - eine alte Freundin hat mich über Facebook gefunden und ich über sie entsprechend alle alten Bekannten.
Das fühlte sich ganz merkwürdig an - und ich habe auch niemanden angeschrieben, denn irgendwie glaube ich nicht, dass ich diese alten "Kamellen" wieder aufwärmen möchte.
Aber das ist so eine andere Seite der virtuellen Welt - da kann man auch quasi re-traumatisiert werden (wobei ich natürlich weiss, dass das Wort hier falsch gewählt ist - es fühlt sich nur ein bisschen so an ;) )

Natürlich braucht man für so etwas die virtuelle Welt gar nicht - dass kann ja auch so ganz spontan im realen Leben passieren. Aber - ich weiss nicht, ich bin kein Freund davon *lach*

Hat schon mal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Dieses zwiespältige Erleben, wenn man jemanden wiedertrifft, der schon lange vergessen ist / scheint?

5/03/2011

Trauma-Tag & Blueberry Girl from Neil Gaiman

Heute ist mein Trauma-Tag - zum Glück aber nicht, weil mir etwas Schlimmes passiert ist, sondern weil ich gerade soviel darüber gehört habe: Erst die Vorlesung "Psychologische Störungen" mit Schwerpunkt auf dem Thema Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS od PTSD) und danach in Folge das Trauma-Seminar mit natürlich ähnlichen, noch vertiefenderen Inhalten.
Und kaum bin ich daheim, finde ich auf der homepage von Neil Gaiman dieses Video, welches ein Buch von Gaiman bewirbt, dessen Erlös der RAINN-Foundation (Rape, Abuse and Incest National Network) zugute kommt.




Es hat mich sehr bewegt, dieses Video, und die Vorstellung, dass es in den Staaten zu so vielen Übergriffen  kommt (alle zwei Minuten eine sexuelle Belästigung), ist sehr erschreckend.
Da wird einem erst bewusst, wieviel Glück man hatte, sein Leben bisher und vor allem seine Kindheit unbeschadet zu überstehen. Denn, wie unsere Dozentin heute sagte: sobald man die Kindheit ohne Übergriff hinter sich lässt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, eine PTBS zu bekommen, immens.

Meine Sorgen sind gegen solche Gespenster verschwindend gering und daher nicht erwähnenswert.
Im Gegenteil: meine DA-Verlängerung hat offenbar gerade so eben noch geklappt und ich habe jetzt noch eine Woche (eigentlich sogar zwei, aber mein Ziel ist das Werk Montag zum Drucken zu geben)  Zeit für das Finetuning der Arbeit.
Auch habe ich wunderbare Menschen um mich, eine liebe Familie und lebe in Umständen, die wirklich keinen Grund zur Klage liefern.
Wie schnell vergisst man, wie gut es einem geht... Im Anbetracht zu dem, was Trauma-Opfer jeden Tag erleben und welche Höllen sie durchwandern, wirken die eigenen Sorgen dann oft sehr banal und an Tagen wie diesen bin ich froh, dass mir mal wieder der Spiegel vorgehalten wird.
Ich weiss nicht, ob dieser Post wirr ist, ob er nachvollziehbar ist. Wahrscheinlich will ich eigentlich nur sagen: Danke, liebes Leben, dass Du so gut zu mir bist. So was muss man ja auch mal sagen.

heimweg

1/23/2011

Fortuna

Dieser Artikel bekommt seinen Namen nicht wegen einer ausführlichen Auseinandersetzung mit der römischen Glücksgöttin.
Nein, er bekommt ihn, weil Fortuna mir so unglaublich hold war an diesem Wochenende. So begab es sich, dass ich meine Freundin BecK am Freitag nachmittag am Bahnhof abholte und wir gemeinsam in mein derzeitiges Heim fuhren. Wir wollten noch kurz einkaufen und hielten dazu bei meinem Lieblings-E-Center an. Mit leckeren Dingen bepackt ging es dann zum Auto, die Einkäufe wurden strategisch im Kofferraum verteilt und wir stiegen ein. Wir schnallten uns an, ich drehte den Zündschlüssel... und nichts passierte. Ausser, dass die Lichter angingen und die Symbole im Amaturenbrett leuchteten. _Kein_ Anlassergeräusch! Ich war - gelinde gesagt - entsetzt! Jeder, der hier ab und an mal liest, weiss, dass mein Auto sehr gewöhnungsbedürftig und durchaus als zickig zu bezeichnen ist - aber so etwas hatte es in den bald 12 Jahren noch nicht gegeben.
Nichts war zu machen - ich telefonierte, schnell war klar, dass irgendwas mit dem Anlasser sein musste. Draufhauen, könnte man - wenn man denn wüsste, wo der Anlasser sitzt (ich habe ihn nicht gefunden *rotwerd*). Gut, wir versuchten im zweiten Gang anzuschieben, was genau gar nichts  bewirkte. Schnell war klar, es war nichts zu wollen und ich musste mich um eine Werkstatt oder irgendeine Lösung kümmern. Um das Problem zu verdeutlichen: ich wohne momentan so richtig schön auf dem Land. Der Ort, in dem wir einkaufen waren, war nicht mein Wohnort und ich habe auch niemanden hier, der schnell mal vorbeikommt, um mir aus der Patsche zu helfen. Es war schrecklich. Schliesslich entschloss ich mich, beim ADAC anzurufen um mal nachzufragen, wie so etwas überhaupt läuft. Dort wurde ich natürlich spontan zur Mitgliedschaft überredet, was ich bei meinem Auto auch durchaus sinnvoll finde. Also, mit der Aussage, dass der Einsatz kostenlos wäre, wenn der gelbe Engel mein Fahrzeug wieder ankriegen würde, hofften wir auf das Beste, gingen nochmal in das Einkaufszentrum zum Bäcker dort, und warteten. To make a long story short: der gelbe Engel kam, sprach kaum ein Wort und kriegte den Motor wieder an. Die einzige Aussage war: "Der Anlasser ist kaputt, jetzt besser nicht mehr absaufen lassen". Gut, ein Problem gelöst - irgendwie würden wir zumindest nach Hause kommen. Aber, das hilft ja auch nicht weiter: danach würde der Wagen ja nie wieder anspringen! Und Abschleppen ist ja auch nicht wirklich zum Schnäppchen-Preis zu haben. Also, über meinen lieben Freund eine Werkstatt finden lassen, Öffnungszeiten bis 18 Uhr :( (Es war ja mittlerweile schon 18:45) Aber zumindest könnte ich den Wagen da auf den Parkplatz stellen, irgendwie wieder nach Hause kommen und müsste die Abschleppung nicht bezahlen. Vorsichtshalber vorher noch mal anrufen... Und, unglaublich, da ging jemand ans Telefon. Ich schilderte mein Problem und man sagte mir, sie wären noch eine halbe Stunde da. Schnell losgefahren, zum Glück im Navi die Adresse gefunden und die Lady dorthin gebracht (und solche Angst gehabt, den Motor abzuwürgen - passiert mir zwar nur sehr selten, aber ich war echt panisch ;) ). Die Herren in der Werkstatt waren tatsächlich noch da, waren super nett und gaben mir noch Tipps von wegen Anspruch auf Leihwagen etc. Also fragte ich, was denn so ein Leihwagen kosten würde, wenn ich es selber zahlen müsste: 15 Euro/Tag... "Hätten Sie denn noch einen, für heute?" Der Chef guckt seinen Kollegen an, der "Ja, den Punto, der einzige, den wir noch mit Winterreifen haben, den habe ich heute wieder angemeldet". Ich habe sofort zugesagt - bei dem Preis und allem war klar, dass ich nicht mit dem Taxi nach Hause wollte, um dann das Wochenende völlig unmobil mit meiner Freundin zu verbringen.
Mittlerweile weiss ich, dass meine Lady wohl erst Dienstag fertig wird, aber auch, dass meine Versicherung mir den Mietwagen zahlt. Dass der Anlasser kaputt ist, ist natürlich ärgerlich, aber der Wagen ist ja auch nicht mehr der Jüngste, daher kommt das nicht völlig unerwartet.

Fortuna hat es wirklich gut mit mir gemeint: Glück im Unglück zu haben ist ja leider bei mir nicht der Standard... Das meine Freundin an diesem Wochenende hier war und ich so nicht verlassen und einsam mit diesem Problem konfrontiert wurde, dass ich einen Freund zu Hause habe, der mir alles mögliche heraussuchen konnte, dass der gelbe Engel den Wagen wieder anbekommen hat und den Auftrag um die Uhrzeit nicht nicht mehr angenommen hat, dass die Werkstatt noch nicht Feierabend gemacht hatte (am Freitag-Abend!), dass dort ein letzter Leihwagen stand, der das Wochenende nun deutlich leichter und günstiger gemacht hat, dass ich einen Schutzbrief habe, und meine Versicherung mir so sogar die Kosten erstatten wird - all das hätte einfach nicht besser kommen können.

Der Rest des Wochenendes wurde von Fortuna auch bestens organisiert: wir hatten eine schöne Zeit, waren mal wieder auf einem traumhaften Diavortrag von Michael Martin (es war, wie immer, grossartig und handelte sich um diesen Vortrag) und haben die Tage genossen und viel Zeit mit Reden und gemütlichen Stunden, aber auch mit einem kleinen Stadtabenteuer verbracht. Heute haben wir noch ein bisschen was für die Diplomarbeit getan - etwas SPSS gerechnet und das gibt mir ein sehr gutes Gefühl, denn jetzt weiss ich, dass ich mit meinen Daten wirklich etwas machen kann und es nicht nur falsch interpretiere.

Fazit: Danke Fortuna, danke BecK, danke Universum für so ein schönes Wochenende mit so vielen positiven Entwicklungen, die alle auch hätten anders ausgehen können :)

12/31/2010

Weihnachten, Resümee 2010 und was sonst noch war

Zunächst: ich hoffe, Ihr habt Weihnachten alle gut hinter Euch gebracht, seid schön beschenkt worden und habt viel Zeit für Euch und Eure Lieben gehabt.
Ich habe die Ruhezeit mehr als genossen, ich habe viel geschlafen, viel gelesen, alte Filme geschaut und mich rundum wohl gefühlt.

Wie schon im Freitagsfüller angedeutet, habe ich meine Internetaktivität extrem reduziert. Ich habe ab und an Mails gechecked, aber nicht mal alle beantwortet, ich habe keine Blogrunde gemacht (traue mich kaum, in meinen Reader zu schauen) sondern einfach nur ohne Internet gelebt - das war auch mal schön :)

Weihnachten war für uns sehr schön und erholsam - den Heiligabend haben wir daheim verbracht, Bescherung gefeiert (für mich gab es u.a. "The Beatles Rockband" inkl. Singstar Mikros und eine wunderschöne Thermoskanne). An den Folgetagen bekam ich noch weitere schöne Geschenke, Donna Leon mit Brunettis 18. Fall, einen weiteren Scheibenwelt-Film und leider ein doppeltes Buch. Hinzu kam ein Geldgeschenk, mit dem ich einen gebrauchten DSi erstanden habe - jetzt bin ich leider Animal  Crossing Wild World-süchtig ;)

Die Schweinchen bekamen einen Rascheltunnel und einen HexBug Nano - beides finden sie grossartig, wie Ihr den folgenden Bildern entnehmen könnt:

Frida findet den Rascheltunnel besonders toll und hat sich sogar zu einem Foto-Shooting überreden lassen.
Den Hexbug findet Phoebe leider noch etwas furchterregend, während Frida ihm stets wild hinterherspringt.

Mein Resümee zu diesem Jahr - eigentlich kann ich es ganz kurz machen: ich bin sehr froh, wenn dieses Jahr um ist. Es war ein Jahr, welches durchaus sehr hilfreich für meine Zukunft war, aber es war schon geprägt von Vermissen, Alleinsein, vernünftig sein. Es war gut, dass ich es alles so gemacht habe, es zahlt sich hoffentlich aus, aber ich werde froh sein, wenn ich dieses Kapitel abschliessen kann.
Ich habe in diesem Jahr unglaublich viel gelernt, ich habe über mich gelernt, dass ich zwar nicht gerne alleine bin, es aber sehr wohl hinkriege, wenn auch mit Zähneknirschen. Ich habe wieder ein paar Ängste abgelegt, ich habe an Selbstvertrauen gewonnen.
Ich habe neue Freunde gefunden, habe gelernt, den wichtigen Dingen die höheren Prioritäten zuzuteilen.
Was habe ich nicht gelernt? Mich selbst so zu nehmen, wie ich bin. Das ist immer noch eine Baustelle, die ich mitnehme ins neue Jahr.

Das größte Highlight des Jahres war sicherlich unser Urlaub in Italien und es gab einige kleine Highlights zwischendurch wie meine Valentino-Reitstunden und meine Schweiz-Ausflüge im Sommer. Auch der Kletterpark mit dem freien Fall war eine tolle Erfahrung. Die LKW-Untersuchung auf der Teststrecke hat mir grosses Selbstvertrauen gegeben und dort habe ich vor allem gelernt, mich nicht immer selbst zu stressen sondern die Dinge einfach mal "laufen" zu lassen.

Ich glaube, abschliessend kann ich sagen, dass ich dankbar bin, dass dieses Jahr so reibungslos an mir vorbeigegangen ist - ich bin viele Kilometer gefahren, habe einiges an Verantwortung getragen und eigentlich hat fast alles gut geklappt. Ich habe Fehler gemacht, ich hatte einen Unfall, aber es ist nichts wirklich Schlimmes passiert.
Die wichtigsten Menschen für mich sind auch nach diesem Jahr immer noch an meiner Seite und haben mich nicht vergessen. Mein Freund ist geduldig mit mir, trotz meiner langen Abwesenheiten, die auch immer noch nicht ganz um sind. Frida, die kleine Maus, ist spürbar froh, wenn ich zu Hause bin und die meisten meiner Sorgen haben sich als unnötig erwiesen.
Danke, 2010, Du warst anstrengend, aber nicht das schlechteste Jahr, im Gegenteil, ich bin froh, dass ich soviel lernen und erleben durfte :)

Nun wünsche ich allen schon mal einen guten Rutsch und alles Gute für 2010 - feiert schön, oder geniesst Verwöhnzeit daheim - wir lesen uns :D

12/13/2010

Eins der besten Wochenenden und Erkenntnisse

Leider kommt heute nur ein völlig Foto-freier Post - mein Akku ist leer und das Ladegerät habe ich daheim vergessen.
Daher kann ich von meinem Wunder-Wochenende nur möglichst plastisch erzählen :)

Am Freitag hatte ich zeitig das Wochenende eingeläutet, um noch ein paar Vorbereitungen für meinen lang erwarteten Wochenend-Besuch erledigen zu können. Ausserdem hat der Datenauswertungs-Rechner sowieso wieder nur gerechnet - da brauchte er mich nicht ;)
Also habe ich schön eingekauft für unser gemeinsames Kochen am Samstag abend, für das Frühstück und die gemütliche Faulenzzeit dazwischen. Danach einen entspannten Abend mit Desperate Housewives Staffel vier und natürlich Salat - wie üblich ...
Am Samstag war dann erst eine Reitstunde zu meistern, die aber nur mäßig erfolgreich war - irgendwie bin ich im Moment nicht richtig bei der Sache und Valentino auch nicht so recht, wenn dauernd Lawinen vom Dach fallen und die anderen Pferde ausrasten, ist es für ihn immer ein Argument, sich auch zurückzulehnen. Und ich selbst, wie gesagt, ich bin nicht konzentriert genug - Erkenntnis 1: scheinbar sind Valentino und ich beide eher Frühjahr und Herbst-Reiter, v.a. aber keine Winterreiter ;)
Nach dieser durchwachsenen Stunde bin ich erst noch einmal heimgefahren - meine liebe Freundin Natira war erst für mittags angekündigt und so konnte ich noch frühstücken und letzte Vorbereitungen treffen. Dann war es irgendwann soweit und ich konnte sie am Bahnhof abholen und wir haben uns einen schönen Nachmittag gemacht. Erst noch kurz einen Stadtbummel, dann etwas "Lust-Shopping" im E-Center (muss ich sagen, dass wir die meisten Sachen _nicht_ gegessen haben? ) und dann einen ruhigen Nachmittag auf der Couch, Kaffee- und Tee-trinkend, selbst gebackene Natira-Plätzchen futternd - quatschen bis der Abend anbrach. Es war so schön. Später haben wir uns dann an einem Fenchelrisotto versucht, was aber ein wenig langweilig war, vermutlich, weil ich zu wenig Fenchel gekauft hatte. Satt machte es aber dennoch, dazu gab es Salat und später noch Chips und Eis, hmmmm...
Am nächsten Morgen haben wir in aller Ruhe gefrühstückt, dann spontan noch mit dem Herrn der Ringe - Teil 1 (Erkenntnis 2: den Hobbit mal wieder lesen) angefangen bevor es gegen 15 Uhr in Richtung Stadt ging, da wir uns endlich, endlich Harry Potter Part 7.1 anschauen wollten. Es war gar nicht so leicht ein Kino zu finden, welches die Originalfassung spielt, erstaunlicherweise. Das bin ich von daheim anders gewohnt.
Das Kino war recht altmodisch, Linoleumboden, es gab keine Nachos sondern nur salziges Popcorn und, was das Tollste war, es gab keine Werbung vor dem Film, nur ein paar Trailer. (Wobei, das kann auch an der Nachmittagsvorstellung gelegen haben.) Dafür gab es aber zwei schnarchende Hunde, was auch recht ungwöhnlich war *lach*
Der Film hat mir sehr gut gefallen. Im Gegensatz zu meinen Erwartungen war er gar nicht langweilig, sondern sehr schön umgesetzt, sehr nah am Buch und die vorgenommenen Änderungen nicht zu störend. Die Besetzung fand ich zauberhaft, die comicartige Darstellung der Geschichte der drei Brüder sehr gelungen und so bin ich komplett zufrieden aus dem Kino gegangen.
Danach ging es weiter ins Kicho, wo ich in Edamame, Spinat mit Sesamsosse und Avocado und Spinat-Makis schwelgte. Natira hatte etwas mit den japanischen Maultaschen zu kämpfen, war aber im Grossen und Ganzen auch sehr zufrieden mit íher Auswahl an Sushi.
Der Sonntagabend endete deutlich früher als der Samstag, da wir heute schon sehr früh aufstehen musste.

Eine grosse Erkenntnis (das wäre dann die Nummer 3) ist in mir gereift an diesem Wochenende. Ich muss einfach mal wieder richtig heim. Ich muss daheim Dinge klären, liebe Menschen treffen, meine Familie sehen und mich wieder besinnen. Jetzt gerade bin ich viel zu pessimistisch und düster, was sicher auch der doch irgendwie vorliegenden Isolation zuzuschreiben ist. Daher versuche ich, den Weihnachtsurlaub entweder schon früher zu beginnen oder auszudehnen und während dieser Zeit ein paar Prioritäten neu zu setzen. Denn, und das ist ja der Punkt: nachdem die Auswertung der Daten fast geschafft ist, kann ich ja nun auch wirklich von daheim aus arbeiten, und ich glaube, es würde mir gut tun, dass auch zu machen - einfach, um wieder ein bisschen bei mir zu sein danach :)

Heute nachmittag werde ich hoffentlich endlich mal wieder zum Sport gehen (Erkenntnis 4, nachdem ich mir heute morgen beim Strecken den Nacken verrenkt habe :/ ) und später dann noch den Post mit dem Photobuch schreiben und online stellen, wenn ich die Bilder irgendwie von der Kamera kriege ...

So oder so bin ich einfach sehr glücklich mit diesem schönen Wochenende, es hat mir die Zeit hier sehr versüsst und verkürzt und ich bin so froh, dass wir so viele wunderbare Stunden miteinander hatten. Danke, liebe Natira :)

11/24/2010

Der erste Schnee

Der erste Schnee, den ich dieses Jahr erlebt habe, ist nicht liegengeblieben.
Er hat mich auch nicht in absoluter Kälte erwischt, ich musste mein Auto nicht freischaufeln - so dramatisch war er nicht.
Ich muss vorab sagen: Schnee ist einfach grossartig. Schon als Kind konnte ich es kaum erwarten, heraus in den Schnee zu stürmen, wenn es nachts geschneit hatte. Da ich aus einem Ort komme, der aussieht wie so eine romantische Weihnachtsstadt aus Ton oder Holz, mit Fachwerkhäusern, gewundenen Sträßchen und kleinen Lichtern überall, war die Schneezeit immer das Grossartigste, Schönste, was mir passieren konnte. Das verschob sich ein bisschen, als ich auf eine Schule im anderen Ort ging und später, als ich selber Auto fuhr, dann wurden die engen Gäßchen mit den, bei Schneematsch, teilweise unüberwindbaren Steigungen zum Verhängnis. Aber als Kind... gerodelt sind wir, Schneeballschlachten, Schneengel... das ganze klassische Schneeprogamm haben wir gemacht. Sogar ein Iglu haben wir versucht zu bauen, dass hat aber leider irgendwie nicht funktioniert.

Der erste Schnee heute war für mich wieder wundervoll. Ich hatte einen anstrengenden ersten Tag nach den drei Wochen Teststrecke: Wieder-Eingewöhnen in das "normale" Büroleben, Probleme mit der Software, die meine Auswertung machen soll, leicht aufkommende Panik von allen Seiten, arbeiten bis 19 Uhr... Auf dem Heimweg habe ich beschlossen, dass das richtige Abendessen für heute ein Salat wäre und bin noch einkaufen gefahren. Und als ich aus dem Auto stieg, auf diesem gewaltigen, schon recht leeren Parkplatz mit den orangenen Laternen, fing es an zu schneien. Es war ein Traum: die dicken Schneeflocken in diesem diffusen, orangenen Licht waren irgendwie nicht von dieser Welt, jedenfalls nicht heute. Ich wurde ganz ruhig, war ganz glücklich und dachte mir, dass ganz bald schon Weihnachten ist und ein nächster Schritt für mich beendet sein wird.

Was verbindet Ihr mit dem ersten Schnee? Und hat es bei Euch schon geschneit oder wartet Ihr noch? Oder möchtet Ihr den Winter mit Schnee und Eis am liebsten überspringen?

9/27/2010

Regen - drinnen und draussen


Nachdem jetzt endgültig die letzten Tage daheim angebrochen sind, sieht es in mir doch ganz schön trüb aus.
Irgendwie frage ich mich, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe, ob ich das überhaupt alles kann, ob ich nicht komplett versagen werde.
Ok, wahrscheinlich werde ich nicht komplett versagen, aber ich habe schon ganz schön Angst vor den kommenden Monaten.
Auch wenn ich weiss, dass ich im November viel daheim sein werde, auch wenn ich weiss, dass ich Besuch bekommen werde - irgendwie bleibt ein komisches Gefühl, ein Gefühl, als wäre ich all dem nicht gewachsen. Herrje, ich schreibe meine Diplomarbeit...
Und bin da unten, katzenlos, in einem wunderschönen, aber einsamen Haus.
Was tröstet mich: das Reiten, die Tatsache, dass ich viel geschafft haben werde, wenn mein Diplomandenvertrag ausläuft, meine Freundinnen dort unten, die ich hoffentlich oft treffen werde.
Aber dagegen stehen die Lieben, die ich jetzt nicht mehr so oft sehen werde. Die kommenden Geburtstage werde ich komplett verpassen und erst zu Weihnachten werde ich meine Familie wieder sehen. Die Schweinchen, die werden mir mit am meisten fehlen - denn die kommen mich nicht besuchen und ich kann auch nicht mit ihnen telefonieren.
Und ich weiss gar nicht, wie das sein wird, so katzenlos in dem Haus, wo bis vor kurzem Katzen lebten. Vielleicht bekomme ich ja ab und zu eine Besuchskatze, in der Siedlung ziehen die Freigänger-Katzen ja öfter mal durch verschiedene Häuser ;) ...
Hmm, ja, so richtig etwas Aufbauendes fällt mir gerade nicht ein, aber das war mir ja alles schon vorher klar. Das das eine anstrengende Zeit sein wird, und das es mir schwer fallen wird, zu gehen.

Ich will hier auch gar nicht zu sehr jammern - eigentlich wollte ich nur das Bild von der verregneten Margherite posten, das ich am Wochenende gemacht habe. Und natürlich kommen jetzt solche trüben Gedanken auf - wenn ich schon dabei bin, meine Sachen zu packen und zu überlegen, was alles noch getan werden muss.

In diesem Sinne - ich mache mich mal an die Arbeit. Und dieser Jammer-Post tut mir leid, aber irgendwie schrieb er sich wie von selbst...

Aber ich beende ihn noch schnell mit guten Gedanken - passt auf:
* Theme-Parties
* Reiten auf Valentino, Filou und anderen Pferden, die ich noch nicht kenne
* vielleicht den einen oder anderen Besuch?
* neue Freund- oder Bekanntschaften?
* wieder ein Schritt zu meinem Diplom zurücklegen

... so, das sieht doch schon besser aus :)

4/11/2010

Tick Tack 2010 # 02

Wochenrückblick für Tick Tack Nummer 2 :)
Von Yoko habe ich bisher noch nichts gehört, aber ich nehme mal an, ich darf einfach mitmachen bei ihrem Projekt...

Studium bzw. Praktikum
Im Praktikum geht es langsam richtig los. Es war ja wirklich ein sehr gemächlicher Start... Nächste Woche habe ich fast jeden Tag eine Besprechung und in der übernächsten geht es dann richtig los mit unserem Versuch im Fahrsimulator. Wird sicher spannend - und auch auf die Zeit danach freue ich mich, wenn die Daten eingegeben und ausgewertet werden.
Mein "Freund", der Bortz, ist auch schon hier und wird morgen mit ins Büro geschleppt (ächz - 2 kg!)

Lesen, Sehen, Hören und Machen
Gelesen habe ich in dieser Woche zwar viel, aber irgendwie unorganisiert: Arena und Die Meisterin quer durcheinander und eine ganze Woche "Die Welt" (letzteres aber schändlicherweise erst heute vormittag im Bett ;) )
Gesehen habe ich viel Dr. House und einiges von meiner Zeit-Heimat.
Gehört habe ich nur wenig - bis auf Amy MacDonald wieder mal hoch und runter, als ich gestern durch die Gegend gefahren bin.... Ich kann von ihr nicht genug kriegen... Ausserdem war toll, dass ich soviele Telefonate mit meinem Freund über Skype hingekriegt habe - wir haben echt jeden Tag telefoniert :)
Spass gemacht hat meine Reistunde, die hab ich durchgezogen und sie war richtig gut. Ich werde nächsten Samstag wieder hinfahren...

Kulinarisches
Ich habe gelernt, dass Spinat sehr lecker mit Joghurt schmeckt, dass ist der besondere "Blub". Ich glaub, dass ess ich morgen einfach noch mal, wenn ich mit meinem Freund (der ist dann wieder da - juhuu! :D ) nochmal in den Laden gehe. Ausserdem habe ich entdeckt, dass Strawberry Margaritha eins der leckersten Cocktails der Welt sein kann...

Highlight / Erkenntnis
Kein besonderes, diese Woche. Höchstens die Erkenntnis, dass Katzen mir einfach nur gut tun und ich ohne sie vermutlich nie wieder weder leben könnte noch werde noch will.

4/04/2010

Ostern, 1. Praktikumstag, Vorsätze

Zunächst an dieser Stelle noch einmal: Frohe Ostern für Euch alle, ich hoffe, Ihr habt eine schöne Zeit mit Euren Lieben.

Ich werde den Tag je nach Wetterlage entweder im Lesesessel oder aber in einer Ausstellung in Stuttgart verbringen, dass entscheide ich noch spontan ;)

Nun noch mein Kurzbericht zu meinem ersten Praktikumstag: Kurz wird er deshalb, weil noch nicht so viel Erzählenswertes geschehen ist. Zunächst einmal ist es toll, dass ich es wirklich nah zu meiner neuen Arbeitsstelle habe: innerhalb von 9 Minuten bin ich (zu Fuss) da und ich habe auch einen schönen Arbeitsplatz - allerdings natürlich im Grossraumbüro - dass ist ja eigentlich nicht so meine Sache...
Verwaltungstechnisch gab es schon alle Pannen, die es geben konnte (ausser vielleicht, dass man mich gar nicht reinlässt): mein Ausweis war noch nicht produzierbar, weil das Bewerbungsbild sich nicht einfügen liess, mein Computer-Login war noch nicht fertig, weil der EDV-Mann krank geworden ist (im Dezember!) und es so liegengeblieben ist. Wie das Leben halt so spielt.
Schön ist, dass mein Vorgesetzter und meine Betreuerin sehr nett bis ganz ok zu sein scheinen, dass die fest angestellten Kollegen alle sehr freundlich waren (bis auf einen, der besonders cool sein will - ist ja gar nicht so meine Welt) und die anderen Praktikanten oder Werksstudenten alle zumindest ok sind, aber da kann ich noch nicht viel zu sagen - das habe ich nach dem kurzen Tag noch nicht durchschaut.
Mein Projekt finde ich spannend, es wird sehr praktisch für mich (nicht wie befürchtet: den ganzen Tag nur Daten auswerten) aber nachdem ich mich am Donnerstag eingelesen hatte ist mir mit Grauen aufgegangen, dass ich meinen Bortz (Statistikbuch) doch besser mitgenommen hätte. Zum Bortz: es ist das blödeste Buch, was ich kenne, aber leider auch eines der besten Bücher zum Thema weiterführende Statistik. Der Markt wimmelt nur so von tollen Büchern zum Einarbeiten in das Thema, aber sobald man das Grundstudium verlassen hat, ist man auch selbst verlassen und hat nur noch den blöden Bortz. Gut, lange Rede, kurzer Sinn: ich hab ihn mir jetzt gebraucht bestellt - ich hatte zu Hause ja eh nur eine (vollgeschmierte) Bearbeitungskopie und kann ihn mir dann brav ins Regal stellen, wenn ich mal fertig bin ;)
Ich hoffe, er kommt Dienstag in meiner neuen Packstation an und das meine Lücken so nicht auffallen *hihi*

So, zu guter Letzt kommen meine Vorsätze ... die  Zeit hier unten im Ländle hat ein neues Motto bekommen und zwar:
Ich habe vor, wirklich viel (Frei-)Zeit mit Lesen, Ausstellungen, Reiten und schönen Wochenendausflügen zu verbringen. Ich möchte gerne endlich die Buddenbrooks lesen und auch Pride & Prejudice im Original ist überfällig. Ich darf ja nicht vergessen, dass die Zeit nach dem Urlaubssemester dann wieder wild wird: zwei Prüfungen, Diplomarbeit und vllt. noch eine Hospitation bei einem tiefenpsychologischem Arzt (irgendwo muss man das ja lernen, wenn sie es einem an der Uni nicht erklären ;) )
Daher heisst das Motto: Freizeit ist Eigenzeit - Inspiriert von der aktuellen Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart
In die würde ich auch gerne noch gehen - ich hoffe, ich schaffe das noch (sie läuft ja nur noch nächste Woche).
So, mit diesen feierlichen, philosophischen Gedanken verlasse ich Euch nun am Ostersonntag und wünsche allen eine wundervolle Zeit.

3/27/2010

neue Gedanken & ein Begleiter

@all:
vielen Dank, Ihr Lieben!
Ich habe heute morgen beschlossen, mit der Melancholie aufzuhören und statt dessen die letzten Tage hier zu geniessen und mich auf das Unvermeidbare gut vorzubereiten. Und Ihr habt auch alle Recht: ich habe wirklich Glück so einen coolen Praktikumsplatz zu haben, dass ich mich in einer klimatechnisch deutlich angenehmeren Region befinden werde, und dass ich dort schon Freundinnen habe. Drei mögliche Reitställe habe ich schon entdeckt und ich freu mich schon auf Ostern, wo ich mir den ersten Stall anchauen werde.

Ausserdem habe ich mich von vielen lieben Freundinnen sehr schön verabschiedet: Freitag marokkanisch essen mit N. und K., heute eine ausgiebige Verabschiedung von der lieben Natira (es war wieder mal wunderschön, meine Liebe :) ) und morgen und Montag steht im Zeichen des Packens und vor allem und viel wichtiger im geniessen der Zeit mit meinem Freund und Frida und Phoebe.

Das Gute an Stuttgart:
* das Wetter
* endlich wieder arbeiten
* keine Lehrbücher
* meine Freundinnen dort unten
* vllt. ein toller Reitstall, in dem ich viel lernen kann
* all das, was ich am Schwabenland so mag
* meinen Katzenkumpel Eddi wieder sehen

Also, Ihr seht: Ihr habt Recht, es gibt auch eine Menge positiver Gründe :)

Ausserdem brachte Natira mir einen neuen Begleiter mit, der mich Beschützen soll:
Darf ich vorstellen: "Ugly Ghost":
Zusammen mit Baboo und Chuckanucka wird er mich begleiten, auch Icy wird zunächstmal mitkommen. Wer das alles ist, werdet Ihr in Kürze erfahren :)
Ich freu mich total über meinen neuen Beschützer und bin sicher, mit ihm wird es nun doch etwas leichter :D

3/26/2010

Gedanken zu Stuttgart & Drei am Donnerstag #11


Leider ist schon nicht mehr Donnerstag, aber da ich die letzten Tage kaum Internetzugang hatte, konnte ich die Steinchen gestern nicht aufsammeln.
Momentan geht es ohnehin etwas drunter und drüber: die letzten Vorbereitungen müssen getroffen werden, es wird ernst und ich beginne, mich zu fürchten - vor all dem Neuen und vor dem Heimweh, was sich jetzt schon anschleicht. Am Dienstag geht es los in Richtung Ländle und für vier Monate werde ich dann dort sein, endlich wieder arbeitend, endlich mal nicht lernend aber dafür weit weg von lieben Freunden und Freundinnen, von Famile und "Daheim" getrennt. Klar, es ist eine tolle Chance, aber ich denke, es wird auch merkwürdig für mich sein, mich nicht jede Woche mit meiner Freundin N. zu treffen, sondern nur noch per Mail und SMS Kontakt zu halten. Meinen Freund und die kleinen Schweinchenkatzen Frida und Phoebe werde ich unendlich vermissen und auch viele liebe Freunde von der Uni werden mir fehlen. Ich glaub, meine Angst ist, dass, wenn ich wiederkomme, schon wieder so viel ohne mich passiert ist, dass ich nicht mehr dorthin zurückfinde. Die Entfernung macht alles schwieriger - Besuche in der alten Heimat müssen dann auch gut geplant sein und überhaupt - es ist komisch, nun schon wirklich fast weg zu sein... Aber ich habe es ja so gewollt - habe da mal wieder nicht ganz zu Ende gedacht... :(
Den letzten Kocheintrag in der üblichen Form ("etwas kochen, was wir noch nie gekocht haben" wird es wohl am Montag geben, ansonsten wird aber hier auf dem Blog zukünftig wohl eher mehr als weniger passieren - Zeit müsste ich ja an den Abenden genug haben: zum Lesen, Serien und DVD's schauen oder auch einfach nur bloggen.

Ich gerate ins Schwafeln und mache mich jetzt lieber mal an die Steinchen, die ich wie üblich bei Kirstin aufgesammelt hab:

1 . Zensierst du deine Blogeinträge oder schreibst du frei nach Schnauze drauf los?
Ich schreibe eigentlich immer drauflos und veröffentliche oft sogar, ohne Korrektur zu lesen (was dann dazu führt, dass ich es oft noch mehrfach korrigieren muss wg. Tipp-Fehlern, Auslassungen etc.)

2. Welchem Menschen würdest du jetzt gerne was Gutes tun und warum?
Meiner Freundin N., die im Moment eine ganz schön anstrengende Zeit hat und auf die gerade ganz viel negative Energie einprasselt. Ich wünschte, ich könnte ihr davon ein bisschen abnehmen... Hmpf, man sollte jungen Müttern wirklich nicht solche Steine in den Weg legen dürfen... :(

3. Welche drei Geräusche machen Dich besonders glücklich? Warum?
Wenn mein Freund von der Arbeit heimkommt und den Schlüssel ins Schloss steckt.
Wenn Frida und ich Schmusezeit haben und sie unanständig laut anfängt zu schnurren ;)
Ab dem 01.04. vermutlich jegliche Geräusche der Kontaktaufnahme (Handyklingeln, Posteingangs-Sound von gmail etc.)

1/01/2010

2010...


...ist nun da. Ich freu mich, denn eigentlich kann es nur wesentlich besser werden ;)
Meinen ersten Plan für das neue Jahr habe ich schon verwirklicht und eine  Neujahrs-Jogging-Runde im Schnee absolviert - das war wundervoll!
Das Laufen hat Spass gemacht, die Kälte machte nichts aus und es war einfach ein guter Start in den Tag. Jetzt wird auch schon wieder gelernt, damit das mit Diagnostik auch wirklich hinhaut ...
Wir hatten ein ruhiges Sylvester, unsere Katzen haben es auch gut überstanden, wobei Phoebe schon ganz schön verängstigt war. Frida dagegen war gestern erstaunlichweise ausgesprochen cool, hat direkt neben der Fensterbank tief und fest geschlafen und auch Mitternacht mit uns im Zimmer mit Blick nach draussen erlebt. Die beiden sind immer für eine Überraschung gut - normalerweise ist Phoebe ja immer diejenige, die vor nichts und niemandem Angst hat (ausser dem Postboten, kleinen Kindern, dem Staubsauger, manchmal uns, Socken... ;) )

Ich wünsche allen für das neue Jahr in erster Linie Glück und Erfolg, Mut, wo er nötig ist, Geduld, wenn sich Dinge in die Länge ziehen, einen inneren Frieden und viele unvergleichliche Momente in 2010.


12/31/2009

2009...

...war für mich ein Paradejahr dafür, dass ich einiges ändern muss. Beispielsweise muss ich lernen, mich weniger zu stressen, mehr an mich zu denken, meinen Körper so zu versorgen, dass es ihm gut geht (Sport!, Schlaf!) und meinem Geist hin und wieder Ruhepausen zu gönnen (Lesen!, Musik! und schöne Filme!)
All das habe ich in diesem Jahr schwer vernachlässigt. Zwischendurch gab es immer wieder Pikes, in denen es etwas besser funktionierte, aber meistens war ich im Prüfungs-Angst-Chaos versackt.

Eigentlich wurde es erst etwas besser, als ich das Reiten wieder für mich entdeckt habe und so jede Woche wenigstens einmal ohne schlechtes Gewissen etwas für mich gemacht habe...
Auch jetzt noch bin ich in diesem Chaos etwas versunken - schon dadurch, dass im Februar eine gruselige Diagnostik-Prüfung ins Haus steht... Aber die muss halt noch weg - danach wird es hoffentlich besser.

Eine der schönsten Neuentwicklungen hier zu Hause: ein allwöchentlicher Kochabend, bei dem es nur eine Regel gibt "Es darf nichts gekocht werden, was man schon mal gemacht hat".
Macht total viel Spass und führt dazu, dass man seine Kochbücher richtig gut ausnutzt!

Ein wunderschöner Tag in 2009 war  eine Feier mit meinen engsten Freundinnen, die aus vielen Ecken zusammengekommen waren um mit mir zu feiern.  Ich glaube, diesen Tag werde ich so schnell nicht vergessen :) Und an die, die hier lesen: Danke für diesen Abend, dieses Wochenende!
Sowieso habe ich von sehr vielen mir nahestehenden Personen viel Gutes erfahren und auch dafür bin ich sehr dankbar und ich bin glücklich, dass es Euch gibt :*

Ängste vor 2010, die sich bitte nicht bewahrheiten sollen: die Diagnostik-Prüfung verhauen, während des Praktikums unerträgliches Heimweh haben, nach den 4 Monaten Stuttgart zu Hause nicht mehr bei Frida und Phoebe willkommen sein.
Hoffnungen für 2010: klar sehen, wo ich am Ende hin will, erste Schritte in Richtung Zukunft machen, mehr Zeit für mich, meine Lieben, meine Freunde finden, mein Reiten verbessern, mehr Lesen, weniger Stress und Angst.

So, das muss reichen.
Ich wünsche allen einen guten Rutsch und einen schönen Sylvesterabend - die Neujahrswünsche kommen morgen :)