4/04/2013

#12: Lieblingsbücher-Challenge - "Die Bücherdiebin" by Markus Zusak

Hier also der letzte Blogpost zur Lieblingsbücher-Challenge.
Im Verlauf der letzten Woche habe ich ja wahnsinnig viel (für meine Verhältnisse) gelesen und unter anderem auch ähnlich o.g. Buch in Angriff genommen. Ich habe das Buch schon häufig "liegen sehen", fand immer die Covergestaltung ansprechend, hatte aber wenig Vorstellungen bezüglich des Inhaltes.
Das änderte sich dann schlagartig, nachdem ich damit begonnen hatte - das Buch entpuppte sich sehr schnell als Ausnahmewerk in vielerlei Hinsicht.
Wir haben zum einen eine ungewöhnliche Erzähler-Figur: der Tod selbst erzählt die Geschichte der Liesel Meminger, die er in der Zeit vor und während des zweiten Weltkrieges begleitet. Liesel ist ein wirklich armes Würmchen und kommt aus Gründen in eine Pflegefamilie in einen Ort in der Nähe von München. Die Pflegeeltern wirken zunächst sehr steif und "ungeeignet" aber im Laufe der Zeit lernt man sie kennen und schätzen ;) Liesel selbst ist sehr sympatisch, obschon sie selbst ein "Saumensch" ist und auch andere als solche bezeichnet. Auch finde ich die Charakterstudie des kleinen Mädchens sehr interessant und gut gemacht.
Der Titel verrät ja schon, das Liesel eine etwas fragwürdige Einstellung bzgll fremden Eigentums hegt und so klaut sie das ein oder andere Buch.
Das ist auch sehr wichtig für die Geschichte und alles was kommt.
Ich will aber nicht zu viel vorwegnehmen.
Außergewöhnlich fand ich neben dem Erzählstil vom Tod auch die häufigen Einschiebungen zur näheren Erläuterung von Sachverhalten und die Kapitel-Einleitungsseiten. Auf diesen wird dem Leser Geschmack auf das Kapitel gemacht, indem in wirr wirkenden Stichpunkten das Kapitel umrissen wird.
Das alles hat mir immer Lust auf mehr gemacht.
Zugegebenermaßen fand ich den Anfang sehr zäh, ich fand, dass das Buch eine ganze Weile gebraucht hat, um mich in den Bann zu ziehen.
Aber nichtsdestoweniger fand ich das Thema und die Umsetzung, allein die kreative Idee sehr lesenswert und am Ende hatten mich das Buch und die handelnden Figuren vollends erwischt und ich habe auf den letzten Seiten mit Liesel zusammen bittere Tränen geweint.
Wer das Thema noch lesen mag und ertragen kann, dem würde ich das Buch schon empfehlen. Allerdings mit der Prämisse, dass man bereit sein sollte, sich auf einen etwas ungewöhnlichen Erzählstil mit etwas Geduld einzulassen.

Mein Fazit zu der Lieblingsbücher-Challenge von der lieben Lisa aus der Pfötchen-WG:
Mir hat die Challenge großen Spass gemacht. Durch das Lesen von zwei Trilogien ging das auch alles recht schnell und leicht von der Hand und ich habe die Challenge zu keiner Zeit als (lästige) Pflicht empfunden, ganz im Gegenteil.
Am Ende hatte ich dann aber ein Problem, weil ich mittlerweile wohl wirklich alle Bücher auf dieser Liste gelesen habe, die ich lesen möchte - also noch einmal könnte ich an genau dieser Challenge mit dieser Liste nicht teilnehmen.
Bei einer neuen Liste wäre ich aber gerne wieder dabei :D
Danke, liebe Lisa, fürs Ausrufen der Aktion - ich hatte viele schöne Lese- und Blogstunden!

2 comments:

  1. Liebe Sayuri,
    'Die Bücherdiebin' habe ich bereits vor der Challenge gelesen und war, ähnlich wie du, sehr angetan von der kreativen Idee und dem außergewöhnlichen Erzählstil.
    Und natürlich vor allem herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluss der Challenge. :) Es freut mich sehr, dass dir die Aktion Spaß gemacht hat. Wenn die Challenge dann offiziell beendet ist, wanderst du natürlich in den Lostopf für einen kleinen Gewinn. ;)
    Liebe Grüße,
    Lisa

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    1. Ja, ich erinnere mich an Deinen Post - und bin auch nur durch diesen darauf gekommen, das Buch zu lesen, soweit ich mich erinnere.
      Wie gesagt, irgendwie ist es schade, dass es schon vorbei ist :/

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