Heute kommt etwas, was es hier auf dem Blog schon länger nicht mehr gab.
Durch irgendeine Trailer-Vorschau bin ich auf diesen Film gestoßen - eine französische Produktion mit Gérard Depardieu, den ich persönlich ja sehr gerne mag.
Ich mag ja französische Filme sehr gern, gucke sie nur eigentlich viel zu selten...
Dieser Film ist also durch viel Glück auf meinem Bildschirm gelandet und ich bin so froh darüber.
Er ist ganz typisch französisch - ein Gefühl von der Stimmung in den Fred-Vargas-Romanen (ohne den Mordfall ;) ), ein ganz bisschen Amélie und ganz viel Herz und Bücher und Liebe.
Germain, den man im Prinzip als Analphaten und kognitiv eher unterbegabt
bezeichnen muss, trifft im Park zufällig die 94jährige Margueritte
(Gisèle Casadesus), die eine leidenschaftliche Leserin ist. Ihre Dialoge
sind herzallerliebst: Germain stellt Margueritte seine Tauben vor (die
alle einen eigenen Namen haben) während sie ihm Auszüge aus ihren
Büchern vorliest. Margueritte war früher Forscherin und liest für ihr
Leben gern. Bücher sind für sie das ein und alles und die Tatsache, dass
sie gerne vorliest und er ihr gerne zuhört, bringt sie und Germain
immer wieder im Park zusammen. ... Natürlich geht das nicht immer so rosig
weiter, aber um Euch die Spannung nicht zu verderben, höre ich hier mit
meiner Inhaltsangabe auf. Wer alles lesen will, sollte vielleicht zu
ama*on oder ähnlichen Anbietern gehen - da wimmelt es ja nur von
kompletten Inhaltsangaben. Aber ich denke, man kann sich auch einfach
überraschen lassen - denn böse Überraschungen gibt es nicht. :) Das eimzig Traurige an dem Film sind die Kindheitserinnerungen von Germain, aber ansonsten ist der Film vor allem einfach mal etwas anderes und daher sehr sehenswert.
Der Film ist natürlich kaum überraschend, aber sehr, sehr liebevoll erzählt, mit einer wunderbaren Gisèle Casadesus und einem warmen Depardieu, wie ich ihn besonders mag.
Die Geschichte ist einfach schön und ich kann sie nur empfehlen. Jetzt würde ich gerne das Buch lesen, allerdings soll die Übersetzung nicht sooo gut sein. Andererseits ist mein Französisch mit Sicherheit so eingerostet, dass ich keine Chance haben werde, es im Original zu lesen. Da ginge es mir dann wie Germain am Anfang ;)
Dieser Film hat mich auf wundersame Weise berührt und ich musste ihn Euch sofort empfehlen - solche Posts schreibt man am besten direkt nach dem Film. Das war schon bei "vincent will meer" genau so.
Also: wer Gérard Depardieu auch nur etwas mag, wer französischen Filmen etwas abgewinnen kann und wer Bücher so liebt, wie die zauberhafte Margueritte, sollte nach diesem Film die Augen offen halten.
Nach langer, ja fast unendlich scheinender Zeit gibt es endlich mal wieder ein Kochpost.
Leider nur ein sehr schneller Kochpost, denn viel Zeit habe ich leider momentan für diesen Blog und die dazugehörige Blogrunde nicht :(
Aber erstmal zum Kochen...
Am Samstag war bei uns mal wieder Jamie-Oliver-Tag - ich verfalle diesem Koch und seinen grandiosen Ideen mehr und mehr.
Ich muss ihn wirklich mal anschreiben, dass er auch mal ein vegetarisches Kochbuch herausgeben soll.
In seinem Kochbuch "Genial italienisch", welches ich zum Geburstag geschenkt bekommen habe, hat er eine kleine Abhandlung zum Thema Fleisch und Biofleisch geschrieben, die ich voll und ganz unterstütze: Man sollte möglichst Bio kaufen, und wenn man sich das nicht leisten kann, halt öfter mal auf vegetarische Küche auweichen. Das ist genau mein Credo. Aber bedeutet das nicht im Umkehrschluss, dass Mr. Oliver auch ein dazu passendes Kochbuch herausbringen sollte? Mit diesem Argument werde ich bei Gelegenheit (also irgendwann im Mai ;) ) versuchen zu überzeugen.
Denn es ist so schade: die vielen tollen Kochbücher, die es mittlerweile von ihm gibt, strotzen nur so von Fleisch-Rezepten - als Fast-Vegetarier überlegt man sich das dann schon zwei mal, bevor man dafür 25 Euro ausgibt.
Aber gut, was gab es nun also aus dem genialen Kochbuch?
Es gab "Aubergine Parmigiana"!
Und bevor nun alle sofort aufhören zu lesen ("Ich mag keine Auberginen", "Auberginen vertrag ich nicht / sind immer so fettig" etc.) ... diese Auberginen sind anders!
Sie werden _nicht_ in Öl gebraten sondern im Backofen gegrillt - dass heisst, fettig sind sie gar nicht.
Zum Argument "die schmecken doch nach nichts" kann ich nur sagen: diese schon, die schmecken einfach nur wunderbar, nicht von dieser Welt, geradezu galaktisch.
So sah es aus - und das Rezept findet ihr, direkt von Jamie auf seiner Seite unter obenstehendem Link.
Dazu gab es Pflücksalate vom Markt, mit Honigtomaten, Büffelmozarella und einer Balsamico-Vinaigrette, die ich leider dieses Mal etwas verhauen hab ... Aber der Salat war von so guter Qualität und die Tomaten so aromatisch, dass es nicht so schlimm war ;)
Einen guten Salat kann nichts entstellen *lach*
Jetzt zum Thema "...und was sonst noch war":
Nicht viel, leider *sniff* - ein stichpunktartiger Überblick:
* ich war krank
* ich hatte eine ausgewachsene Schreibblockade, die sich gestern endlich aufgelöst hat
* meine Diplomarbeit treibt mich in den Wahnsinn und
* ich fühle mich komplett überfordert
* meine Sozialkontakte leiden
* unsere Katzen sind im Hungerstreik, weil "jede mögliche Art von Futter ist eine Zumutung *würg*"
* ich werde meine geplante Prüfung wohl nicht machen können
gute Dinge gab es aber zum Glück auch ein paar: * zu Hause sein - ganz einfach :)
* Natiras Besuch am vorletzten Wochenende
* Morgen "The King's Speech" - endlich im Original :)
(übrigens @BecK: wenn ich nichts anderes von Dir höre gibt es o.g. Auberginen zum Film ;) )
* Film "The Boat That Rocked" - der mich in die 70er entführt & wieder einmal für sie begeistert hat.
Viele liebe Grüsse, seht es mir nach, wenn es hier so ruhig ist - irgendwann ist die DA-Zeit auch wieder vorbei :)
Und probiert die Auberginen, sie sind es wert :D
Leider kommt heute nur ein völlig Foto-freier Post - mein Akku ist leer und das Ladegerät habe ich daheim vergessen.
Daher kann ich von meinem Wunder-Wochenende nur möglichst plastisch erzählen :)
Am Freitag hatte ich zeitig das Wochenende eingeläutet, um noch ein paar Vorbereitungen für meinen lang erwarteten Wochenend-Besuch erledigen zu können. Ausserdem hat der Datenauswertungs-Rechner sowieso wieder nur gerechnet - da brauchte er mich nicht ;)
Also habe ich schön eingekauft für unser gemeinsames Kochen am Samstag abend, für das Frühstück und die gemütliche Faulenzzeit dazwischen. Danach einen entspannten Abend mit Desperate Housewives Staffel vier und natürlich Salat - wie üblich ...
Am Samstag war dann erst eine Reitstunde zu meistern, die aber nur mäßig erfolgreich war - irgendwie bin ich im Moment nicht richtig bei der Sache und Valentino auch nicht so recht, wenn dauernd Lawinen vom Dach fallen und die anderen Pferde ausrasten, ist es für ihn immer ein Argument, sich auch zurückzulehnen. Und ich selbst, wie gesagt, ich bin nicht konzentriert genug - Erkenntnis 1: scheinbar sind Valentino und ich beide eher Frühjahr und Herbst-Reiter, v.a. aber keine Winterreiter ;)
Nach dieser durchwachsenen Stunde bin ich erst noch einmal heimgefahren - meine liebe Freundin Natira war erst für mittags angekündigt und so konnte ich noch frühstücken und letzte Vorbereitungen treffen. Dann war es irgendwann soweit und ich konnte sie am Bahnhof abholen und wir haben uns einen schönen Nachmittag gemacht. Erst noch kurz einen Stadtbummel, dann etwas "Lust-Shopping" im E-Center (muss ich sagen, dass wir die meisten Sachen _nicht_ gegessen haben? ) und dann einen ruhigen Nachmittag auf der Couch, Kaffee- und Tee-trinkend, selbst gebackene Natira-Plätzchen futternd - quatschen bis der Abend anbrach. Es war so schön. Später haben wir uns dann an einem Fenchelrisotto versucht, was aber ein wenig langweilig war, vermutlich, weil ich zu wenig Fenchel gekauft hatte. Satt machte es aber dennoch, dazu gab es Salat und später noch Chips und Eis, hmmmm...
Am nächsten Morgen haben wir in aller Ruhe gefrühstückt, dann spontan noch mit dem Herrn der Ringe - Teil 1 (Erkenntnis 2: den Hobbit mal wieder lesen) angefangen bevor es gegen 15 Uhr in Richtung Stadt ging, da wir uns endlich, endlich Harry Potter Part 7.1 anschauen wollten. Es war gar nicht so leicht ein Kino zu finden, welches die Originalfassung spielt, erstaunlicherweise. Das bin ich von daheim anders gewohnt.
Das Kino war recht altmodisch, Linoleumboden, es gab keine Nachos sondern nur salziges Popcorn und, was das Tollste war, es gab keine Werbung vor dem Film, nur ein paar Trailer. (Wobei, das kann auch an der Nachmittagsvorstellung gelegen haben.) Dafür gab es aber zwei schnarchende Hunde, was auch recht ungwöhnlich war *lach*
Der Film hat mir sehr gut gefallen. Im Gegensatz zu meinen Erwartungen war er gar nicht langweilig, sondern sehr schön umgesetzt, sehr nah am Buch und die vorgenommenen Änderungen nicht zu störend. Die Besetzung fand ich zauberhaft, die comicartige Darstellung der Geschichte der drei Brüder sehr gelungen und so bin ich komplett zufrieden aus dem Kino gegangen.
Danach ging es weiter ins Kicho, wo ich in Edamame, Spinat mit Sesamsosse und Avocado und Spinat-Makis schwelgte. Natira hatte etwas mit den japanischen Maultaschen zu kämpfen, war aber im Grossen und Ganzen auch sehr zufrieden mit íher Auswahl an Sushi.
Der Sonntagabend endete deutlich früher als der Samstag, da wir heute schon sehr früh aufstehen musste.
Eine grosse Erkenntnis (das wäre dann die Nummer 3) ist in mir gereift an diesem Wochenende. Ich muss einfach mal wieder richtig heim. Ich muss daheim Dinge klären, liebe Menschen treffen, meine Familie sehen und mich wieder besinnen. Jetzt gerade bin ich viel zu pessimistisch und düster, was sicher auch der doch irgendwie vorliegenden Isolation zuzuschreiben ist. Daher versuche ich, den Weihnachtsurlaub entweder schon früher zu beginnen oder auszudehnen und während dieser Zeit ein paar Prioritäten neu zu setzen. Denn, und das ist ja der Punkt: nachdem die Auswertung der Daten fast geschafft ist, kann ich ja nun auch wirklich von daheim aus arbeiten, und ich glaube, es würde mir gut tun, dass auch zu machen - einfach, um wieder ein bisschen bei mir zu sein danach :)
Heute nachmittag werde ich hoffentlich endlich mal wieder zum Sport gehen (Erkenntnis 4, nachdem ich mir heute morgen beim Strecken den Nacken verrenkt habe :/ ) und später dann noch den Post mit dem Photobuch schreiben und online stellen, wenn ich die Bilder irgendwie von der Kamera kriege ...
So oder so bin ich einfach sehr glücklich mit diesem schönen Wochenende, es hat mir die Zeit hier sehr versüsst und verkürzt und ich bin so froh, dass wir so viele wunderbare Stunden miteinander hatten. Danke, liebe Natira :)
Ich bin ja ein absoluter Film-Liebhaber. Wirklich, es gibt Filme, die liebe ich über und über alles.
Da sind alte Filme, wie der schon oft zitierte "Barfuss im Park", da gibt es so drollige Filme wie "Pyjama für Zwei" und viele andere Cary-Grant-Filme. Und dann gibt es so nette Frauen-Filme wie "Ein amerikanischer Quilt", "Grüne Tomaten", "Reality Bites" oder "Elizabethtown". Oh, und natürlich "meine" Weihnachtsfilme in Form von "Wonderboys" und "Love, Actually". Und dann wächst neuerdings mein Repertoire an deutschen Filmen, die ich nicht mehr missen will in meiner Sammlung. "Der Fischer und seine Frau", "Brot und Tulpen" (wobei das eine italienisch Produktion ist), "Herr Lehmann", "Keinohrhasen" usw. usf.
Und, und nun komme ich endlich zum Thema, "Bella Martha" mit Martina Gedeck in der Hauptrolle. Ich habe diesen Film vor vielen Jahren gekauft, ohne das geringste Vorwissen darüber zu haben, er hat mich vom Cover und vom Titel her einfach angesprochen. Das DVD-Menü ist schon grossartig, der Sound, schöne Musik untermalt mit den Geräuschen einer brutzelnden Pfanne. Ein Film, den ich oft vorschlage an Abenden, wo wir besonders schön kochen oder an denen ich mir/uns einfach etwas Gutes tun will. Als ich dann irgendwann in einer Zeitschrift von dem amerikanischen Remake "Rezept zum Verlieben" mit Catherine-Zeta Jones hörte, fand ich das schier unfassbar. Nach fünf Jahren ein Remake eines so grossartigen Films. Eines Films, der gar kein Remake gebraucht hätte, in meinen Augen. Also habe ich mich standhaft geweigert, den Film zu schauen.
Ich muss zugeben, dass das nicht besonders fair war, denn wie will ich einen Film beurteilen, den ich gar nicht kenne? Vielleicht kann Hollywood ja doch alles besser? Nachdem ich bei der Packaktion am Dienstag vormittag, vor meiner Abreise ins Ländle, dummerweise meine DVD-Sammlung und entsprechend auch die ausgeliehene "Desperate Housewives" Staffel 3 vergessen habe, war ich heute abend in der Verlegenheit etwas zum Auskurieren (Erkältung schlägt mal wieder zu) auszusuchen, und landete so im DVD-Schrank meiner Freundin bei besagtem Remake.
Es ist ein Witz, wirklich. Sie haben sich wirklich den Film genommen und ihn einfach nach New York verfrachtet. Das Drehbuch wurde kaum verändert, Catherine-Zeta Jones hat sogar eine grosse. äußerliche Ähnlichkeit mit Martina Gedeck und die schwangere rechte Hand von Martha/Kate sieht sogar in beiden Filmen nahezu gleich aus. Auch beim Soundtrack hat man sich ab und an bedient und muss sich nicht allzusehr umgewöhnen, wobei ich auch hier das Original besser finde. Ist das zu glauben? Das einzige, was leider völlig auf der Strecke geblieben ist, ist die Tiefe des Films, das Traurige, die grossartige Darstellung von Lina/Zoe die im Original einfach ergreifender ist. Und natürlich Martha. Ich vermisse Martha in Form von Martina Gedeck. Und die Liebesgeschichte wirkt im Original auch irgendwie echter, ernsthafter und glaubwürdiger (warum überhaupt wurde nicht wieder ein Italiener für die männliche Hauptrolle genommen??)
Fazit: meine Meinung ist leider bestätigt worden - das Remake war für mich vollkommen überflüssig und die Schauspieler sind zwar sicherlich nicht schlecht, aber sie kommen einfach nicht an das Original heran. Aber möglicherweise bin ich auch voreingenommen, ganz sicher sogar, da es sich bei "Bella Martha" ja um einen meiner Lieblingsfilme handelt.
Ich finde das Original einfach wärmer, schöner, die Schauspieler besser und passender und sehe keinen Mehrwert an dem neuen Handlungsort, der leicht veränderten Story oder der neuen Besetzung.
Aber zumindest habe ich mir nun eine Meinung gebildet und weiss, warum ich das Original besser finde :)
Es ist unglaublich: Der Tiefgang ging verloren, Lina/Zoe ist nicht so selbstständig wie im Original (das sieht man sogar in diesem Bildvergleich, wo sie auf dem Arm gehalten wird vs. sie drängelt sich frech zwischen die grossen Köche). Und Martina Gedeck ist einfach eine glaubwürdige, wundervolle Martha, der eine noch so hübsche Catherine-Zeta Jones einfach nicht das Wasser reichen kann - sorry ;)
Edit: Nachdem der Film nun (endlich)zu Ende ist, muss ich mich korrigieren: die Story-Line wurde insofern doch recht umfassend verändert, dass die ganze Suchaktion nach dem Vater von Lina/Zoe ersatzlos gestrichen wurde. Ich finde das schade, ich fand die Reise nach Italien in der Martha ihre Nichte sucht und zu sich selbst "findet", eigentlich sehr schön...
Nachdem ich jetzt endlich gut dabei bin, Harry Potter and the Half-Blood Prince zu lesen, ist die Freude an Harry Potter und seiner Welt wieder ungetrübt.
Von einer Kollegin erfuhr ich kürzlich vom "House Quiz", welches ich natürlich mitgemacht habe.
Ich bin in Ravenclaw, bei den Strebern *lach* - Wo seid Ihr?
Das Lesen macht wieder Spass - auch wenn Harry sich wieder mal vertraut unweise verhält und alle mit seinen verbohrten Ideen verrückt macht.
So oder so - ich hoffe, dass ich es schaffe, Band 6 im Laufe der Woche zu beenden, so dass ich Band 7 dann als Audiobook während der Autofahrten hören kann, zumindest die erste Hälfte ;)
Wie sieht es bei den hier lesenden Potter-Fans aus? Lest Ihr die Bücher vor dem Filmschauen nochmal, kennt Ihr die Bücher eh schon auswendig oder guckt Ihr Euch den Film schon aus Prinzip nicht an? Und bevorzugt Ihr die deutsche oder die englische Ausgabe?
Wie sieht es an der Audiobook-Front aus?
Stephen Fry oder Rufus Beck?
Hier noch der Trailer, vielleicht möchte sich ja jemand schon mal einstimmen ;)
Mit diesem Essen werde ich sicher keine Begeisterungsstürme ernten, da zwei meiner Stammleserinnen absolut keine Tomatenfans sind.
Das ist besonders bedauerlich, weil meine Tomatensosse mittlerweile berühmt und berüchtigt ist. Also falls "jemand" seine Tomatenphobie oder -unverträglichkeit überwindet - fragt mich, ob ich Euch bekoche oder kocht es nach - es ist ganz einfach ;)
gemütlicher Ausklang vom Wochenende :)
legendär und ich kann nicht genug davon kriegen *seufz*
Wie versprochen, es geht furchtbar simpel:
Eine Schalotte oder Zwiebel fein würfeln, eine Paprika ebenfalls würfeln und beides zusammen in Olivenöl anbraten / glasig dünsten. Wir tun auch immer noch Chiliflocken oder, wenn wir ganz verwegen sind, auch etwas Tabasco dazu.. Dann kommt eine kleine Dose geschälte Tomaten (in Würfel geschnitten) (und bitte nicht die vorgewürzten, das schmeckt grausig) und ein Tetrapack passierte Tomaten dazu. Abgeschmeckt wird mit Salz, Pfeffer, Honig, frischem Basilikum, Rotwein und, wenn man gerne möchte noch etwas Sahne.
Das Ganze koche ich für ca. 20 - 30 Minuten. Wichtig ist, sich Zeit zu nehmen mit dem Abschmecken - wenn man sich damit beeilt und sich keine Mühe gibt, ist es nur halb so lecker - wirklich!
So, das also zu dem Rezept, was ich andauernd und immer wieder gerne koche. Und als Entschädigung gibt es ganz gleich noch einen zweiten Koch-Post hinterher, der nichts mit Tomaten zu tun hat *lach*
Aber nun noch zu einem wirklich netten Film, den ich gerade schaue, und von dem ich wirklich noch nie etwas gehört hatte (und das mir, als dem größten Colin Firth-Fan unter dieser Sonne...)
Hier erstmal der Trailer:
Der Film ist zauberhaft - und das kann ich schon sagen, obwohl ich ihn gerade noch schaue ;) Mit dabei sind Helen Hunt, Bette Middler, Matthew Broderick und natürlich .... Colin Firth! Helen Hunt will dringend schwanger werden, wird von ihrem Mann (Broderick) verlassen und lernt dann Colin Firth kennen. Natürlich gibt es dann irgendwann doch noch eine Schwangerschaft - von wem und warum und wie es dann weitergeht, sag ich nicht ;) Schaut ihn Euch an - er ist so schön! Und Colin Firth spielt wieder einmal ganz traumhaft!
Ein hübsch chaotischer, lustiger, netter Film und für Colin Firth-Fans ein Muss :) Und jetzt muss ich das Ende geniessen ;)
Auf unserer letzten Theme-Party habe ich Natiras Leihgabe "Percy Jackson in Diebe im Olymp" von Rick Riordan gelesen und es hat mir viel Spass gemacht, dieses Buch zu lesen. Für Kinder bzw. Jugendliche ist es auf jeden Fall empfehlenswert - schon alleine um vielleicht das Interesse an griechischen Sagen zu wecken.
Das Buch ist in einer recht jugendlichen Sprache geschrieben, die Handlung ist beliebig vorhersehbar, aber die Charaktere sind sympathisch gezeichnet und die Geschichte ist dennoch sehr spannend und kreativ geschrieben.
Mein Fazit zum Buch war also recht positiv. Vergleiche zu Harry Potter werden bei diesem Buch andauernd gezogen - und auch ich habe Parallelen gesehen. Manche Dinge sind ähnlich angelegt: Das Sommercamp, welches von Menschen nicht gesehen wird und von bösen Wesen nicht betreten werden kann. Percys fieser Stiefvater etc. etc. Aber dennoch Percy Jackson hat seinen eigenen Reiz: die griechischen Götter existieren, die Geschichte spielt auch größtenteils ausserhalb von Camp Half-Blood etc.
Das einzige, was mich etwas gestört hat, war der flapsige Schreibstil - aber der gehört zu Jugendbüchern wohl heutzutage oft dazu und scheint sich gut zu verkaufen.
Also zusammengefasst: ein nettes Jugendbuch, würde ich meinem Patenkind auch zu Weihnachten schenken (Hey, vielleicht mache ich das! ;) )
Nun haben wir gestern dann die Verfilmung gesehen.
Der Film ist gut besetzt: Uma Thurman, Pierce Brosnan, der Boromir-Darsteller aus LotR, Dr. Owen Hunt aus Grey's Anatomy.
Die Effekte sind wirklich grandios. Tolle Monster aus der Unterwelt, schicke Wasserspiele - alles sehr monumental und gewaltig.
Nur leider, leider, ist die Geschichte komplett anders. Sie haben einfach eine andere Geschichte draus gemacht. Ich meine, natürlich: die Aussage am Ende und das Grundgerüst sind gleich geblieben. Aber sie haben die Storyline schon radikal und teilweise unnötig verändert. Und zwar so extrem, dass ich meinem Freund empfohlen habe, dass Buch jetzt direkt im Anschluss zu lesen (er kennt es noch nicht), da er so eine komplett andere Geschichte liest. Ich finde das unglaublich. Ich finde es extrem unerfreulich. Ich habe ja Verständnis dafür, dass man ein Buch nicht Seite für Seite abdrehen kann, so lang will selbst ich nicht im Kino o.ä. sitzen. Aber die Geschichte komplett zu ändern, nur damit man mehr Special Effects einbauen kann. Oder grandiosere Effekte, als bei der eigentlichen Geschichte. Auch die lehrreichen Inhalte des Buches wurden komplett weggelassen. Percy weiss schon viel aber lernt auch noch einiges über die griechischen Gottheiten - was sicher für jugendliche Zuschauer kein komplett unnützes Wissen ist. Im Film wird das nur ganz kurz einmal angekratzt, aber viel ist es nicht, was man da lernt. Ich kann gar nicht verstehen, wie der Autor dem hat zustimmen können. Seine Geschichte war gut, deutlich vielschichtiger (was wohl das Problem war) und vor allem war es seine Geschichte. Im Prinzip hat er jetzt nur seine Idee von Percy Jackson verkauft, das Grundgerüst und die Idee zu der Geschichte. Der Inhalt ähnelt dem Buch nur noch teilweise, und das finde ich schade.
Fazit zum Film: Kann man gucken, sollte man aber nicht. Nicht das der Film irgendetwas zerstören würde von den Bildern, die man sich selbst gemacht hat. Aber vielleicht sollte man so einen Raubbau an einem Buch nicht unterstützen - auch wenn der Autor mit dabei war?
Gestern war mal wieder ein grosser Koch- und Backtag angesagt.
Begonnen haben wir mit Winterkatzes "Flapjacks" in 3 Varianten: pur, mit Apfel und mit Cranberries.
Ich kann nur sagen - das Rezept ist grossartig. Ich stehe mit Bratpfannen ganz allgemein auf dem Kriegsfuss, aber diese kanadische Variante von Pancakes kriege auch ich erstaunlicherweise hin. Sie waren ausgesprochen lecker und leider so schnell aufgegessen, dass es kein Foto gibt - sorry :)
Zum Abend war dann indische Küche angesagt:
es gab als Vorspeise einen indischen Reissalat und dann ein Auberginen-Kichererbsencurry mit Nan-Brot:
indischer Reissalat - mit oder ohne Mango
Auberginen-Kichererbsen-Curry mit (gekauftem) Nan-Brot
zu den Rezepten für je 2 Portionen: indischer Reissalat
125 g Basmati-Reis
2 Tomaten gewürfelt
(2 Frühlingszwiebeln in feine ringe--> haben wir weggelassen)
1 Mango (nach Belieben) in Spalten geschnitten
1 Bund Schnittlauch (wir haben TK-Schnittlauch genommen)
1 EL gehackte, glatte Petersilie Dressing:
150g Joghurt (3,5%)
Saft von einer halben Zitrone
2 TL Currypulver
Salz & Pfeffer
Die Zubereitung war denkbar einfach:
Den Reis nach Anleitung kochen und abkühlen lassen. Die restlichen Zutaten dann mit dem Reis vermengen, das Dressing anrühren und durchmischen und dann ca. 1 Stunde im Kühlschrank marinieren lassen.
Ein sehr leckerer, frischer Salat, den ich mir auch gut für den Sommer vorstellen kann. Ich persönlich habe die Mango weggelassen, weil ich Mangos per se nicht so gerne mag. Aber für Mango-Fans, wie mein Freund einer ist, scheint der Salat sehr lecker zu sein :)
Auberginen-Kichererbsen-Curry
250g Auberginen
250g Kichererbsen aus der Dose
1 Zwiebel
(1-2 Knoblauchzehen --> haben wir weggelassen)
2cm frischer Ingwer
1 rote Chilischote
Öl
2-3 TL Korianderpulver
1 TL Kurkuma
2 TL Kreuzkümmel / Cumin
1/2 TL Zimt
Salz
100 ml Gemüsebrühe
200g Naturjoghurt
Auch dieses Rezept war in der Zubereitung sehr einfach:
Die Auberginen waschen und in Würfel schneiden, dann in Öl von allen Seiten anbraten und zur Seite stellen.
Die Kichererbsen abgiessen und waschen, abtropfen lassen.
Zwiebel schälen und würfeln. (Knoblauch schälen und durchpressen). Ingwer schälen und fein hacken. Chilischote waschen, halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden.
Dann Zwiebel, (Knoblauch,) Chili, Ingwer und die gesamten Gewürze in Öl anbraten, mit Gemüsebrühe ablöschen und danach Auberginen, Kichererbsen und Joghurt dazugeben.
Den Topf mit einem Deckel verschliessen und dann das Ganze 30 Minuten auf niedriger Flamme köcheln lassen, ab und zu umrühren. Ggf. noch etwas Brühe hinzufügen und am Ende nochmals abschmecken.
Dazu gab es bei uns (gekauftes) Nan-Brot.
Uns hat es geschmeckt, obwohl ich mir die Sauce etwas cremiger gewünscht hätte. Ich würde evtl. beim nächsten mal versuchen, mit Kokosmilch o.ä. zu variieren.
Aber im Grossen und Ganzen war es lecker, zumindest, wenn man Auberginen mag. Allerdings weiss ich, dass hier so einige lesen, die Auberginen nicht so viel abgewinnen können - vllt. ist ja der Salat etwas für Euch?
Als DVD-Highlight habe ich dann gestern endlich den Mut aufgebracht, "Fight-Club" zu schauen - bisher habe ich mich immer gescheut, diesen bekanntermassen recht brutalen Kultfilm zu schauen.
Brutal war er allemal, aber er hat mir dennoch gefallen. Auch wenn er sicher nicht zu meinen Lieblingsfilmen gehören wird. Aber er war interessant und überraschend - das ist ja heutzutage auch schon was wert :)
Hier der Trailer und der Link zur imdb - auch wenn ich wahrscheinlich zu den Letzten gehöre, die diesen Film gesehen haben *lach*
Gestern endlich mal wieder ein Kochabend :) Das war ja auch wirklich lange überfällig - erst die lange Zeit im Schwabenland, während der mir die Lust auf Kochen grösstenteils vergangen war.
Dann Urlaub, wo wir uns bekochen liessen oder gegrillt haben...
Aber gestern ging es wieder los.
Es gab einen warmen Gemüsesalat mit Kräuterbaguette:
Entschuldigt, das Bild ist nicht besonders, aber die anderen waren noch unschärfer :/
Die Zubereitung war recht simpel, wenn auch nicht unkompliziert. Allerdings würde ich jetzt auch ein paar Sachen anders machen.
Salat:
1) eine Schalotte oder Zwiebel in feine Ringe schneiden und mit den Tomaten 4 Minuten dünsten - dann beiseite stellen
2) Pfifferlinge (wir hatten so ca. 150 g) scharf anbraten, danach die Zwiebeln und Tomaten dazu, mit etwas Balsamico Bianco ablöschen, kurz einkochen lassen und vom Feuer nehmen.
3) Vinaigrette aus Balsamico Bianco, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Honig und Senf anmischen und mit gewaschenem Rucola und Tomaten und Pilzen vermengen.
Kräuterbaguette:
1) 50g Pinienkerne in 1 EL Olivenöl goldbraun rösten dann mit 1/2 Bund glatter Petersilie, einer Handvoll Basilikum, getrocknetem Tymian und Oregano mörsern oder hacken.
2) Baguette (etwas 1/3 bis 1/2) in breite Streifen schneiden, dann noch einmal horizontal halbieren und unter dem Grill goldbraun rösten (Achtung, geht rasend schnell ;) )
3) Baguette mit dem Kräuterpesto bestreichen und am Besten das Ganze noch warm servieren :)
Ein sehr schönes, leckeres Essen, der weisse Balsamico ist das A&O bei diesem Rezept, ich würde auf keinen Fall den dunklen nehmen, da er zu dominant wäre. Und die Pfifferlinge sind natürlich wundervoll - ich habe schon lange nicht mehr so genossen
Was ich andersmachen würde: ich fand es nicht so schön, dass die Cocktail-Tomaten noch ganz waren - das war mir beim Essen dann zu riskant (Thema: spritzen und herumspringende und -fliegende Tomaten *seufz*)
Ich würde beim nächsten mal die Zwiebeln erst glasig anbraten, dann die Pilze dazu tun und die Hitze erhöhen.
Die Tomaten würde ich halbieren und bei 170° in den Backofen geben, so das sie leicht angetrocknet sind und später zu dem Rest dazugeben.
Das Pesto würde ich noch mit Salz und Pfeffer verfeinern.
Ansonsten war es ein perfektes, wunderbares Essen, was wir sicher nochmal machen werden. Und gesund war es auch :)
Als Begleitung flüssiger Art gab es einen Veneziano, ein Getränk, was wir im Urlaub lieben gelernt haben: Aperol mit Prosecco - gar köstlich und auch eine Augenweide, leider habe ich kein Photo gemacht. Da wir aber noch eine fast volle Flasche haben, kann ich das sicher noch nachholen ;)
Die Begleitung visueller Natur:
endlich gab es mal wieder einen "alten" Film in Form von "The Misfits - Nicht gesellschaftsfähig" mit Marilyn Monroe, Clark Gable und Montgomery Clift, die im Prinzip drei "Verlierer der Zeit, der Gesellschaft" spielen, die zufällig zueinander finden.
Ich habe diesen Film damals sehr gemocht und finde ihn auch immer noch sehr beeindruckend.
Inwiefern die Pferde in dem Film gequält wurden, ist mir nicht bekannt - man kann kaum glauben, dass es nicht so war und ich befürchte auch, dass es damals solche Tierschutz-Vorgaben, wie es sie heute gibt, einfach noch nicht gab. Aber davon einmal abgesehen, ist der Film sehr sehenswert. Er ist einer der wenigen Marilyn-Filme, in denen sie nicht auf die Rolle des naiven Dummchens beschränkt ist (auch wenn sie natürlich auch Dummchen-Züge zeigen musste).
Details zu dem Film, an die ich mich erinnere (aus Biographien etc.):
- Ihre Manager wollten eigentlich nicht, dass sie darin mitspielt
- Sie wurde in ihre Jeans eingenäht, damit sie auch schön eng sass
- Es solle ihr letzter Film sein, den sie komplett abdrehen konnte
Details, die ich gerade noch von imdb.com habe:
- Clark Cable verstarb 14 Tage nach Drehende und Monroe, Clift und Ritter starben innerhalb der nächsten 8 Jahre
- "The Misfits" sind auf der einen Seite die Wildpferde, die wilden Mustangs die in der Nevada-Wüste lebten und stehen gleichzeitig als Metapher für die vier Hauptcharaktere des Films
Hier ist der Trailer:
Fazit: Auch heute noch finde ich diesen Film faszinierend. Diese vier Hauptfiguren, die im Prinzip alle Aussenseiter sind, und ihre Probleme damit haben, in der Realität des Lebens anzukommen.
Marilyn, in einer ihrer intensivsten und am wenigsten albernen Rollen. Ein letztes Mal Clark Gable sehen, der seinen Rhett Butler-Charme nicht verloren hat, auch wenn sein Glanz allmählich abblättert. Ja, und Montgomery Clift, einer dieser Schönen Hollywoods, der auch, wie so viele in jener Zeit viel zu jung starb.
Ein Film der wehmütig macht, weil so viel Traurigkeit in ihm steckt.
Ich bin froh, dass so ein Film heute nicht mehr gedreht werden dürfte - die Pferde-Szenen sind grausig und ich bin dankbar, das so etwas heute verboten ist. Nichtsdestotrotz finde ich die Metapher, die Arthur Miller gewählt hat: Wildpferde, die eingefangen werden vs. "nicht gesellschaftsfähige Personen" die eingenormt werden müssen, gut getroffen. Dennoch verurteile ich, dass in dem Film die Tiere gequält wurden. Ich bin froh, in einer Zeit zu leben, wo es Menschen gibt, die sich Gedanken über die Rechte der Tiere machen und dass diese Menschen in dieser Zeit auch eine Stimme haben. Das gibt ein bisschen Hoffnung, dass es vllt. nochmal besser wird.
Ich komme gerade aus dem Kino. Jetzt habe ich es doch tatsächlich noch geschafft, in den Film "vincent will meer" zu gehen - sicherlich um kurz vor 12, kurz bevor er wieder aus den Kinos fliegt (vermutlich war dieses Kino eines der letzten - wir waren auch nur zu acht...)
Ich habe eine Bitte: schaut Euch den Trailer an - er ist so so so so schön!
Der Film ist sowieso wunderbar. Die Musik ist grandios (Ich werde mir den Soundtrack auf jeden Fall als Belohnung holen :) ).
Die Schauspieler spielen grossartig. Das Karolin Herfurth ein Körperdouble brauchte, um eine anorektische Patientin zu spielen beruhigt mich, dass Vincent ein wunderhübscher, cooler und lustiger Tourette-Patient ist, war einfach schön. Florian David Fitz spielt wirklich erstklassig, ich habe ihm die Rolle absolut abgenommen. Meine Lieblingsfigur war der Zwangsneurotiker Alex, gespielt von Johannes Allmeyer, ich hoffe, von ihm werde ich noch mehr sehen in Zukunft.
Hier kommt jetzt eine kurze Inhaltsangabe - wer also weiterlesen will, klickt :)
Nach ein paar sehr schönen Tagen zu Hause bin ich eben wieder eingeflogen - im wahrsten Sinne des Wortes - und sehe einer weiteren kurzen, mit Heimaturlaub gekrönten, Woche entgegen.
Ehrlich, ich bin verwöhnt im Moment! Ich weiss gar nicht, wie das werden soll, wenn ich keine Heimfahrtickets mehr in meinem Computer gespeichert habe...
Die Zeit zu Hause geniesse ich immer in vollen Zügen. Der kleine Teufel Phoebe hat sich momentan leider angewöhnt, jeden Morgen zwischen 5:00 und 5:30 Theater zu machen, was Frida und mich beim Schlafen sehr irritiert hat. Ansonsten hat sie aber auch ihren "Süss-Faktor" deutlich erhöht, wie ihr an dieser Collage sehen könnt. (@Winterkatze: die Pfote ist für Dich, Phoebe hat sich bereit erklärt _einmal_ still zu halten ;) ) Frida wird immer lieber, war aber die meiste Zeit des Wochenendes recht ruhig - bis auf die Zeit, als ich den DaBird rausholte... Und als sie die gewaltige Spinne im Badezimmer entdeckte (*schüttel*). Aber sie ist ein Schatz - ich hätte nie gedacht, dass aus meiner kleine Zicke mal so eine liebe, freundliche Katze wird...
Das Wochenende war ansonsten verhältnismäßig entspannend - wie das halt so ist, wenn man nicht immer zu Hause ist, gibt es auch viele Termine zu machen und Leute zu sehen. So habe ich Samstag meine Familie endlich mal wieder komplett gesehen und es war ein sehr schöner, harmonischer Nachmittag und Abend mit viel Spass mit den Kindern und schönen Unterhaltungen.
Den Sonntag wollte ich ja planmäßig sehr entspannt verbringen, was dann vielleicht etwas zu ruhig war, weil ich einen Anflug von "Irgendwas" hatte - ich weiss nicht, was es war. Aber ich war schlapp und kaputt, fühlte mich matschig und antriebslos. Also war ich tatsächlich im Wesentlichen daheim und habe mich geärgert, dass ich keine Lust hatte, in die Sonne zu gehen.
Die habe ich dann aber zum Glück am Montag noch in vollen Zügen geniessen können: mit meiner Freundin N. war ich in der Stadt zum frühstücken und Lücken von fast zwei Monaten schliessen und nachher sind M. und ich noch kurz ein wenig in der Sonne durch die Stadt gebummelt um Geld zu kaufen und die letzten Stunden zu geniessen.
Ausserdem gab es zum Schluss noch leckeren Johannisbeerkuchen und (für mich rosinenfreien) Stuten zum Kaffee bei M.'s Eltern.
Fazit: es war ein teilweise verplantes, aber sehr harmonisches, angenehmes Wochenende bis auf den ungeplant faulen Sonntag eben.
Am Sonntag abend hatten wir aber, wie wir es uns auch vorgenommen hatten, unseren karibischen Abend mit "Pirates of the Carribean - A dead man's chest" der uns viel Spass gemacht hat - wie eigentlich jeder Teil aus der Reihe. Wir sind schon gespannt auf Teil 4...
Zu essen sollte es eigentlich grosse karibische Neuentdeckungen geben, aber irgendwie sind wir bei unserem Salat mit Spargel, Artischocken und besagter Curry-Ananas-Sauce (wenigstens etwas karibisch ;) ) und selbstgebackenem Ciabatta hängengeblieben. Vielleicht klappt es mit den Neuheiten ja nächstes Wochenende bei Teil 3 "At Worlds End"
Und das Ciabatta... Also, ganz ehrlich, vor Brotbacken habe ich grössten Respekt. Deshalb kaufe ich mir da auch wirklich Backmischungen, wenn ich es überhaupt mal wage. Die Backmischung die wir Sonntag verbraucht haben war auch nur der Rest von vor einiger Zeit - weil ich mir (jetzt weiss ich es wieder) geschworen hatte, dieses Brot nie, nie wieder zu backen.
Der Teig ist eine Qual - klebrig, störrisch, anhänglich. Und er muss insgesamt 1 1/2 Stunden vor sich hin gehen...
Das Brot, was herauskam war aber trotzdem lecker, allerdings mussten sich die Katzis wieder mal viele Schimpfwörter hören, für die sie eigentlich noch viel zu klein sind ;)
So sah es dann später aus:
Durchaus authentisch, oder? Aber ganz ehrlich, so bald nicht wieder - es ist schon eine ziemliche Schweinerei ;)
Apropos: Schweinerei bzw. Katzis... Unsere beiden haben ja bald Geburtstag und wir haben heute Nachmittag ihr Geschenk bestellt :D Einen Katzen-Trinkbrunnen von Keramik im Hof, auf die ich durch Taytom (hier und hier)aufmerksam geworden bin. Ich bin schon ganz aufgeregt und hoffe, die beiden werden ihn mögen und möglichst viel nutzen... Sobald er da ist bzw. Geburtstagszeit ist werde ich Photos dazu posten und berichten, wie sie ihn finden ...
Edit: gerade (um 0:20h!) bekomme ich eine total süsse Mail von Keramik im Hof - sehr netter Kontakt, sehr persönlich mit näheren Hinweisen zum voraussichtlichen Versandtermin. Es sieht zwar so aus, als das es etwas knapp wird mit dem Geburtstag, aber ich denke, die beiden Monster können auch ein bisschen länger warten... Aber der liebe Kontakt von Frau Jörges freut mich schon wieder sehr - ich mag es einfach, wenn man mir das Gefühl gibt, dass ich mehr bin, als jemand, der Geld überweist... (sie sagen sogar, dass es reicht zu überweisen, wenn der Brunnen fertig ist - und nicht sofort - bei welchem Online-Händler gibt es sowas??) Schön, dass es so etwas noch gibt!
Ich finde es erstaunlich:
Da kommt man extra nach _Süd_-Deutschland und dann ist es hier kälter als in der Heimat?
Frech, mehr kann man da nicht sagen. Ich friere wie eine Schneiderin und überlege dauernd hin und her, ob ich mir mein Fleece schicken lassen soll. Andererseits soll es ja zum Wochenende warm werden, und bis dahin kommt es dann eh nicht mehr pünktlich...
Arbeitstechnisch sind wir noch immer dabei, uns warmzulaufen - morgen wird es schon ernster, denn der erste Tag im Fahrsimulator beginnt. Probeläufe, testen, wie das mit dem Protokollieren der Aussagen der Teilnehmer funktioniert etc.
Sicher ein Tag, der sehr schnell um geht. Aber das tun die Tage hier sowieso momentan dauernd - sie fliegen vorbei wie der Blitz. Das Schöne daran ist, dass das meinen Heimaturlaub ebenfalls blitzartig näherkommen lässt.
Der Kino-Abend gestern hat mir recht gut gefallen: "Männer die auf Ziegen starren" ist ein wirklich cooler Film. Die Besetzung ist genial, Jeff Bridges hat es mir seit Crazy Heart sowieso wieder "neu" angetan und George Clooney und Ewan McGregor haben mir auch beide sehr gut gefallen. Nur Kevin Spacey - ich finde er spielt in letzter Zeit immer blödere Rollen. Aber ich bin vllt. auch einfach kein Spacey-Fan - ausser in Schiffsmeldungen hab ich ihn fast noch nirgendwo so richtig gerne gesehen. Er ist vielleicht einfach nicht die Art Schauspieler, für die ich ins Schwärmen geraten kann ;)
Aber wie gesagt, der Film lohnt sich, wenn man etwas zu lachen haben möchte: nur zu - ich habe wirklich viel gelacht ... Ich hatte zwar einen etwas anderen Film erwartet, mit einem deutlicheren Focus auf die Ausbildung der Psycho-Soldaten (wie es im Trailer ja irgendwie angedeutet wird) und auch das Ende fand ich leicht seltsam, aber ich habe viel gelacht und darum ging es mir gestern auch :) Der Film ist nicht so platt, wie man erwarten könnte, er hat schon auch Hintergründiges. Ja, auf jeden Fall ein Film, den ich empfehlen kann.
So, Ihr Lieben, mir ist es eindeutig zu kalt hier am Rechner, ich verschwinde wieder unter meiner Wolldecke und lese noch etwas in der "Arena"... Sagte ich schon, dass es ein seeeeehr dickes Buch ist? Und das Stephen King seinem Motto wie stets treu ist: "die ersten zwei-, dreihundert Seiten mache ich extrem zähflüssig?"
Ich bin jetzt schon auf Seite 346 und merke, wie die Spannung das Buch langsam auf lauwarm anheizt. Aber ich bleibe hartnäckig und lese brav weiter :) Es wird sicher noch so toll, dass ich es in einem Rutsch auslesen muss... *fest dran glaubt*
Zwei kurze Meinungen wollte ich noch posten zu o.g. Titeln.
Ich schreibe hier keine Inhaltsangaben - ich mach es mir leicht und verweise dazu an amazon.de (und verlinke das entsprechend), wo man die immer prima nachlesen kann. Das mache ich deshalb, weil ich den Leuten, die die Filme oder Bücher noch sehen bzw. lesen wollen, nicht zu viel vorwegnehmen will - ich selbst lese oft nicht mal den Klappentext (zumindest nicht bei Reihen die ich schon kenne, wie aktuell bei Donna Leon), da ich komplett in die Handlung eintauchen will, ohne vorher wissen zu wollen, worum es im Buch gehen wird.
Wer also Interesse an meiner Meinung zu den beiden Titel hat, liest hier weiter :)
Gestern war es endlich soweit: Ich wurde feierlich in Alices Wunderland ausgeführt (wenn auch leider nicht ins Lieblingskino, weil die nicht genug 3D-Säle haben :/ ). Aber das hat dann im Endeffekt nicht gestört:
Der Film war wunderbar - ein "psychedelischer Drogentrip als Märchen getarnt", aber sehr schön, unterhaltsam, spannend, lustig und bewegend. Und diese Farben ... ;)
Beim Schauen und dem folgendem Diskutieren des Films ist mir aufgefallen, dass ich von der Buchvorlage leider gar nicht mehr soviel in Erinnerung habe, wie ich sollte - es wird also wirklich Zeit, da nochmal nachzulesen, sobald ich mal wieder in der Heimat bin und an das Buch herankomme, dass irgendwo auf dem Dachboden herumgeistert.
Aber der Film erwartet ja kein Vorwissen - daher war das unproblematisch.
Besonders gefallen hat mir natürlich Johnny Depp als der verrückte Hutmacher (der ich ja auch irgendwie bin) und natürlich Alice, die wunderbar emanzipiert ist und das macht, was sie will - es ist ja ihr Traum oder auch: es ist ja ihr Leben. Doch auch die anderen Figuren sind fabelhaft gezeichnet und bezaubern einen wieder und wieder. Besonders Helena Bonham Carter als Rote Königin spielt fabelhaft - wie sie (bzw. ihre Synchronsprecherin) "Ab mit dem Kopf" in dieser fast fröhlichen Stimmlage ruft und welche Blicke sie ihrem jeweiligem Gegenüber zuwirft - grossartig: ich nehme ihr die Rolle 100%ig ab.
Tim Burton hat das genial gemacht: dadurch, dass er die Handlung in der Zeit verschoben hat musste er sich nicht sklavisch an das Buch halten sondern konnte seiner Fantasie freien Lauf lassen (und davon hat er ja offenbar auch mehr als genug).
So wird der Film wohl auch viel flotter als das Buch und dadurch, dass Alice kein kleines Mädchen mehr ist bekommt die Geschichte mehr Gehalt und wird vom Kinderbuch zum Fantasy-Roman.
Das Ende ist vielleicht ein wenig enttäuschend - der Kampf zwischen Alice und dem Jabberwocky ist beliebig vorhersehbar und daher etwas flau. Aber vielleicht ist der einfach nicht so wichtig - denn es geht ja darum, dass Alice wieder "ganz Alice" wird, den "einen Teil" von sich wiederfindet - wie der Kampf ausgehen wird, ist von vornherein klar, da das Orakulum es sagt. Daher: Schwamm drüber. Die weisse Königin (von Anne Hathaway gespielt) empfand ich auch als etwas schwach - da habe ich die Figur aber nicht mehr so vor Augen, vielleicht soll sie ja so sein? Das waren sie aber auch schon, meine Kritikpunkte - der Rest war einfach nur fantastisch!
Fazit: unbedingt gucken! Ein wundervoller Johnny Depp, schöne 3D-Technik (wenn auch nicht nicht in 3D gefilmt sondern "nur" nachbearbeitet und daher nicht so grandios wie Avatar) und tolle Fantasy, die einen noch Stunden nach dem Schauen verzaubert und es bei mir sogar bis in die Träume geschafft hat.
Bei Natira hab ich den Hinweis auf diese - leicht merkwürdige - Umfrage gefunden.
Merkwürdig fand ich die Fragen - ich hab echt immer länger gebraucht, um eine Antwort zu finden, weil die dargestellten Situationen so absurd schienen ;) Halt typisch für Alice ...
Auf jeden Fall bin ich wohl:
Ob das passt müssen andere entscheiden - in mir weckt dieser Test vor allem das Bedürfnis, Alice im Wunderland mal wieder zu lesen bevor ich den Film sehe (auf den ich auch schon lange warte und sehr gespannt bin)- ich muss gleich mal checken, wo das Buch geblieben ist ...
Diesen Film habe ich mir unter anderem als Belohnung für die Prüfungsschufterei gekauft.
Ich wusste nichts darüber, nur dass es um Japan geht und es sich um einen Doris Dörrie-Film handelt.
Ich finde Japan total spannend. Angefangen hat es mit Haruki Murakami, dann kam "Lost in Translation", der immer noch einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist. Vegetarische Sushi liebe ich und mach sie auch gerne selber. Vorsorglich habe ich mir schon mal Reiseführer über Japan in der Bibliothek ausgeliehen (unter anderem den wirklich empfehlenswerten Kulturschock Japan, der mir viel über das Land und die Menschen verraten hat - wenn auch auf eine ab und an leicht zu durchschauende, pädagogische Art und Weise ;) ) und würde gerne irgendwann einmal eine Reise machen, die in Tokio beginnt und dann aufs Land und später an die Küste führt - die "Brigitte" hatte mal so eine Reise vorgestellt und ich glaube, dass wäre genau das Richtige für mich.
Nun aber zum Film: Der Film fing für mich enttäuschend an. Typischer deutscher Film, unsympatischer Hauptcharakter Rudi, dem ich anfangs (war natürlich so gewollt) gar nichts abgewinnen konnte. Und als ich noch denke, der Film war ja nun die absolute Fehlinvestition, wird er auf einmal ganz toll. Ich will hier niemanden spoilern - also wer eine Inhaltsangabe will kann ja auch bei Amazon kurz schauen, aber ich kann zumindest sagen, das Rudi nach Japan kommt und ihm dort eine Menge widerfährt. Der Film hat einen sehr traurigen Kontext und ich musste am Ende auch etwas weinen, das geht mir bei solchen Filmen mit so einem Thema aber immer so. Ich würde sagen, ziemlich genau ab der Hälfte wird er zu meinem absoluten Lieblings-Japan-Film und ich finde ihn fantastisch - die Schauspieler, die Kameraführung, die Musik - er ist einfach komplett wunderbar.
Also: wer Japan mag und keine Allergie gegen deutsche Filme hat (komischerweise interessanterweise kenne ich einige Leute, die eine solche haben ...) sollte sich diesen Film auf jeden Fall mal aus der Videothek ausleihen - er lohnt sich und zeigt Japan auf eine ganz wunderbare Weise. Man muss nur die erste Hälfte überstehen - die ist in meinen Augen vielleicht doch etwas lang.
Komme gerade aus dem Kino wieder - mal wieder die Kamera, wieder mit S. und nachher gab es wieder American Fries im New Orleans - klassischer Bielefelder Kino-Abend für mich :)
Da meine Freundin S. jetzt zwei Wochen hier in der Stadt war (sie macht gerade die Famulatur in der Chirurgie in einem unserer zahlreichen Krankenhäuser), haben wir natürlich versucht, ein bisschen was zu unternehmen und so kam schon der erste Kinoabend mit "Same same but different" zustande. Und da sahen wir die Vorschau zu "New York, I love you". Den ersten Teil, "Paris, je t'aime" hatte ich (wie üblich) im Kino verpasst und da ja New York für mich _die_ Stadt ist, war klar, dass ich ihn sehen musste. Meine Freundin war ganz begeistert vom 1. Teil und so war der Plan für die Folgewoche klar. Als sie am letzten Sonntag zum Tatort hier war (im Wohnheim gibts ja keinen Fernseher und so schön ist es da ja auch nicht ;) ), brachte sie mir ihre DVD von "Paris, je t'aime mit" und ich habs sogar noch geschafft, ihn zu sehen. Ich fand ihn gut, ich mag Kurzfilme (habe ja auch ein paar Verisonen der jährlich erscheinenden "European Short Films") und Paris finde ich auch sehr schön, also war es ein im grossen und ganzen gelungener Film für mich. Ich dachte, wenn ich diesen schon so mag, werde ich den New York-Film lieben.
Nun, der heutige Film läßt mich leicht zwiegespalten zurück. Zum einen: klar, die Stadt - es ist wunderbar. Ich habe NewYork-Weh, ich sehne mich zurück und will am liebsten gleich los. Auf der anderen Seite: rein von der künstlerischen Seite kann der zweite Teil es einfach nicht mit dem ersten aufnehmen. Er ist plumper, weniger einfühlsam, weniger bewegend. Hört sich jetzt vielleicht kitschig an, aber dieser zartrosa Faden der Liebe, der sich durch Paris zieht, ist in New York eher grellpink und mehr auf das körperliche bezogen. Mehr sag ich da jetzt nicht, ich hab ja einen jugendfreien Blog ;)
Also, abschliessend: ich war schon froh, ihn gesehen zu haben, und ich glaub, irgendwann kauf ich ihn mir auch, einfach, weil es NYC ist. Aber nach heute abend will ich lieber bald noch mal den Paris-Film sehen, um den auch richtig zu würdigen...
Und natürlich waren auch ganz viele wunderbare Kurzfilme in "New York, I love you" - den von Natalie Portman und den von Fatih Akin zum Beispiel und auch noch andere haben mir gefallen - ich habe viel gelächelt und gelacht, hatte Gänsehaut etc. - also es war schon ein toller Kinoabend.
Aber der Vergleich mit Paris... ja, da gibts leider Minus-Punkte. Aber New York macht ja alles wieder wett :D
Gestern abend haben wir "Verblendung" geschaut, die Verfilmung die im Oktober 2009 hier anlief, und in die ich es, wie so oft, nicht geschafft hab. Die ersten beiden Bücher der Millenium-Trilogie fand ich grossartig - fesselnd, aufregend, süchtig machend (wie auch schon in irgendwelchen vorigen Posts beschrieben).
Es ist eine Tradition geworden, dass ich am Abend vor der Prüfung ins Kino gehe oder etwas anderes Schönes mache - einfach, weil das Lernen am letzten Abend eigentlich ohnehin nichts mehr bringt. Daher habe ich mir für Montag abend gewünscht, in den 2. Teil der schwedischen Verfilmung zu gehen - und vorher musste natürlich der erste Teil geschaut werden. Also, mir hat die Verfilmung super gefallen - den Mikael hatte ich mir etwas anders vorgestellt, vllt. etwas attraktiver, aber Lisbeth, gespielt von Nooni Rapace, ist wirklich grossartig. Sie sieht so aus und spielt so, wie sie es in meinem eigenen Kopfkino während des Lesens getan hat ...
Sagenhaft - ein guter Film, der nur die Elemente weggelassen hat, die durchaus vernachlässigbar sind und der auch film-technisch gut anzusehen ist. Montag abend gibt es dann Teil 2 im Kino und als erste Post-Prüfungs-Belohnung (ich belohne mich immer recht umfangreich ;) ) wird es dann ab Dienstag Mittag endlich Teil 3 zu lesen geben :)
Nun muss ich aber noch eine Sache loswerden: Hollywood hat schon angekündigt, ein Remake dieser Verfilmung zu machen. Mich regt das extrem auf: die Trilogie wurde noch nicht mal beendet und schon kommt Hollywood daher und muss es besser machen? Echt unverschämt, in meinen Augen. Erinnert mich schwer an "Bella Martha", der ja auch innerhalb kürzester Zeit nochmal gemacht werden musste und dann "Ein Rezept zum Verlieben" (oder so) hiess. Ich hab den Film aus Prinzip nicht geschaut - ich finde es so anmassend ... das da auch gar keine Skrupel aufkommen? Die Verfilmung mit Martina Gedeck war wunderbar - da gab es nichts dran zu verbessern...
Eben war ich mit meiner Freundin S. in der Kamera im Film "Same same but different". Die website ist übrigens sehr sehenswert - einfach mal reinschauen, da ist auch ein netter Trailer.
Ich weiss nicht, was im Moment los ist, aber dauernd begegnen mir Dinge (Filme, Vorträge, Bücher), die mich daran zweifeln lassen, dass ich momentan "genug" tue. (Edit: vllt. ist "momentan" das falsche Wort, "generell" trifft es eher. Es geht darum, dass ich meine, zu wenig Mitgefühl und zu wenig von der guten, alten Nächstenliebe zu zeigen...)
Der Film heute abend gehört zweifelsohne dazu - es ist ein bewegender, krasser Film (der auf einer wahren Geschichte beruht), der einem die Wahrheit vor Augen hält, den Spiegel, der einem zeigt, dass man selber in Saus und Braus lebt, während anderswo junge Mädchen für 20 Dollar mit dem nächstbesten Touristen ins Hotelzimmer gehen. Stoisch, mit dem Gedanken "Ich brauche nur sein Geld". Wo junge Mädchen plötzlich HIV positiv sind, aber das als Zeichen dafür sehen, dass sie in einem früheren Leben eine schlimme Tat begangen haben müssen. Stoisch, eben.
Das war die eine Seite des Films, die mich wirklich mitgenommen hat. Auf der anderen Seite: diese Liebe zwischen Ben und Sreykeo. Wie ernst dieser junge Mensch seine Verantwortung sieht, wie er, ohne zu murren für seine Freundin und ihre Familie sorgt und es ihm gar nicht in den Sinn kommt, sie einfach mitzunehmen, weg aus dem Slum, weg von den Freiern, weg aus Kambodscha. Ich fand die Familie so schlimm, so gierig, so fordernd und finde es faszinierend, dass Ben Prüfer sich dadurch nicht vertreiben liess. Das ihm der Gedanke, ausgenutzt zu werden offenbar gar nicht kam, und wenn er kam, dann hat er ihn nicht Oberhand gewinnen lassen. Respekt, vor soviel Grosszügig- und Gutmütigkeit!
Der Film ist absolut sehenswert. Es ist kein Film, den man sich anschauen sollte, wenn man sich auf Popcornkino freut. Man sollte ihn eigentlich auch nicht gucken, wenn man keine Zeit hat, danach darüber zu reflektieren, was man da eigentlich gesehen hat.
Mir hat er auf jeden Fall wieder einmal ein Stück meines Horizontes erweitert - ein Horizont, den ich bisher erfolgreich mit Klischees verhangen hatte. Und nebenbei hat er mir noch gezeigt, was wahre Liebe wirklich ist :)
Gestern haben wir den Film über Wilmenrod mit Jan-Josef Liefers in der Hauptrolle gesehen.
Ich fand ihn interessant im Bezug auf all die Produkte, die damals ja noch so neu waren und es war auch spannend, diese Anfangszeit des Fernsehens mitzubekommen.
Traurig war der Film am Ende auch - wie ich gestern in der Zeitung schon las: es ist einfach, sich heute über Wilmenrod lustig zu machen oder ihn zu verdammen für seine Schleichwerbung - aber nichts desto trotz ist Wilmenrod der Erfinder der Kochshow wie wir sie heute mehr lieben denn je...
Ja doch, der Film hat mir gefallen, wobei natürlich Jan-Josef Liefers mit seiner Art auch einen grossen Beitrag dazu geleistet hat, Wilmenrod so sympatisch erscheinen zu lassen. Da stellt sich die Frage, wie sympatisch der "Echte" war.
Hier an der Krankheitsfront ist es noch immer relativ unverändert: das Fieber kommt einfach immer wieder, auch wenn sonst schon wieder viel mehr geht. Zum Glück sind die Kopfschmerzen nicht mehr aufgetaucht - die waren wirklich quälend. Ich sehe mich auf dem Weg der Besserung - allerdings zieht es sich schon ganz schön hin.
"Middlesex" habe ich ja vorgestern schon beendet - ein wirklich grossartiges Buch. Hat mir sehr viel Spass gemacht, ich finde die Sprache wunderbar und bin gespannt auf weitere Bücher von Jeffrey Euginedes.
Jetzt habe ich also "Gestatten: Elite" und Hertha Müllers "Atemschaukel" begonnen. Die Atemschaukel ist wunderbar geschrieben und das Elite-Buch sehr abgründig - da wird einem ganz komisch, wenn man liest, wie es in manchen Kreisen so zugeht. Ich glaub, dafür wäre ich nicht geschaffen - ich habe ja so schon oft das Gefühl, an der Last zu ersticken - wie würde es mir da erst nach 70-, 80-Stunden-Wochen gehen?
Aber beide Bücher halten mich gefangen und versuchen mich von Diagnostik abzulenken (was ihnen aber heute nicht gelingt :) )