7/25/2010

Aufholen IV - Weltreise Etappe 1: Deutschland

Die erste Etappe meiner Weltreise ist abgeschlossen und ich bin schon kurz davor nach Grossbritannien durchzustarten.
Zunächst war ich aber in Deutschland, genauer gesagt in Berlin, unterwegs:

Dieses Buch von Jacques Berndorf ist eine Leihgabe von M., dem ich sehr für diese Neuentdeckung danke. Und zwar wäre ich von alleine wohl nie auf die Idee gekommen, gerade dieses Buch zu lesen, aber es war ein wirklich gutes, spannendes und kurzweiliges Buch.

Der Anfang war sehr ungewohnt, deutsche Krimis lese ich eher selten und dann auch noch einen deutschen Spionage-Krimi, darum hätte ich sicher einen grossen Bogen gemacht. Ich möchte niemanden spoilern, aber hier ist, der Vollständigkeit halber zumindest der Klappentext:
"Herr Müller ist ein Mensch, der perfekt in der Masse untergehen kann. Genau das ist seine hohe Kunst - denn er ist Topagent des BND. Als sein syrischer Kontaktmann Achmed mitten in Berlin untertaucht, ahnt Müller, dass ein verheerender Anschlag bevorsteht. Fieberhaft verfolgt er Achmeds Spur."

Mich haben bei diesem Buch vor allem der fesselnde Sprachstil des Autoren, die recht selbstanalytische Herangehensweise des Protagonisten und die gekonnt aufgebaute Spannung begeistert. Ich bewundere den Mut von Berndorf, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen und werde sicher auch die offenbar schon lange mit Kult-Status versehenen Eifel-Krimis bei Gelegenheit lesen. Ob man sich einen BND-Agenten tatsächlich so wie den Müller aus dem Buch vorstellen sollte? Da bin ich mir nicht so sicher, aber da ich bisher keinen Agenten persönlich kennengelernt habe, muss ich an der Stelle passen. Der Agent Müller wirkt relativ konservativ, beherrscht (meistens jedenfalls ;) ) und wenig emotional. Seine Sprache ist auch tatsächlich wenig modern, aber der ganze Typ ist einfach nicht modern, daher passt das schon. Und irgendwie kann ich mir schon vorstellen, dass so ein introvertierter Typ wie er ein guter Agent wäre...

Fazit: Für mich eine spannende Neuentdeckung, ein gelungener Auftakt meiner Weltreise und ich freue mich jetzt auf etwas Jane-Austen-Flair in England mit Mr. Darcy's Daughters :)

5 comments:

  1. Ah, da war der Tripp durch Deutschland ja schon mal erfolgreich. Schön, dass dir dein Buch so gut gefallen hat! :) Ich mag die Eifel-Krimis, habe aber auch jedes Mal wieder das Gefühl, dass ich mich neu auf die Figuren und die Erzählweise einlassen muss.

    Viel Spaß in England! :)

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  2. Das hört sich nach einem gelungenen Start an :) Aus Neugierde mal eine Frage: Gibt es Berliner Lokalkolorit, werden bekannte "Ecken" besucht?

    Viel Spaß demnächst in England!

    Lg Natira

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  3. @Winterkatze:
    Ja, er ist speziell, aber er hat was :) Und nach der allgemeinen Stimmung scheinen die Eifelkrimis noch "besser" zu sein, als diese Reihe...

    @Natira:
    Ja, es war eine wirklich gute Wahl :) Hm, ich kenne mich in Berlin nicht so gut aus, aber ich würde sagen, eher nein. Zumindest ist es mir dann nicht aufgefallen. Denn es werden zwar einige bekannte Hotels erwähnt, aber im Grossen und Ganzen spielt sich die Handlung im Verborgenen ab, weit ausserhalb der Stadt, in Syrien oder aber im Hauptgebäude des BND...

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  4. Ah ... und wow. Da bist Du auch gleich noch per Kurztrip nach Syrien gekommen ;)

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  5. Da ich bislang nur die Eifel-Krimis kenne, kann ich leider nicht vergleichen. Aber wenn du dir mal einen vornimmst, bin ich gespannt auf deine Meinung! :)

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