6/23/2012

#1: Lieblingsbücher-Challenge - "the host" by Stephenie Meyer

Das erste Buch der Challenge von Lisa ist gelesen.
Jetzt soll ich also eine "Rezension" dazu schreiben - ohje. Normalerweise drücke ich mich ja um Rezensionen immer herum. Das liegt daran, dass ich kein Freund vom schreiben langer Inhaltsangaben bin und ich außerdem denke, dass meine Meinung von einem Buch ja immer subjektiv ist und daher für niemanden so sehr von Interesse sein wird.
Also gut - dieses Buch schlummerte schon lange auf meinem iPad herum, da ich einfach nie über die ersten drei Seiten hinausgekommen bin. Das lag an der, in meinen Augen etwas zähen, Anfangssequenz. (Die zog sich, wie ich jetzt beim Durchlesen feststellen durfte, auch über einige Kapitel hin....) Aber für die Challenge war das Buch eine gute Wahl, denn so musste ich mich durch die Dürre am Anfang hindurchbeissen.

Was ist das nun für ein Buch, worauf muss man gefasst sein?
Es hat natürlich nicht mal entfernt etwas mit Vampiren zu tun. (Auch wenn erstaunlich häufig das Wort "scent" benutzt wird ;), wie auch schon bei Twilight & Co. ... Allerdings fällt mir häufiger auf, dass Autoren oft Lieblingswörter haben. Ich denke da an die kichernden Magier von Trudi Canavan *g* ) Aber es geht nicht um Blutsauger, nein, es geht um Außerirdische.
Aliens haben sich den Planeten Erde ausgesucht und ihn heimlich still und leise und sehr effektiv zu ihrem Planeten gemacht. Nachdem sie herausgefunden haben, dass die Menschen schlecht und voller Gewalt sind, aber einen schicken, blauen Planeten ihr Eigen nennen, haben sie sich entschlossen, den Menschen die Mühen des Lebens abzunehmen ... Die Aliens sind kleine, harmoniebedürftige und friedliche Parasiten, die sich in die Körper der Menschen einnisten und sie übernehmen. Normalerweise ist das eine unproblematische Prozedur, aber im Fall der Hauptfigur wird die sehr erfahrene Seele (die Aliens bezeichnen sich durchgängig als "souls") vor ein Problem gestellt. Mehr möchte ich nicht verraten, vielleicht wollt Ihr dieses Buch ja auch noch lesen.

Auf jeden Fall geht es auch hier wieder um eine Frau zwischen zwei Männern, die große, eine Liebe und die Opferbereitschaft der Hauptfigur. Das kennen wir ja nun wirklich von Bella zu Genüge ;) Aber ich muss sagen, dass ich das Buch am Ende dann schon mit Spannung weitergelesen habe. Der Anfang war zäh, aber irgendwann war ich drin und dann las es sich auch genauso flüssig wie die Twilight-Reihe (wie die Teile 1, 3 und 4 jedenfalls).

Die Figuren sind natürlich auch hier stellenweise nicht gut zu "verstehen" und verhalten sich für mich unlogisch. Aber: ich fand die Idee mit der Vereinnahmung der Erde und die Philosophie, die dahinter immer mal wieder zum Vorschein kam, sehr gut durchdacht. Das hat mir richtig gut gefallen. Ich habe überhaupt nicht auf Fehler in der Logik geachtet, und mir ist auch nichts Gravierendes aufgefallen, was nicht funktionieren kann.
Von daher: gute Unterhaltungslektüre, nach Startschwierigkeiten durchaus lesenswert und fesselnd.
Und ich muss sagen, ich finde es gut, dass Stephenie Meyer sich an ein doch sehr anderes Genre einfach so herantraut. Ich mag ja nun Science-Fiction-Literatur, aber ich glaube schon, dass es stimmt, dass dieses Buch auch Leute mögen, die sonst mit Sci-Fi nichts am Hut haben... Okay, das liegt vielleicht an der im Vordergrund stehenden Liebesgeschichte? Es geht ja kaum um Technik und Raumfahrt ;)
Aber trotzdem: als leichte Lektüre für zwischendurch und zum Englisch trainieren sehr empfehlenswert :)

11 comments:

  1. mh, da ich das Buch auf Deutsch als eines der wenigen abgebrochen habe, sollte ich es evt. noch einmal auf englisch versuchen...

    Grüßchen
    Aly mit den 3 Kuhkatzen

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    1. Hallo Aly, willkommen hier bei mir auf dem Blog :)
      Ich weiss nicht, ob der Anfang auf deutsch noch "langweiliger" ist, das Buch brauchte einfach eine Weile, bis es "mich hatte" ;)
      Auf englisch hatte es den netten Nebeneffekt, dass ich die Sprache weiter trainiert habe :)
      Am Ende habe ich mich jedenfalls immer auf meine Lesezeit gefreut...
      Viele Grüsse an Dich und die Kuhkatzen (besonders von unserer kleinen Kuh, Phoebe ;) )!

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    2. hihi, unsere kleineste Kuh heisst eigentlich auch Phoebe, nur sagen wir immer Fiepchen, weil sie so süß fiept.

      Grüßchen
      Aly

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    3. Das ist jetzt aber wirklich witzig: unsere wird auch häufig so genannt ;) Sie gurrt und fiepst die ganze Zeit und kommentiert auf diese Art und Weise alles, was sie tut :) Besteht auch eine optische Ähnlichkeit? Du kannst ja mal auf Fridas & Phoebes Seite schauen :D
      Liebe Grüße!

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  2. Liebe Sayuri,
    mir gefällt deine erste Rezension sehr gut. Hast du super hinbekommen. ;)
    The Host habe ich vor ca. 2 Jahren gelesen. Ich bin überhaupt kein Sci-Fi-Fan und kann daher bestätigen, dass das Buch auch für solche Leute etwas ist. :) Ich fand die Idee sehr interessant und mir hat das Buch damals gut gefallen.
    Liebe Grüße,
    Lisa

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    1. Dankeschön, liebe Lisa :)
      Ah, siehst Du, dann stimmt das ja ...
      Die Idee fand ich auch sehr spannend - es ist nur etwas schade, dass die Hauptfigur immer so furchtbar "angepasst und opferbereit" sein muss ;)
      ...
      Als nächstes kommt wohl Eragon :)
      Liebe Grüsse!

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  3. ich sollte gelegentlich mal gucken, ob ich das buch irendwo leihen kann. die motivation der harmoniebedürftigen aliens würde mich interssieren. wollen sie die erde retten und/oder die menschen?
    und vielleicht kann zwar s. meyer aus dem genre ausbrechen, aber - noch- nicht aus der charakterzeichnung...

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    1. Ich habe schon geschaut - ich kann es von ibooks leider nicht verleihen :(
      Am ehesten wollen sie wohl den Planeten retten (und sich selbst - sie brauchen ja einen Wirt). Das Harmoniebedürftige bezieht sich darauf, dass sie ansonsten (also abgesehen von der Besetzung eines Planeten) sämtliche Gewalt verabscheuen. Zueinander sind sie sehr lieb und immer gut gelaunt. Ein bisschen merkwürdig, vielleicht ;)

      Da hast Du bestimmt recht, die Charakterzeichnung weist schon sehr viele Paralleln auf...

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    2. Ja, ein ebook-verleih unter Privatleuten ist schwierig, der mich auf dem Buchmarkt besonders deswegen stört, weil die ebooks auf dem deutschen Markt nur unwesentlich günstiger als ihre gedruckten Bücher sind und dennoch weder verliehen noch weiterveräußert werden können.

      Kein Wunder eigentlich, dass sich hier ebooks noch immer schwertun und eine entsprechende Dunkelziffer an Piraterie vorhanden ist. Zumindest sind englischsprachige ebooks regelmäßig günstiger zu haben...

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    3. Stimmt, das ist wirklich ein echter Nachteil. Ich will ja nun auch nicht jedes Buch auf englisch lesen, wenn ich ehrlich bin ...
      Aber ich denke, skoobe wird auf Dauer da eine echte Alternative für mich sein :)

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    4. ja, für mich vielleicht auch ...

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