3/30/2013

Urlaubswoche = Lesewoche?! Zu "Das Mädchen" #1

Und wieder ist ein Buch in sagenhafter Geschwindigkeit beendet worden :)
Eben habe ich die letzten Seiten von "Das Mädche" von Stephen King gelesen und ich bin noch ganz gefangen davon. Wie eingangs erwähnt habe ich das Buch schon sehr lange im Regal stehen und habe mich bislang nicht daran getraut. Ich hatte irgendwie ein bisschen Angst, dass es sich in so einen Thriller mit einem Sexualdelikt an Minderjährigen verwandelt - zum Glück eine nicht zutreffende Einschätzung.
Das Buch hat mich aus mehreren Gründen beeindruckt. Zum einen schätze ich ja immer sehr die Art und Weise, wie Stephen King seine Geschichten webt und wie er die Stimmung entstehen läßt. Weiterhin bin ich selber sehr fasziniert vom Appalachian Trail und denke seit der Lektüre von "Picknick mit Bären" von Bill Bryson immer mal wieder darüber nach, ihn ein Stück weit zu wandern. Nun muss ich sagen, dass ich aktuell von diesem Ziel wieder etwas weiter entfernt bin ;)
Das Buch ist keinesfalls so gruselig oder eklig wie z.B. "Friedhof der Kuscheltiere" oder "Es" oder ähnliche Schocker von King. Aber gestern abend im Bett war mir das doch ein bisschen zu gruselig, als Trisha die erste Nacht alleine im Wald verbringt und "etwas sie beobachtet". Da habe ich spontan zu einem anderen Nachttisch-Buch gegriffen - ich hätte sonst nicht schlafen können. Wobei auch schon diese kurze Stelle gereicht hat, um mich heute nacht unruhiger als sonst schlafen zu lassen.

So oder so ist dieses Buch wirklich ein Meisterwerk von Stephen King! Es ist eine so gute Beschreibung der Atmosphäre und der Angst, Euphorie und Wut dieses kleinen Mädchens, dass ich schwer begeistert bin. Ich frage mich zwar, ob es realistisch ist, dass ein neunjähriges Mädchen sich so klug verhält (in vielen Situationen zumindest), aber vielleicht vergleiche ich gerade einfach mit den falschen kleinen Mädchen in meinem Bekanntenkreis ;)

Das Buch hat mich gefesselt und mitgerissen und ich habe mich manchmal durchaus ähnlich verzweifelt gefühlt wie die kleine Trisha. Als an einer Stelle gesagt wird: 
"Seit sie sich verlaufen hatte, hatte sie sehr viele Dinge richtig gemacht - mehr als sie je hätte ahnen können -, aber dies war eine schlechte Entscheidung, die schlechteste, die sie getroffen hatte, seit sie den Weg ursprünglich verlasen hatte."  
(Stephen King, Das Mädchen im Schneekluth-Verlag, S. 222)
habe ich laut "Oh nein!" gerufen und musste mich erstmal daran erinnern, dass es nur ein Buch ist ;)

Ein tolles Buch, ein spannendes Buch, ein wunderbar geschriebenes Buch mit einer wunderschönen Charakterbeschreibung eines humorvollen, mutigen Mädchens - absolute Leseempfehlung!

Jetzt muss ich erstmal entscheiden, was ich als nächstes lese... Mein Soll für die Lesewoche ist ja erreicht und das Hörbuch von Eschbach kriege ich morgen und zur Not noch Montag auf jeden Fall durch....
...Mal sehen, vielleicht wird es auch ein Kindle-Buch?...

3/29/2013

Urlaubswoche = Lesewoche?! Lesegesellschaft

Urlaubswoche = Lesewoche?! - Zu "vier minus drei" #1

Im Ursprungspost zu Beginn meiner Lesewoche hatte ich schon angedeutet, dass mir eine Patientin diesen Titel ans Herz gelegt hat und das mich ihre Empfehlung und Beschreibung sehr neugierig auf das Buch gemacht haben.
Allerdings war ich sehr unsicher, ob ich dieses Buch ertragen können würde und habe deshalb gezögert, es mir anzuschaffen. Zufällig sah ich, dass es bei Skoobe auch zu leihen war und da stand mein Entschluss fest, es zumindest anzulesen.
Nun bin ich jemand, der mit dem Thema Sterben und Tod ohnehin eher auf Kriegsfuss steht, solchen Themen und Gedanken häufig aus einer eigenen Angst heraus ausweicht. Die Beteuerungen meiner Patientin hingegen, dass es ein "Hoffnung machendes", "mutiges" und "bewegendes" Buch sei, haben mich jedoch dazu gebracht, es anzugehen.
Was soll ich sagen: dieses Buch ist natürlich genau das: es ist furchtbar ergreifend und bewegend, es ist auch traurig, es ist aber auch mutig und Mut machend und schenkt Hoffnung.
Für die, die noch nichts von dem Buch gehört haben: in "vier minus drei" geht es um eine Frau (Barbara Pachl-Eberhart) die ihren Ehemann und die beiden Kinder bei einem Autounfall verliert. Die Autorin ist als Clown zwei Tage in der Woche im Krankenhaus tätig und auch ihr Ehemann war ein Clown. Es geht um die Trauerverarbeitung, die Hilfe und Liebe die sie von ihren Freunden und Mitmenschen erfährt, die Zeit, in denen sie nichts von all dem annehmen kann. Es geht um die Zeit nach der großen Trauer, als sie beginnt, wieder nach vorne zu schauen.
Ich habe beim Lesen gar nicht geweint, wenn ich auch häufig schlucken müssen. Das Buch habe ich heute morgen in einem Rutsch durchgelesen, die ca. 180 Seiten lasen sich wie von allein.
Als ich am Ende angekommen war, klang der Inhalt noch lange in mir nach und da musste ich schon weinen, denn etwas viel Traurigeres als diese Geschichte kann ich mir einfach kaum vorstellen.
Die Autorin hat mich sehr berührt in ihrer Art, die Dinge zu sehen und zu machen. Ihr eigenwilliger Stil hat ihr nicht immer Verständnis eingebracht, war aber ganz authentisch und ganz "sie" - es hat nichts mit den Normen der Gesellschaft zu tun, wie sie trauert.
Vielleicht ist das die Art eines Clowns, zu trauern.

3/28/2013

Urlaubswoche = Lesewoche?! - Zur "Bücherdiebin" #5

"Die Bücherdiebin" habe ich heute in einem - lediglich von kurzen Nickerchen unterbrochenen - Rutsch zu Ende gelesen.
Im letzten Drittel hatte mich das Buch dann endgültig gepackt (ok, das ist etwas spät, zugegeben), und ich habe auf den letzten Seiten echte Tränen vergossen. Das Ende war sehr bewegend.
Der gewöhnungsbedürftige Schreibstil wurde in meiner Wahrnehmung zum Schluss immer runder (mag auch an der Gewöhnung liegen) und die Figuren, die mir anfangs hölzern vorkamen, waren mir zum Schluss sehr vertraut und lieb.
Abschließend kann ich sagen, dass ich das Buch sehr mochte. Ich hätte mir sicherlich auch einfach etwas mehr Zeit damit lassen können, da es schon ein sehr intensives Buch ist. Andererseits, wer weiss, ob ich es dann nicht schon am Anfang irgendwann abgebrochen hätte.

Für mich geht es jetzt mit "vier minus drei" weiter, sicherlich auch sehr traurig und bewegend, aber - so habe ich mir sagen lassen - auch durchaus Hoffnung schenkend und beeindruckend. Ich werde  es immer mal wieder für "Das Mädchen" unterbrechen, falls es mir zu viel wird.

Ein Zwischenfazit zu meiner Lesewochen-Aktion: mir macht das großen Spass, wieder mal so intensiv zu lesen. Allerdings muss ich mich auch immer wieder daran erinnern, dass es auch nicht schlimm ist, wenn ich es nicht schaffe, alle Bücher zu lesen ;) Ich bin einfach kein Schnell-Leser und daher brauche ich halt etwas länger für meine Bücher. Das ist aber auch ok so, denn sonst genieße ich sie nicht. Aber eigentlich klappt das ganz gut und ich freue mich, auch hier im Blog aktuell gerade wieder etwas aktiver zu sein :)

3/27/2013

Urlaubswoche = Lesewoche?! - Zur "Bücherdiebin" #4 und zu "Herr aller Dinge" #1

Heute war eher ein Hör- als ein Lesetag.
Angefangen habe ich mit durchaus erfolgreichen Lesestunden im Bett und die Bücherdiebin finde ich gerade durchaus dramatisch und fesselnd. An den Schreibstil habe ich mich jetzt gut gewöhnt und sogar die Pflegemutter von Liesel habe ich schätzen gelernt. Ich freue mich schon auf heute abend, wenn ich weiterlesen werde.
Heute nachmittag war ich sehr kreativ unterwegs (Ergebnisse werden in Kürze vorgestellt) und habe dabei in das Hörbuch von Andreas Eschbach "Herr aller Dinge" reingehört.
Puh, was soll ich sagen? Den Anfang fand ich sehr spannend, doch mittlerweile (CD 3 von 8) komme ich nicht mehr so richtig mit. Diese ganzen Roboter-Theorien und die Beziehung zwischen Charlotte und Hiroshi verstehe ich nicht so ganz und - wie anderswo schon angedeutet - bin ich zwischendurch etwas abgedriftet.
Wir haben am Sonntag zwei Stunden Autofahrt vor uns und außerdem werde ich Donnerstag und Freitag noch einmal kreativ tätig sein, darum denke ich, dass ich es auf jeden Fall zu Ende hören werde (schon aus Ermangelung an anderen Hörbüchern ;) ) und ich hoffe, das Buch fängt mich wieder ein.
Morgen plane ich, die Bücherdiebin zu beenden und dann entweder "Vier minus Drei" oder "Das Mädchen zu beginnen.
Bis jetzt macht das viele Lesen sehr viel Spass und ich genieße es sehr. Schöner Urlaub :D

3/26/2013

Urlaubswoche = Lesewoche?! - Zur "Bücherdiebin" #3

Heute war ich vor allem der Urlaubsregel treu & habe mich ganz von Freizeitaktivitäten leiten lassen.
Am Vormittag habe ich tatsächlich noch viel über Liesel und Max gelesen (Max ist ein Jude, der von Liesels Familie versteckt wird), geblogged hab ich darüber aber gar nichts und auch eine kleine Blogrunde blieb unerledigt, weil ich ab mittags unterwegs war...
Wir waren in einem Solebad zum Seele baumeln lassen & später war ich noch bei der Verabschiedung einer Kollegin zum Tapas essen. Und so ist der Dienstag vorbeigerast ;)

Aber die Bücherdiebin ist nach wie vor lesbar, wenn auch kein reiner Pageturner für mich. Ich wünschte gerade, ich käme schneller voran, damit ich auch zu den anderen Büchern noch komme...
Morgen dann mehr, denke ich - jetzt will ich noch ein paar Seiten "schaffen" ;)

3/25/2013

Urlaubswoche = Lesewoche?! - Zur "Bücherdiebin" #2

Gestern abend habe ich noch recht lange in der Bücherdiebin gelesen und kann ein bisschen mehr über das Buch sagen. Zunächst: es gehört definitiv zu den eher, ich sag das jetzt einfach mal so, merkwürdigen, seltsamen Büchern. Damit will ich nicht sagen, dass es mir nicht gefällt, aber es ist wirklich ein ungewöhnlicher Schreibstil.
Ständig werden zusammenfassende Elemente, kurze Erklärungen von Begriffen im Fettdruck und zentriert eingeschoben. Vor jedem neuen Teil werden unter "Es wirken mit" Personen und Dinge angeführt, so z.B. vor Teil 3:
"der Heimweg - eine gebrochene Frau - ein Kämpfer - ein Jongleur - die Eigenschaften des Sommers - eine arische Ladenbesitzerin - ein Schnarcher - zwei Schwindler - und Rache in Form von Bonbons". (Aus: Die Bücherdiebin von Markus Zusack, ebook von Skoobe, S. 95/422)
Diese ungewöhnliche Form der Einführung macht natürlich gespannt auf die Inhalte des Abschnittes und das Buch liest sich wirklich flüssig.
Die Figuren kommen mit im Moment noch etwas hölzern vor, aber vielleicht ist das so gewollt. Der Tod hat eine sehr sympathische Art zu erzählen, sehr warm und freundlich. Und die Wortwahl als solche finde ich sehr schön und poetisch.
Ein Beispiel:
"Wieder verwundete die Frau ihr Gesicht mit einem Lächeln. Sie trat vor, stellte sich neben ihren Mann, nickte ganz leicht, wartete und schloss dann die Tür.
Es dauerte eine gute Minute, ehe Liesel sich zum Gehen wenden konnte.
Sie lächelte die Treppenstufen an." (Aus: Die Bücherdiebin von Markus Zusack, ebook, S. 105/422)
Solche Beispiele findet man ungefähr auf jeder Seite. Ein angenehm ungewohnter Gebrauch der Sprache und für mich damit im Moment sehr lesenswert. Wobei ich nicht glaube, dass ich immerzu so einen Schreibstil lesen wollte.

3/24/2013

Urlaubswoche = Lesewoche?! - Zur "Bücherdiebin" #1

Sonntag, 19:08 Uhr
Ich habe ja mit der Bücherdiebin im E-book-Format begonnen und bin noch in den ersten Kapiteln.
Bislang weiss ich noch nicht so genau, wie mir der Stil gefällt. Die Geschichte wird offenbar vom Tod erzählt, dem die Bücherdiebin wieder und wieder begegnet. Wir haben also einen interessanten allwissenden Erzähler, der durchaus auch Humor zu haben scheint.
Die Bücherdiebin ist ein armer Wurm, sie hat in ihren jungen Jahren bereits einiges auszustehen gehabt. Jetzt lebt sie bei einer ganz gruseligen Pflegemutter, die alle Leute als "Saumenschen", "Saukerle" oder "Schweine" betitelt. Der Pflegevater scheint bislang recht angenehm, wenn auch schweigsam zu sein.
Und das erste Buch hat Liesel auch schon geklaut...

Ich weiss noch nicht so genau, wohin mich die Reise führt allerdings gehe ich davon aus, dass mich das Buch noch fesseln wird. Es liest sich so an wie die meisten Bücher, bei denen man anfangs schwerlich hereinkommt, die einen dann aber mit der Zeit aber nicht mehr loslassen...

Urlaubswoche = Lesewoche?!

Ich habe am Montag meinen ersten Urlaubstag und habe mir vorgenommen, diese Urlaubswoche neben einigen notwendigen und einigen schon sehr lange aufgeschobenen Aktivitäten mit einigen Büchern zu verbringen.
Inspiriert für dieses Projekt hat mich die Winterkatze, die an dieser Challenge: 7 Tage - 7 Bücher ab Montag teilnehmen wird. Bzw. genau genommen haben mich natürlich die Bloggerinnen inspiriert, die diese Challenge ausgerufen haben :)
Für eine Anmeldung habe ich mich leider zu spät entschieden aber irgendwie glaube ich auch nicht, dass ich es schaffen würde, die Challenge erfolgreich zu beenden.

Meine eigenen Regeln sehen also etwas milder aus ;)...
- Mindestens drei Bücher beenden (davon ggf.  und maximal ein Hörbuch oder ein Comic).
- Die Fortschritte und das Leseerlebnis hier auf dem Blog transparent machen.
- Trotzdem auch noch Zeit für andere Urlaubsaktivitäten lassen - wenn es nicht klappt, dann klappt es halt nicht ;)
- Ich darf auch zwischen den Büchern springen und ggf. auch noch eines austauschen.
- Als Belohnung darf ich mir ein Buch am Ende meines Urlaubes anschaffen, welches sich für meine Bahnfahrten eignet.


Hier sind nun meine geplanten Bücher:
1.) Die Bücherdiebin von Markus Zusak
--> das letzte Buch meiner Lieblingsbücher-Challenge im ebook-Format
2.) Das Mädchen von Stephen King
--> als Paperback, dieses Buch liegt schon seit gefühlten 10 Jahren bei mir herum und ich höre immer wieder, wie gut es sein soll
3.) Das geheime Buch der Frida Kahlo von Francisco Haghenbeck
--> liegt auch schon seit ca. 1,5 Jahren neben meinem Nachtisch, ebenfalls ein Paperback
4.) Sandman - Präludien & Notturni von Neil Gaiman--> ein Bonus- bzw. Ausweich-Buch, welches die liebe Natira mir auch schon vor einer gefühlten Ewigkeit zum Reinschnuppern mitgebracht hat.
5.) Der Herr aller Dinge von Andreas Eschbach
--> Bonus- bzw. Ausweich-Hörbuch, welches ich gerade ganz neu gekauft habe :)
6.) Vier minus Drei von Barbara Pachl-Eberhart
--> eine Empfehlung einer Patientin, die sich sehr spannend anhörte und die ich - glaube ich - unbedingt lesen will und muss :)

Um also ein paar längst überfällige und nichtsdestoweniger sehr interessante Bücher auf meine "Hab-ich-gelesen"-Liste verschieben zu können geht es jetzt auch direkt los für mich und ich steige in diesem Moment in die Bücherdiebin ein :)

Liebe Grüße von der etwas aufgeregten, vorfreudigen und urlaubsreifen Sayuri, die sich schon sehr auf das Lesen und diese Urlaubswoche freut ;)

3/14/2013

#11: Lieblingsbücher-Challenge - "Die Physiker" by Friedrich Dürrenmatt

Vor ein paar Tagen habe ich "Die Physiker" von Dürrenmatt beendet und ich muss sagen, dass dieses Buch eine der größten Überraschungen der Lieblingsbücher-Challenge für mich war. Ich habe mich schon lange nicht mehr so gut amüsiert und habe die Geschichte der drei Physiker, der drei Krankenschwestern, den Pflegern und Fräulein Dr. Mathilde von Zahnd sehr genossen. Auch diese Geschichte darf nicht gespoilert werden, aber es kann nicht schaden zu verraten, dass die Komödie / das Stück in einem Sanatorium spielt, allerdings zu einer Zeit, als Sanatorien noch etwas anders funktionierten als heute. In diesem Sanatorium sind "vertrottelte Aristokraten, arteriosklerotische Politiker, debile Millionäre, schizophrene Schriftsteller und manisch-depressive Großindustrielle" untergebracht. Also die "ganze, geistig verwirrte Elite des Abendlandes" sowie berühmte Physiker wie Einstein, Newton und ein Patient namens Johann Wilhelm Möbius, welchem der König Salomon erscheint.
Und nun verlassen wir den Inhalt, denn mehr darf ich nicht verraten, wenn ihr noch etwas Spass am Lesen haben sollt.
Aber: es passieren Morde!

Und tolle, lustige Dialoge - ich weiss jetzt schon, dass ich dieses Stück sehen möchte, wenn es mal in meiner Nähe aufgeführt wird.
Der Sprachstil hat mir gut gefallen, es lass sich schnell und angenehm und kurzweilig "weg".

Ich freue mich schon auf weitere Dürrenmatt-Experimente und bin froh, dass ich diesen Autor auf diesem Wege kennengelernt habe :)

3/03/2013

#10: Lieblingsbücher-Challenge - "Erebos" by Ursula Poznanzki

Vor ein paar Wochen habe ich ein weiteres Buch der Lieblingsbücher-Challenge von Lisa "geschafft". Geschafft ist allerdings das falsche Wort, denn ich habe das Erebos sehr genossen und mit Begeisterung und Spannung gelesen. Vielen Dank noch einmal an die liebe Winterkatze für die Leihgabe (die sich auch in Kürze auf dem Weg zurück zu Dir befinden wird :) )

Zum Inhalt:
Dies ist wieder so ein Buch, über das man nur wenig verraten darf, um die Spannung nicht zu schmälern.
Soviel sei jedoch verraten: Es handelt sich um ein Buch, in dem es um virtuelle Welten in Form von Computerspielen geht. Ein Thema, mit dem ich mich, um ehrlich zu sein, zuvor noch gar nicht beschäftigt hatte. So ähnlich stelle ich mir Spiele wie "Warcraft" vor - wobei das tatsächlich Spekulation ist, denn ich bin bisher noch nicht damit in Berührung gekommen.

Die Geschichte handelt von Schülern, an deren Schule sich ein Spiel mehr und mehr verbreitet - ein Spiel, in das man hineingezogen wird, ob man will, oder nicht. Ein Spiel, das gefährlich ist und ein Eigenleben zu haben scheint...
Auch als Leser ist man gefesselt und wartet voller Spannung, wie es weitergeht.
Die Grenzen beginnen für den Protagonisten und den Leser schon fast zu verschwimmen und tatsächlich bricht das Spiel, zunächst nur in kleinen Episoden, am Ende aber ganz massiv, in die Realität aus.

Meine Meinung:
Ich war von diesem Buch absolut gefesselt. Habe abends immer länger gelesen, als klug gewesen wäre (wenn man bedenkt, dass der Wecker um 5:50 Uhr klingelt). War ganz aufgeregt beim Lesen, dachte immer, was für eine großartige Idee die Autorin da hatte. Auch dieses Buch ist sicher eher in die Jugendbuchecke einzuordnen, aber ich finde es sehr empfehlens- und lesenwert. Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich habe mich sehr unterhalten gefühlt. Ich fand es spannend, soviel über diese Art von Spielen zu erfahren und kann mir durch diese Lektüre den Suchtfaktor von solchen Spielen ganz gut erklären.
Also: von meiner Seite eine absolute Empfehlung - es war ein tolles Leseerlebnis :)