7/22/2019

Reread: Deborah Crombie - Und ruhe in Frieden

Wie besprochen wird heute nach einem ersten Olderdissen-Spaziergang die Mittagspause zum erneuten Lesen von "Und ruhe in Frieden", dem dritten Teil der Reihe um Duncan Kincaid und Gemma James.
Ich bin gespannt, ob mich dieser Roman ebenso schnell in den Bann zieht, wie der letzte.

Geplant ist, dass ich in den nächsten Urlaubstagen die Mittagspause nutze um darin zu lesen und das ich diesen Blogpost dann jeweils erweitere. Konstanze und ich machen das gemeinsam, weshalb wir uns in den Kommentaren hier und bei ihr im Blog entsprechend austauschen werden.
Wer also nicht gespoilert werden möchte, weiß, was zu tun ist ;)

Update 15:21 Uhr:
Ich bin schon ganz gut in der Geschichte angekommen, Gemma ist nun auch da und spürt schon erstmalig ihr "Herz stolpern" als sie Duncan sieht - es ist so niedlich, diese schon sehr früh greifbare Liebesgeschichte.
Den Schleusenwärter fand ich höchst amüsant, Duncans seltsamen Spruch gegenüber Sherry hat mich verärgert, selbst wenn es ein Spaß war und er vielleicht damit auch nur Gemma ärgern wollte. Irgendwie passen solche Aussagen immer für mich nicht so gut zu dem Duncan, wie ich ihn mir vorstelle....

Ansonsten habe ich herausgefunden, dass Plummy gar keine Haushälterin sondern eine in Not geratene Verwandte ist (auch wieder ein bisschen ähnlich zu Agatha Christie), die sich liebevoll um die Kinder kümmerte, wie um die eigenen.

Julia wirkt natürlich höchst verdächtig, was sie ja fast augenblicklich als Verdächtige ausschließt :)

Ja, es macht Spaß, dieses Buch anzulesen und ich nehme es jetzt gleich mit in den Bus, wenn ich in die Stadt zu meiner Thai-Massage (ein Weihnachtsgeschenk) fahre.

Morgen geht es hier dann weiter :)

Update: Dienstag, 13:31 Uhr
Gestern abend habe ich noch im Bett ein paar Seiten weitergelesen und habe die atmosphärisch dichten Bilder von Julia kennengelernt. Also ihre "echten" Werke, nicht die, die sie für ihren und Con's Lebensstil verkaufen muss. Hier ist er wieder, der Schreibstil, der so eindrücklich und irgendwie für mich sehr künstlerisch ist und einem die beschriebenen Gegenstände und Personen sehr nahebringt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Update 14:39 Uhr:
Das Bertchen ist leider schon erwacht, die Pause damit um. Werde heute Abend noch weiterlesen und morgen dann weiterschreiben und lesen.
Die Hitze führt leider zu kürzeren Pausen ....

Update: Mittwoch, 14 Uhr
Momentan komme ich nicht so schnell voran wie gewünscht, die Mails von meinem neuen Arbeitgeber stressen mich gerade etwas und halten mich vom Lesen ab.
Gestern habe ich aber noch etwas weitergelesen und war ganz verzaubert von Gemmas Theaterbesuch "hinter den Kulissen" und muss gestehen, dass ich ganz verdrängt habe, das sie später so ein Opernfan wird.
Jetzt versuche ich, noch weiter einzutauchen. Gut ist, dass mein Termin heute nachmittag abgesagt wurde und ich daher heute eine längere Lesepause machen kann (Bertchen besucht heute die Großeltern ;) )

Update 18 Uhr
Nachdem mir heute das Hirn weggeschmolzen ist, habe ich nicht so viel gelesen, wie ich dachte und es fällt mir spürbar schwer mich zu konzentrieren.
Aber Freitag geht es hier weiter und ich habe mich trotzalledem an dem Buch erfreut und fand die Szene von Gemma und Duncan in der süßen neuen Wohnung von Gemma ganz reizend.
Ab Freitag also hoffentlich wieder mehr und Danke an Konstanze für ihre Geduld mit mir ;)

Update: Mittwoch, 7.8, 8:32 Uhr
Gestern Abend noch habe ich das Buch beendet.
Ich muss sagen, es war ein zähes Stück Arbeit zum Ende hin und ich habe mich viel über den Roman und insbesondere Duncan geärgert. Ich fand die ausgelegten Fährten sehr offensichtlich und die Art und Weise, wie Duncan mit Gemma und Frauen allgemein umgeht hat mir nicht gefallen. Das dann am Ende diese erste Nacht der beiden steht, passte für mich nicht so gut zum Verlauf, war irgendwie nicht schlüssig. An Gemmas Stelle wäre ich da jedenfalls wirklich nicht in Versuchung geraten ... Insgesamt fand ich den ganzen Band irgendwie bemüht und konstruiert.
Vielleicht lag es teilweise an meiner eigenen Zerstreutheit und meinem Stresslevel, weil ich jetzt wieder begonnen habe zu arbeiten und vorher die Bertchen-Betreuung Lesestunden weitgehend nicht möglich gemacht hat und möglicherweise hatte ich deshalb das Gefühl, die Geschichte sei nicht rund, nicht stimmig. Ich bin gespannt, wie es im nächsten Teil wird und vor allem auch darauf, was Konstanze dazu zu sagen hat :)


7/10/2019

Reread: Deborah Crombie "Alles wird gut"

Weil es gestern so gut geklappt hat haben Konstanze und ich beschlossen, heute direkt weiterzumachen mit dem 2. Teil der Reihe von Deborah Crombie.
Auch hier kann ich nur vor Spoilern warnen - wir werden uns über die Erzählstränge und möglichen Verwirrungen oder Irritationen im Text und den Kommentaren unter diesem Post austauschen.
Wer den Roman also selber liest oder noch lesen möchte - einfach nicht weiterlesen :)


Nachdem ich das Bertchen heute morgen zur Tagesmutter gebracht habe, habe ich noch schnell meinen neuen Personalausweis eingesammelt und habe mir dann bei einem gemütlichen Couch- und Katzenfrühstück das 1. Kapitel von "Alles wird gut" zu Gemüte geführt. Ich finde, so feste Lesetage haben immer etwas Feierliches: man geht ganz bewusst vor, macht sich ein paar Snacks oder eben das Frühstück zurecht und legt sich alles in greifbare Nähe, damit das Lesevergnügen beginnen kann ...
An diesen Teil erinnere ich mich nur in Fragmenten, aber die Frau, um die es neben Duncan und Gemma geht, Jasmine ist mir noch gut im Gedächtnis, ich fand schon beim ersten Lesen, dass sie unheimlich viel Ausstrahlung hat und gut gezeichnet ist.
Allerdings ist der Auftritt ja leider nur sehr kurz - und doch so prägend ...

Mal sehen, wie es weitergeht...

Update 12:54 Uhr
Was mir beim heutigen Lesen auffällt ist eine gewisse Melancholie von Duncan und wie er auflebt, wenn Gemma in seiner Nähe ist.
Die erste Begegnung mit Sid hat mich auch ganz glücklich gemacht, genauso, wie ich es schön finde, dass Gemma es ist, die ihn aus der Reserve lockt und ihn ganz natürlich so nimmt, wie er ist.

Ich habe in der Zwischenzeit mein Mittagessen (gestern vom Bertchen verschmähte Pasta mit Zucchini) gegessen und merke, dass das verschnupfte Kleinkind mich ordentlich angesteckt hat - mir fallen beim Lesen immer wieder die Augen zu und ich fühle mich ganz matschig.
Es ist unglaublich nervig, wie oft ein Kind bei der Tagesmutter krank ist und leider unvermeidlich, sich da anzustecken - Hygiene hin oder her.

Aber ich lese weiter - wenn auch deutlich langsamer als gewöhnlich.

Für heute letztes Update 14:38 Uhr
Da ich gleich schon wieder los muss um das Bertchen einzusammeln, beende ich den heutigen Online-Lesetag schon einmal an dieser Stelle.
Dank Schnupfen habe ich heute nur gute 100 Seiten geschafft, bin aber schon voll wieder in der Geschichte drin, so dass ich heute vorm Einschlafen und morgen sicherlich immer mal wieder zu dem Krimi greifen werde. 
Ich finde die Art, wie der Roman aufgebaut ist ganz faszinierend. Wie Konstanze schon schrieb ist es die Mischung aus Beschreibungen der Hauptperson von Dritten aber auch lebendige Tagebuchaufzeichnungen, die das Bild der Jasmine immer weiter ausleuchten und man lernt dadurch das Opfer des Buches, welches einen schon auf den ersten Seiten gefangen nimmt, immer besser kennen und schätzen.
Die in den Kommentaren besprochene Melancholie von Duncan gefällt mir irgendwie: Wir haben ihn im ersten Teil als Youngster von Scotland Yard kennengelernt, der mit seinem Charme gefällt und dem alle Türen so ziemlich offen stehen, der aber ganz offensichtlich nicht ganz glücklich ist in seinem Leben. Er grübelt viel, hinterfragt sein Leben, ist immer mal wieder neidisch und eifersüchtig und man hat das Gefühl, dass er das zusammen mit dem Leser reflektiert und analysiert.

Es war ein schöner Lesevormittag für mich, wenngleich lieber etwas weniger gehustet und geschnieft und dafür mehr Seiten gelesen hätte, aber noch ist ja nicht aller Tage Abend :)

Update am 21.7., 18:14 Uhr
Das Buch habe ich schon vergangenes Wochenende, aber seitdem fehlte mir die Zeit, meine Gedanken dazu aufzuschreiben. Ich war ganz voller Spannung und Interesse und nutzte wirklich jede freie Minute zum lesen, so hatte mich der Plot gefangen genommen und die Geschichte um Jasmine mich gereizt. Auch war ich neugierig auf die Auflösung, wusste aber schon recht früh, dass wer es war, als der Sohn im Pflegeheim erwähnt wurde. 
Duncan und Gemma waren mir beide gleichermaßen sympathisch - die Melancholie von Duncan hatte ich ja schon weiter oben erwähnt. 
Für Gemma habe ich ganz viel Mitgefühl in ihrer schwierigen beruflichen und privaten Situation und habe ich gefreut, als ich am Ende ihre Lösung des Problems gelesen habe. Ich dachte irgendwie, dass sie jetzt schon zu Hazel zieht, aber das kommt ja erst noch.
Insgesamt fand ich den ganzen Roman atmosphärisch sehr dicht und finde es bewundernswert, wie Deborah Crombie ihre Figuren zeichnet. 
So oder so freue ich mich jetzt schon auf die Fortsetzung mit dem nächsten Teil, den wir dann ab morgen in den Mittagsschlaf-Pausen weiterlesen werden :)
Irgendwie habe ich in Erinnerung, dass mein Lieblingsband beim ersten Lesen "Das verlorene Gedicht" war, ich bin gespannt, ob es dabei bleibt ...

7/08/2019

Reread: Deborah Crombie "Das Hotel im Moor"


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!!!Spoilerwarnung!!
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Das wichtigste zuerst:
Es ist zu erwarten, dass in diesem Post gespoilert wird. Wer also den Roman noch lesen will oder gerade liest, dem wird geraten, nicht weiterzulesen.

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Bei einem der Lesesonntage hatte Konstanze von "Alles Außer Lyrik" erwähnt, dass sie gerne die Krimis von Deborah Crombie noch einmal komplett in einem Rutsch durchlesen möchte. Da ich die Bücher immer sehr geliebt habe, war ich natürlich sofort interessiert und habe mich drangehängt und so vor ein paar Tagen mit dem ersten Teil "Das Hotel im Moor" begonnen.

In dem ersten Kriminalroman der Autorin lernt man schon auf den ersten Seiten das sympatischste Ermittlerduo aller Zeiten Duncan Kincaid und Gemma James kennen und reist dann recht zügig mit Duncan in überraschende Ferien, wo man sich in einem exklusiven Time-Sharing-Ferienobjekt wiederfindet, in dem sich eine Agatha-Christie-würdige Gesellschaft eingefunden hat.

Schon bei den ersten Seiten fiel mir auf, dass ich das Buch vor einigen Jahren schon einmal "wieder" gelesen habe, die Figuren sind mir noch sehr nah und einzelne Formulierungen klingen ganz vertraut und so, als wäre es wirklich noch nicht lange her mit dem letzten Re-Read. Dennoch habe ich gerade (noch) keine Idee, wer der Mörder ist und erfreue mich sehr an Stimmung und Figuren und muss mich die ganze Zeit zusammennehmen, nicht in einem durchzulesen.
Da wir aber für heute einen gemeinsamen Lesemontag geplant haben, werde ich im Laufe des Tages sicherlich einige Fortschritte zu vermelden haben.

Wir werden uns über diesen Post und den Post bei Konstanze auf dem Blog über den Lesefortschritt und die Eindrücke austauschen, weshalb ja auch die Spoilerwarnung oben steht.
Der Post wird im Tagesverlauf immer mal wieder aktualisiert.

Update 12:31
So, da bin ich wieder. In der Stadt habe ich meinen wohlverdienten Morgenkaffee (in diesem Fall Cappuccino) genossen und dabei weitergelesen, ebenso wie auf der Rückfahrt und eben beim Mittagessen.


Im Buch ist bereits der zweite Mord passiert und die anderen Figuren sind teilweise immer noch sehr verdächtig. Duncan kann bei einem Telefonat nicht widerstehen, Gemma zu necken, was sich ingesamt etwas holprig anfühlt - das wirkt leider alles etwas hölzern und nicht so lustig. Aber zumindest geht die Handlung zügig voran und das Buch liest sich flott weg.








Ich habe eben erfahren, dass ich heute Abend alleine zu Hause bin, also kann ich theoretisch wirklich den ganzen Tag über immer wieder ein paar Lesestündchen einschieben - was für ein Luxus!

Ach - Off-Topic: zum Thema "es kommt anders als geplant" - bei meiner Supervision gab es ein Missverständnis: ich dachte, sie ist um 10 Uhr, die Supervisorin dachte, es wäre um 13 Uhr und so haben wir beschlossen, uns heute gar nicht zu sehen. Dafür habe ich aber unerwartet  leider mitbekommen, dass der tolle Klamottenladen, bei dem ich mich so großartig für die Prüfung eingekleidet habe, zum Ende des Jahres schließt. Also habe ich da rund um mich zu geshopped (neue Basics für den neuen Schrank und wirklich unglaublich günstig) und dazu noch zwei neue Pfannen erstanden, weil die alten leider an der Beschichtung schon diverse kleine Macken haben. Also ein durchaus erfolgreicher Vormittag :)
Katzengesellschaft am Crombie-Lesetag :)
Update 14:08 Uhr
Katzenbelagerung am Lesetag:

Update 19:30 Uhr:
Wie schon erwartet war der Nachmittag nicht so lesereich. Das Bertchen wollte abgeholt werden und danach war hier erstmal Holland in Not, weil die Stimmung dank neuerlichem Schnupfen total im Keller war.
Aber jetzt ist sie im Bett, das Essen ist vorbereitet (Caesars-Nudel-Salat, ein Glas von dem neuen, heute gelieferten Riesling) und ich gönne mir jetzt eine Folge "The Marvelous Mrs. Maisel". Danach werde ich weiterlesen :)




Update 9.7. um 17:46 Uhr
Gestern habe ich es nicht mehr geschafft, das Buch aufzuschlagen, weil ich mich bei Mrs. Maisel festgeschaut hatte - die Serie finde ich wirklich unterhaltsam.
Heute war dafür großer Friseur- und Wellness-Tag in der Stadt: erst war ich ganz entspannt beim Friseur, dann noch etwas Bummeln in der Stadt (allerdings fast ohne zu konsumieren ;) ) und dann habe ich in meinem Lieblingscafé noch einen Eintopf gegessen und dazu (wie auch während der Wartezeit beim Friseur) gelesen.
Da habe ich mich dann auch die ganze Zeit etwas geärgert über Duncans Flirterei (auch so völlig übertrieben, dass er sich gleich zu zwei Frauen gleichzeitig hingezogen fühlen muss und zusätzlich da noch Gemma ist, wo ja auch schon Gefühle erahnbar sind. *kopfschüttel *).
Die Auflösung des Falles fiel mir nicht plötzlich wieder ein, ich hatte zwar schon noch im Kopf, dass es etwas mit Hannah und der Klinik zu tun hatte, bin aber irgendwie nicht dahinter gekommen.
Ich sehe es übrigens so wie Konstanze, dass ich den unsympatischen Nash total überzeichnet und stereotyp finde und mir diese Art Polizeibeamte mittlerweile unangenehm vertraut vorkommt.

Abschließend kann ich sagen, dass ich den ersten Teil der Reihe auch wirklich nicht so überzeugend finde. Im Zuge des Re-Reads hat es mir trotzdem Freude gemacht, weil ich die Charaktere ja "wiedergesehen" habe und mir dieses Wiedersehen - wie immer - Spaß gemacht hat.
Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die weiteren Teile und hoffe, wir finden schnell einen neuen Termin!!