Schon vor gefühlten Ewigkeiten habe ich mich bei Ariana zur Hörbuchchallenge für 2014 angemeldet.
Bislang hatte ich jedoch nicht mal die Übersichtsseite online gestellt - das habe ich mittlerweile aber wenigstens geschafft <
click>.
Auch das erste Hörbuch wurde bereits gehört: "Eine Handvoll Worte" von Jojo Moyes. Nachdem wir auf unserem letzten Roadtrip sehr begeistert von "Ein ganzes halbes Jahr" waren, war ich schon sehr aufgeregt und freute mich auf den nächsten Roman von der Autorin.
Vorab sollte ich sagen, dass ich nicht so gerne bzw. gut Rezensionen schreibe - ich habe immer Angst zu spoilern und darum fasse ich mich immer super-kurz ;)
In der Geschichte geht es eigentlich um zwei Liebesbeziehungen in verschiedenen Zeiten: 1960 und 2003. Richtig tief taucht man in die 1960er Geschichte von Jennifer Stirling ein. Sie ist die Ehefrau eines wohlhabenden Mannes, die in Südfrankreich zufällig auf einen Auslandskorrespondenten trifft und sich in ihn verliebt. Ihr Ehemann ist aber auch ein ganz schöner Knallkopf, dass kann man schon mal sagen. Zwischen den beiden Liebenden geht es hin und her und hin und her - das zieht sich durch das ganze Buch und alle Zeitsprünge.
Die andere Zeitlinie dreht sich um Ellie Haworth, eine junge Journalistin, die einen alten Brief von Antony, dem Auslandskorrespondenten findet, in dem er Jennifer bittet, mit ihm nach New York zu gehen. Natürlich will Ellie, die selber unglücklich (obwohl ihr das anfangs nicht bewusst ist) in einen verheirateten Mann verliebt ist, sofort wissen, was dahinter steckt und will Empfängerin und Sender finden und deren Geschichte lüften, bestenfalls sogar einen Artikel dazu schreiben.
Puh, jetzt, wo ich das hier schreibe wird mir auch wieder klar, was mich an dem Buch so geärgert hat.
Dieses ständige Springen zwischen den Zeiten und Geschichten, ohne das es im Hörbuch kenntlich gemacht wurde, hat mich furchtbar genervt. Davon abgesehen fand ich die ganze Geschichte ziemlich ärgerlich: die beiden Liebenden aus den 60ern werden ständig von der großen bösen Welt auseinandergebracht bzw. daran gehindert, endlich zusammen zu kommen.
2003 erlebt man, wie Ellie in einen Strudel von unwichtigen Ereignissen gerät und dadurch ihren Job nicht macht: sie kommt andauernd zu spät zur Arbeit, erfüllt ihre Aufträge nicht, verletzt nette Menschen und hat irgendwie nur wenig Gefühl dafür, dass sie ihre Umwelt enttäuscht und nervt. (Vom Hörer / Leser ganz zu schweigen ;))
Ich fand die ganze Geschichte sehr zäh und leider für mich enttäuschend. Ich glaube, ich habe es nur zu Ende gehört, weil ich die Art zu lesen von Luise Helm einfach so großartig finde - da kann es dann offensichtlich sogar eine schlechte Story sein. Aber nach "Ein ganzes halbes Jahr" konnte mich dieses Buch leider so gar nicht begeistern - allerdings war es auch sicherlich viel erwartet, an dieses Werk heranzukommen.
Mich persönlich hat das Buch leider so gar nicht erreicht, ich fand es schwierig, die Personen aus beiden Zeitsträngen zu mögen und ihr Verhalten nachzuvollziehen. Außerdem ging es mir zeitweise so, dass ich nicht genau wusste, in welcher Zeit ich gerade bin und wann die Amnesie nun eigentlich eingetreten ist. Das _kann_ aber auch daran liegen, dass ich nicht immer voller Aufmerksamkeit dabei war und manchmal abgedriftet bin...
Kurz: Das Buch war also nicht meins. Zu erwarten, dass es vergleichbar mit "Ein ganzes halbes Jahr" sein könnte, war vielleicht ein bisschen naiv von mir. Die Lesung von Luise Helm war trotzdem schön und der einzige Grund, warum ich diesen Post jetzt schreiben kann ;) Vielleicht ist es als Hörbuch auch noch verwirrender, aber das werde ich wohl nie endgültig beantworten können.