7/08/2019

Reread: Deborah Crombie "Das Hotel im Moor"


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!!!Spoilerwarnung!!
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Das wichtigste zuerst:
Es ist zu erwarten, dass in diesem Post gespoilert wird. Wer also den Roman noch lesen will oder gerade liest, dem wird geraten, nicht weiterzulesen.

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Bei einem der Lesesonntage hatte Konstanze von "Alles Außer Lyrik" erwähnt, dass sie gerne die Krimis von Deborah Crombie noch einmal komplett in einem Rutsch durchlesen möchte. Da ich die Bücher immer sehr geliebt habe, war ich natürlich sofort interessiert und habe mich drangehängt und so vor ein paar Tagen mit dem ersten Teil "Das Hotel im Moor" begonnen.

In dem ersten Kriminalroman der Autorin lernt man schon auf den ersten Seiten das sympatischste Ermittlerduo aller Zeiten Duncan Kincaid und Gemma James kennen und reist dann recht zügig mit Duncan in überraschende Ferien, wo man sich in einem exklusiven Time-Sharing-Ferienobjekt wiederfindet, in dem sich eine Agatha-Christie-würdige Gesellschaft eingefunden hat.

Schon bei den ersten Seiten fiel mir auf, dass ich das Buch vor einigen Jahren schon einmal "wieder" gelesen habe, die Figuren sind mir noch sehr nah und einzelne Formulierungen klingen ganz vertraut und so, als wäre es wirklich noch nicht lange her mit dem letzten Re-Read. Dennoch habe ich gerade (noch) keine Idee, wer der Mörder ist und erfreue mich sehr an Stimmung und Figuren und muss mich die ganze Zeit zusammennehmen, nicht in einem durchzulesen.
Da wir aber für heute einen gemeinsamen Lesemontag geplant haben, werde ich im Laufe des Tages sicherlich einige Fortschritte zu vermelden haben.

Wir werden uns über diesen Post und den Post bei Konstanze auf dem Blog über den Lesefortschritt und die Eindrücke austauschen, weshalb ja auch die Spoilerwarnung oben steht.
Der Post wird im Tagesverlauf immer mal wieder aktualisiert.

Update 12:31
So, da bin ich wieder. In der Stadt habe ich meinen wohlverdienten Morgenkaffee (in diesem Fall Cappuccino) genossen und dabei weitergelesen, ebenso wie auf der Rückfahrt und eben beim Mittagessen.


Im Buch ist bereits der zweite Mord passiert und die anderen Figuren sind teilweise immer noch sehr verdächtig. Duncan kann bei einem Telefonat nicht widerstehen, Gemma zu necken, was sich ingesamt etwas holprig anfühlt - das wirkt leider alles etwas hölzern und nicht so lustig. Aber zumindest geht die Handlung zügig voran und das Buch liest sich flott weg.








Ich habe eben erfahren, dass ich heute Abend alleine zu Hause bin, also kann ich theoretisch wirklich den ganzen Tag über immer wieder ein paar Lesestündchen einschieben - was für ein Luxus!

Ach - Off-Topic: zum Thema "es kommt anders als geplant" - bei meiner Supervision gab es ein Missverständnis: ich dachte, sie ist um 10 Uhr, die Supervisorin dachte, es wäre um 13 Uhr und so haben wir beschlossen, uns heute gar nicht zu sehen. Dafür habe ich aber unerwartet  leider mitbekommen, dass der tolle Klamottenladen, bei dem ich mich so großartig für die Prüfung eingekleidet habe, zum Ende des Jahres schließt. Also habe ich da rund um mich zu geshopped (neue Basics für den neuen Schrank und wirklich unglaublich günstig) und dazu noch zwei neue Pfannen erstanden, weil die alten leider an der Beschichtung schon diverse kleine Macken haben. Also ein durchaus erfolgreicher Vormittag :)
Katzengesellschaft am Crombie-Lesetag :)
Update 14:08 Uhr
Katzenbelagerung am Lesetag:

Update 19:30 Uhr:
Wie schon erwartet war der Nachmittag nicht so lesereich. Das Bertchen wollte abgeholt werden und danach war hier erstmal Holland in Not, weil die Stimmung dank neuerlichem Schnupfen total im Keller war.
Aber jetzt ist sie im Bett, das Essen ist vorbereitet (Caesars-Nudel-Salat, ein Glas von dem neuen, heute gelieferten Riesling) und ich gönne mir jetzt eine Folge "The Marvelous Mrs. Maisel". Danach werde ich weiterlesen :)




Update 9.7. um 17:46 Uhr
Gestern habe ich es nicht mehr geschafft, das Buch aufzuschlagen, weil ich mich bei Mrs. Maisel festgeschaut hatte - die Serie finde ich wirklich unterhaltsam.
Heute war dafür großer Friseur- und Wellness-Tag in der Stadt: erst war ich ganz entspannt beim Friseur, dann noch etwas Bummeln in der Stadt (allerdings fast ohne zu konsumieren ;) ) und dann habe ich in meinem Lieblingscafé noch einen Eintopf gegessen und dazu (wie auch während der Wartezeit beim Friseur) gelesen.
Da habe ich mich dann auch die ganze Zeit etwas geärgert über Duncans Flirterei (auch so völlig übertrieben, dass er sich gleich zu zwei Frauen gleichzeitig hingezogen fühlen muss und zusätzlich da noch Gemma ist, wo ja auch schon Gefühle erahnbar sind. *kopfschüttel *).
Die Auflösung des Falles fiel mir nicht plötzlich wieder ein, ich hatte zwar schon noch im Kopf, dass es etwas mit Hannah und der Klinik zu tun hatte, bin aber irgendwie nicht dahinter gekommen.
Ich sehe es übrigens so wie Konstanze, dass ich den unsympatischen Nash total überzeichnet und stereotyp finde und mir diese Art Polizeibeamte mittlerweile unangenehm vertraut vorkommt.

Abschließend kann ich sagen, dass ich den ersten Teil der Reihe auch wirklich nicht so überzeugend finde. Im Zuge des Re-Reads hat es mir trotzdem Freude gemacht, weil ich die Charaktere ja "wiedergesehen" habe und mir dieses Wiedersehen - wie immer - Spaß gemacht hat.
Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die weiteren Teile und hoffe, wir finden schnell einen neuen Termin!!

9 comments:

  1. Ich finde es spannend, dass du noch so gute Erinnerungen an dein letztes Lesen hast (dich aber nicht an den Mörder erinnerst). Bei mir ist das letzte Lesen des ersten Bandes über zehn Jahre her und ich habe nur noch sehr vage Erinnerungen daran. Das liegt aber auch daran, dass mich die Reihe erst mit dem zweiten Band so richtig gepackt hatte. *g*

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    1. Ich denke, ich werde mich nach und nach daran erinnern, so ist es meistens ;)
      Mal sehen, wie der direkte Vergleich vom ersten und den weiteren Teilen ausfällt ...

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    2. Vor allem bin ich auf den Band gespannt, der in Glastonbury spielt. Den mochte ich beim ersten Lesen nicht (der einzige Krimi von Deborah Crombie, den ich nicht mochte,) und deshalb habe ich ihn nur einmal vor sehr vielen Jahren wiedergelesen.

      Du bist mir eindeutig schon ein ganzes Stück voraus! Den zweiten Mord hatte ich noch nicht und ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wer das Opfer war (oder war es Penny?), dabei kommt bei der einen oder anderen Person wieder die Erinnerung an ihr - von Sebastian ausgegrabenes - Geheimnis wieder.

      Oh, und was Gemma und Duncan angeht, so habe ich das Gefühl, dass der seltsame Ton auch etwas daran liegt, dass sie sich gegenseitig interessant finden und noch nicht so lange miteinander arbeiten. Aber ich hatte auch erst zwei Gespräche zwischen den beiden und die waren beide relativ unpersönlich.

      Schön, dass dein Vormittag trotz der Terminverwirrung so erfolgreich verlief und dass du einen gemütlichen Abend vor dir hast! :)

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    3. Argh, ich vergesse immer, dass Blogspot von mir bestätigt haben will, dass ich kein Roboter bin und vorher meine Kommentare nicht veröffentlicht. *grummel*

      Deine Begleitung beim heutigen Lesetag ist hinreißend! :)

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    4. Wie heißt den der Glastonbury-Fall? Ich habe die meisten Handlungen irgendwie vergessen, bzw. woanders abgelegt, so dass es schnell wiederkommt, wenn ich anfange zu lesen :)
      Das mit der Stimmung zwischen den beiden kann gut sein - ich war dieses Mal allerdings auch wieder etwas entrüstet, dass er mit Hannah Alcock so ein bisschen rumturtelt ;)
      Zur Zeit habe ich eine bunte Lesegesellschaft ...

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    5. Uh, da fragst du mich was! Ich kann mir doch nie die Titel merken. *g* Aber es müsste "Von fremder Hand" sein, wenn ich das richtig sehe.

      Ich fand Duncans Verhalten in dieser Geschichte sowieso seltsam, da er sich ja nicht nur von Hannah angezogen fühlte (und sogar regelrecht eifersüchtig reagierte, als sie sich gut mit einem anderen Mann unterhielt), sondern sich auch der Ärztin annäherte, obwohl diese - anscheinend glücklich - verheiratet ist und selber nicht mehr als freundschaftliches Verständnis für seine berufliche Situation signalisiert.

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    6. Oh, ein verschnupftes Kleinkind? Ihr tut mir alle miteinander leid! Wenn ich überlege, wie unleidig ich schon werde, wenn ich verschnupft bin, dann will ich nicht wissen, wie jemand im Alter deiner Tochter darauf reagiert. ;)

      Deine Lesegesellschaft ist weiterhin bezaubernd! Ich bin gerade etwas spät mit dem Kochen und brauche noch mindestens eine halbe Stunde bis das Essen fertig ist. Immerhin kann ich die Zeit nutzen, um die letzte Ladung Wäsche für heute zusammenzulegen. *g*

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    7. Deinen vorletzten Kommentar kann ich komplett so unterschreiben - ich habe es im Post auch eben geschrieben. Dieses Flirten finde ich sehr unpassend und auch irgendwie nicht glaubhaft, irgendwie passt das alles nicht für mich.
      Auch dachte ich während des ganzen Buches, dass sich Duncan doch ganz schön doll in die Ermittlungen einmischt und ich wahrscheinlich an Nashs Stelle nicht glücklich darüber gewesen wäre. Ich kann zwar verstehen, warum er sich einmischt, aber finde seine Art irgendwie schon recht unsensibel (auch wenn ihm das ja die ganze Zeit bewusst ist, verhält er sich nicht diplomatischer).
      Aber das Lesen mit Dir hat mir sehr viel Freude gemacht und ich bin bereit für den nächsten Band (der, glaube ich, auch schon besser ist).
      Ich bin gespannt, welches der Glastonbury-Fall ist - gelesen habe ich von fremder Hand auf jeden Fall, aber ich habe auch hier wieder keine Erinnerung. Allerdings gab es mittlerweile schon ein paar der neueren, die mich nicht begeistert haben.

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    8. Was das Einmischen angeht, so habe ich es so empfunden, dass Duncan sich nicht so intensiv eingemischt hätte, wenn Nash nicht so ein arroganter Mistkerl gewesen wäre. Ich wünschte mir nur, er wäre eben nicht als so unfähig dargestellt worden.

      Ich weiß gar nicht mehr wieso ich den Galstonbury-Band so wenig mochte, aber ich mag den auf einer anderen Ebene nicht als den roten Faden in den letzten Bänden. *g*

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