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3/30/2013

Urlaubswoche = Lesewoche?! Zu "Das Mädchen" #1

Und wieder ist ein Buch in sagenhafter Geschwindigkeit beendet worden :)
Eben habe ich die letzten Seiten von "Das Mädche" von Stephen King gelesen und ich bin noch ganz gefangen davon. Wie eingangs erwähnt habe ich das Buch schon sehr lange im Regal stehen und habe mich bislang nicht daran getraut. Ich hatte irgendwie ein bisschen Angst, dass es sich in so einen Thriller mit einem Sexualdelikt an Minderjährigen verwandelt - zum Glück eine nicht zutreffende Einschätzung.
Das Buch hat mich aus mehreren Gründen beeindruckt. Zum einen schätze ich ja immer sehr die Art und Weise, wie Stephen King seine Geschichten webt und wie er die Stimmung entstehen läßt. Weiterhin bin ich selber sehr fasziniert vom Appalachian Trail und denke seit der Lektüre von "Picknick mit Bären" von Bill Bryson immer mal wieder darüber nach, ihn ein Stück weit zu wandern. Nun muss ich sagen, dass ich aktuell von diesem Ziel wieder etwas weiter entfernt bin ;)
Das Buch ist keinesfalls so gruselig oder eklig wie z.B. "Friedhof der Kuscheltiere" oder "Es" oder ähnliche Schocker von King. Aber gestern abend im Bett war mir das doch ein bisschen zu gruselig, als Trisha die erste Nacht alleine im Wald verbringt und "etwas sie beobachtet". Da habe ich spontan zu einem anderen Nachttisch-Buch gegriffen - ich hätte sonst nicht schlafen können. Wobei auch schon diese kurze Stelle gereicht hat, um mich heute nacht unruhiger als sonst schlafen zu lassen.

So oder so ist dieses Buch wirklich ein Meisterwerk von Stephen King! Es ist eine so gute Beschreibung der Atmosphäre und der Angst, Euphorie und Wut dieses kleinen Mädchens, dass ich schwer begeistert bin. Ich frage mich zwar, ob es realistisch ist, dass ein neunjähriges Mädchen sich so klug verhält (in vielen Situationen zumindest), aber vielleicht vergleiche ich gerade einfach mit den falschen kleinen Mädchen in meinem Bekanntenkreis ;)

Das Buch hat mich gefesselt und mitgerissen und ich habe mich manchmal durchaus ähnlich verzweifelt gefühlt wie die kleine Trisha. Als an einer Stelle gesagt wird: 
"Seit sie sich verlaufen hatte, hatte sie sehr viele Dinge richtig gemacht - mehr als sie je hätte ahnen können -, aber dies war eine schlechte Entscheidung, die schlechteste, die sie getroffen hatte, seit sie den Weg ursprünglich verlasen hatte."  
(Stephen King, Das Mädchen im Schneekluth-Verlag, S. 222)
habe ich laut "Oh nein!" gerufen und musste mich erstmal daran erinnern, dass es nur ein Buch ist ;)

Ein tolles Buch, ein spannendes Buch, ein wunderbar geschriebenes Buch mit einer wunderschönen Charakterbeschreibung eines humorvollen, mutigen Mädchens - absolute Leseempfehlung!

Jetzt muss ich erstmal entscheiden, was ich als nächstes lese... Mein Soll für die Lesewoche ist ja erreicht und das Hörbuch von Eschbach kriege ich morgen und zur Not noch Montag auf jeden Fall durch....
...Mal sehen, vielleicht wird es auch ein Kindle-Buch?...

3/24/2013

Urlaubswoche = Lesewoche?!

Ich habe am Montag meinen ersten Urlaubstag und habe mir vorgenommen, diese Urlaubswoche neben einigen notwendigen und einigen schon sehr lange aufgeschobenen Aktivitäten mit einigen Büchern zu verbringen.
Inspiriert für dieses Projekt hat mich die Winterkatze, die an dieser Challenge: 7 Tage - 7 Bücher ab Montag teilnehmen wird. Bzw. genau genommen haben mich natürlich die Bloggerinnen inspiriert, die diese Challenge ausgerufen haben :)
Für eine Anmeldung habe ich mich leider zu spät entschieden aber irgendwie glaube ich auch nicht, dass ich es schaffen würde, die Challenge erfolgreich zu beenden.

Meine eigenen Regeln sehen also etwas milder aus ;)...
- Mindestens drei Bücher beenden (davon ggf.  und maximal ein Hörbuch oder ein Comic).
- Die Fortschritte und das Leseerlebnis hier auf dem Blog transparent machen.
- Trotzdem auch noch Zeit für andere Urlaubsaktivitäten lassen - wenn es nicht klappt, dann klappt es halt nicht ;)
- Ich darf auch zwischen den Büchern springen und ggf. auch noch eines austauschen.
- Als Belohnung darf ich mir ein Buch am Ende meines Urlaubes anschaffen, welches sich für meine Bahnfahrten eignet.


Hier sind nun meine geplanten Bücher:
1.) Die Bücherdiebin von Markus Zusak
--> das letzte Buch meiner Lieblingsbücher-Challenge im ebook-Format
2.) Das Mädchen von Stephen King
--> als Paperback, dieses Buch liegt schon seit gefühlten 10 Jahren bei mir herum und ich höre immer wieder, wie gut es sein soll
3.) Das geheime Buch der Frida Kahlo von Francisco Haghenbeck
--> liegt auch schon seit ca. 1,5 Jahren neben meinem Nachtisch, ebenfalls ein Paperback
4.) Sandman - Präludien & Notturni von Neil Gaiman--> ein Bonus- bzw. Ausweich-Buch, welches die liebe Natira mir auch schon vor einer gefühlten Ewigkeit zum Reinschnuppern mitgebracht hat.
5.) Der Herr aller Dinge von Andreas Eschbach
--> Bonus- bzw. Ausweich-Hörbuch, welches ich gerade ganz neu gekauft habe :)
6.) Vier minus Drei von Barbara Pachl-Eberhart
--> eine Empfehlung einer Patientin, die sich sehr spannend anhörte und die ich - glaube ich - unbedingt lesen will und muss :)

Um also ein paar längst überfällige und nichtsdestoweniger sehr interessante Bücher auf meine "Hab-ich-gelesen"-Liste verschieben zu können geht es jetzt auch direkt los für mich und ich steige in diesem Moment in die Bücherdiebin ein :)

Liebe Grüße von der etwas aufgeregten, vorfreudigen und urlaubsreifen Sayuri, die sich schon sehr auf das Lesen und diese Urlaubswoche freut ;)

3/14/2013

#11: Lieblingsbücher-Challenge - "Die Physiker" by Friedrich Dürrenmatt

Vor ein paar Tagen habe ich "Die Physiker" von Dürrenmatt beendet und ich muss sagen, dass dieses Buch eine der größten Überraschungen der Lieblingsbücher-Challenge für mich war. Ich habe mich schon lange nicht mehr so gut amüsiert und habe die Geschichte der drei Physiker, der drei Krankenschwestern, den Pflegern und Fräulein Dr. Mathilde von Zahnd sehr genossen. Auch diese Geschichte darf nicht gespoilert werden, aber es kann nicht schaden zu verraten, dass die Komödie / das Stück in einem Sanatorium spielt, allerdings zu einer Zeit, als Sanatorien noch etwas anders funktionierten als heute. In diesem Sanatorium sind "vertrottelte Aristokraten, arteriosklerotische Politiker, debile Millionäre, schizophrene Schriftsteller und manisch-depressive Großindustrielle" untergebracht. Also die "ganze, geistig verwirrte Elite des Abendlandes" sowie berühmte Physiker wie Einstein, Newton und ein Patient namens Johann Wilhelm Möbius, welchem der König Salomon erscheint.
Und nun verlassen wir den Inhalt, denn mehr darf ich nicht verraten, wenn ihr noch etwas Spass am Lesen haben sollt.
Aber: es passieren Morde!

Und tolle, lustige Dialoge - ich weiss jetzt schon, dass ich dieses Stück sehen möchte, wenn es mal in meiner Nähe aufgeführt wird.
Der Sprachstil hat mir gut gefallen, es lass sich schnell und angenehm und kurzweilig "weg".

Ich freue mich schon auf weitere Dürrenmatt-Experimente und bin froh, dass ich diesen Autor auf diesem Wege kennengelernt habe :)

3/03/2013

#10: Lieblingsbücher-Challenge - "Erebos" by Ursula Poznanzki

Vor ein paar Wochen habe ich ein weiteres Buch der Lieblingsbücher-Challenge von Lisa "geschafft". Geschafft ist allerdings das falsche Wort, denn ich habe das Erebos sehr genossen und mit Begeisterung und Spannung gelesen. Vielen Dank noch einmal an die liebe Winterkatze für die Leihgabe (die sich auch in Kürze auf dem Weg zurück zu Dir befinden wird :) )

Zum Inhalt:
Dies ist wieder so ein Buch, über das man nur wenig verraten darf, um die Spannung nicht zu schmälern.
Soviel sei jedoch verraten: Es handelt sich um ein Buch, in dem es um virtuelle Welten in Form von Computerspielen geht. Ein Thema, mit dem ich mich, um ehrlich zu sein, zuvor noch gar nicht beschäftigt hatte. So ähnlich stelle ich mir Spiele wie "Warcraft" vor - wobei das tatsächlich Spekulation ist, denn ich bin bisher noch nicht damit in Berührung gekommen.

Die Geschichte handelt von Schülern, an deren Schule sich ein Spiel mehr und mehr verbreitet - ein Spiel, in das man hineingezogen wird, ob man will, oder nicht. Ein Spiel, das gefährlich ist und ein Eigenleben zu haben scheint...
Auch als Leser ist man gefesselt und wartet voller Spannung, wie es weitergeht.
Die Grenzen beginnen für den Protagonisten und den Leser schon fast zu verschwimmen und tatsächlich bricht das Spiel, zunächst nur in kleinen Episoden, am Ende aber ganz massiv, in die Realität aus.

Meine Meinung:
Ich war von diesem Buch absolut gefesselt. Habe abends immer länger gelesen, als klug gewesen wäre (wenn man bedenkt, dass der Wecker um 5:50 Uhr klingelt). War ganz aufgeregt beim Lesen, dachte immer, was für eine großartige Idee die Autorin da hatte. Auch dieses Buch ist sicher eher in die Jugendbuchecke einzuordnen, aber ich finde es sehr empfehlens- und lesenwert. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich habe mich sehr unterhalten gefühlt. Ich fand es spannend, soviel über diese Art von Spielen zu erfahren und kann mir durch diese Lektüre den Suchtfaktor von solchen Spielen ganz gut erklären.
Also: von meiner Seite eine absolute Empfehlung - es war ein tolles Leseerlebnis :)

1/29/2013

#9: Lieblingsbücher-Challenge - "Before I Fall" by Lauren Oliver

Gerade habe ich oben genanntes Buch ausgelesen - in der deutschen Übersetzung hat es den schönen und praktischen sowie erinnerungswürdigen Titel "Wenn Du stirbst, zieht Dein ganzes Leben vorbei, sagen sie". Schon allein dieser Titel hätte mich ja schon dazu gebracht, das Buch lieber im Original zu lesen ;) Aber da ich es als englisches E-Book günstiger erstehen konnte, löste sich diese Frage quasi von selbst.

Eine Rezension darüber zu schreiben ist denkbar schwierig, da man das kaum bewerkstelligen kann, ohne zu spoilern. Wer also keine Angst vor richtigen Spoilern hat, der sei an die Amazon-Zusammenfassung verwiesen. Allen anderen sei, ganz nebulös, folgendes gesagt:

Es geht um Sam(antha) Kingston, ein junges Mädchen, die noch zur Highschool geht. Sam ist nicht unbedingt ein sympathisches Mädchen, allerdings wird relativ schnell klar, dass sie eine klassische Mitläuferin ist, die begeistert und stolz in der Mainstream-Welle mitschimmt. Ich würde sie schrecklich finden, wenn ich sie kennenlernen würde und hoffe, dass vieles aus diesem Buch übertrieben ist und nicht der Großteil der Teenager heute so sind. Man erkennt zwischen den Zeilen jedoch auch immer wieder, dass die Figur häufig aus Gedankenlosigkeit heraus handelt, in Wirklichkeit jedoch schon ethische Grundsätze hat sowie zwischen richtig und falsch unterscheiden kann - daher ist der Ansatz, den Lauren Oliver gewählt hat, um sie "zu läutern", eine wirklich gute Idee, die sie gekonnt umgesetzt hat.
Mit einem klassischen "Und täglich grüsst das Murmeltier"-Szenario darf Sam ein und den selben Tag sieben Mal erleben...
Und hier hört der Inhalt auf, den Rest müsst Ihr selbst herausfinden ;)

Meine Meinung:
Zunächsteinmal: dieses Buch ist ein Jugendroman, der sich auch hervorragend für Erwachsene eignet. Die Sprache, die Sitten und Gebräuche und die Probleme sind naturgemäß teeniehaft, was ich aber durchaus als passend empfunden habe. Die Figuren fand ich recht schlimm und unsympathisch, aber es zeichnet sich schnell eine gute Entwicklung und logische Erklärungen für deren Verhalten ab. Die ersten 100 Seiten sind recht zäh, aber wenn man einmal drin ist und ein größeres Stück auf einmal lesen kann, packt einen der Roman schon sehr - ich habe es heute an einem Stück durchgelesen :D
Das Thema ist interessant, wenn man in der richtigen Stimmung dafür ist - es geht um den Tod, um schicksalhafte Entscheidungen, um Recht und Unrecht und ich denke, es ist besonders für junge Mädchen eine gute Lektüre. Und ich würde das Buch auch jedem Erwachsenen weiterempfehlen, der auch mal ein "Problembuch" ertragen kann.

Fazit: ein spannendes Buch, auf das ich ohne die Lieblingsbücher-Challenge vermutlich nicht gekommen wäre :)

1/13/2013

#7 & #8: Lieblingsbücher-Challenge "Die Chemie des Todes" und "Kalte Asche" by Simon Beckett (Bonus: inkl. "Leichenblässe")

Im Moment läuft es mit der Lieblingsbücher-Challenge für mich recht gut. Das ist der Vorteil, wenn man mehrteilige Reihen ausgewählt hat ;)
Jetzt hat es mich also zu David Hunter, dem Helden der Simon Beckett-Reihe gezogen und ich habe voller Spannung innerhalb weniger Tage die Teile 1 - 3 gelesen. Der erste Teil, die "Chemie des Todes" hat mir am besten gefallen - wie so häufig bei Trilogien...

Worum geht es in "Die Chemie des Todes"?
David Hunter ist forensischer Antrophologe und wird vollkommen zufällig in eine schreckliche Mordreihe hineingezogen. Eigentlich wollte er sich nämlich aus seinem ursprünglichen Fachgebiet aufgrund von persönlichen Verlusten zurückziehen. Dafür ist er von London aufs "Land" gezogen und praktiziert als Allgemeinmediziner.
Eines Tages wird eine stark verweste Leiche im Wald gefunden und Dr. Hunter wird relativ schnell in die Untersuchung einbezogen.
Ich habe schon auf den ersten Seiten mehr über die Verwesung von Dingen erfahren als ich je wollte. Nichtsdestoweniger ist das Buch sehr fesselnd geschrieben und ich konnte es kaum weglegen. Außerdem ist das Ende extrem überraschend und kommt sehr unerwartet.
Auch die Figur des David Hunter, die Geschichte drum herum und der aufgebaute Spannungsbogen haben mich so überzeugt, dass ich sofort im Anschluss Teil 2 gelesen habe.

Worum geht es in "Kalte Asche"?
"Kalte Asche" beginnt mit einem neuen, jetzt wieder offiziellen Fall für David Hunter. Er ist in sein altes Betätigungsfeld zurückgekehrt und wird auf eine Insel der Hebriden gerufen, wo eine verbrannte Leiche gefunden wurde. Recht schnell lernt der Leser die schrullige Inselgemeinschaft kennen, wird allerdings sehr als Eindringling wahrgenommen, was man ihn auch spüren läßt. Die ganze Situation ist anfangs nur leicht beunruhigend, wird aber schon fast unheimlich, als ein Sturm aufkommt und die Insel vom Festland abgeschnitten ist: die Fähre fährt nicht mehr und auch die Funkverbindung ist abgebrochen. Ein schrecklicher Sturm kommt auf, währenddessen noch schrecklichere Dinge geschehen. Und auch hier wendet Simon Beckett wieder das gleiche Schema an, wie im ersten Teil - das hat mich zwar auch wieder gut überrascht und planmäßig in die Irre geführt, jedoch fand ich es etwas schade, dass die Geschichte wieder sehr ähnlich wie im ersten Teil aufgelöst wurde. Das "richtige" Ende war dann noch mal ein richtiger Knall - das fand ich gelungen.
Auch dieser Teil nahm mich so gefangen, dass ich gleich darauf mit dem dritten Teil begann...

Bonus ;)
Worum geht es in "Leichenblässe"?
In Leichenblässe ist David Hunter in der "neuen Welt" und darf dort an einem Forschungsinstitut arbeiten. Durch reinen Zufall wird er natürlich auch in Tennessee wieder in eine Mordermittlung hineingezogen. Hier hat er nicht nur mit dem üblichen Misstrauen, was ihm entgegenschlägt, zu kämpfen, sondern auch mit Selbstzweifeln aufgrund einer neu erwachten Unsicherheit bzgl. seiner Arbeit. Außerdem kommt er nicht so gut damit zurecht, dass man ihn im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht wirklich bei den Ermittlungen dabei haben will und das er selbst nicht weiss, was er eigentlich in Zukunft mit seinem Leben anfangen will.
Also ein Buch voller Unsicherheit, voll Zweifeln und Hadern. Der in diesem Buch beschriebene Psychopath kommt auch regelmäßig selbst zu Wort - das ist ganz schön gruselig, so etwas lese ich nicht so gerne. Auch hier nutzt Beckett wieder sein schon gut ausgefeiltes Überraschungsschema, aber dieses Mal war ich darauf vorbereitet und habe den wahren Täter schon etwa in der Mitte des Buches entlarvt bzw. verdächtigt.
Auch wenn ich die Trilogie mit Spannung und Begeisterung in einem Rutsch gelesen habe, habe ich am Ende von Teil 3 auch erstmal genug von David Hunter und Simon Beckett. Die andere Reihe zu beginnen reizt mich momentan überhaupt nicht und ich denke, das wird sich so schnell auch nicht ändern. Vielleicht hat er es einfach etwas übertrieben, so dass ich jetzt aktuell keinerlei Bedarf mehr an forensischer Antrophologie habe.

Aber Spass gemacht hat mir die Reihe dennoch und ich empfehle sie jedem gerne weiter, der Thriller mag und einen nicht allzu schwachen Magen hat (wobei ich eigentlich ein ziemliches Weichei bei solchen Büchern bin - und ich konnte es gut lesen).

12/18/2012

#5 & #6: Lieblingsbücher-Challenge "Catching Fire" und "Mockingjay" by Suzanne Collins

Hier kommt ein Doppelpost zu den beiden letzten Teilen der Panem-Trilogie.
Ich habe sie schon vor einiger Zeit beendet, bin aber (wie in den letzten Monaten üblich) gar nicht zum bloggen gekommen. Also muss ich etwas im Gedächtnis kramen ;)

Die "Hunger Games" fand ich ja schon sehr bewegend und auch "Catching Fire" und "Mockingjay" haben mich gefesselt und ich habe die Bücher schnell und mit Interesse gelesen.

"Catching Fire": Catniss kehrt aus der Arena zurück und hofft auf ein friedliches Leben mit ihrer Familie in ihrem District, allerdings wird schnell klar, dass ihr Verhalten am Ende in der Arena eine Rebellion angezettelt hat. Präsident Snow droht ihr nun: entweder sie überzeugt die Welt davon, dass die Liebe zwischen ihr und Peeta echt ist, oder ihre Familie und Freunde sind in Gefahr. Zu allem Überfluss muss Catniss dann am Ende (natürlich) noch einmal zusammen mit Peeta in die Arena (eine praktische Änderung der Regeln zum "Jubiläum" macht es möglich).
Was dann in der Arena geschieht, hat natürlich Paralleln zu den "Hunger Games" ist aber nichts destoweniger spannend zu lesen. Das Ende ist sehr dramatisch und actionreich... und abrupt.
Insgesamt aber ein runder, spannender Band.

"Mockingjay" habe ich natürlich sofort im Anschluss gelesen - bei solchen Büchern erfasst mich immer ein unglaublicher Sog und ich kann nicht mehr aufhören :)
Dieser Teil geht um den Krieg zwischen den Districten und dem Capitol. Es ist ein sehr ungleicher Kampf und ich fand ihn teilweise sehr hoffnungslos zu lesen. Peeta wird befreit, ist aber gänzlich verändert vom Capitol und auch Gale geht seinen eigenen Weg. Ich habe immer Catniss vor Augen, die irgendwie doch immer sehr alleine ist.
Insgesamt ist das Buch auch wieder sehr schnell geschrieben, sehr spannend und ich fand den Abschluss dieser (für mich) ungewöhnlichen Trilogie durchaus sehr gelungen.

Nachdem ich die "Hunger Games" gelesen habe, konnte ich ja auch endlich den Film sehen, der mir ausgesprochen gut gefallen hat - sehr schön umgesetzt und mit angemessener Nähe zur Vorlage.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Trilogie - aber ich muss sie sicher noch einmal lesen, einfach, weil die Bücher so spannend geschrieben sind, dass man manchmal einfach zu schnell, zu oberflächlich liest.
Aber das lässt sich ja einrichten :D

9/16/2012

#4: Lieblingsbücher-Challenge - "The Hunger Games" by Suzanne Collins

Nachdem sich mein Freund kürzlich die Verfilmung zum o.g. Buch gekauft hat, wurde es dringend Zeit, dass ich die Lieblingsbücher-Challenge weiter vorantrieb. Also habe ich an einem Wochenende den ersten Teil der Panem-Trilogie verschlungen und war sowohl fasziniert, als auch gefesselt, als auch angewidert und geschockt.
Als ein Bad der Gefühle und Empfindungen während dieses letzten Lesewochenendes...

Doch worum geht es nun bei den Hunger Games von Suzanne Collins? Da ich vermutlich mal wieder eine der letzten bin, die dieses Buch liest ;), wissen wahrscheinlich die meisten schon Bescheid und ich kann mich kurz fassen.

Zum Inhalt:
Die Geschichte spielt in einer Welt oder auf einem Kontinent, in der es ein allmächtiges Kapitol gibt, welches die umliegenden 12 Distrikte zur Aufrechterhaltung des eigenen Lebensstils unterwirft und ausnutzt. Wichtiges Instrument dafür sind die sogenannten "Hunger Games", die alljährlich stattfinden. Jedes Jahr werden aus jedem Distrikt ein Junge und ein Mädchen per Los ausgewählt und danach in die Hauptstadt gebracht. Dort werden sie kurz trainiert und vorbereitet und schon geht es in eine künstlich geschaffene Arena, in der die Kinder gegeneinander um ihr Leben kämpfen müssen - es kann nur einer gewinnen. Das alles wird mit Hilfe von Kameras aufgezeichnet und übertragen und auch die Witterungsverhältnisse und Umweltbedingungen können extern gesteuert werden, so dass es weder für die Zuschauer noch für die Tribute je "langweilig" wird.
Zum weiteren Verlauf muss ich nicht mehr viel sagen, außer dass es stellenweise schon sehr erschütternd und grausig ist, die "Spiele" zu lesen. Aber dabei natürlich auch sehr spannend, so dass das Buch für mich ein absoluter Page-Turner war.

Meine Meinung:
Die Heldin ist mir relativ ziemlich sympathisch geworden und auch die anderen Figuren fand ich sehr gut gezeichnet. Die Verfilmung hat mir zwar deutlich gemacht, dass ich mir die technischen Finessen, mit denen die Games betrieben werden, so nicht vorgestellt hatte, ich weiss nicht, ob die Autorin da weniger genau beschrieben hat oder ich nur weniger genau gelesen habe ;). Da die Autorin aber Executive Producer des Films war, gehe ich davon aus, dass sie es sich zumindest so gedacht hat...
Die Geschichte finde ich unglaublich mutig, ich denke, ein Buch zu schreiben, in denen Kinder geopfert werden und umkommen ist nicht ganz leicht zu verlegen, bzw. ich kann mir vorstellen, dass die Verleger da durchaus skeptisch waren.
Den Gedanken, die Idee fand ich ebenso grausig wie gut durchdacht und ich habe mich so gefühlt, als hätte ich ein besonderes Stück Science Fiction in den Händen.
So schrecklich und traurig ich den Roman stellenweise fand, so fasziniert war ich auf der anderen Seite und entsprechend lese ich aktuell schon an Teil 2 :)

Da ich die englischen Ausgaben lese, sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass die Bücher sehr gut auf Englisch zu lesen sind. Die Sprache ist verständlich und nicht besonders anspruchsvoll, also gut und flüssig lesbar. Ich würde es vom Niveau so etwa auf Harry Potter-Level einschätzen.

Ich denke, ich lese dann mal weiter ;)

8/11/2012

#3: Lieblingsbücher-Challenge - "Die Therapie" by Sebastian Fitzek

Als Nummer drei der Lieblingsbücher-Challenge von Lisa, habe ich "Die Therapie" von Fitzek gelesen. In der Vergangenheit habe ich schon den Seelenbrecher gelesen, der mir allerdings damals nicht so sehr zusagte.
Die Therapie sollte aber laut persönlichen Umfragen im Freundes- und Bekanntenkreis deutlich besser sein und so habe ich es über Skoobe ausgeliehen.

Zum Inhalt:
Der Protagonist Viktor Larenz ist ein Psychiater, der seine Tochter Josy verloren hat. Er versucht, auf einer Insel mit diesem Trauma abzuschliessen, wird dort aber überraschend von einer merkwürdigen Frau, Anna Spiegel, aufgesucht, die offenbar schizophrene Züge hat und von Geschehnissen erzählt, die Viktor sofort an seine Josy denken lassen.
Und dankenswerter Weise muss meine Inhaltsangabe an dieser Stelle enden, da ich ansonsten spoilern müsste ;)

Meine Meinung:
Mir hat das Buch leider nicht so gut gefallen, allerdings fand ich es gelungener als den Seelenbrecher. Auf jeden Fall ist das Buch sehr spannend geschrieben und ich kann verstehen, dass es unter die 100 Lieblingsbücher geraten ist. Das Thema ist ja auch sehr interessant. Mir persönlich war es alles etwas zu vorhersehbar und vielleicht hat mich die Handlung deshalb nicht in dem Maße gepackt. Ich habe da Buch an einem Sonntag durchgelesen - also daher war der Spannungsbogen durchaus gut und mitreissend. Aber am Schluss hatte ich so ein Gefühl von "So, fertig... nächstes Buch".... Besser wäre gewesen "Wie schon fertig? Ich will weiterlesen..." Aber wie schon gesagt, das kann durchaus auch an meinem Vorwissen und der damit verbundenen Vorhersagbarkeit gelegen haben.
Fazit: wer es gerne spannend mag, sollte ruhig reinlesen - auch von der Thematik ein durchaus interessantes Buch :) ... nur eben nicht "meins" ;).

#2: Lieblingsbücher-Challenge - "Eragon" by Christopher Paolini

Im Zuge der Lieblingsbücher-Challenge von Lisa, habe ich mein zweites Buch beendet. Der erste Teil der Eragon-Reihe von Christopher Paolini schlummerte schon eine ganze Weile auf meinem iPad und ich war nie über die ersten paar Seiten hinausgekommen. So war die Challenge eine gute Gelegenheit, dieses Buch endlich anzugehen.

Zum Inhalt:
Eragon ist ein Junge, der in einem kleinen Dorf lebt, seinem Tagewerk nachgeht (jagen, ernten etc.) und der eines Tages auf einem seiner Jagdausflüge einen merkwürdigen, glatten Stein findet. Eigentlich will er ihn verkaufen, aber er findet keinen Käufer. Die Überraschung ist nicht allzugross, dass sich der "Stein" als Drachenei herausstellt und ein hübscher, blauer, weiblicher Drache herausspringt. Nun hat Eragon natürlich schon viel von den Drachenreitern gehört, und versucht, mehr herauszufinden. Doch bevor ihm das so richtig gelingt, tauchen einige ominöse Gestalten aus, die seinen Hof in Schutt und Asche legen und es offenbar auf das Ei abgesehen haben. Eragon muss fliehen, tut sich mit dem geheimnisumwobenen alten Brom zusammen, der erstaunlich viel über Drachen weiss. Naja, und dann geht das Abenteuer los: Saphira wird immer größer, Eragon wird ein richtiger Drachenreiter und von Brom ausgebildet. Saphira und Eragon kommunzieren telepathisch und Eragon lernt immer mehr Magie. Die Flucht vor den Schatten lässt sie einige Abenteuer bestehen und schweisst sie immer mehr zusammen. Natürlich sind sie am Ende siegreich - aber es stehen weitere Abenteuer an.

Meine Meinung:
Die weiteren Abenteuer müssen Eragon und Saphira leider ohne mich bestreiten. Ich kann den Hype um die Bücher nicht ganz nachvollziehen. Sicher ist die Idee insgesamt nicht schlecht und es gab viele spannende, action-geladene Szenen. Aber die Figuren (bis auf Brom) wurden mir einfach nicht sympathisch. Die Kommunikation zwischen Eragon und Saphira fand ich nervtötend und die Geschichte insgesamt recht zäh.
Vielleicht bin ich aber auch einfach zu wenig der eigentlich Zielgruppe angehörig, um dem Buch mehr abzugewinnen - das kann durchaus sein ;)
So oder so: ich bin froh, dass das Buch jetzt gelesen ist und ich mich anderen Entdeckungen öffnen kann :D

6/25/2012

Film: Das Labyrinth der Wörter

Heute kommt etwas, was es hier auf dem Blog schon länger nicht mehr gab.

Durch irgendeine Trailer-Vorschau bin ich auf diesen Film gestoßen - eine französische Produktion mit Gérard Depardieu, den ich persönlich ja sehr gerne mag.
Ich mag ja französische Filme sehr gern, gucke sie nur eigentlich viel zu selten...

Dieser Film ist also durch viel Glück auf meinem Bildschirm gelandet und ich bin so froh darüber.
Er ist ganz typisch französisch - ein Gefühl von der Stimmung in den Fred-Vargas-Romanen (ohne den Mordfall ;) ), ein ganz bisschen Amélie und ganz viel Herz und Bücher und Liebe.

Ja, ein wunderbarer Film ...

Germain, den man im Prinzip als Analphaten und kognitiv eher unterbegabt bezeichnen muss, trifft im Park zufällig die 94jährige Margueritte (Gisèle Casadesus), die eine leidenschaftliche Leserin ist. Ihre Dialoge sind herzallerliebst: Germain stellt Margueritte seine Tauben vor (die alle einen eigenen Namen haben) während sie ihm Auszüge aus ihren Büchern vorliest. Margueritte war früher Forscherin und liest für ihr Leben gern. Bücher sind für sie das ein und alles und die Tatsache, dass sie gerne vorliest und er ihr gerne zuhört, bringt sie und Germain immer wieder im Park zusammen. ... Natürlich geht das nicht immer so rosig weiter, aber um Euch die Spannung nicht zu verderben, höre ich hier mit meiner Inhaltsangabe auf. Wer alles lesen will, sollte vielleicht zu ama*on oder ähnlichen Anbietern gehen - da wimmelt es ja nur von kompletten Inhaltsangaben. Aber ich denke, man kann sich auch einfach überraschen lassen - denn böse Überraschungen gibt es nicht. :) Das eimzig Traurige an dem Film sind die Kindheitserinnerungen von Germain, aber ansonsten ist der Film vor allem einfach mal etwas anderes und daher sehr sehenswert.

Der Film ist natürlich kaum überraschend, aber sehr, sehr liebevoll erzählt, mit einer wunderbaren Gisèle Casadesus und einem warmen Depardieu, wie ich ihn besonders mag.
Die Geschichte ist einfach schön und ich kann sie nur empfehlen. Jetzt würde ich gerne das Buch lesen, allerdings soll die Übersetzung nicht sooo gut sein. Andererseits ist mein Französisch mit Sicherheit so eingerostet, dass ich keine Chance haben werde, es im Original zu lesen. Da ginge es mir dann wie Germain am Anfang ;)

Dieser Film hat mich auf wundersame Weise berührt und ich musste ihn Euch sofort empfehlen - solche Posts schreibt man am besten direkt nach dem Film. Das war schon bei "vincent will meer" genau so.
Also: wer Gérard Depardieu auch nur etwas mag, wer französischen Filmen etwas abgewinnen kann und wer Bücher so liebt, wie die zauberhafte Margueritte, sollte nach diesem Film die Augen offen halten.

6/23/2012

#1: Lieblingsbücher-Challenge - "the host" by Stephenie Meyer

Das erste Buch der Challenge von Lisa ist gelesen.
Jetzt soll ich also eine "Rezension" dazu schreiben - ohje. Normalerweise drücke ich mich ja um Rezensionen immer herum. Das liegt daran, dass ich kein Freund vom schreiben langer Inhaltsangaben bin und ich außerdem denke, dass meine Meinung von einem Buch ja immer subjektiv ist und daher für niemanden so sehr von Interesse sein wird.
Also gut - dieses Buch schlummerte schon lange auf meinem iPad herum, da ich einfach nie über die ersten drei Seiten hinausgekommen bin. Das lag an der, in meinen Augen etwas zähen, Anfangssequenz. (Die zog sich, wie ich jetzt beim Durchlesen feststellen durfte, auch über einige Kapitel hin....) Aber für die Challenge war das Buch eine gute Wahl, denn so musste ich mich durch die Dürre am Anfang hindurchbeissen.

Was ist das nun für ein Buch, worauf muss man gefasst sein?
Es hat natürlich nicht mal entfernt etwas mit Vampiren zu tun. (Auch wenn erstaunlich häufig das Wort "scent" benutzt wird ;), wie auch schon bei Twilight & Co. ... Allerdings fällt mir häufiger auf, dass Autoren oft Lieblingswörter haben. Ich denke da an die kichernden Magier von Trudi Canavan *g* ) Aber es geht nicht um Blutsauger, nein, es geht um Außerirdische.
Aliens haben sich den Planeten Erde ausgesucht und ihn heimlich still und leise und sehr effektiv zu ihrem Planeten gemacht. Nachdem sie herausgefunden haben, dass die Menschen schlecht und voller Gewalt sind, aber einen schicken, blauen Planeten ihr Eigen nennen, haben sie sich entschlossen, den Menschen die Mühen des Lebens abzunehmen ... Die Aliens sind kleine, harmoniebedürftige und friedliche Parasiten, die sich in die Körper der Menschen einnisten und sie übernehmen. Normalerweise ist das eine unproblematische Prozedur, aber im Fall der Hauptfigur wird die sehr erfahrene Seele (die Aliens bezeichnen sich durchgängig als "souls") vor ein Problem gestellt. Mehr möchte ich nicht verraten, vielleicht wollt Ihr dieses Buch ja auch noch lesen.

Auf jeden Fall geht es auch hier wieder um eine Frau zwischen zwei Männern, die große, eine Liebe und die Opferbereitschaft der Hauptfigur. Das kennen wir ja nun wirklich von Bella zu Genüge ;) Aber ich muss sagen, dass ich das Buch am Ende dann schon mit Spannung weitergelesen habe. Der Anfang war zäh, aber irgendwann war ich drin und dann las es sich auch genauso flüssig wie die Twilight-Reihe (wie die Teile 1, 3 und 4 jedenfalls).

Die Figuren sind natürlich auch hier stellenweise nicht gut zu "verstehen" und verhalten sich für mich unlogisch. Aber: ich fand die Idee mit der Vereinnahmung der Erde und die Philosophie, die dahinter immer mal wieder zum Vorschein kam, sehr gut durchdacht. Das hat mir richtig gut gefallen. Ich habe überhaupt nicht auf Fehler in der Logik geachtet, und mir ist auch nichts Gravierendes aufgefallen, was nicht funktionieren kann.
Von daher: gute Unterhaltungslektüre, nach Startschwierigkeiten durchaus lesenswert und fesselnd.
Und ich muss sagen, ich finde es gut, dass Stephenie Meyer sich an ein doch sehr anderes Genre einfach so herantraut. Ich mag ja nun Science-Fiction-Literatur, aber ich glaube schon, dass es stimmt, dass dieses Buch auch Leute mögen, die sonst mit Sci-Fi nichts am Hut haben... Okay, das liegt vielleicht an der im Vordergrund stehenden Liebesgeschichte? Es geht ja kaum um Technik und Raumfahrt ;)
Aber trotzdem: als leichte Lektüre für zwischendurch und zum Englisch trainieren sehr empfehlenswert :)

2/22/2012

Frida und Phoebe lassen grüssen

Es ist ja nicht so, dass hier nichts passiert.
Es ist nur so, dass ich abends eigentlich meistens zu erschöpft bin, um überhaupt noch an den Rechner zu gehen.
Da hat die Winterkatze wahre Worte gesprochen, als sie im Spätsommer letzten Jahres meinte, ich würde mindestens ein halbes Jahr brauchen, bis ich in meinem Job so angekommen sei, dass ich mich auch wieder um andere Dinge (wie das Bloggen) kümmern könnte. Recht hatte sie - ich hab es nicht so schlimm erwartet.
Da mich aber "wunderbarerweise" (*Ironie wieder aus*) seit letzten Freitag ein Infekt erwischt hat, komme ich heute mal wieder dazu, hier eine Kleinigkeit zu schreiben.

Frida und Phoebe möchten auch gerne mal wieder bewundert werden, daher zeige ich Euch als erstes die beiden Schweinchen:

Fridi ist momentan für ihre Verhältnisse ausgeglichen. Nach wie vor kommen beide Katzen nicht zu uns aufs Sofa zum Schmusen, wenn wir sie streicheln dürfen, dann sollen wir gefälligst zu ihnen kommen. Frida hat als Lieblingsort in der Wohnung den kleinen, uralten Billig-Kratzbaum (die Erst-Anschaffung vor ihrem Einzug) erkoren, der direkt unter einem schrägen Dachfenster steht und außerdem den Vorteil direkter Heizungswärme mit sich bringt. Da verbringt sie ca. 85% des Tages und wenn sie in der Stimmung ist, "kraht" sie mich an, dann darf ich mich zu ihr setzen und mit ihr schmusen - wie in obiger Collage festgehalten.

Phoebens ist nach wie vor Clown und Niedlichkeitsfaktor 1000 im Haus. Sie ist sehr witzig, kann aber auch äußerst ungemütlich werden, wenn es nicht so läuft, wie sie es gerne hätte. Dann rennt sie gurrend und quiekend durch die Wohnung (in einer Lautstärke ... o.O) und nervt. Und wirklich, das nervt ganz ungeheuerlich, man  macht sich kein Bild ;)
Schön ist, dass ich mir bei ihr keine Sorgen mehr wegen des Essens machen muss: sie isst jetzt alles und auch immer alles auf - etwas was vorher immer ein Drama war.

Toi, toi, toi, beide sind momentan gesund, die Klosituation ist durch die Ikea-Boxen nun optimal gelöst und der Balkon ist so sicher, wie wir ihn eben machen können und wird von den beiden begeistert genutzt.
Die letzten Tage, als ich krank war, haben sie es genossen mehrfach am Tag nach draußen zu dürfen - das wird dann ab morgen leider wieder anders.

So gräßlich meine Krankheit auch ist/war, ich merke immer, wenn ich daheim bin, wie sehr mir das zu Hause sein fehlt. Ich weiss nicht, wie, aber irgendwann schaffe ich es vielleicht, eine Arbeit zu finden, die sich mit einem Homeoffice im weitesten Sinne vereinbaren läßt.
Andererseits ist die Arbeit in der Klinik schon auch klasse, die Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten und Ärzten ist schon sehr abwechslungsreich und so ein (Reha-)Klinikalltag ist nun definitv kurzweilig ;)

Seit ich hier in der Seuchenzentrale bei den Sieben Zwergen bin, lese ich eigentlich kontinuierlich "Der Anschlag" von Stephen King. Ich bin jetzt kurz vorm Showdown (schaffe ich heute sicher noch ;) ) und muss sagen, es ist für mich persönlich deutlich besser als "Die Arena", mich hatte der Autor schon auf den ersten Seiten "gepackt". (Was man nun wirklich nicht von jedem King sagen kann, nicht?)

In diesem Sinne geh ich mal wieder lesen ;)

1/08/2012

Urlaub in Arkadien

Jetzt ist mein Urlaub tatsächlich schon um.
Meine "To-Do"-Liste ist nicht kürzer geworden, dafür bin ich rein mental absolut entspannt. Ich habe in den letzten Tagen die meiste Zeit meine Nase in Bücher gesteckt und habe gerade eben die letzte Zeile im 3. Teil der Arkadien-Reihe von Kai Meyer gelesen.
Ich hatte schon 2010 den ersten Teil als Hörbuch geschenkt bekommen und war schon da entsprechend fasziniert von der neuen Fantasie-Welt, die Kai Meyer erdacht hat. Diese Reihe hat mir deutlich besser gefallen als das "Wolkenvolk" -  die Geschichte hatte deutlich mehr Biss (im wahrsten Sinne des Wortes) und einen besseren Spannungsbogen sowie nettere, spannendere Charaktere. Aber das nur nebenbei. Was macht die Arkadien-Reihe nun so fesselnd? Zunächst einmal geht es um Gestaltwandler, die gleichzeitig mit der Mafia verstrickt sind (Inhaltsangaben: sh hier Arkadien erwacht, brennt, fällt). Außerdem geht es um zwei recht sympathische Jugendliche, die im Prinzip die ganze Zeit versuchen, alles möglichst gut und richtig zu machen. Das ist schon mal sehr sympathisch, besonders, wenn es um Mafia-Geschichten geht. Weiterhin kommen zeitgenössische Elemente wie iPods, Porsche Cayennes, Stahlkappenschuhe und ähnliches in Hülle und Fülle vor, was ich bei einem aktullen Jugendroman absolut gut und richtig finde. Die Grausamkeit der Geschichte, wie zum Beispiel das zunächst Unaussprechliche, was Rosa vor Beginn der Geschichte zustößt, fand ich äußerst ungewöhnlich für ein Jugendbuch, aber vielleicht auch gerade deshalb nicht fehl am Platze und durchaus mutig. Die Dialoge sind in meinen Augen recht gut gelungen, das Tempo der Geschichte ist wirklich angemessen, die Action ist unglaublich fesselnd und ich konnte die Bücher einfach nicht mehr weglegen, so fasziniert war ich und so dringend wollte ich wissen, wie es weitergeht. Am Ende habe ich mich gefragt, ob der Abschluss nicht hätte etwas stimmiger ausfallen können. Kai Meyer läßt einem in dieser Reihe häufig nicht die Luft zum Atmen und zum Schluss hatte ich das Gefühl, dass das Ende etwas zu fix kam. Das ist schade, denn all die losen Fäden werden zwar sehr ordentlich aufgelöst, aber ein bisschen mehr Zeit zur Reflektion hätte mir gefallen.  Daher: der Abschluss war leider nicht so befriedigend. Am spannensten war für mich ohnehin Teil 2, in dem Rosa schon ziemlich gut im Bilde ist und auch selber richtig mitmischt. Ansonsten ist die Reihe auch nicht unbedingt etwas für zarte Gemüter: Blut, Tod, auch von sehr lieben Menschen sind ständige Begleiter dieser Serie und Rosa erlebt und macht so manches Mal Dinge, die man einer so sympathischen Hauptfigur nicht zutrauen würde. Meine Lieblingsfigut ist - nicht überraschend - im übrigen Iole und ihre Lehrerin finde ich auch ganz zauberhaft. Alessandro ... ich mag ihn, aber er ist mir zu grausam, zu sehr Panther, was Kai Meyer gut vermittelt und beschreibt. Rosa mit ihrer kühlen, distanzierten Art ist mir da sympathischer :) So oder so: es war ein reines Lesevergnügen. Mein Urlaub in Arkadien hat unheimlich gut gefallen und ich würde mir eigentlich eine Fortsetzung wünschen. Vielleicht lese ich aber einfach die Bücher bei Gelegenheit noch einmal - zu viel Fortsetzung tut ja auch nicht gut...
Oh, und noch ein Wort zur Umschlaggestaltung: ganz wunderbare Bücher, sehr schön gestaltet mit schönen Covern, schönen Kapitelgestaltungen und sogar mit Lesebändchen ausgestattet - sowas freut mich ja immer sehr :)
Also, wer Fantasy prinzipiell mag und auch gegen Kai Meyer keine grundsätzliche Abneigung hat, sollte, sofern er mal ein wenig Zeit hat, diese durchaus in Arkadien verbringen. Das ist schon eine Reise wert :D

8/08/2011

Das Ende naht... oder: auf ein Neues!

Und zwar in jeder Hinsicht:
Zunächst das Ende meiner freien Zeit, denn ab heute plane ich, mit dem Lernen für die nächste und letzte Prüfung anzufangen.
Außerdem naht ja nun unweigerlich das Ende des Studiums, wenn denn im September alles gut klappt (wovon ich jetzt einfach mal ausgehe).
Die letzten Wochen habe ich wirklich und wahrhaftig tiefenentspannt verbracht: keine Verpflichtungen, viel Zeit für Bücher, Katzen, Freunde und Familie treffen, kochen.
Dabei ist die Blogzeit absolut kurz gekommen - ich habe wirklich kaum Zeit am Rechner verbracht ;)
Das hat aber auch mal ganz gut getan. So recht weiss ich immer noch nicht, wohin ich mit diesem Blog möchte. Vielleicht findet sich das auch erst im September, wenn ich weiss, wohin es dann für mich weitergeht.
Aktuell suche ich natürlich auch schon nach Stellen und versuche, mir darüber klar zu werden, was ich werden will, wohin ich mich schlussendlich treiben lassen werde, wird sich noch zeigen.
Oha, am Donnerstag habe ich ein Beratungsgespräch bei Arbeitsagentur - das hört sich doch gleich viel netter an, als Arbeitsamt ;)
Heute muss noch ein bisschen was passieren, bevor ich mich ins Lernen stürzen kann: Friseur-Termin, Bewerbungs- und Passfotos machen lassen und die Bewerbungen fertig machen, die ich dann morgen losschicken möchte.
Momentan fahre ich zweigleisig: Bewerbungen in Kliniken und auch in Unternehmen, die Kundenforschung betreiben. Mal sehen, wer das Rennen macht, ich hoffe da ganz stark auf mein Bauchgefühl.

Die Twilight-Saga habe ich gestern in einem riesigen Leserutsch zu Ende gebracht - so etwas darf ich ja nicht hier rumliegen haben, wenn ich lernen muss ;)
Fazit dazu: unterhaltsam, durchaus mitziehend, aber schon teilweise etwas flach. Auch der Plot ist wirklich nicht besonders innovativ oder aufregend, im Prinzip hätte ich im letzten Teil deutlich mehr Gemetzel erwartet, als dann am End wirklich kam. Oh, naja, und hier zeigt sich auch, dass eine Heirat  so einem Buch häufig nicht so gut tut: Bella und Edward als Paar werden fast sofort langweilig (das kann aber auch an der unsäglichen Schwangerschaft liegen).
Denm einer Freundin von mir muss ich absolut recht geben: In der ersten Hälfte "Breaking Dawn" wünscht man sich nichts mehr, als das Bella endlich dieses Kind auf die Welt bringt.
Den bereits verlinkten Artikel aus der Emma finde ich nach wie vor zutreffend: das vermittelte Frauenbild gefällt mir nicht so gut bis gar nicht, wobei da wenigstens  im letzten Teil (in der zweiten Hälfte) etwas Hoffnung aufkeimt.
Ich bin ganz froh, dass ich die Bücher jetzt lesen konnte. Zum einen habe ich mich über meine Vampir-Phobie hinweggesetzt und ausserdem hatte ich auch eine herrlich unterhaltsame Zeit (trotz aller Kritik war es nämlich ein bisschen wie Urlaub in einer anderen Welt ... und Urlaub ist ja auch nicht immer perfekt).
Wirklich gut finde ich, dass ich die Bücher als eBooks auf dem iPad gelesen habe: so waren sie günstiger, nehmen mir keinen Platz im Bücherregal weg und ausserdem konnte ich durch die Dictionary-Funktion alle unbekannten Vokabeln sozusagen "on-the-fly" nachschlagen - das war absolut genial. Also zum Lesen von Texten oder Büchern in Fremdsprachen ist das iPad auf jeden Fall eine absolute Arbeitserleichterung.

So, ab jetzt wird also die Prüfungsliteratur der Arbeits- und Organisationspsychologie gelesen. Adieu, magische Welten und romantische Liebesschwüre. Nebenbei gibt es vielleicht noch etwas "Katzen würden Mäuse kaufen" oder eben den "Sommer ohne Männer", der sicher spannend, aber nicht so leicht zu lesen ist, dass er mich ablenken würde.
Ich bin wirklich froh, über die lange, schöne Pause und werde nun voller Energie in die nächste und hoffentlich letzte Lernphase meines Studiums eintreten. Und hoffentlich fällt für Euch in der nächsten Zeit noch der eine oder andere Blogbeitrag ab :)

7/31/2011

Relax!, Eat Pray Love, Twilight, Bewerbungen

Mit Hilfe schierer Willenskraft habe ich mich mal wieder an den Rechner und zu Blogspot gekämpft - ich finde ja gerade so gar keinen Draht hierher...
Aber jetzt bin ich ja mal wieder hier und kann vermelden, dass die Prüfung erfolgreich hinter mir liegt und ich schon seit fast 2 Wochen entspanne was das Zeug hält.
Ich geniesse die freie Zeit in vollen Zügen und mache nichts, was mir keine Freude bereitet (von der erzwungenen Steuererklärung heute mal abgesehen ;) )

Der Rest vom Prüfungstag am 19. sah im Übrigen so aus:
(bei diesem Bild gehören die Rechte für das Cover selbstverständlich dem zugehörigen Verlag. Ich beanspruche lediglich das Recht für die Katzen und meine Beine und meine Hand für mich :) )
Wir drei haben es uns auf dem Balkon gemütlich gemacht (da war es auch gerade mal wieder Sommer), und ich habe gelesen während Phoebe sonnengebadet hat und Frida Wache schob und ab und an Fliegen jagen musste.
Es war ein Traum, wirklich.

Das Buch, "Eat Pray Love" hatte ich mir schon vor einiger Zeit gekauft, genauso wie die Bluray. Für beides war selbstverständlich vorher keine Zeit und den Film wollte ich eh erst schauen, wenn das Buch gelesen wäre. Und ja, ich hätte auch lieber die Originalausgabe ohne die Filmbilder drauf gehabt, aber die war in dem Laden damals gerade aus :(.
Das Thema des Buches kurz umrissen: Frau wird übel geschieden, fällt in eine Depression und findet durch eine innere Stimme so viel Kraft, dass sie erkennt, dass sie reisen muss, um ihre Seele wieder zu heilen. So reist sie in die drei I's: Italien, Indien und Indonesien und findet dort am Ende alles wieder und noch ein bisschen mehr. Ein wirklich schönes, unterhaltsames, manchmal lustiges und oft nachdenklich machendes Buch, welches man ganz hervorragend im Urlaub lesen kann :) Besonders hat mir die erste Episode in Italien gefallen - das war ja wieder klar: da geht es nämlich fast ausschliesslich um das Essen von Köstlichkeiten *jam*
Also  mir hat das Buch (trotz des hollywoodischen Covers) sehr, sehr gut gefallen. Ich habe es an dem Wochenende in Stuttgart komplett gelesen und würde jetzt am liebsten auch "reisen gehen". Mache ich natürlich nicht, aber eine Versuchung sind solche Bücher schon irgendwie immer.
Nach dem Lesen konnte ich dann auch endlich den Film sehen, den ich erstaunlich nah am Buch fand, v.a. weil das Buch ja nun nicht gerade wenig komplex ist.

Danach habe ich mich in die nächste Leseorgie gestürzt: Twiligt-Saga - und das mir als Vampir-Angsthase ;) Ich habe lange gegrübelt, ob ich darüber hier etwas schreiben soll - die Bücher sind ja nun schon sehr kontrovers diskutiert worden und bekommen eine Menge Kritik und Lob gleichzeitig.
Außerdem bin ich wohl eine der letzten Leserinnen - und es ist für alle anderen schon ein uralter Hut. Ich bin noch mittendrin (Teil 3), aber ich stehe dem Werk schon jetzt sehr ambivalent gegenüber.
Auf der Pro-Seite steht für mich, dass Stephenie Meyer mitreissend, fesselnd schreibt und sie es, v.a. im ersten Teil schafft, dass man sich in die Figur der Bella recht gut hereinversetzt fühlt. Man kriegt ja schon selber Bauchkribbeln, wenn Edward sie so voller Liebe anschaut etc. *hach* ;) Und ich finde es gut, dass ich diese Bücher lesen kann, ohne mich zu ekeln, dass will wirklich etwas heissen *lach*

Aber so wie ja die Vampire und die Werwölfe wenigstens ihre Licht- und Schattenseiten haben, so finde ich Bella irgendwie ziemlich flach. Also, um ehrlich zu sein finde ich sie total daneben und finde sie sehr unsympatisch. Sie trifft keine eigenen Entscheidungen (außer natürlich der, Vampir werden zu wollen um Vampirhausfrau zu werden), nutzt andere schamlos aus und verliert sich komplett in ihrer Liebe zu diesem einen Typen. Klar, er ist toll, denn er macht ja genau das, was "Frauen" so wollen: schmachtet sie an, beschützt sie, sagt ihr, wo es lang geht etc.
Wenn ich das so lese, regt sie mich schon wieder auf.
Was finde ich nun gut an den Büchern? Ich mag eigentlich den ganzen Rest. Ich finde die Beschäftigung mit den Mythen spannend, finde die neuen (wenigstens für mich) Ideen mit den pseudo-vegetarischen Vampiren nett und mag auch die meisten anderen Figuren.
Ich glaub, wenn ich eine Tochter hätte, die diesen Hype mitmachen würde, würde ich mich mit ihr nach der Lektüre zusammensetzen und mit ihr über Bella und ihre Ansichten diskutieren - denn ich finde es unheimlich, dass für viele junge Mädchen diese Geschichte Idol-Charakter hat. Es gibt da einen sehr spannenden Artikel in der Emma (klick).
Das es sich bei der Twilight-Saga nicht um "Literatur" im klassischen Sinne handelt, muss ich nicht erwähnen, es ist eine unterhaltsame Geschichte, die sich sehr schnell lesen lässt - sogar auf englisch, was für mich auch ein grossartiges Training ist.
Ansonsten: ich glaube nicht, dass ich nun zum grossen Vampir-Literatur-Fan werde, aber gerade tut mir diese Leseorgie gut.
Später geht es dann wieder zu ernsthafteren Themen ;)

Apropos Ernst: ab nächster Woche wird wieder ein bisschen mehr Ernst hier einziehen: Bewerbungen schreiben ist angesagt. Aber danach wird sofort wieder entspannt, versprochen.
Aktuell sind es noch ziemlich genau 8 Wochen vor der Prüfung - das scheint mir noch ein grosser Puffer zu sein :)

Den Katzen geht es sehr gut, wie man den Bildern oben ja auch entnehmen kann. Bisher sind bei Frida keine Kratzspuren mehr aufgetaucht und beide haben seidiges Fell und sind glücklich und zufrieden, besonders, wenn sie auf dem Balkon sein können.
Esstechnisch haben wir sie auch da, wo wir sie haben wollten - von den von uns präferierten Futtersorten essen sie jetzt eigentlich alles - manche Sachen natürlich lieber als andere, aber Komplettverweigerung gehört der Vergangenheit an. Hoffentlich bleibt das ein bisschen so.
Ich glaub, dass war das Wesentliche. Ich werde mich dann mal an eine gemütliche Urlaubsplanung für Oktober machen, Ihr Lieben! Einen schönen Sonntagabend und einen tollen Wochenstart für Euch!

6/26/2011

Chillen auf dem Balkon und was sonst so läuft

Trotz des vielen Regens der letzten Tage fühlt sich die Welt heute sehr sommerlich an. Frida und Phoebe schmoren in der Mittagshitze auf dem Balkon und ich lerne brav für Klinische Psychologie.

Nachdem ich endlich ein paar Lesealtlasten hinter mich gebracht habe steht als nächste Freizeit-Leseaktivität "Der Sommer ohne Männer" von Siri Hustvedt auf dem Programm - darauf freu ich mich schon :)

Fridas Köpfchen geht es gut - das Krallenschneiden funktioniert nach wie vor sehr problemlos. Neue Macken sind aktuell zum Glück nicht zu entdecken...

Meine Westernreitstunden machen mir unglaublich viel Spass und sind ein prima Ausgleich. Leider kann ich ja nur alle 2 Wochen Unterricht nehmen :(.  Aber  ich hab das Gefühl, dass könnte auch auf Dauer etwas für mich sein. Mir gefällt einfach die "andere" Art, mit den Tieren umzugehen und die grosse Einbeziehung der Psyche der Tiere. Allerdings weiss ich natürlich auch, dass auch viele Englisch-Reiter viel davon für ihre Tiere umsetzen - nur eben nicht in den klassischen Reitvereinen, die ich bislang kenne. Aber gut, das ist nur ein Blitzlicht - alles weitere  und wie es damit für mich weitergehen wird, wird die Zeit zeigen :)

Jetzt noch ein paar schnelle Balkon-Bilder und schon bin ich wieder ganz versunken in Essstörungen...

Man beachte das Kuschel-Bild in der Mitte :) Bestimmt 10 Minuten lagen die beiden so *freu*
Das letzte Bild ist schon vor ein paar Tagen entstandenund ich fand Phoebes Augen darauf so schön träumerisch
(P.S.: Die Qualität ist so mies, weil ich durch die Scheibe mit meinem Handy fotografiert hab - aber ich musste eben schnell sein ;) )

1/16/2011

Weltreise Etappe 5 - finally: Die wahre Geschichte der Geisha von Mineko Iwasaki

Letztes Wochenende, gut zwei Wochen zu spät habe ich nun endlich doch noch meine Weltreisen-Challenge, die Natira vor einem guten halben Jahr ins Leben rief, beendet. Erst mal, Danke, liebe Natira, für diese schöne Challenge!
Meine Reise führte mich von Deutschland (Jacques Berndorf - Ein guter Mann) über England (Elizabeth Aston - Mr. Darcy's Daughters) nach Amerika  (Sylvia Plath - Die Tagebücher und Nicole Seifert - Von Tagebüchern und Trugbildern; Abschnitt Sylvia Plath). Dann, unplanmäßig, ging es direkt nach Ägypten (Tanja Kinkel - Säulen der Ewigkeit), weil meine Japan-Etappe (eben Die wahre Geschichte der Geisha) in der Post verloren ging.


Das konnte ich aber nun nachholen - und ich würde fast sagen, dass mich dieses Buch von den fünfen am meisten gefesselt und mitgerissen hat.
Jacques Berndorf hatte mir auch sehr gefallen, aber die Kultur der Geishas zieht mich eigentlich immer in den Bann und ich kann nicht genug davon kriegen. Auf das Buch bin ich übrigens durch Taytom aufmerksam geworden, die mir von dieser Gegendarstellung Mineko Iwasakis erst erzählt hat - Danke, Taytom!


So wie ich es verstanden habe, hat Mineko Iwasaki dieses Buch in erster Linie geschrieben, weil sie mit dem Werk von Arthur Golden, der sie während seiner Recherche für "Die Geisha" interviewt hat, nicht zufrieden war und sie die Aussagen korrigieren wollte, den Menschen zeigen wollte, wie es wirklich in Gion Kobu und den anderen Hanamachis zugeht. Ich kann es ja gleich vorab zugeben: ich werde wohl "Die Geisha" von Arthur Golden ebenfalls nocheinmal lesen müssen (so wie es mir Sylvia Plaths Tagebüchern ja auch geht), da ich nun wissen will, inwieweit er da dichterischer Freiheit erlegen ist. Ich nehme aber an, Mineko Iwasaki ging es vor allem um Goldens Vorwurf oder vielmehr seine verzerrte Darstellung der Fakten bzgl. Schicklichkeit und käuflicher Liebe im "Reich der Blumen und Weiden".

Nun zum Buch selbst: Mineko Iwasaki beschreibt ihr Leben von den jüngsten Kindertagen, von den ersten Erinnerungen an und sehr detailliert und genau. Sie hat ein unglaublich gutes Gedächtnis für Kleinigkeiten, sie kann ihre Kimonos sehr genau beschreiben und weiss noch unglaublich viele Einzelheiten aus ihren jungen Jahren. Mit fünf Jahren traf sie eigenständig die Entscheidung, in die Okiya zu gehen, da sie dem Glauben verfallen war, so - und nur so - ihre Familie retten zu können. Ihr magisches Denken wird sie sich lange Jahre erhalten - sie wächst nun in einer Okiya als Atotori auf, was bedeutet, dass sie auf der einen Seite natürlich besonders folgsam sein muss, auf der anderen aber auch eine der wichtigsten Personen im Haushalt ist. Entsprechend ist sie zwar brav und gehorsam, aber auch recht verzogen. Sie ist schrecklich einsam, sehr sehr fleissig und - wie sollte es in so einer Position anders sein: sehr altklug und besserwisserisch. Sie ist so ehrgeizig und auch weltfremd, dass ich an manchen Stellen dachte, dass sie fast autistische Züge aufweist. Aber das relativiert sich je älter sie wird und ich nehme an, dass es v.a. mit ihrer strengen Erziehung und ihrem eigentlich recht introvertierten Charakter zusammenhängt.
Das Buch ist wirklich mitreissend geschrieben - man liest staunend und interessiert immer weiter und muss sich zwingen, das Licht abends auszumachen - das war oft nicht so leicht.

Die Geisha-Kultur, so faszinierend sie auch ist, ist im Wandel begriffen, was Mineko Iwasaki am Ende auch erkennt, bevor sie sich zur Ruhe setzt. Sie war - nach Aussage dieses Buches - einer der größten Stars in Gion - und wenn man liest, dass sie 365 Tage im Jahr arbeitet, Unmengen von Trinkgeld bekommt, dass sie den ganzen Abend ausgebucht ist und in ihrer Laufbahn nicht einen Tag terminlos zu Hause in der Okiya gesessen hat - dann kann man nicht anders, als von dieser tüchtigen Geschäftsfrau beeindruckt zu sein. Wenn man hört, dass sie zu den Ozashikis, für die sie gebucht wurde, oft nur für 3 - 5 Minuten erschien (um dann aber trotzdem eine volle Stunde zu berechnen), fragt man sich, wie so ein System so gut funktionieren kann - über so einen langen Zeitraum.

Um ehrlich zu sein: ich kann mir immer noch nicht genau vorstellen, was den Reiz der Gesellschaft einer Geisha ausmacht - auch wenn ich jetzt dank dieses Buches weiss, dass Geishas Männer _und_ Frauen unterhalten, dass das Ganze mit Prostitution typischerweise gar nichts zu tun hat sondern wirklich reine Unterhaltung in Form von Konversation, Tanz, Musik und Teezeromonie darstellt. Aber wie kann ich mir erklären, dass Männer bereit sind, so furchtbar viel Geld für 3 Minuten mit einer Geisha zu bezahlen? Wie kann ein solches Unterhaltungssystem solche Formen annehmen, dass ganze Industriezweige (wie die Kimono-Industrie) davon wachsen und gedeihen konnten?

Diese kulturelle Entwicklung finde ich hochspannend. Alleine, wie viele Menschen z.B. in Gion durch die Geishas Arbeit hatten: die Ankleider, die Teehäuser, die Caterer für die Ozashikis, diejenigen, die den Sake richtig temperierten (das ist nämlich auch wieder von Gast zu Gast unterschiedlich) etc. etc.
Die strengen Regeln, die sich diese Subgruppe auferlegt hat, liessen mich während der Lektüre immer wieder den Kopf schütteln. Wie hart sie zu sich selber sind... Andererseits haben sie auch viel Spass - trotz der sicherlich unvermeidlichen Zickereien zwischen diesen ganzen Frauen.
Es war ein grosser Spass, dieses Buch zu lesen - und ich glaube, viel näher komme ich dem Erfassen dieser Kultur nicht - da ich nicht annehme, dass ich selber mal den Luxus einer Ozashiki geniessen werde. Zumal diese Kultur allmählich abstirbt und immer weniger authentisch ist.
Von allen Büchern, die ich bisher über Geishas gelesen habe (Dalby, Golden und noch eins, dessen Namen ich gerade nicht im Kopf habe) ist dieses mit Abstand das informativste. Teilweise etwas verwirrend wegen der vielen Zeitsprünge, aber absolut informativ, sogar mit Fotos und genauen Beschreibungen der Kimonos, der Schminke und der Regeln.

Ich kann das Buch nur empfehlen und habe eben, während ich noch ein paar Fachwörter recherchiert habe (um hier keinen Unsinn zu schreiben), noch einen interessanten Link ("Hanamachi") mit Grundinformationen gefunden, falls jemand Lust auf mehr bekommen hat (und da ja heute die Bücherläden zu haben ;) ):

Eins kann ich auf jeden Fall sagen: Japan wird auf meiner realen Reiseliste bleiben - und wer weiss, vielleicht erhasche ich dann ja einen Blick auf eine  Geisha - ich habe gehört, dass man manchmal Glück haben kann, wenn sie in Tokyo eingeladen sind :)

12/31/2010

Weltreise Etappe 4 (eigtl. 5) - Ägypten

Ich habe Natiras Weltreisenchallenge leider nicht beenden können.
Obwohl ich wild entschlossen war, hat mich in der letzten Jahreswoche einfach die Motivation verlassen.
Das Ganze wurde durch Logistik-Probleme erschwert - das erste Exemplar von "Die wahre Geschichte der Geisha" von Mineko Iwasaki ging leider in der Post verloren und daher habe ich Tanja Kinkels "Säulen der Ewigkeit" vorgezogen.
Also ging es ins warme Ägypten...

Von diesem Buch hatte ich mir sehr, sehr viel versprochen - ich habe die "Puppenspieler" damals sehr geliebt und auch die anderen Bücher, "Wahnsinn der das Herz zerfrisst" oder "Mondlaub" waren für mich absolut begeisternd.
Tanja Kinkel ist in meinen Augen die beste Autorin historischer Romane - sie recherchiert sehr gut und versteht es, die Geschichte in schillernden Farben mit schönen Worten zu erzählen. Dass sie Historikerin ist, unterstützt das souveräne Bild, was ich von ihr habe, natürlich auch. Es gefällt mir ausserdem, dass sie es schafft, ohne extreme Gewaltdarstellungen und ausgiebige Bettgeschichten, Geschichte zu vermitteln.


Dieses Buch hat mich nun leider nicht so begeistert wie ihre früheren Werke - ich glaube, dass liegt daran, dass mir die Figuren nicht so gut gefallen haben. Die Geschichte handelt vom Schatzgräber-Ehepaar Belzoni, die in Ägypten auf Gräbersuche sind. Weiterhin taucht regelmäßig der andere Schatzsucher, Drovetti, auf, der Giovanni das Leben schwer macht und ihm sowohl Schätze als auch Frau nehmen will.
Das zur groben Geschichte. Die Figuren überzeugen mich nicht, besonders Belzoni selbst wirkt auf mich sehr grob, raubeinig und wenig sympatisch. Er weiss nicht, was er an seiner Frau hat und verspielt alles ohne es überhaupt zu merken. Sarah Belzoni ist relativ sympatisch, handelt aber auch etwas feig. Drovetti dagegen hat mir gefallen - und ich hab mich jedes Mal gefreut, wenn er aufgetaucht ist.
Nun, da es sich um echte, historische Persönlichkeiten handelt, kann Tanja Kinkel daran nicht viel ändern. Was aber einfach fehlte, war, dass ich nicht das Gefühl hatte, in Ägypten zu sein - die Beschreibungen waren ok, aber nicht so schillernd, dass ich das Gefühl hatte, dort zu sein. Das hatte ich mir gewünscht und war es aus früheren Büchern auch von der Autorin gewohnt.
Nichtsdestotrotz waren die "Säulen der Ewigkeit" spannend genug, um sie zu Ende zu lesen. Und nachdem es so etwas schleppend am Nil vor sich ging, brauchte ich zur Abwechslung etwas Aufregendes und habe mir meinen neuesten Brunetti geschnappt - der auch wirklich, endlich mal wieder ganz gut ist :)
Deshalb wird die Geisha erst im neuen Jahr gelesen und dann nachgereicht.

Fazit zur Weltreise: Sie ist nicht ganz so verlaufen, wie ich es mir gedacht hatte: England war schleppend (Elizabeth Aston, Mr. Darcy's Daughters) und Ägypten hatte ich mir als krönenden Abschluss vorgestellt, der dann aber am Ende ein wenig enttäuschend war. Deutschland war hingegen super (Jacques Berndorf, Ein guter Mann), Amerika hat mir einen neuen Blick auf Sylvia Plath ermöglicht (und somit neue Arbeit beschert ;) ) und Japan wird nun noch spannnend mit ins neue Jahr getragen.
Danke, Natira, fürs Inspirieren - mal sehen, welche Challenge Du Dir als nächstes ausdenkst :)