11/22/2019

Reread: Deborah Crombie - Von fremder Hand

Freitag ist zur Zeit ja häufig Deborah-Crombie-Zeit, das finde ich sehr schön im Moment.
Ich habe mein Diensthandy ausgestellt und muss nur gleich noch das Bertchen einsammeln und Blumen für ihre Großmutter kaufen, die ja heute Geburtstag hat.
Aber ansonsten habe ich einen Lesetag vor mir, der nach den letzten Wochen mal wieder sehr nötig ist.































An das Buch kann ich mich gar nicht mehr erinnern - ich bin gespannt, welche Gedächtnisfetzen beim Lesen auftauchen und freue mich auf den gemeinsamen Austausch mit Konstanze.

Wie immer gilt: wer das Buch selber lesen möchte, könnte hier gespoilert werden ;)

Update: 12:36 Uhr
Hm, ja. Ich kann sagen, dass mir auffällt wie unglaublich viele Figuren aufgestellt werden und ich weiß nicht, ob ich das so gerne  mag. Irgendwie gerate ich etwas in Schleudern und habe das Gefühl, hier wird ein Figurenkabinett aufgebaut, welches vielleicht etwas übertrieben ist. Natürlich wird am Ende alles zusammenkommen und Sinn ergeben, aber ich fühle mich etwas überfahren ... Da wäre vielleicht wirklich mal ein Personenregister hilfreich ;)
Nun ja, ich werde es schaffen.
Winnie und Faith finde ich interessant und sympathisch.
Bei Gemma und Duncan bin ich - wie üblich - überrascht, wie krisenbehaftet bzw. wackelig die Beziehung ist, gleichzeitig bin ich aber froh, dass Gemma sich jetzt früh im Buch entscheidet, klar zu benennen, was sie will und was ihre Bedürfnisse sind.
Allerdings weiß ich noch nicht, ob sie diese Entscheidung durchzieht.
Und es scheint ja auch ein eher privater Fall zu sein, Duncan und seine Schwester werden ja schon früh als Jugendfreunde eingeführt.
Erinnerungsfetzen an das erste Lesen: bislang keine...

Update 14:56 Uhr
Das Bertchen abholen und zum Mittagsschlaf überreden war heute deutlich schwieriger als erwartet und gewohnt, so dass ich zwar noch etwas weitergelesen habe, aber nicht wirklich gut vorangekommen bin seit dem letzten Update.
Für heute ist dann hier auch Schluss, da wir ja gleich auf einen Geburtstag eingeladen sind.
Ich finde die Geschichte ein bisschen skurril und bisher fehlt mir noch der rote Faden. Mal sehen, ob ich mich mit dem weiteren Fortgang des Geschehens noch anfreunden werde.

Update 27.11.19, 10:13 Uhr
Nachdem ich am Wochenende immer mal wieder etwas gelesen habe, bin ich plötzlich schon bei Kapitel 7 angelangt.
Ich kann nicht sagen, dass die Geschichte mich mitreißt, mir ist all dieses Esoterische ein bisschen zu viel und Gemma und Duncans Anteil an der Geschichte bleibt weiterhin verborgen. So nervig diese Erzählstränge ja neuerdings für mich sind, so vermisse ich sie doch.
Mal sehen, wie weit wir heute kommen und wie es Konstanze inzwischen ergangen ist.
Ich habe heute leider nur bis ca. 12 Uhr Zeit, kann aber zumindest konzentriert lesen, da nichts anderes anliegt ...

Update 10:30 Uhr
So, den ersten Teil habe ich nun beendet.
Schon die ganze Zeit seit der Vorstellung wird Andrew als nicht sehr sympathisch dargestellt und nun werden noch einmal richtig Zweifel an seiner Person gesät als Winnie über ihn nachdenkt und überlegt, warum er seine Verbindung mit Faith nie erwähnt hat. Ein bisschen sehr offensichtlich wird mir hier ein Verdächtiger präsentiert.
Ansonsten ist ja im ersten Teil wirklich nicht viel passiert, ein bisschen hin und herrücken der Figuren, die Gruppe, die versucht herauszufinden, was Edmund eigentlich will könnte unterschiedlicher nicht sein.
Faith scheint es nicht so gut zu gehen, Garnet wird immer verschlossener und die anderen Figuren bewegen sich mit einer schlafwandlerischen Gelassenheit durch die Geschichte.
Aber am Ende des ersten Teils ereignet sich ein Unfall, der mit Sicherheit keiner ist und man kann nur hoffen, dass Gemma und Duncan nun endlich richtig auftauchen und nicht nur Randfiguren bleiben.

Update 11:54 Uhr
Eigentlich habe ich meine Updates schon in den Kommentaren hinterlassen und mache mich nun flott auf den Weg zur Arbeit.
Freitag gibt es ein weiteres Update.

Update 15.12.19,  7:32 Uhr
Nun liegt dieser Post hier schon sehr lange und wartet auf sein finales Update. Beendet habe ich den Roman schon länger, allerdings hatte ich in der letzten Zeit einfach sehr viel um die Ohren und daher irgendwie nicht die Muße, ihn zu schreiben.
Beim Lesen dieses Artikels war ich dann ganz irritert, dass er so kurz ist, dann ist mir eingefallen, dass ich ja am letzten Lesetag schon so kränklich war, dass ich gar nicht bei mir sondern nur in Konstanzes Kommentaren geschrieben habe.
Tja, ich muss sagen, der Roman war bislang wirklich der schlechteste der Reihe, was vor allem am sehr esoterischen Grundthema lag, in Form von automatischem Schreiben, alter Göttinnen-Magie etc. Die Personenflut war mir bis zum Schluss zu groß, der Fall sehr konstruiert, Gemma und Duncan zu wenig vorhanden und die ganze Schwangerschaftsgeschichte auch sehr gewollt. Das Gemma jetzt zum Ende auch schwanger ist hatte ich komplett vergessen, aber hätte es auch nicht vermisst. Irgendwie ist mir das alles schon wieder ein bisschen zu kitschig und zu gewollt.
Die Auflösung des Falls fand ich nicht sehr überraschend, irgendwie deutete es schon einige Zeit in die Richtung, obwohl sich die Autorin schon sehr bemüht hat, auch noch andere Verdächtige anzupreisen.
Aber ja, gut, es ist vollbracht, es war in meinen Augen wirklich ein schwacher Band und ich bin froh, dass er nun a) beendet ist und b) das Deborah Crombie in weiteren Teilen die Finger von solchen mystischen Themen gelassen hat.
Wann wir mit dem nächsten Teil weitermachen werden, steht noch nicht fest, erstmal bin ich aber froh, dass dieser Post nun endlich zu den Akten gelegt werden kann ;)

13 comments:

  1. So ein fester Lesetermin hat auf jeden Fall was. :) Ich hoffe, du hast heute einen wunderschönen entspannten Lesetag und der kurze Ausflug nach Draußen verläuft reibungslos.

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  2. Spannend, dass dir das gerade auch etwas zu viel Figuren zu Beginn des Romans sind. Ich dachte schon, dass es an mir und meiner allgemeinen Unruhe heute liegen würde. Winnie mag ich auch sehr und bei Duncan und Gemma fiel mir gerade auf, dass wir - mal wieder - vor allem Gemmas Perspektive mitbekommen. Auch wenn es um Gemmas Entscheidung geht, so frage ich mich in diesem Moment, wie er wohl ihr Verhalten interpretiert (oder ob er mit "ich versuche mich rücksichtsvoll zu benehmen" oder "ich bin so im Stress, weil ich nun einen Sohn habe" so beschäftigt ist, dass er gar nicht dazu kommt, sich genauere Gedanken zu ihr zu machen).

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    1. Ja, mir ging es ähnlich - auch ich dachte, es liegt an mir und meiner Ungeduld. Aber scheinbar ist das dann ja doch ein Schwachpunkt des Buches.
      Irgendwie wirkt Duncan auf mich doch erstaunlich hölzern und ich wundere mich, dass ich früher so viel Sympathie für ihn hatte. Irgendwie war ich beim ersten Lesen offenbar nicht sehr kritisch, da fand ich die Geschichte der beiden eher bewegend und romantisch ...

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    2. Ich glaube, es liegt in diesem Fall wirklich am Buch ... *g*

      So romantisch fand ich die Beziehung gar nicht, aber harmonischer und von Duncans Seite aus "erwachsener" als ich das heute wahrnehme.

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  3. Ich bin heute bis Seite 96 gekommen und höre jetzt erst einmal auf, weil ich es sonst nicht schaffe die Wohnung grob geputzt zu bekommen, bevor das Tageslicht ganz weg ist. (Ohne Deckenlampen in der Wohnung ist das im Winter wirklich eine Herausforderung. ;) ) Ich wünsche dir noch viel Spaß beim Lesen!

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    1. Da ich das Buch ja in der Onleihe habe, passen die Seitenzahlen nicht. Aber ich glaube, ich kann beruhigt noch weiterlesen - vielleicht magst Du mir noch schreiben, welches Kapitel es ist? Liebe Grüße und viel Erfolg beim Tageslicht ausnutzen!

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    2. Ich habe das vierte Kapitel beendet und würde beim nächsten Mal dann mit dem fünften anfangen.

      Danke! Zum Glück bin ich gerade gut genug dabei, dass der Wochenendputz relativ schnell erledigt ist. *g*

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  4. Ui, dieses Mal bist du mir ein deutliches Stückchen voraus - mal schauen, ob ich das heute aufholen kann. ;)

    Bei Faith fand ich die Veränderungen schon in den ersten vier Kapiteln heftig. Diese Dankbarkeit und "Gläubigkeit" gegenüber Garnet ist schon schwierig zu lesen - an den von dir erwähnten Unfall erinnere ich mich nicht mehr, da muss ich mal schauen, was passiert.

    Aber insgesamt gebe ich dir recht, dass der esoterische Anteil bei diesem Buch schwer zu schlucken ist, vor allem, weil man Jack schon als glaubwürdig empfindet, aber eben nicht die Dinge, die mit ihm geschehen. Da hat es Deborah Crombie nicht geschafft, dass ich einfach so hinnehmen kann, dass Jack Botschaften eines Mönches empfängt, obwohl ich ja grundsätzlich kein Problem mit fantastischen Elementen in Romanen habe - hier aber knirscht das einfach zu sehr.

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    1. Da mache ich mir keine Sorgen, dass Du das schnell aufholen wirst.
      Ja, Faith ist so unheimlich ruhig und ja auch offenbar sehr manipulierbar aufgrund der Unerfahrenheit, die sie umgibt.
      Ein sehr bemühter Versuch, vielleicht auch Experiment von Deborah Crombie - ich glaube, danach hat sie so etwas auch nicht mehr ausprobiert, oder?
      Ich mache mich jetzt auf den Weg zur Arbeit - vielleicht klappt es ja Freitag nochmal einen kurzen Austausch in der Mittagszeit an dieser Stelle.
      Hab einen schönen Tag weiterhin!

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    2. Heute hat es mit dem Aufholen noch nicht so recht geklappt (dafür muss die Handlung eindeutig weiter anziehen, damit ich mich nicht zu schnell ablenken lasse).

      Irgendwie finde ich es schön, dass so viele Leute sich um Faith Gedanken machen, auch wenn es auf der anderen Seite schon ein wenig unheimlich ist, dass fast alle ihre eigenen Gründe dafür haben und sehr konkrete Vorstellungen davon, was für Faith gut und richtig wäre.

      Ich kann mich auch nicht erinnern, dass sie noch einmal so etwas versucht hätte (wenn sie nicht unter geschlossenem Pseudonym Sachen produziert hat, von denen wir nichts wissen *g*).

      Sag mir einfach Bescheid, wann du am Freitag Zeit hättest. :)

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  5. Ich seh schon, wir sind (wieder) ziemlich einer Meinung, was diesen Band angeht. Lustigerweise verdränge ich immer den Großteil der Handlung und erinnere mich nur noch daran, dass es irgendwie ums automatische Schreiben geht, aber die Überzeugung, dass das der schlechteste Kincaid-und-James-Band ist, den die Autorin je geschrieben hat, bleibt bei mir immer fest hängen. Und wie wir uns in den letzten Wochen überzeugen konnten, ist das nicht ohne Grund so ... *g*

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  6. Ich hatte wirklich gar nichts mehr im Kopf von dem Roman - und ich fürchte, so könnte es bald wieder sein :) Bestimmt wird der nächste Teil besser!

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  7. Schlechter kann er einfach nicht werden! *g*

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