1/13/2013

#7 & #8: Lieblingsbücher-Challenge "Die Chemie des Todes" und "Kalte Asche" by Simon Beckett (Bonus: inkl. "Leichenblässe")

Im Moment läuft es mit der Lieblingsbücher-Challenge für mich recht gut. Das ist der Vorteil, wenn man mehrteilige Reihen ausgewählt hat ;)
Jetzt hat es mich also zu David Hunter, dem Helden der Simon Beckett-Reihe gezogen und ich habe voller Spannung innerhalb weniger Tage die Teile 1 - 3 gelesen. Der erste Teil, die "Chemie des Todes" hat mir am besten gefallen - wie so häufig bei Trilogien...

Worum geht es in "Die Chemie des Todes"?
David Hunter ist forensischer Antrophologe und wird vollkommen zufällig in eine schreckliche Mordreihe hineingezogen. Eigentlich wollte er sich nämlich aus seinem ursprünglichen Fachgebiet aufgrund von persönlichen Verlusten zurückziehen. Dafür ist er von London aufs "Land" gezogen und praktiziert als Allgemeinmediziner.
Eines Tages wird eine stark verweste Leiche im Wald gefunden und Dr. Hunter wird relativ schnell in die Untersuchung einbezogen.
Ich habe schon auf den ersten Seiten mehr über die Verwesung von Dingen erfahren als ich je wollte. Nichtsdestoweniger ist das Buch sehr fesselnd geschrieben und ich konnte es kaum weglegen. Außerdem ist das Ende extrem überraschend und kommt sehr unerwartet.
Auch die Figur des David Hunter, die Geschichte drum herum und der aufgebaute Spannungsbogen haben mich so überzeugt, dass ich sofort im Anschluss Teil 2 gelesen habe.

Worum geht es in "Kalte Asche"?
"Kalte Asche" beginnt mit einem neuen, jetzt wieder offiziellen Fall für David Hunter. Er ist in sein altes Betätigungsfeld zurückgekehrt und wird auf eine Insel der Hebriden gerufen, wo eine verbrannte Leiche gefunden wurde. Recht schnell lernt der Leser die schrullige Inselgemeinschaft kennen, wird allerdings sehr als Eindringling wahrgenommen, was man ihn auch spüren läßt. Die ganze Situation ist anfangs nur leicht beunruhigend, wird aber schon fast unheimlich, als ein Sturm aufkommt und die Insel vom Festland abgeschnitten ist: die Fähre fährt nicht mehr und auch die Funkverbindung ist abgebrochen. Ein schrecklicher Sturm kommt auf, währenddessen noch schrecklichere Dinge geschehen. Und auch hier wendet Simon Beckett wieder das gleiche Schema an, wie im ersten Teil - das hat mich zwar auch wieder gut überrascht und planmäßig in die Irre geführt, jedoch fand ich es etwas schade, dass die Geschichte wieder sehr ähnlich wie im ersten Teil aufgelöst wurde. Das "richtige" Ende war dann noch mal ein richtiger Knall - das fand ich gelungen.
Auch dieser Teil nahm mich so gefangen, dass ich gleich darauf mit dem dritten Teil begann...

Bonus ;)
Worum geht es in "Leichenblässe"?
In Leichenblässe ist David Hunter in der "neuen Welt" und darf dort an einem Forschungsinstitut arbeiten. Durch reinen Zufall wird er natürlich auch in Tennessee wieder in eine Mordermittlung hineingezogen. Hier hat er nicht nur mit dem üblichen Misstrauen, was ihm entgegenschlägt, zu kämpfen, sondern auch mit Selbstzweifeln aufgrund einer neu erwachten Unsicherheit bzgl. seiner Arbeit. Außerdem kommt er nicht so gut damit zurecht, dass man ihn im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht wirklich bei den Ermittlungen dabei haben will und das er selbst nicht weiss, was er eigentlich in Zukunft mit seinem Leben anfangen will.
Also ein Buch voller Unsicherheit, voll Zweifeln und Hadern. Der in diesem Buch beschriebene Psychopath kommt auch regelmäßig selbst zu Wort - das ist ganz schön gruselig, so etwas lese ich nicht so gerne. Auch hier nutzt Beckett wieder sein schon gut ausgefeiltes Überraschungsschema, aber dieses Mal war ich darauf vorbereitet und habe den wahren Täter schon etwa in der Mitte des Buches entlarvt bzw. verdächtigt.
Auch wenn ich die Trilogie mit Spannung und Begeisterung in einem Rutsch gelesen habe, habe ich am Ende von Teil 3 auch erstmal genug von David Hunter und Simon Beckett. Die andere Reihe zu beginnen reizt mich momentan überhaupt nicht und ich denke, das wird sich so schnell auch nicht ändern. Vielleicht hat er es einfach etwas übertrieben, so dass ich jetzt aktuell keinerlei Bedarf mehr an forensischer Antrophologie habe.

Aber Spass gemacht hat mir die Reihe dennoch und ich empfehle sie jedem gerne weiter, der Thriller mag und einen nicht allzu schwachen Magen hat (wobei ich eigentlich ein ziemliches Weichei bei solchen Büchern bin - und ich konnte es gut lesen).

7 comments:

  1. Ich fand den Auftakt der David-Hunter-Reihe auch grandios. Mal etwas ganz anderes und ein definitiv überraschendes Ende. Ansonsten ging es mir genauso wie dir bei den übrigen Büchern: den selben Ablauf im zweiten Buch fand ich ebenfalls schade, obwohl das Ende dann der Hammer war, Teil 3 fand ich ansich auch gut, aber nich mehr ganz so gut wie Teil 1. Inzwischen habe ich auch den 4. Teil gelesen. Von diesem war ich allerdings ziemlich enttäuscht.

    Es freut mich, dass es bei dir so gut läuft mit der Challenge. :) Das mit den Reihen ist wirklich praktisch, habe ich bei Tribute von Panem gemerkt. ;) Demnächst will ich für die Challenge die Millenium-Trilogie lesen. Dann sind auch gleich wieder mehrere Bücher abgehakt. :)

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    1. Ich bin auch ganz begeistert, dass ich so gut voran komme im Moment ;)
      Und ich finde es interessant, dass wir beide genau den gleichen Eindruck von den Büchern haben ... Ich glaub, Teil 4 spare ich mir erstmal...

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  2. hm, das ist nicht nett von dir, so angetan von diesen büchern zu schreiben! das führt mich in versuchung, den ersten teil doch mal näher in augenschein zu nehmen. ;)

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    1. Eigentlich ist das schon ziemlich nett von mir, wenn ich Dich auf einen spannenden Thriller hinweise ;)
      Aber er läuft Dir ja nicht weg - und wenn Du irgendwann mal richtig viel Lust auf einen Thriller hast, weisst Du ja, woran Du denken musst :D

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  3. Ich kenne von der Reihe nur Teil 2 und 3 - was bedeutet, dass mir irgendwelche Ähnlichkeiten zum ersten Band bei "Kalte Asche" nicht aufgefallen sind. Dafür waren mir die Schlussszenen (nicht die Auflösung) etwas zu viel ... Und bei "Leichenblässe" war mir der Fall zu vorhersehbar - vermutlich, weil ich schon zu viele Krimis mit ähnlichen Geschichten konsumiert habe. ;)

    Trotzdem habe ich immer noch im Hinterkopf, dass ich irgendwann einmal "Chemie des Todes" lesen könnte, auch wenn ich relativ wenig Lust auf weitere Romane von dem Autor habe. Aber ich bin bei Krimis inzwischen ja auch ganz schrecklich mäkelig geworden. ;) Dafür freue ich mich, dass dir das Lesen so viel Spaß gemacht hat, dass du gleich alle drei Romane am Stück verschlungen hast! :)

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    1. Ja, dieser Wiederholungseffekt bei Teil 3 ist mir auch negativ aufgefallen.
      Und bei mir ist ja auch diese "Autorenmüdigkeit" eingetreten - ich kann mir gerade gar nicht vorstellen, ihn momentan nochmal zu lesen. Aber wenn Dir mal genau nach dieser Art von Thriller ist, weisst Du ja, was Du lesen kannst.
      Für mich war es so, als wenn ich eine neue Fernsehserie entdecke: ich habe einfach nur konsumiert und habe das auch sehr genossen. Jetzt ist es schön, wieder etwas anderes zu lesen :D

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    2. So ähnlich ging es mir vor einiger Zeit mit Karen Rose. Wobei ich das Pech hatte, dass ich mit einem fundiertem Thriller anfing und erst im Laufe der Zeit entdeckte, dass sie für meinen Geschmack zu viele Liebesromanelemente in ihren Geschichten hat. Trotzdem haben sich die Bücher gut hintereinanderweg lesen lassen. *g*

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