6/25/2017

Ein Lesetag

Guten Morgen Welt,
nachdem ich seit langem Schweigen nun endlich mal wieder etwas in diesem Blog gepostet habe (nach langer Pause ist es gar nicht so leicht, wieder anzufangen), nutze ich gleich den Lesetag der Winterkatze dazu, mich einmal mehr zu zeigen. Bei meinem letzten Treffen mit Natira habe ich davon erfahren, dass dieser Sonntag als Lesetag geplant ist und nun freue ich mich, dass er begonnen hat. Noch mehr freue ich mich, dass er mit Regen beginnt und offenbar mit gemäßigten Temperaturen weitergeht - denn die Hitze der letzten Tage hat mich schon sehr geschlaucht.
Aber so bin ich optimistisch, dass ich auch leistungsfähig genug sein werde, mich auf Bücher zu konzentrieren und eventuell mein Nähprojekt fortzuführen.
Ich möchte eine kleine Decke nähen und das hier sind die Anfänge:



Außerdem plane ich in einem der gezeigten Bücher weiterzulesen - entweder die Autobiografie von Haruki Murakami oder den irgendwann mal bei Kindle günstig erworbenen Historienschinken "Hiobs Brüder" - nachdem mir die Krimis in den letzten Wochen ausgegangen sind ;).
Das ist übrigens sehr schön: ich habe jetzt schon das Gefühl, mehr gelesen zu haben als im gesamten letzten halben Jahr :D
(Ja, mir ist bewusst, dass sich das auch wieder ändern kann oder wird - aber das warte ich jetzt erstmal entspannt ab.)
Essenstechnisch gibt es jetzt gleich Frühstück, heute Nachmittag Erdbeerkuchen und Abends mexikanische Wraps - ich werde immer mal wieder Updates dazu posten :)
Allen Mitlesern auf diesem Wege schon mal einen entspannten Start in einen entspannten Lesetag!

Update 14:17 Uhr:
Bislang habe ich mich vor allem mit Murakami beschäftigt (und damit, die Katze immer mal wieder reinzulassen, wenn der Regen stärker wurde). Außerdem genieße ich es heute sehr, einfach nur zu sein und mich einigermaßen fit zu fühlen.
Die Autobiografie macht mir viel Freude, ich mag die Art, wie er schreibt und die Einblicke, die er uns in sein Leben und seine Gedankenwelt verschafft. Sein Markenzeichen des "Understatement" kenne ich ja schon gut aus "Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede" und ich finde es immer sehr charmant. Wenngleich ich immer denke, dass er das doch bitte lassen soll ;)
Wenn es regnet, sieht es hier übrigens häufig so aus:

Update 15.27:
Und schon ist Kuchenzeit...

Dazu gibt es eine Folge Friends und zwischenzeitlich habe ich auch schon ein paar Seiten von Hiobs Brüdern gelesen...

Update 19:01 Uhr:
Nachdem ich doch wieder zu Murakami gewechselt bin (irgendwie hat er mich gut gepackt und ich mag gar nicht aufhören, darin zu lesen), gab es ein kurzes Regenloch und wir haben einen schönen Spaziergang im verregneten Wald gemacht. Das war zwar unfassbar anstrengend, hat mir aber trotzdem Spaß gemacht und ich bin stolz, dass ich es (trotz Schmerzen) geschafft habe, rauszugehen. Leider hatte ich mein Handy vergessen - sonst hätte ich Euch ein paar Regentropfenbilder mitgebracht.

Gleich mache ich unser Abendessen und dazu werden wir Sherlock mit Benedict Cumberbatch schauen - ich muss sagen, dieser Sonntag war bisher schon wunderbar erholsam für mich :)

Update 21:03 Uhr:
Hier unser mexikanisches Essen:
Dazu schauen wir wie geplant "Die sechs Thatchers".
Und nachher gibt es noch eine kurze Blogrunde zum Abschluss dieses schönen Tages :)

Last Update 22:35 Uhr:
Das war es also heute für mich - ein toller Sherlock mal wieder (bin jedes Mal ganz traurig, wenn eine Folge vorbei ist), ein leicht improvisiertes, aber dennoch sehr leckeres Abendessen und nun gehe ich rechtschaffend müde ins Bett.
Es war ein schöner, Murakami-geprägter Lesetag für mich und ich habe mich, obwohl ich jetzt schon drei Wochen zu Hause bin, schon lange nicht mehr so erholt gefühlt.
Ich freue mich auf die bereits geplanten, anstehenden Lesetage und hoffe, ich kann viele wahrnehmen.

Erstmal aber vielen Dank für diesen schönen Tag mit Euch und guts Nächtle!

Ein neues Kapitel...

Seit dem 1.6. hat für mich ein neuer Abschnitt angefangen, denn ich nehme meinen Resturlaub um danach direkt in den Mutterschutz und dann in die Elternzeit zu wechseln. Entsprechend waren die letzten Monate aufregend und manchmal turbulent, manchmal mit zu wenig Zeit für mich, manchmal auch mit zu viel Zeit zum Nachdenken und Grübeln.
In den letzten Wochen im Büro habe ich mich oft nicht mehr sehr wohl gefühlt - es hing schon so ein Gefühl des Abschieds in der Luft und auch der Eindruck, dass schon ohne mich weitergeplant wird (was ja auch normal ist), kam bei mir immer wieder auf. Schlussendlich war das die schwierigste Zeit des Abschiednehmens, denn ich gehe wirklich wortwörtlich mit einem lachendem und einem weinenden Auge. Ich freue mich auf das was vor mir liegt und bin gespannt darauf, ich freue mich auch darüber, zu wissen, dass ich zurückkehren kann und werde nach der Elternzeit. Und gleichzeitig weiß ich, dass ich nicht so zurückkehren werde, wie ich heute bin. Das meine Arbeit nie wieder so mein Lebensinhalt sein wird, wie sie es bis jetzt war (man kann sich nun natürlich darüber streiten, ob das gut oder schlecht ist ;) ).
Meine Kollegen, mit denen ich teilweise sehr gut, teilweise auch etwas holprig zusammengearbeitet habe, werden sicher nicht mehr in dieser Konstellation da sein, wenn ich zurückkehre - und wenn ich zurückkehre weiß ich auch nicht, in was für eine Position ich kommen werde.
Daher fühlt es sich wirklich so an, als würde ich ein Kapitel beenden und eine Seite weiter blättern.

Mir ist auch bewußt, dass ich teilweise wieder mehr Zeit für andere Dinge haben werde, die in den letzten Jahren, muss man ja schon sagen, vernachlässigt wurden: Das Lesen, das Bloggen, das Fotografieren vielleicht auch - all das hat jetzt eine neue Chance. Eben weil die Arbeit nicht mehr so viel Raum einnehmen kann. Natürlich weiß ich nicht so genau, ob der neue Mensch in unserem Leben mir da nicht dazwischenfunken wird - das wäre sicher denkbar, ganz unabhängig davon, was ich mir jetzt vornehmen mag.

In den letzten 3 Wochen hatte ich also viel Zeit für mich. Und für den berühmten "Nestbautrieb", der mich ergriffen hat - allerdings ist der nun zum Glück zum Erliegen gekommen, seitdem ich alles "Nötige" zusammenhabe. Ansonsten habe ich viel Zeit damit verbracht, mich zu informieren (damit bin ich jetzt auch durch - den Rest lasse ich auf mich zukommen), zu lesen, mich auszuruhen und mich irgendwie zu bewegen - denn das ist im mittlerweile 8. Monat wirklich nicht mehr so leicht.
Außerdem habe ich viel Zeit auf dem Balkon verbracht (so lange es dort erträglich war) und den Vögeln gelauscht, leckere Salate gegessen, die Katzen beobachtet und (sofern gewünscht) bespielt und beschmust und noch mehr gelesen.

Hier ein paar Eindrücke der letzten Wochen - allerdings kann man das Gefühl bekommen, als hätte ich ausschließlich gegessen ;)

Über den letzten Feiertag waren wir übrigens endlich mal wieder an der Küste - ein Weihnachtsgeschenk, was sehr schön eingelöst wurde. Wir waren in Schleswig Holstein, in der Region, in der ich in meiner Kindheit fast jedes Jahr die Osterferien verbracht habe. Seitdem sehne ich mich stets nach der Küste, insbesondere nach dieser Küste. Es war wettertechnisch ideal und zum Glück war mein Partner auch ganz angetan von diesem Fleckchen der Welt ...


Zuvor hatten wir unseren Jahresurlaub in den USA verbracht, in den Südstaaten für zwei Wochen - aber dafür gibt es vielleicht bei Gelegenheit noch einen Extra-Post.
Nachdem es die letzten Monate / Jahre so still hier war, habe ich ja noch ein bisschen was aufzuarbeiten und Euch mitzuteilen.
Ich bin gespannt, wie es hier auf dem Blog weitergeht - ob es weitergeht, ob Leser zurückkehren oder neu dazukommen. Was nicht passieren wird, ist, das dies ein Baby-Blog wird, wenngleich ich vielleicht schon auch über diesen neuen Teil meines Lebens in Ansätzen berichten werde. Vielleicht aber auch nicht mal so sehr - das wird die Zeit zeigen.
Erstmal freue ich mich jetzt darauf, diesen Eintrag endlich freizugeben (ich schreibe seit dem 1.6. immer mal wieder daran ;) ) und mich dann heute dem Lesetag der Winterkatze anzuschließen :)