11/13/2011

San Francisco - Muir Woods - Yosemite Park - Mono Lake

Nun wird es auch allmählich allerhöchste Zeit, über unseren Urlaub zu berichten.
Unterwegs hatte ich ja immer wieder mal Instagramme hochgeladen, aber ein richtiger Reisebericht steht noch aus...
Ich habe mich entschieden, diesen Reisebericht in Etappen aufzuteilen und die Fotos immer in Collagen-Form einzustellen. Das hat den Vorteil, dass ich nicht zu viele Bilder hochlade und mir so hoffentlich nicht alle Leser vergraule - allerdings hat es auch den Nachteil, dass die Qualität der Aufnahmen leidet. Aber um Eindrücke zu bekommen reicht es, glaube ich ...

Diese Etappe mit 692 km steht Euch heute bevor:


Unser Urlaub begann ja mit dem Flug nach San Francisco, wo wir ein paar Tage entspannt mit Freunden verbrachten und die Stadt - wieder einmal - auf uns wirken liessen.
Wir hatten ein wenig Pech. Die ganze Zeit vorher war es jeden Tag wunderbar warm, aber an unserem zweiten und dritten Tag hat es dann geregnet. Aber es war sozusagen warmer Regen, daher war es ok.

Für mich ist San Francisco ja einfach nicht _die_ Traumstadt - das ist zwar kaum zu verstehen für all die "Frisco"-Fans, aber irgendwie hat sie mich einfach nicht "gepackt". Es ist eine hübsche Stadt, mit schönen Häusern, den lustigen wellenförmigen Strassen etc. ... aber eben nicht "meine" Stadt. Aber "meine Stadt" in den USA ist maximal New York, und auch da würde ich wohl nicht für immer leben wollen, selbst wenn ich könnte. Aber natürlich ist San Francisco an vielen Orten auch sehr reizvoll und es gibt viele spannende kleine Läden und interessante Menschen.
Wir haben also unsere Tage dort genossen und haben uns - wie üblich, die Stadt größtenteils erlaufen.

Danach ging es in Richtung Yosemite-Park, allerdings nicht ohne noch in den Muir Woods Halt zu machen und dort die wunderschönen Mammutbäume zu bestaunen. Wer von Euch erinnert sich noch an den Hitchcock-Film "Vertigo"? Ja, genau die Mammutbäume waren es und auch den Baumstamm, auf dem Madeleine gruselig an den Jahresringen zeigt, in welcher Zeit sie gelebt haben will, haben wir gesehen. Ich muss unbedingt diesen Film mal wieder schauen ...
Am Tag nach den Muir Woods hatten wir beide Muskelkater im Nacken - man kann einfach gar nicht anders, als immer wieder überwältigt den Blick nach oben zu wenden...

Hier ein paar Impressionen - und dann geht es auch schon weiter...
Der nächste Stopp war der Yosemite National Park, der einfach nur wunderschön ist.
Das Wetter war zwischenzeitlich wieder prima und wir haben dort einige schöne Stunden verbracht: mit kleinen Wanderungen, einem entspannten Picknick und einer abschliessenden spannenden Fahrt über den Tioga Pass zum Mono-Lake und abschliessend nach Bishop.
Natürlich haben wir das nicht alles an einem Tag gemacht, aber ich fasse das einfach mal so frei zusammen ...

Hier nun meine persönlichen Lieblingseindrücke aus dem Yosemite Park und dem Weg nach Bishop...




Alleine die Klimazonen, durch die wir bis dahin gekommen waren, haben mich schwer beeindruckt. Schnee, während ich in kurzen Hosen herumlief.... Die Hitze tagsüber im Yosemite-Tal und die Kälte, als wir am Ende des Tages oberhalb vom Mono Lake standen.
Schon allein diese ersten Tage unserer Tour waren wundervoll. Fest stand auch schon an diesem Abend, dass wir in Zukunft noch einmal in die Nationalparks fahren wollen, um dort noch deutlich länger und ausgiebiger die Natur zu geniessen. Denn, man kann ja sagen was man will, aber solche wunderbaren Naturmonumente wie in den USA sind wahrlich schwer zu finden ...

Mit diesen Worten verabschiede ich mich erstmal wieder und wünsche Euch noch einen gemütlichen Sonntag :) Ich glaub, ich geh jetzt Vertigo gucken ...

Status - Erste Arbeitswoche überstanden

Ich bin ja nun wirklich nicht unerfahren, was das Arbeiten angeht. Ich hatte schon ein paar Arbeitgeber und kann daher auf ein bisschen Berufserfahrung zurückblicken.
Aber das ich soviel vergessen verdrängen würde, im Laufe meines Studiums, hätte ich nicht gedacht. Und zwar "verdrängen" in dem Sinne, dass ich einfach nicht mehr wusste, dass es sich so anfühlen würde. Gar nicht nur negativ gemeint, übrigens. Im Gegenteil: Es ist zum Beispiel ganz schön, dass das Wochenende wieder einen ganz neuen Wert bekommen hat. Oder auch, dass man sehr nette Kollegen hat, die genau die identischen Ziele haben, wie man selbst. Es ist dagegen nicht ganz so schön, dass ich ziemlich früh aufstehen muss und einige Einschränkungen habe, was die Rahmenbedingungen wie Arbeitszeit und Computerbeschaffenheiten angeht, die ich beide etwas ärgerlich finde.
Aber gut, da muss man einfach mal schauen, wie gut man damit leben kann oder auch nicht.

Diese erste Woche bin ich noch mit dem Auto gefahren.
Das war von daher gut, dass ich nicht ganz so schrecklich früh aufstehen musste (zwar schrecklich früh, aber nicht ganz so schrecklich früh ;) )
Ab Montag werde ich aber mal eine Testwoche mit dem Zug machen - in der Hoffnung, dass ich die Fahrzeit dann zum Entspannen mit Buch oder Zeitung nutzen kann und die Zeit somit nicht verloren ist. Im Auto höre ich zwar Hörbücher, aber ich bin natürlich trotzdem die ganze Zeit unter Anspannung, gerade weil die Strecke doch recht voll ist. Es ist zwar wirklich eine "fahrbare" Strecke, Spass ist aber etwas anderes.

Die Arbeit als solche lässt sich ganz gut an. Nächste Woche geht es auch schon richtig turbulent los mit Einzelgesprächen mit Patienten, was ich so rasch nicht erwartet hätte. Außerdem habe ich mich schon etwas aus dem Fenster gelehnt und mich für einen Vortrag entschieden, den ich gerne später halten möchte. "Nichtrauchen" - ohje ;) Ich glaub, da habe ich mich für den herausfordernsten Vortrag aufgrund der wenig motivierten Teilnehmer entschieden. Aber irgendwie fand ich ihn spannend.

Alles weitere wird sich finden müssen. Das Fazit der ersten Woche: Nicht genau das, was ich erwartet hatte, aber bezogen auf die Aufgaben sogar spannender als erwartet. Prinzipiell aufregend und ich kann einfach nur hoffen, dass ich den Anforderungen gerecht werde. Und dann im Umkehrschluss auch, dass ich mit den Einschränkungen zumindest so lange gut zurechtkomme, dass ich dort viel lernen kann.
Ihr seht, es bleibt spannend. Aber die erste Arbeitswoche ist geschafft - und ich glaube, so viel kann man nach einer Woche noch gar nicht sagen. Die erste Arbeitswoche ist ja typischerweise nicht wirklich repräsentativ.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.