2/20/2014

"Etwas kochen, was wir noch nie gekocht haben #18" - Pastinakenrisotto

Also eigentlich ist der Titel etwas geschummelt, dies war nämlich der zweite (gelungene) Versuch des Rezeptes - und zwar ging  es am Wochenende erneut um "Pastinakenrisotto".
... vielleicht nicht das beste Foto, aber es ist köstlich 
- ich schwörs ;)

Das Rezept ist denkbar simpel:
Für etwa 250g Risottoreis braucht man ca. 4 Pastinaken. Davon werden drei geraspelt (grob) und die letzte wird in dünne Scheiben geschnitten.
Zusätzlich brauchen man Salbei, Schalotten, Gemüsebrühe und zum Abschluss Mascarpone und Parmesan.
Aber der Reihe nach: Am Anfang die gewürftelten Schalotten zusammen mit den geraspelten Pastinaken in Butter andünsten bis sie glasig sind, danach den Reis hinzugeben und kurz anrösten bis alle Reiskörner glasig sind. Nach Belieben entweder mit Weiswein oder direkt mit der Brühe ablöschen und entsprechend wie immer bei Risotto viel Rühren und köcheln lassen, bei offenem Deckel.
Nebenbei die in Scheiben geschnittenen Pastinaken in etwas Olivenöl wenden, auf ein Backblech drapieren und bei 160° C in den Ofen und in ca. 20 Minuten in köstliche Chips verwandeln, die dem Risotto den letzten Schliff geben :)
Der Salbei kommt in den letzten 5 Minuten dazu. Wenn der Risotto fertig ist, wird 1 EL Mascarpone und etwas vom geriebenen Parmesan untergerührt und der Topf fünf Minuten stehen gelassen (der schwierigste Teil ;) ). Gegebenenfalls noch einmal mit Pfeffer und (wenig) Salz abschmecken.
Zum Servieren dann noch einen zweiten Esslöffel Mascarpone darüber bröckeln und nach Belieben mit weiterem Parmesan servieren. Die fertigen Chips dann darüber streuen ...

Bei uns braucht Risotto eigentlich immer ca. 20 Minuten Kochzeit und wir verwenden meistens ca. 700ml Brühe / Flüssigkeit.  Und immer so viel Parmesan wie wir wollen ;)

2/19/2014

Arianas Hörbuchchallenge #3 - City Of Fallen Angeles, gelesen von Andrea Sawatzki

Nun bin ich ganz schön schnell durch den vierten Teil der Reihe durchgerauscht, nachdem Band 3 mir so gut gefallen hatte.
Leider war die City of Fallen Angels trotzdem nicht so mitreissend wie der Vorgänger, was aber auch an der ziemlich vampirlastigen (und für mich damit ekligen) Handlung liegen könnte. Das lag dann wohl vor allem an mir und meiner "Vampirphobie", dass ich nicht mitgerissen wurde.
Im Großen und Ganzen war es aber okay und hörenswert:
Clary ist aus dem Trubel natürlich noch lange nicht raus und muss selber lernen, wie man Dämonen jagt und besiegt, muss sich auf neue Spurensuche begeben und Rätsel lüften. Nebenbei hat Simon auch so einiges durchzustehen und da er ja ein Vampir ist, war dieser Teil für mich etwas schwierig. Aber ich habe ihn überstanden und bin meiner Desensibilisierung ein Stück näher ;)
Ich finde nach wie vor die Lesung nicht perfekt und hätte mir da vielleicht jemand anderen gewünscht. Aber ich habe mich daran gewöhnt, dass die Jugendlichen sehr cool miteinander kommunizieren, vermutlich ist das realitätsnah.
Was ich wiederum recht lustig fand, war das mir auffiel, dass ich durchweg falsche Vorstellungen von den Figuren hatte: Isabel war für mich blond, wird aber als schwarzhaarig beschrieben. Und Sébastian war für mich in Teil 3 dunkelhaarig, ist aber blond. Ich frage mich, ob ich so unaufmerksam zugehört habe oder wieso für mich die Typen so ganz anders auftauchten.

Was mich ein wenig erschreckt hat, war die Erkenntnis in der letzten Hörminute, dass das Ganze noch nicht zu Ende ist. Irgendwie war ich davon ausgegangen, dass es sich um einen Vierteiler handelt - dem ist nicht so und ich sitze nun auf "dem Trockenen", da die anderen Teile auch eine Leihgabe waren. Ich habe eigentlich bzw. ganz sicher nicht vor, mir die Bücher selber anzuschaffen, geschweige denn die Hörbücher ;) und muss nun mal sehen, wie ich an Teil 5 herankomme. Ich bin bei Serien ja immer leicht zwanghaft und muss wissen, wie sie ausgehen :)

Jetzt muss ich mal sehen, womit ich weitermache...

Und eine Ankündigung habe ich noch für zwei neue Posts, damit ich die auch bald mal online stelle:
1) Ein Pastinakenrisotto hat es hier gegeben, welches ich Euch gerne vorstellen möchte
2) Ich habe ein allererstes Nähprojekt beendet, von dem ich voller Stolz berichten will :)

In diesem Sinne - ich hoffe, ich komme morgen an meinem frühen Feierabend dazu.

2/11/2014

Arianas Hörbuchchallenge #2 - City of Glass von Cassandra Clare, gelesen von Andrea Sawatzki

Das vorliegende Hörbuch stellt den dritten Teil der City-of-Bones-Reihe dar und wundersamerweise gefällt er mir bislang am besten.
In den City-of-Bones-Büchern geht es um die Hauptfigur Clary, die erst als Jugendliche erfährt, dass sie Teil einer magischen Welt ist, der sie sich nicht entziehen kann und auch nicht will. Sie lernt die Schattenjäger kennen als ihre Mutter aus ihrem Leben gerissen wird und obwohl diese Welt für sie ganz neu ist, lässt sie sich ohne große Umschweife darauf ein (ich muss übrigens sagen, dass mich das immer sehr irritiert hat, dass sie es so gleichmütig hinnimmt). In Teil 1 und 2 begegnen ihr auf diese Weise viele Gestalten und Abenteuer - es wimmelt nur so von Vampiren, Dämonen, Foresaken und Werwölfen. Und noch vielen Anderen. Clary bemerkt an sich einmalige Fähigkeiten und wird in die Gruppe der Schattenjäger integriert. Sie verliebt sich in Jace, einen Schattenjäger, der neben ihr die zweite Hauptrolle innehat. Soweit erstmal zu den ersten Teilen. In Teil 3 reist Clary nach Idris und muss dort versuchen, einen Krieg zwischen den Dämonen und den Schattenjägern zu verhindern - diesen will ihr verhasster Vater Valentin heraufbeschwören. Es geht wirklich rund im dritten Teil und es fehlt auch wirklich nicht an Wendepunkten :)

Unterhaltungswert haben die Bücher allemal, sonst würde ich die Reihe auch gar nicht weiterhören. Jedoch fand ich in den ersten beiden Teilen die Geschichte teilweise zu holprig und zu hektisch. Das ändert sich im dritten Teil: die Handlung ist in sich rund abgeschlossen und die Figuren sind bzw. wirken auf mich gereift. Auch die Lesung des Hörbuches gefällt mir viel besser: Andrea Sawatzki spricht v.a. die Jugendlichen nicht mehr so "künstlich cool" und draufgängerisch wie in den ersten Teilen. Auch konnte ich mich bei diesem Hörbuch das erste Mal so richtig von ihr mitreissen lassen in die Geschichte.

Also alles in allem muss ich sagen, dass ich ziemlich begeistert bin von diesem Hörbuch. Und auch sehr positiv überrascht: denn eigentlich hatte ich mit der Reihe schon ein wenig abgeschlossen und wollte sie nur der Vollständigkeit halber zu Ende hören. Ich bin sehr froh, dass ich den Teil 4 schon zu Hause liegen habe und morgen auf dem Weg zur Arbeit wieder Gesellschaft von Clary und den anderen habe.

2/05/2014

Erste "Rezi" zu "Eine Handvoll Worte" von Jo Jo Moyes

Schon vor gefühlten Ewigkeiten habe ich mich bei Ariana zur Hörbuchchallenge für 2014 angemeldet.
Bislang hatte ich jedoch nicht mal die Übersichtsseite online gestellt - das habe ich mittlerweile aber wenigstens geschafft <click>.

Auch das erste Hörbuch wurde bereits gehört: "Eine Handvoll Worte" von Jojo Moyes. Nachdem wir auf unserem letzten Roadtrip sehr begeistert von "Ein ganzes halbes Jahr" waren, war ich schon sehr aufgeregt und freute mich auf den nächsten Roman von der Autorin.

Vorab sollte ich sagen, dass ich nicht so gerne bzw. gut Rezensionen schreibe - ich habe immer Angst zu spoilern und darum fasse ich mich immer super-kurz ;)

In der Geschichte geht es eigentlich um zwei Liebesbeziehungen in verschiedenen Zeiten: 1960 und 2003. Richtig tief taucht man in die 1960er Geschichte von Jennifer Stirling ein. Sie ist die Ehefrau eines wohlhabenden Mannes, die in Südfrankreich zufällig auf einen Auslandskorrespondenten trifft und sich in ihn verliebt. Ihr Ehemann ist aber auch ein ganz schöner Knallkopf, dass kann man schon mal sagen. Zwischen den beiden Liebenden geht es hin und her und hin und her - das zieht sich durch das ganze Buch und alle Zeitsprünge.
Die andere Zeitlinie dreht sich um Ellie Haworth, eine junge Journalistin, die einen alten Brief von Antony, dem Auslandskorrespondenten findet, in dem er Jennifer bittet, mit ihm nach New York zu gehen. Natürlich will Ellie, die selber unglücklich (obwohl ihr das anfangs nicht bewusst ist) in einen verheirateten Mann verliebt ist, sofort wissen, was dahinter steckt und will Empfängerin und Sender finden und deren Geschichte lüften, bestenfalls sogar einen Artikel dazu schreiben.

Puh, jetzt, wo ich das hier schreibe wird mir auch wieder klar, was mich an dem Buch so geärgert hat.
Dieses ständige Springen zwischen den Zeiten und Geschichten, ohne das es im Hörbuch kenntlich gemacht wurde, hat mich furchtbar genervt. Davon abgesehen fand ich die ganze Geschichte ziemlich ärgerlich: die beiden Liebenden aus den 60ern  werden ständig von der großen bösen Welt auseinandergebracht bzw. daran gehindert, endlich zusammen zu kommen.
2003 erlebt man, wie Ellie in einen Strudel von unwichtigen Ereignissen gerät und dadurch ihren Job nicht macht: sie kommt andauernd zu spät zur Arbeit, erfüllt ihre Aufträge nicht, verletzt nette Menschen und hat irgendwie nur wenig Gefühl dafür, dass sie ihre Umwelt enttäuscht und nervt. (Vom Hörer / Leser ganz zu schweigen ;))

Ich fand die ganze Geschichte sehr zäh und leider für mich enttäuschend.  Ich glaube, ich habe es nur zu Ende gehört, weil ich die Art zu lesen von Luise Helm einfach so großartig finde - da kann es dann  offensichtlich sogar eine schlechte Story sein. Aber nach "Ein ganzes halbes Jahr" konnte mich dieses Buch leider so gar nicht begeistern - allerdings war es auch sicherlich viel erwartet, an dieses Werk heranzukommen.
Mich persönlich hat das Buch leider so gar nicht erreicht, ich fand es schwierig, die Personen aus beiden Zeitsträngen zu mögen und ihr Verhalten nachzuvollziehen. Außerdem ging es mir zeitweise so, dass ich nicht genau wusste, in welcher Zeit ich gerade bin und wann die Amnesie nun eigentlich eingetreten ist. Das _kann_ aber auch daran liegen, dass ich nicht immer voller Aufmerksamkeit dabei war und manchmal abgedriftet bin...

Kurz: Das Buch war also nicht meins. Zu erwarten, dass es vergleichbar mit "Ein ganzes halbes Jahr" sein könnte, war vielleicht ein bisschen naiv von mir. Die Lesung von Luise Helm war trotzdem schön und der einzige Grund, warum ich diesen Post jetzt schreiben kann ;) Vielleicht ist es als Hörbuch auch noch verwirrender, aber das werde ich wohl nie endgültig beantworten können.