8/19/2018

Lesetag am 19.8.2018

Endlich wieder ein Lesetag - von mir von langer Hand vorbereitet, so dass ich heute tatsächlich ein paar Stunden frei habe und mich ganz meinen aktuellen Buchprojekten widmen kann.

Der Morgen startete entspannt mit einem gemütlichen Kaffee und einem ausschlafenden Kind, so dass ich ganz in Ruhe schon ein paar Seiten in Austers "4 3 2 1" lesen konnte.

Danach Frühstück auf der Terrasse (begleitet von gierigen Wespen) und jetzt sitze ich endlich hier draußen am Tisch und kann ein paar Zeilen schreiben und mich dann wieder in meine Bücher stürzen.

Die letzten Wochen waren sehr aufregend, denn unser kleines Mädchen wird immer größer und selbstständiger: sie ist in ihr eigenes Zimmer umgezogen (nachdem sie mir gezeigt hat, das ich sie eigentlich doch mehr störe ;) ), geht zur Eingewöhnung zur Tagesmutter (findet sie super) und macht die ersten echten Schritte alleine (während ich das hier schreibe). Es ist unglaublich - schön und auch etwas traurig, denn ein neues Kapitel beginnt und dieses hier endet mit allen schönen und anstrengenden Seiten unwiderruflich.

Damit bekomme ich auch mehr Zeit für mich und mein altes Leben zurück: ich arbeite wieder mehr, beginne langsam, mich auf die Prüfung im Frühling vorzubereiten und stelle fest, dass ich mein Gehirn erst wieder ans effektive und organisierte Denken gewöhnen muss. Diese ständigen Rollenwechsel in den letzten zwei Jahren sind gar nicht so leicht wegzustecken, wie man es vielleicht denkt.

Das Lesen von Romanen geht schon wieder gut: in den letzten Wochen habe ich die Everflame-Reihe von Josephine Angelini verschlungen (für mich ein Page-Turner, obschon die Geschichte einige gewöhnungsbedürftige Elemente hatte) und jetzt habe ich verschiedene andere Bücher auf meinem iPad. Neben Paul Auster mit "4 3 2 1" steht noch "Wenn die Nacht in Scherben fällt" von Anika Beer auf meiner Liste.
Mal sehen, welches Buch mich heute am meisten ansprechen wird....

Update 14:53 Uhr
Ich bin mittlerweile auch nach drinnen umgezogen und habe es mir auf dem Sofa mit ein paar Knabbereien und dem Tablet gemütlich gemacht. Um mich herum die Katzen, die schlafen und schnurren und die Ruhe genießen, wenn das kleine Mädchen ihren Mittagsschlaf macht. Dabei lese ich "Wenn die Nacht in Scherben fällt", ein Jugendbuch über das Klarträumen, welches mir eine Freundin empfohlen hat. Die Silber-Reihe von Kerstin Gier mochte ich sehr gern und habe die Leichtigkeit und den Humor sowie die Faszination des Klarträumen sehr genossen. "Wenn die Nacht in Scherben fällt" ist deutlich düsterer und ernster, den leicht amüsierten Ton trifft es nicht, will es vielleicht auch gar nicht treffen. Irgendwie kommt einem das Klarträumen in diesem Buch deutlich gefährlicher vor und auch in dem Wach-Leben der Hauptfigur sind Gefahren vorhanden: die Protagonistin wird mit häuslicher Gewalt gegen einen Mitschüler und Freund konfrontiert und so etwas ist auch immer nicht so leicht zu lesen.
Bis jetzt bin ich etwas zwiegespalten - nach gut 100 Seiten habe ich jetzt langsam Lust, auf etwas anderes und werde gleich zu Paul Auster switchen.

Entspannte Schlafzeit mit dem Frida-Häschen

Update 17:45 Uhr
Nachdem das Kind erwacht war, habe ich doch noch ein paar Seiten in dem Traumbuch gelesen - es hat mich scheinbar mehr gefesselt, als ich dachte ;)

Danach sind wir dann ein Eis essen gegangen, einfach, weil man das sonntags bei solchem Wetter einfach machen sollte. Im Anschluss dann noch ein kurzer Besuch bei Schafen und Gänsen auf dem Biohof und im Sandkasten und jetzt sind wir wieder zu Hause.

Da morgen nachmittag die nachträgliche Geburtstagsparty unserer Mädels gefeiert wird, muss ich mich gleich daran machen, dafür noch einen Salat zuzubereiten und mich um das Abendessen kümmern.

Zur Zeit macht mir das Kochen wieder viel Spaß, da ich dabei gut Hörbuch hören kann (aktuell "Die Sünden von Natchez" von Greg Iles, gelesen von Uve Teschner) und ich Spaßt daran habe, neue Rezepte zu testen.

Gestern gab es dieses Essen hier, inspiriert von der Küchenchaotin:
Vegetarische Bohnenburger mit Blaubeerchutney und Brie
(Qualität nicht so gut, da es schon im schwindenden Tageslicht aufgenommen wurde - sorry)
Das war ein sehr leckeres Essen und deutlich weniger Arbeit als gedacht. Gleich gibt es vermutlich Pasta mit Hummus und Möhren und wenn es nicht ganz furchtbar aussieht, mache ich noch ein Foto und werde es online stellen.
Allerdings wird es nicht mehr viel Lesezeit heute geben, weshalb ich mich an dieser Stelle dankbar und zufrieden vom Lesesonntag verabschiede.
Es war schön, mit Dir zu lesen, Natira und ich freue mich schon auf den nächsten Lesesonntag im September!