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7/29/2010

Letzte Male

Als ich klein war und auch noch, als ich eine Jugendliche war, habe ich mich immer sehr schwer mit Abschieden getan. Dabei war es ganz egal, ob es Abschiede von zu Hause, von Urlaubsorten oder auch von Dingen wie Kleidung, Büchern oder Spielsachen war. Und natürlich auch von Menschen – das war immer schon schlimm.

Am lebhaftesten habe ich diese Erinnerung aber noch im Bezug auf Urlaube und, merkwürdigerweise, Jahre in Erinnerung. Ich weiß noch gut, dass ich am Sylvester-Tag bei unendlich vielen Dingen gedacht habe: das ist das letzte Mal, dass Du das im Jahr 1986 siehst. Auch an letzten Urlaubstagen: „das ist das letzte Mal, dass Du an diesem Strand sein darfst“. Manchmal ging es gar so weit, dass ich meine Sonnenbrille nicht trug, weil ich dachte, ich hätte nie wieder die Chance, diese Landschaft im „normalen“ Licht zu sehen.

Es zeigt sich also, dass ich immer schon Schwierigkeiten hatte, mich zu verabschieden.

Dieses Mal ist es kein richtiger Abschied, denn ich komme ja wieder. Nur zwei Monate, und schon bin ich wieder hier. Nichtsdestotrotz merke ich ein leichtes Ziehen in meinem Herzen, denn trotz all meines Heimwehs war ich hier jetzt vier Monate lang ein wenig zu Hause, meine Freundin C. hat alles erdenklich mögliche getan, um mich hier zu integrieren und dafür bin ich ihr unendlich dankbar.

Merkwürdigerweise entwickelt sich auch gerade jetzt, kurz vorm Ende meiner Ländle-Zeit, eine nähere Bekanntschaft mit einer Arbeitskollegin, und so kommen auch schon erste richtige Gründe zu Tage, warum ich mich schon ein wenig auf Oktober freue.

Auf der anderen Seite: ich freue mich so unendlich auf zu Hause! Ich habe mir fest vorgenommen, die ersten Stunden morgen Vormittag, wenn ich wieder zurück bin, mit den Schweinchen zu verbringen, mich zu ihnen zu setzen, nichts auszupacken sondern nur für sie da zu sein. Ich freue mich schon auf meinen Freund, der am Freitag mit mir in einen unserer „Stammläden“ gehen will zum Pizza-Essen und ich freue mich darauf, in meinem Bett zu schlafen und zu wissen, ich muss am Sonntag nicht schon wieder zurück. Ich freue mich auf den Wald vor meiner Tür und darauf, laufen zu gehen. Ich freue mich, meine Eltern am Montag und Dienstag zu sehen und darauf, unseren Urlaub in Italien vorzubereiten. Ich freue mich darauf, meine Sachen auszupacken, meine Bücher wieder zusammenzuführen und einfach wieder „da“ zu sein.

Fazit: Dieses Mal sind die „letzten Male“ nicht so schlimm. Weil sie keine richtigen letzten Male sind. Und weil ich so viel Gutes zu Hause zu erwarten habe und ich es kaum erwarten kann, heute Nacht gegen vier Uhr in mein Auto zu steigen, meine selbstgebastelte CD „Taking A Long Way Home“ einzulegen (die übrigens mit dem Soundtrack von „vincent will meer“ beginnt ;) ) und das Ländle für eine Zeit zu verlassen…

7/25/2010

Aufholen II - Abschiede

Trotz der vermaledeiten Sommergrippe habe ich am Sonntag meine Abschiedsfeier ausgerichtet und es war ein so schönes Beisammensein, dass ich ganz traurig war, als ich später im Bett lag. Natürlich, ich freu mich, wenn ich wieder zu Hause bin, aber ich lasse hier auch liebe Menschen zurück.
Aber, wie schon oft diskutiert: ich komme ja bald schon wieder und habe noch einmal für einen recht langen Zeitraum die Möglichkeit, mit ihnen zusammen zu sein, daher - es war nur die Melancholie der Situation, denke ich.

Vorher, am Mittwoch, galt es noch den Praktikumsausstand zu begehen, für den ich den ganzen Dienstag abend gebacken habe. Da man sich einen Käsekuchen mit Erdbeeren gewünscht habe und ich ja immer nach Herausforderungen suche ;), habe ich mich für angeblich schnelle Biskuitschnitten entschieden.
Diese Schnitten werden eigentlich mit Johannisbeergelee bestrichen, mit Mandeln bestreut und dann mit einer Vanille-Mousse-Füllung bestrichen und dann zusammengesetzt.
Aber gut, abwandeln ist alles: also wurde Erdbeermarmelade gekocht, statt der Vanille-Mousse gab es (eher aus Versehen) ein Vanille-Zitronen-Mousse  mit Erdbeerstückchen und da das Rezept nur für 10 Stücke reichte, musste ich nach Fertigstellung des ersten Kuchens gleich nochmal von vorne anfangen. Im Nachhinein hört es sich gar nicht mehr so schlimm an, aber es war eine endlose Schufterei. Aber super-lecker, ehrlich. Vielleicht mache ich ihn doch nochmal, jetzt weiss ich ja wie es geht. Ausserdem war er ein Erfolg, daher ...

Das Freitagsdinner dagegen wurde ein Essen mit 5 Gängen, die aus
1) Tomatentörtchen mit Parmesan und Basilikumsahne
(leider nur ein Backofenbild, danach wurde es zu stressig & ich kam nicht mehr zum fotografieren)

2) + 3) 1x russicher Salat und 1x Artischocken-Sellerie-Salat mit Parmesan

4) Nudeln mit Zitronen-Basilikumsauce (von der es leider kein Bild gibt, aber die mache ich eigentlich regelmässig und reiche das gerne mal nach ;) )

5) köstlich gekauftes Vien*etta-Eis

Es war einfach ein schöner Abend und ich war erstaunt, wie gut alles geklappt hat - trotz Erkältung und so vielen Gängen :)

Zum Abschied gab es auch noch ein Geschenk:
Der Korb mit den schwäbischen Spezialitäten stammt von meinem Vermieter / Mitbewohner und seiner Freundin mit einem eigenen Kehrwochen-Schild (Info über meine Kehrwochenabenteuer: sh. hier) und den Zutaten für "Linsen mit Saiten", selbstgemachter Melissen-Marmelade und einem leckeren einheimischen Bier... damit ich kein Heimweh krieg und mit dem Kehrwochenschild kann ich meine Nachbarn daheim terrorisieren *lach*
Die kleine Tüte, die vor dem Korb steht habe ich von meiner Praktikumsbetreuerin bekommen.Darin waren diverse Süssigkeiten (hmm, M&M's)  und eine sehr liebe Karte wo so nette Worte wie "vielversprechende Diplomandin" und so draufstanden *rotwerd*
Abschiede haben also auch etwas für sich - man merkt, dass man irgendwie einen Eindruck hinterlässt.

7/19/2010

To Do's

Ich hatte ja schon kürzlich geschrieben, dass sich meine Zeit im Ländle dem Ende nähert und schon einen Kurzrückblick geposted. Damals war der Post vor allem inspiriert durch die Abreise einer anderen Praktikantin, die nur drei Monate Praktikum absolviert hat. Heute sitze ich hier und bin selber schon am planen, wie und wann ich abreise, was ich alles noch erledigen muss und wie meine letzten Tage im Ländle aussehen werden.
Mein allerletzter Arbeitstag ist der 29.07. - dieser Tag fällt unglücklicherweise mit dem Ferienbeginn in Baden-Württemberg zusammen und wird entsprechend der ungünstige Rückreisetag der Welt sein. Aber ich habe mich mit Natira beraten: am besten wird es sein, nachts zu fahren und so werde ich also in den Tagen vor der Abreise immer lange aufbleiben um dann am Donnerstag um 21:00 Uhr ins Bett zu fallen und zu schlafen ;)
Ausserdem müssen vorher noch diverse "Ausstände" organisiert werden: am Mittwoch (also übermorgen) muss ich einen Kuchen in der Firma präsentieren, am Freitag koche ich ein Essen für meine Freunde vor Ort um mich für ihre liebe Unterstützung und Aufnahme zu bedanken.
Am Samstag und Sonntag muss ich noch mal sehr viel reiten: Reitstunde am Samstag, danach Sport und Thermen und am Sonntag einen Ausritt mit Valentino.
Montag darf ich dann noch mal mit meiner Freundin S. Sushi essen bei Kicho und irgendwann muss ich noch zu Ritter Sport, nochmal nach Stuttgart rein und natürlich alle Sachen schon mal zusammenpacken. Ich bin froh, dass ich einen Teil meiner Klamotten (die ganzen Business-Sachen und so Hausrat-Zeug) bei meinem Vermieter unterstellen kann - mein Auto würde gar nicht alles mitkriegen, was ich so an Klamotten da unten hab... Montag und Dienstag habe ich frei, Mittwoch und Donnerstag geh ich nochmal arbeiten und dann geht es im Nachtflug mit dem Soundtrack von "vincent will Meer" (grossartiger Film, übrigens ;) ) zurück nach Hause.
Ich freu mich schon so darauf, wieder ganz hier zu sein: gestern war ein Tag, wo ich hier gar nicht wieder weg wollte *sniff*

Allerdings, so richtig daheim bin ich nur die erste Woche, danach geht es auch schon in den Urlaub. Die Freunde, mit denen ich schon einmal in Italien war, haben mir kürzlich von ihrem Campingplatz dort vorgeschwärmt und da war es um mich geschehen: kurz entschlossen habe ich meinen Freund gefragt, ob wir nicht doch fahren wollen. Und das machen wir jetzt - ein Zelt ist schon gekauft, und in der letzten Woche vorm Start werde ich auch noch das eine oder andere erledigen. Italien, wir kommen :) Zwar nicht für so lang, aber immerhin - ein bisschen Urlaub, ein bisschen Italien-Flair - das wird wundervoll.

6/30/2010

Warnung: Themewechsel und ein erster Kurzrückblick

Die Kirschblüte ist vorbei - also mal wieder Zeit für einen neuen Hintergrund.
Ansonsten geniesse ich hier gerade in vollen Zügen eine halbe Urlaubswoche: ich muss zwar arbeiten, mache aber wenn möglich früh Feierabend, unternehme schöne Sachen...
Gestern abend war ich endlich mal wieder in Stuttgart - wir haben eine Abschiedsfeier für eine Mitpraktikantin "gefeiert", wobei gefeiert dabei ja in solchen Zusammenhängen immer etwas falsch daher kommt.
Aber es war schön - sie hatte sich gewünscht, es noch mal so richtig "mit uns krachen zu lassen" und ich kann nur sagen: das haben wir, aber wie :)
Aber für so etwas sind solche Sommernächte auch wie geschaffen.
Heute waren dafür alle leicht angeschlagen, aber da bei der Hitze hier gerade eh nicht viel läuft ist es nicht so schlimm. Und gelacht, gelacht haben wir furchtbar viel und wohl auch den ein oder anderen Tisch mit unseren Gesprächen irritiert. :D
Heute abend geht es dann noch mit einer anderen lieben Freundin (ausserhalb des Praktikums) in den Biergarten - das erste Mal wir zwei alleine - schon erstaunlich, wie lange wir dafür gebraucht haben...
Ja, und morgen geht es schon heim, drei ganze Tage zu Hause und dank meines Freundes, der mir die tollen Bahntickets besorgt hat, fahre ich auch nur in Luxuszügen, werde hoffentlich alle Verbindungen erwischen und kann auch den Sonntag noch ausgiebig geniessen bevor ich am späten Nachmittag wieder zurückfahre.
Ich schleppe jetzt in grossen Teilen die mobile Leihbibliothek schon wieder zurück, damit ich auch alles nachher, Ende Juli, wieder in mein kleines Auto reinkriege ;)
Schon verrückt, wie schnell diese drei Monate vorbeigegangen sind. Fairer- und ehrlicherweise muss ich allerdings auch zugeben, dass ich die Zeit hier oft genug verflucht habe. Leicht war es nicht immer. Aber dem Herbst sehe ich jetzt etwas gelassener entgegen: ich habe keine ständige Anwesenheitspflicht, ich kenne die Leute jetzt schon besser und das wird es leichter machen, zurückzukehren. Ausserdem habe ich hier liebe, interessante Menschen kennengelernt, die ich wohl auch nach dem Praktikum wiedersehen werde. Ich denke, es war eine gute Idee, hierherzukommen und es wird toll sein, bald für zwei Monate wieder ganz normal daheim zu sein und Kraft für den nächsten Schritt zu sammeln. Wirklich "Schlimmes" ist mir hier nicht passiert - im Gegenteil: sicher bin ich wieder mehr an mir gewachsen...

6/15/2010

13,5 m

Wahnsinn. Die bin ich heute im "freien Fall" runtergesprungen.

Es war wirklich toll heute im Hochseilgarten - ich bin ziemlich stolz auf mich, dass ich es geschafft habe, drei (3!) Parcoure (?) zu bewältigen. Wie früher schon einmal berichtet, sind Höhen seit einiger Zeit ein bisschen problematisch für mich.
Aber bei meinem letzten Ausflug in einen Kletterpark habe ich es immerhin schon einmal geschafft so einen Schiffsmast hochzuklettern und wäre danach noch aufgeschlossen für weiteres gewesen (doch dann war die Zeit um)
Daher wusste ich, ich kann zumindest schon mal da hoch. Naja und dann ging der Rest ganz schnell und leicht. Dieses Mal ging es direkt in verschiedene Parcoure (ich weiss wirklich nicht, wie die Mehrzahl davon ist) und plötzlich war ich nur noch mit dem Bewältigen der Aufgaben und nicht damit, Angst vor der Höhe zu haben, beschäftigt. Ich wage zu behaupten, dass ich heute einen grossen Schritt zur Therapie und Heilung meiner Höhenangst getan habe. Am Ende des dritten Parcours ist dann nämlich die Möglichkeit, Tor 1, entweder die Leiter wieder runterzuklettern oder, Tor 2, noch eine Etage höher auf 13,5 m zu klettern und im freien Fall zurück auf den Erdboden zu kommen. Ich hatte echt eine kleine Diskussion mit den beiden Kollegen Engelchen und Teufelchen auf meinen Schultern - aber dann bin ich hoch und gesprungen. Es war so ein gutes Gefühl, dass geschafft  zu haben :D *strahl*

Danach konnte ich dann auch nicht mehr: ich war physisch und psychisch total fertig. Wir haben dann noch gegrillt, geschlemmt, über ehemalige Praktikanten hergezogen (echt, man will kein ehemaliger Praktikant in diesem Unternehmen sein :S) und eine lustige Zeit gehabt. Allmählich komme ich in der Abteilung auch gut zurecht - die Schüchternheit legt sich (doch schon *seufz*) und ich denk, der Rest meiner Zeit hier und auch die Fortsetzung werden gut. Das ist ein schönes, beruhigendes Gefühl.

Mein Schoko-Kirsch-Kuchen, den ich gestern noch zu nachtschlafender Zeit gebacken hab ist auch gut angekommen und so war der Tag ein voller Erfolg. Hinzu kam noch eine positive Überraschung auf meiner Türschwelle  - was will ein Mensch mehr. Oh, und ich habe noch von diesem tollen Saturn-Angebot profitieren können: mein Freund hat für mich eine dieser Bahn-Fan-Boxen gekauft, damit ich für kleines Geld noch 2x nach Hause und wieder zurückfahren kann *freu*...
Ein perfekter Tag eben :)

5/07/2010

To stay or not to stay?

Vorab: es ist noch nichts entschieden...
Aber zumindest wurde ich heute gefragt, ob ich Interesse daran hätte, meine Diplomarbeit hier zu schreiben.
Das bringt mich in ein gewaltiges Dilemma:
Auf der einen Seite will ich natürlich gute Referenzen haben und hätte durch diese Diplomarbeit sicher grossartige Chancen auf einen guten Job nach der Uni.
Auf der anderen Seite heisst das: noch ein halbes Jahr länger hier unten, weit weg von daheim und allen Lieben, die ich so gerne um mich habe.
Dann gibt es ja noch den verrückten Traum, etwas in der Sozialpsychologie zu machen - was aber sicherlich auch nicht gerade ein "Door-Opener" ist - jedenfalls nicht ausserhalb der Uni ... Da macht mein jetztiger Arbeitgeber schon mehr her.
Dem steht aber direkt gegenüber die absolute Sicherheit, dass ich nach der Uni erstmal arbeiten muss - egal, ob es etwas ist, was ich gerne mache oder nicht. Dieser Fakt bleibt so oder so bestehen, daher würde ich es mir wahrscheinlich mit der Soz.-Psychologie nur erschweren.

Ich werde die nächste (Urlaubs-)Woche nutzen, um nachzudenken, Möglichkeiten zu erwägen, mit der Fakultät Rücksprache zu halten etc.

Falls Ihr irgendwelche Ideen, Denkanstöße oder Meinungen für mich habt - nur her damit - ich weiss gerade nicht, ob ich vor Stolz platzen oder vor Heimweh (was ja die Folge wäre) zerfliessen soll...

5/01/2010

Der Stuttgarter Schlossgarten

Am Donnerstag wurden die letzten Sonnenstrahlen vor dem (angeblichen) grossen Regen im Schlossgarten in Stuttgart genossen.
Wir hatten uns zum Ende der Datenerhebung verabredet, weil wir uns nun wohl nicht mehr soviel sehen würden und ich bin - trotz anfänglichem Zögern - hingefahren. Das Zögern kam dadurch zustande, dass ich mich eigentlich in solchen "Rumhängen und dummes Zeug reden-Runden" nicht so wohl fühle. Liegt einfach daran, dass ich den Mund nicht aufbekomme und mich dann immer sehr töricht fühle. Ich weiss auch nicht, dieses introvertierte Verhalten kommt eigentlich grundsätzlich in Runden, wo ich die Leute noch nicht so gut kenne, zum Ausdruck - bin ich mit Freunden unterwegs habe ich riesig Spass...
Aber gut, ich kann mich ja nicht immer in meiner Sauna ohne (obwohl, mittlerweile auch mit ;) ) Wärme verkriechen und habe also zugesagt.
Geplant war, zu grillen und dort ein bisschen, ja, halt im Park rumzusitzen.
Auf dem Weg zum Grillplatz (der ganz schön weit war - ich habe den Schlossgarten da echt unterschätzt ...) habe ich dann auch ein paar Photos machen können:
Es ist wirklich ein toller Park und das Grillen (für mich natürlich mit Halloumi) war auch soweit ok, aber irgendwann hat es mir dann gereicht (als der Alkoholpegel stieg und die Witze schlechter wurden ...) und plötzlich bekam ich ausserdem einen Allergieschub (nachts und Grossstadt, halt) und ich hab mich auf den langen Weg zum Bahnhof gemacht. Zum Glück ist a) mir nichts passiert und ich hab b) noch meine Bahn bekommen - so gerade eben ... Und bin c) mit dem "letzten Taschentuch" in meiner derzeitigen Bleibe angekommen ;)
Ja, was soll ich sagen - für mich ist so was einfach nichts. Aber der Schlossgarten hat mich sehr beeindruckt - den werde ich mir sicher nochmal anschauen.
Was solche "Events" angeht: nächste Woche geht es mit einer Mädels-Runde auf die Cannstatter Wasn (wie auch immer die geschrieben werden möchten) und schon alleine die Vorstellung lässt mich vor Furcht erstarren. Ganz ehrlich, ich denke, ich werde wohl keine Zeit haben ... ich finde, das Schattenspringen vom Donnerstag muss für einen Monat reichen ;)

Geht es ausser mir noch anderen Leuten so? Oder bin nur ich so "seltsam" und fühle mich in fremder Runde in erster Linie unwohl und überlege die ganze Zeit, wie ich unauffällig wieder verschwinden kann??

Aber nun noch ein kurzer Freitags- und Samstagsrückblick:
Am Freitag hatte ich meine letzten beiden Probanden: der erste war nicht so besonders und eher anstrengend (eigentlich mein "worst case" in diesen 1 1/2 Wochen) und danach und als letztes den wunderbarsten Teilnehmer der ganzen Erhebung: Er war nett, charmant, freundlich, erzählte viel von sich aus, gab sinnvolle Kommentare und er roch auch noch angenehm (was nicht unwichtig ist, wenn man 10 Minuten mit einem Menschen in einem relativ kleinen Raum zubringen muss, der sich stetig mehr aufheizt ;) ) Es war ein supertoller Abschluss dieser Woche und der Erhebung. :D
Durch die angehäuften Überstunden stehen jedoch die Chancen ganz gut, dass ich die Woche über Christi Himmelfahrt zu Hause verbringen werde - drückt mir mal die Daumen, dass das klappt.

Zu guter letzt: Heute war ich wieder reiten - dieses Mal ganz allein, ohne Unterricht und es war richtig, richtig toll! Ich habe auch ein paar Photos von Valentino gemacht, die ich Euch aber erst morgen zeigen kann, da ich meine Kamera bei den Fremdkatzis vergessen habe (die sich wieder einmal schnurrend noch weiter in mein Herz geschlichen haben, während ich _endlich_ die Arena beendet habe) ... Aber zu alldem dann morgen mehr :)

4/23/2010

Wochenendpläne, Katzengedanken und der dreizehnte Freitagsfüller

Heute früh ist meine Laune deutlich besser als gestern morgen - was vermutlich mit der Heimfahrt heute um 14:30 zusammenhängt.
Ausserdem läuft unser Versuch gerade richtig gut, ich komme gut damit zurecht und habe das Gefühl, einen guten Job zu machen. Zum Glück hatte ich bisher wirklich nur nette Probanden und so konnte ich in einer guten Umgebung üben - das heisst, wenn jetzt nicht so redselige, eher verstockte Versuchspersonen kommen, ist das nicht so schlimm, weil ich selbst ja den Ablauf ganz gut "drauf" habe.
Also, das macht gerade ziemlich Spass, wenn ich ehrlich bin. Und dabei hatte ich solche Angst davor...
Vor mir liegt nun also ein Wochenende zu Hause, endlich mal wieder. Ich freu mich schon riesig und hoffe, dass die Schweinchen auch gut drauf sind - mein Freund erzählt, dass sie gerade äusserst nervig drauf sind und von morgens bis abends Blödsinn machen. Ich glaub fast, dass die 2 Wochen alleine sein die Beiden noch verrückter gemacht haben - da konnten sie ja machen, was sie wollten und jetzt gucken sie, ob sie das nicht auch einfach weiter so durchziehen können.
Essenstechnisch machen sie momentan wohl ein Riesen-Theater: Nichts, aber auch gar nichts wird mehr gegessen - nicht mal die Luxus-Sorten, die sie vorher so toll fanden. Anstellerei, schätz ich - vllt. testen die beiden meinen Freund jetzt einfach mal aus um zu sehen, wie weit sie bei ihm gehen können. Krank sind sie nicht, sie toben, spielen, wollen auch in guten Phasen kuscheln. Nun, ich bin gespannt auf die beiden ...
Ausserdem freu ich mich auf ein WE größtenteils zu Hause, mit viel Ruhe, vllt. ein bisschen in die Stadt gehen zum bummeln - solche Sachen. Und auf die Zugfahrt freu ich mich auch schon: da die "Arena" zum einen ein Leihbuch und ausserdem sehr schwer ist, kann ich mich jetzt endlich auf den "Täter" von Katzenbach stürzen. Wobei die Arena schon sehr spannend ist (mittlerweile ;) ) - aber auf soviel Schlepperei hab ich keine Lust.
So, jetzt kommt endlich der Freitagsfüller, von dem man die Vorlage wie üblich bei Barbara findet. Bitte bei ihr vorbeischauen, wenn Ihr mitmachen wollt, und dort einen Kommentar hinterlassen.
Meine Antworten sind - auch wie üblich - fett markiert.
1. 1992 war ich 16 Jahre alt und nicht ich selbst... (Das ist zum Beispiel so eine Phase, die ich nie, nie wieder erleben möchte!).
2. Eigentlich will ich ja doch am liebsten in der Sozialpsychologie arbeiten, aber daran denke ich jetzt besser nicht .
3. Gestern abend habe ich zum Abendessen Gnocci mit Limetten-Sauce, Pinienkernen und Parmesan gegessen.
4. Liebe N. , ich möchte dass du weisst, dass ich unsere Treffen hier total vermisse.
5.  Über Filme wie "Barfuss im Park" könnte ich immer herzhaft lachen.
6. Traumhaft wäre: mein Freund sagt spontan "Komm, wir fliegen nach Japan" und ich sage warum nicht  .
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meinen Freund und Frida & Phoebe, morgen habe ich einen sehr entspannten Tag geplant und Sonntag möchte ich nach einem leckeren Frühstück entspannt ins Ländle fahren und im Zug ein richtig gutes Buch lesen, was mich total fesselt!

So, dieser Freitagsfüller gefällt mir richtig gut ... Das gestern mit den Steinchen - ich glaub, da bin ich einfach mit dem falschen Fuss aufgestanden. Vielleicht sollte ich nächstes mal besser auf mein Bauchgefühl hören.
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und werde mich wohl spätestens Sonntag abend wieder melden :)

4/21/2010

Zwischenbericht

So viel zum Thema: jetzt, wo ich jeden Abend Zeit habe, werde ich Unmengen bloggen.
Ich bin abends immer so kaputt, dass es noch für ein, zwei Folgen einer beliebigen Serie, ein, zwei Seiten lesen und dann schnell schlafen reicht.
Und morgens bin ich trotzdem müde - verrückt.
Aber momentan vergeht dadurch die Zeit auch sehr schnell - und bringt mich sehr schnell zu meinem Kurztrip nach Hause am nächsten WE.

Die erste Befragung gestern lief ziemlich gut, ich hatte aber auch eine perfekte Probandin. Heute wird es dann nochmal entspannt, weil wir wieder nur interne Probanden haben, aber ab morgen kommen "echte" Kunden, da wird es dann schon anspruchsvoller. Allerdings sollen die angeblich alle sehr nett sein - ich bin schon gespannt.
Ich bin froh, nächstes WE im Zug einen Platz reserviert zu haben, allerdings fürchte ich, dass es Verspätungen geben könnte - wenn jetzt so viele Züge fahren müssen. Ich hoffe, ich kriege meinen wirklich knappen Anschlusszug in Köln.

So, ich muss fix los.
Vorab sei noch gesagt: Hier wird sich etwas ändern - das "Was" verrate ich aber noch nicht ;)
Ich wünsche allen einen schönen Start in den Mittwoch!

4/16/2010

langer Freitag und schneller 12ter Freitagsfüller

Puuh, endlich daheim nach einem echt anstrengenden Freitag: Meine Betreuerin (das hört sich aber auch immer an ;) ) war heute nämlich krank und ich musste tausende von Dingen für Montag vorbereiten - alles im Alleingang und das war schon - naja, grenzwertig aber spannend. Ich musste viel telefonieren (Terminabsprachen mit internen Probanden, den Fragebogen final abstimmen etc.) und bin ganz froh, dass es so gut funktioniert hat... So Telefonate mit Fremden finde ich immer besonders anstrengend - aber es war echt ok und hat alles gut geklappt ... Wieder eine Hürde geschafft.
Wie gesagt, ich bin fix und alle und muss mich jetzt erstmal auf den Freitag abend einstimmen. Daher gibt es hier einen schnellen

 ... und dann wird pausiert ;) Tut mir leid, wenn es nicht die besten Antworten sind, aber bessere fallen mir gerade nicht ein.

Wer mitmachen will schaut wie jeden Freitag bei Barbara vorbei und meine Antworten sind auch wie jeden Freitag fett und in fröhlichem sonnengelb :)

1. Umziehen ist blöd, hab ich gerade mitgemacht.
2. All meine Mühen, dass Heimweh zu vertreiben sind umsonst: es kommt immer wieder...
3. Meine beste Eigenschaft zuverlässig zu sein und sich vom Ziel nicht ablenken lassen  (Sprich: Nicht aufgeben)
4. Ich verliere mich oft in Details. 
5.  In ungefähr 10 Jahren  wird es mir hoffentlich gut gehen? (Keine Ahnung, heute hab ich wenig Lust in die Glaskugel zu schauen)
6. Wenn sich jemand bei mir nicht meldet, obwohl ich etwas von ihm / ihr wissen möchte, dass macht mich verrückt  .
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Parallelgucken von Battlestar Galactica (BB - BI) und dazu parallele Nudeln mit Tomatensosse, morgen habe ich Reiten, Katzen besuchen und ausruhen geplant und Sonntag möchte ich ausruhen und die Arena endlich auslesen !

4/14/2010

kalt, Arbeitsanstieg, "Männer, die auf Ziegen starren", Lesebremse...

Ich finde es erstaunlich:
Da kommt man extra nach _Süd_-Deutschland und dann ist es hier kälter als in der Heimat?
Frech, mehr kann man da nicht sagen. Ich friere wie eine Schneiderin und überlege dauernd hin und her, ob ich mir mein Fleece schicken lassen soll. Andererseits soll es ja zum Wochenende warm werden, und bis dahin kommt es dann eh nicht mehr pünktlich...
Arbeitstechnisch sind wir noch immer dabei, uns warmzulaufen - morgen wird es schon ernster, denn der erste Tag im Fahrsimulator beginnt. Probeläufe, testen, wie das mit dem Protokollieren der Aussagen der Teilnehmer funktioniert etc.
Sicher ein Tag, der sehr schnell um geht. Aber das tun die Tage hier sowieso momentan dauernd - sie fliegen vorbei wie der Blitz. Das Schöne daran ist, dass das meinen Heimaturlaub ebenfalls blitzartig näherkommen lässt.

Der Kino-Abend gestern hat mir recht gut gefallen: "Männer die auf Ziegen starren" ist ein wirklich cooler Film. Die Besetzung ist genial, Jeff Bridges hat es mir seit Crazy Heart sowieso wieder "neu" angetan und George Clooney und Ewan McGregor haben mir auch beide sehr gut gefallen. Nur Kevin Spacey - ich finde er spielt in letzter Zeit immer blödere Rollen. Aber ich bin vllt. auch einfach kein Spacey-Fan - ausser in Schiffsmeldungen hab ich ihn fast noch nirgendwo so richtig gerne gesehen. Er ist vielleicht einfach nicht die Art Schauspieler, für die ich ins Schwärmen geraten kann ;)
Aber wie gesagt, der Film lohnt sich, wenn man etwas zu lachen haben möchte: nur zu - ich habe wirklich viel gelacht ... Ich hatte zwar einen etwas anderen Film erwartet, mit einem deutlicheren Focus auf die Ausbildung der  Psycho-Soldaten (wie es im Trailer ja irgendwie angedeutet wird) und auch das Ende fand ich leicht seltsam, aber ich habe viel gelacht und darum ging es mir gestern auch :) Der Film ist nicht so platt, wie man erwarten könnte, er hat schon auch Hintergründiges. Ja, auf jeden Fall ein Film, den ich empfehlen kann.

So, Ihr Lieben, mir ist es eindeutig zu kalt hier am Rechner, ich verschwinde wieder unter meiner Wolldecke und lese noch etwas in der "Arena"... Sagte ich schon, dass es ein seeeeehr dickes Buch ist? Und das Stephen King seinem Motto wie stets treu ist: "die ersten zwei-, dreihundert Seiten mache ich extrem zähflüssig?"
Ich bin jetzt schon auf Seite 346 und merke, wie die Spannung das Buch langsam auf lauwarm anheizt. Aber ich bleibe hartnäckig und lese brav weiter :) Es wird sicher noch so toll, dass ich es in einem Rutsch auslesen muss... *fest dran glaubt*

4/07/2010

3. Praktikumstag - ich fühle mich wie ein Eichhörnchen

Die Assoziation mit dem sich mühsam nährendem Nagetier habe ich ja schon in meinen Blitzgedanken erwähnt ...
Ich rufe nochmal in Erinnerung:
am ersten Tag hatte ich das pure Nichts: keinen Zugang zum Netz, keine Rechte, um auf irgendwelchen Laufwerken zu arbeiten (die hätten ja auch nichts genutzt) und auch eigentlich keinen richtigen Werkszugang.
Am zweiten Tag hatte ich ein Login und ich hatte einen richtigen Ausweis (mit grimmigen Bild, aber gut - man ist da ja nicht wählerisch ;) ). Aber leider kam ich an noch keine wichtigen Daten heran. Abends konnte ich dann die Projektphasen 1 - 3 auswendig ;)
Heute, am dritten Tag habe ich alles, was ich am ersten Tag noch nicht hatte. Und zusätzlich die Erkenntnis, dass meine Betreuerin wohl wirklich einfach nicht anders kann, als sich ihrer Deadline zu beugen - was soll sie da schon gegen tun. Und ausserdem: der Vollpfosten ist für mich das Grauen: ich weiss, wenn ich bei ihm gelandet wäre, wäre das nicht gut gegangen ...
Daher: ich bin froh, wenn es nächste Woche richtig losgeht mit dem Projekt. Ausserdem sehe ich dann schon mal meinen Freund für einen Abend wieder, der kommt dann nämlich heim aus San Francisco.
Und ausserdem ist Samstag schon die erste Reitstunde :D
Und ich hatte heute tolle Shopping-Erfolge: Schuhe, T-Shirt und ein Sweatshirt. Für die Schuhe gibt es noch einen eigenen Post, es sind nämlich absolute Traumschuhe, die gerne auch mit Photo verewigt werde möchten (und dafür ists jetzt zu duster hier).
Das Schöne: alles war preislich mehr als im Rahmen und daher völlig vertretbar für ein Praktikantengehalt ;)
Das Frühlingswetter lässt alles besser aushalten und ich werde jetzt den Abend mit der Arena ausklingen lassen und erwarte gespannt den morgigen Tag, der meine erste Besprechung zum neuen Projekt bringen soll. Na, mal sehen ... ;)

4/06/2010

2. Praktikumstag, Shopping-Misserfolge, komische Nachbarn ...

Jaha, es geht aufwärts... auch wenn die EDV sich unfairerweise gegen mich verschworen hat... Hatte ich erst keinen Zugang so habe ich jetzt keinen Zugriff auf das einzige Laufwerk, was mich interessiert *grrr*. Dafür habe ich jetzt aber einen sehr coolen und wichtig aussehenden Werksausweis mit einem Foto, was mich denken lässt "Die braucht aber dringend mal Urlaub" ;)
Wieso muss man auf solchen Bildern immer so furchtbar aussehen? Immerhin muss man das Ding bei jeder sich bietenden Gelegenheit vorzeigen...
Die Arbeit war heute noch nicht aufregender als am ersten Tag: nach wie vor habe ich versucht, den bisherigen Projektstand nachzuvollziehen (also langsam kann ich Phase 1 - 3 auswendig ;) ) und ansonsten noch die erschreckende Erkenntnis gewonnen, dass das Abteilungsauto von einer Größe und einem Wert ist, dass ich eigentlich niemals mit ihm fahren will. Noch dazu Automatik. Herrje... Aber ich mach das schon - irgendwie ;)
Weitere Erkenntnis: ich habe zwar nicht die netteste und offenste Betreuerin für das Praktikum erwischt, aber dafür bin ich nicht bei dem Helden gelandet, der jede Minute einen tollen, frauenfeindlichen Spruch raushauen muss. Zum Fürchten der Typ... Ich glaub mit ihm als Ansprechperson würde ich den ersten Monat nicht überleben...
Dann hoffe ich doch auf etwas mehr Kontakt mit meiner bisher eher reservierten Praktikumsbetreuerin, wenn "unser" Projekt richtig anfängt ...

Heute nachmittag durfte ich mich dann noch einmal so richtig ärgern: hatte mir ja den blöden Bortz bestellt und zwar zur Packstation. Heute kam eine Mail: "Sorry, wir liefern mit GLS, da geht Packstation nicht. Nennen Sie uns bitte eine alternative Lieferadresse." Und wo soll ich die jetzt hernehmen? Mein Vermieter ist der Wahnsinnslangschläfer - der reisst mir den Kopf ab, wenn ich ihm um 9 den GLS-Mann vor die Tür schicke... Naja, ich habe um Ausnahme gebeten und begründet - mal schauen, was kommt.

Das Shoppen im Breuni war auch erfolglos. Ich wollte eine Jacke haben, nichts für draussen sondern eher so zum "Überwerfen", wenn es im Shirt noch zu kalt ist. Nichts gescheites vorhanden - irgendwie war ich auch nicht in Kaufstimmung.

Oh, und ich habe noch eine Bestätigung bekommen, dass ich nicht in der besten Wohngegend lebe: als ich heute morgen um 8:15 aus dem Küchenfenster sah, blickte ich auf einen Typen, der auf seinem Balkon eine Wasserpfeife rauchte. Da es früh am Morgen war, und er nicht besonders genussvoll (eher sehr verpennt) aussah, gehe ich nicht davon aus, dass es sich um eine legale Befüllung mit Tabak handelte... Fand ich sehr unheimlich. Zum Glück war er weg, als ich aus dem Haus ging... Ich werde das mal weiter im Auge behalten ;)

So, und jetzt gehts mal früh ins Bett mit noch ein paar Seiten aus der "Meisterin"...

4/04/2010

Ostern, 1. Praktikumstag, Vorsätze

Zunächst an dieser Stelle noch einmal: Frohe Ostern für Euch alle, ich hoffe, Ihr habt eine schöne Zeit mit Euren Lieben.

Ich werde den Tag je nach Wetterlage entweder im Lesesessel oder aber in einer Ausstellung in Stuttgart verbringen, dass entscheide ich noch spontan ;)

Nun noch mein Kurzbericht zu meinem ersten Praktikumstag: Kurz wird er deshalb, weil noch nicht so viel Erzählenswertes geschehen ist. Zunächst einmal ist es toll, dass ich es wirklich nah zu meiner neuen Arbeitsstelle habe: innerhalb von 9 Minuten bin ich (zu Fuss) da und ich habe auch einen schönen Arbeitsplatz - allerdings natürlich im Grossraumbüro - dass ist ja eigentlich nicht so meine Sache...
Verwaltungstechnisch gab es schon alle Pannen, die es geben konnte (ausser vielleicht, dass man mich gar nicht reinlässt): mein Ausweis war noch nicht produzierbar, weil das Bewerbungsbild sich nicht einfügen liess, mein Computer-Login war noch nicht fertig, weil der EDV-Mann krank geworden ist (im Dezember!) und es so liegengeblieben ist. Wie das Leben halt so spielt.
Schön ist, dass mein Vorgesetzter und meine Betreuerin sehr nett bis ganz ok zu sein scheinen, dass die fest angestellten Kollegen alle sehr freundlich waren (bis auf einen, der besonders cool sein will - ist ja gar nicht so meine Welt) und die anderen Praktikanten oder Werksstudenten alle zumindest ok sind, aber da kann ich noch nicht viel zu sagen - das habe ich nach dem kurzen Tag noch nicht durchschaut.
Mein Projekt finde ich spannend, es wird sehr praktisch für mich (nicht wie befürchtet: den ganzen Tag nur Daten auswerten) aber nachdem ich mich am Donnerstag eingelesen hatte ist mir mit Grauen aufgegangen, dass ich meinen Bortz (Statistikbuch) doch besser mitgenommen hätte. Zum Bortz: es ist das blödeste Buch, was ich kenne, aber leider auch eines der besten Bücher zum Thema weiterführende Statistik. Der Markt wimmelt nur so von tollen Büchern zum Einarbeiten in das Thema, aber sobald man das Grundstudium verlassen hat, ist man auch selbst verlassen und hat nur noch den blöden Bortz. Gut, lange Rede, kurzer Sinn: ich hab ihn mir jetzt gebraucht bestellt - ich hatte zu Hause ja eh nur eine (vollgeschmierte) Bearbeitungskopie und kann ihn mir dann brav ins Regal stellen, wenn ich mal fertig bin ;)
Ich hoffe, er kommt Dienstag in meiner neuen Packstation an und das meine Lücken so nicht auffallen *hihi*

So, zu guter Letzt kommen meine Vorsätze ... die  Zeit hier unten im Ländle hat ein neues Motto bekommen und zwar:
Ich habe vor, wirklich viel (Frei-)Zeit mit Lesen, Ausstellungen, Reiten und schönen Wochenendausflügen zu verbringen. Ich möchte gerne endlich die Buddenbrooks lesen und auch Pride & Prejudice im Original ist überfällig. Ich darf ja nicht vergessen, dass die Zeit nach dem Urlaubssemester dann wieder wild wird: zwei Prüfungen, Diplomarbeit und vllt. noch eine Hospitation bei einem tiefenpsychologischem Arzt (irgendwo muss man das ja lernen, wenn sie es einem an der Uni nicht erklären ;) )
Daher heisst das Motto: Freizeit ist Eigenzeit - Inspiriert von der aktuellen Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart
In die würde ich auch gerne noch gehen - ich hoffe, ich schaffe das noch (sie läuft ja nur noch nächste Woche).
So, mit diesen feierlichen, philosophischen Gedanken verlasse ich Euch nun am Ostersonntag und wünsche allen eine wundervolle Zeit.