12/28/2011

Die letzte Etappe: Natchez - New Orleans - Panhandle-Küste - St-Pete-Beach - Cape Canaveral - Miami

So kurz vor Jahresende möchte ich auch noch schnell mit meinem Reisebericht abschliessen.
Da ich in New Orleans nahezu kein Foto gemacht habe und in Florida in meinen Augen ohnehin nicht mehr so viel Aufregendes zu sehen gibt, besteht die letzte Etappe nahezu ausschliesslich aus Strand-Bildern :)
Aber hier erst einmal unsere Route:



Die "Vom-Winde-verweht"-Bilder bildeten ja bereits den Abschluss der letzten Etappe - daher habe ich aus dem "Beautiful South" nun nur noch ein paar Sumpf-Bilder und ein paar Instagrame, die Ihr aber vermutlich schon alle kennt ...

Eigentlich wollten wir eine echte Sumpf-Bootsfahrt machen mit einem total abgedrehten Typen, der uns im Reiseführer empfohlen wurde. Leider hatte der aber in der Zwischenzeit genug von der Tourismus-Schiene - sein Haus haben wir zwar noch gefunden, aber dort fanden schon länger keine Touren mehr statt.


Stattdessen sind wir so ein bisschen in den Sümpfen herumgelaufen / gewandert und haben nach Alligatoren gesucht. Die haben wir leider nicht gesehen, obwohl Larry, unser Ranger im Visitor-Center uns jeden Platz, an dem die Alligatoren jemals gesichtet wurden auf einer Karte eingezeichnet hatte. Er war sowieso ein sehr lustiger Zeitgenosse, der sich viel Zeit genommen hat, um uns über die Sümpfe, die Flora und Fauna und das Klima zu informieren.
Wir wanderten dort also ein paar Stunden, ohne spannende Tiere zu sehen, aber mit immer wieder schönen Ausblicken. Was es dort leider auch viel gab waren Moskitos, die natürlich in einem Sumpf, der etwas auf sich hält, nicht fehlen dürfen ;)

New Orleans ist ja leider nicht ganz so "meine Stadt", daher war ich dort sehr fotografier-müde. Ein paar Bilder über Instagram sind aber vielleicht doch noch zeigenswert:





Ab dem Bild im Zentrum der Collage befinden wir uns in New Orleans. Eine der schönsten Erfahrungen dort war ein Frühstück im "Blue Plate Cafe". Ich, als bekennende nicht-unbedingt-Rührei-liebende Person war ganz angetan von dem ebenfalls abgelichteten Rührei mit Ziegenfrischkäse, Tomatenrelish und Pesto, dazu gab es köstlichen Salat. Herrlich!

Die folgenden Bilder in der Zusammenstellung sind übrigens in Orlando entstanden, im Disney-Village. Das erste stammt aus dem Disney-Christmas-Shop (nein, wir haben keine Deko mitgenommen ;) ), dass zweite zeigt meinen neuen Freund Jack, den ich aus dem Legoshop mitnehmen durfte (ausserdem haben wir noch einen "R2D2" befreit :) )
Aber ich greife vor: nach New Orleans sind wir dann am Wasser weitergefahren, immer schön an der Golfküste entlang und haben einige der wunderschönsten Strände gesehen und genossen...



Irgendwann erreichten wir  Orlando (sh. oben) und später dann auch Cape Canaveral, was für mich alten Star Trek-Fan wieder mal ein grosser Spaß war:


Zum Abschluss des Urlaubs wurde dann noch 3 Tage und über den Geburtstag in Miami Beach rumgegammelt. Verrückterweise hatten wir nur dort wirklich schlechtes Wetter: Wir kamen im Sturm an, wurden komplett durchnäßt (stellt Euch einfach vor, Ihr wäret mir Klamotten und Gepäck unter eine Dusche geraten), bekamen unser gebuchtes Zimmer mit "Beachview" nicht, weil das unter Wasser stand... Ich hatte am ersten Tag eine unglaublich schlechte Laune. Ich hatte da auch bereits ziemliches Heimweh und dann ging so viel schief ... keine allzu gute Kombination. Danach wurde es aber allmählich besser: Wir erlebten schöne Strandmomente, ruhten uns noch etwas aus, waren sogar beim großen Halloween-Umzug in Miami anwesend und an meinem Geburtstag wurde ich von meinem lieben Freund in ein veganes Restaurant eingeladen, welches er schon von Deutschland aus recherchiert hatte. Er hatte sich schon gedacht, dass ich am Ende der Reise rein essenstechnisch ausgelaugt sein würde - und natürlich hatte er recht. In "Mi Vida Cafe" gab es gar köstliche Leckereien, die allesamt frisch und vor unseren Augen kreiert wurden. (Bestellt hatten wir die 24 und die 27 ;) ). Wir haben uns alles geteilt und es war ein wunderbarer, leckerer Abend - seit Wochen der erste Abend, an dem ich ohne Bauchweh das Lokal verließ :). Ein wunderbares Geburtstagsgeschenk, an dass ich noch so manches Mal zurückdenke ...


Die Heimreise war dann wieder nichts besonderes: wie üblich hatte ich Sorgen bezüglich meines Koffers (zu viel eingekauft, zu viel Gewicht im Koffer etc.). Dann mussten wir noch einmal nervig umsteigen usw. ... und ich wollte nur noch nach Hause. Zum Glück hat das dann irgendwann auch geklappt, erschöpft und müde kamen wir wieder daheim an - und konnten unsere lieben Schweinchen begrüßen, die sich ehrlich freuten, uns zu sehen.




Das war er nun also, der Diplom-Abschluss-Urlaub, unsere grossere USA-Rundreise. Wir haben sehr viel gesehen, gelernt, erfahren (literally ;) ), wir haben gestaunt, uns gewundert, uns sicher auch manchmal geärgert... wir waren begeistert, gerührt, amüsiert, traurig, ausgelassen, hungrig, vollgefuttert, glücklich, auch mal voller Heimweh (ich jedenfalls ;) ).

Ingesamt war es ein wunderbarer Urlaub, ein schöner Abschluss der letzten 5 Jahre, eine wirklich gute Reise. Am Ende war es mir etwas zu lang und der Koffer war mir deutlich zu muffig und ich wollte waschen und an einem Ort für länger bleiben. Jetzt ist aber schon wieder der Zustand erreicht, dass wir sehnsuchtsvoll zurückblicken, uns an den Yosemite-Park erinnern, an die Smoky Mountains und die wunderbaren weißen Sandstrände an der Golfküste.

Schön wars!

7 comments:

  1. Vieeelen Dank für deinen ausführlichen "bunten" Reisebericht. Ich lass gerne darin und er lässt mich an meine Reisen erinnern.
    Das Rührei muss ich demnächst unbedingt nachkochen - Yummy!
    Um den Besuch im Lego-Shop beneide ich dich: Wir bauten an Weihnachten ein Karussell in 7h und 4000 Teilen zusammen. Es war grossartig.
    Der Legoshop damals in Manhatten hatte leider geschlossen :(
    In der 2. Nacht meines Weihnachtsbesuches bei der Familie träumte ich, dass meine Samtpfoten verloren gegangen sind: Schrecklich Heimweh hatte ich nach ihnen... Ich kann sehr gut nachvollziehen wie die Begrüssung von Frieda und Phoebe nach deiner Reise ausgesehen hat. :)

    Viele liebe Grüsse, Sara

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  2. Auch wenn du meinst, dass du auf der letzten Etappe nicht mehr so viel fotografiert hast: Ich genieße deine Bilder sehr! :) Allein der Kontrast zwischen Sumpf und Strand ist sehenswert. Und so schöne Strände ... :)

    Schön, dass du an deinem Geburtstag so gut essen konntest. :) Ich glaube, ich hatte schon mal erwähnt, dass ich mich in Amerika vor allem von Brokkoli- und Spinatpizza, Bagels und Muffins ernährt habe, oder? ;D

    Nach so vielen Tagen "auf der Straße" ist es mehr als verständlich, dass das Heimweh wuchs und du Bedarf nach Ruhe, Katzen und sauberer Wäsche hattest. Trotzdem beneide ich dich um deine Erfahrungen und Eindrücke und um einen so schönen Abschluss für die vergangenen anstrengenden Jahre! :)

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  3. Oh Wandern in den Sümpfen und Ausschau halten nach Alligatoren?! Ich weiß ja nicht, ob ich so mutig gewesen wäre ;)

    Die Wasser- und Strandbilder sind so schön! Da wäre ich auch gern dabei gewesen und natürlich auch in Cape Canaveral.

    Dein Freund hat Dir ja eine wunderbare Geburtagsüberraschung bereitet!

    Dass man nach der langen Zeit und dem vielen on-tour-sein reisemüde wird, ist wohl verständlich. Und besonders "das letzte Stück", die Heimreise, kann dann schnell besonders nervig und anstrengend werden. Frida und Phoebe haben Euch dafür bestimmt ganz lieb begrüßt :)

    Danke dass Du Deine vielen schönen Eindrücke mit uns geteilt hast!

    ps:
    Ich finde es äußerst liebenswert von Euch, dass Ihr Jack und R2D2 befreit habt!

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  4. @Sara:
    Ui, 4000 Teile in 7h? Wahnsinn... Ich bin ja mehr der Puzzle-Mensch, wobei ich tatsächlich ganz erschlagen war, als ich gesehen hab, was es bei Lego alles gibt.
    Das Rühr war echt toll, ich will es auch unbedingt versuchen, nachzumachen.
    Ich freue mich, wenn der Reiserückblick Dir Freude gemacht hat und Dich an Deine schöne Reise erinnert hat.
    Oh je, solche Träume sind immer ganz schrecklich. Sie lassen einen immer ganz verloren zurück, finde ich...

    @Winterkatze:
    Im Vergleich zu der ständig wechselnden Landschaft in den Wochen zuvor sind die letzten Bilder tatsächlich etwas eintönig. Aber die Strände waren wirklich traumhaft, ich wünsche mir, dass wir irgendwann nochmal auf eine dieser Inseln im Golf von Mexiko fahren, es gibt dort noch ein paar Geheimtipps...
    Es ist wirklich erstaunlich, wie schwierig es war, sich gut zu ernähren - mein Magen hat es mir auch spürbar übel genommen... Pizza ging, das stimmt. Aber in diesen typischen Diner-Restaurants oder Fast-Food-Ketten (auf die man während eines Roadtrips ja leider häufig angewiesen ist) lief es dann oft auf nur Pommes oder eben Caesar's Salad hinaus. So war das vegane Geburtstagsessen ein wundervolles Highlight :)
    Oh ja, der Urlaub war ein absoluter Traum und ich bin froh, dass wir ihn gemacht haben. Die letzten, leicht genervten Tage sind schon beinahe vergessen :)

    @Natira:
    Es hört sich schlimmer an, als es ist. Die Alligatoren sind schrecklich faul und kommen auch nur wenn es wirklich warm ist mal raus. Außerdem kommen sie auch nicht auf die Wege, sie bleiben im Wasser / Sumpf. Daher, Angst hatte ich da keine. Aber Ranger Larry hatte uns ja auch gut vorbereitet ;)
    Ja, ich muss zugeben, auf der letzten Etappe habe ich viel an Dich gedacht und mir immer wieder überlegt, dass es Dir dort sicher gefallen hätte.
    Heimreisen sind immer furchtbar. Man ist müde, genervt, hat entweder den Abschiedsblues oder die Vorfreude (oder beides) und jede noch so kleine Verzögerung oder Unstimmigkeit zehrt an den Nerven. Jedenfalls bei mir war es so.
    Aber in dem Moment, in dem man die Tür aufschliesst (und die beiden Schweine einen ganz überrascht anschauen), ist alles vergessen und man ist wieder ganz daheim :) Ich bin froh, dass es sich so anfühlt, wenn ich heimkomme!
    Übrigens hat den Schweinchen unsere Abwesenheit offenbar nicht geschadet, sie haben uns nichts übelgenommen sondern sind nur vielleicht ein klein wenig anhänglicher als früher. Wir nähern uns langsam (ganz langsam) also der Zielgeraden von zwei schmusigen Kätzchen an ;)

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  5. So eintönig finde ich die Bilder nicht - auch wenn sich die verschiedenen Strände schon sehr ähnlich sehen. ;) Inselurlaub hört sich gut an - egal an welches Meer es euch zieht. :)

    Ich habe in meinen Amerikawochen - trotz der Pizza/Bagel/Muffin-Diät einige Kilos abgenommen - mich aber dabei nicht schlecht gefühlt. *g* Wir hatten es aber leichter als ihr, weil wir in den knapp drei Wochen drei feste Stationen hatte. So hat man dann schnell eine Anlaufstelle zum Essen gehabt, auf die man zurückgreifen konnte, während ihr euch ja täglich etwas neues suchen musstet.

    Und ja, vergiss die letzten genervten Tage - und plan lieber den nächsten Urlaub. ;)

    (Ich finde es übrigens wunderschön zu lesen, dass die Schweinchen so schmusig geworden sind! :) )

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  6. @Winterkatze:
    Abgenommen hab ich auch - und meinem Freund passiert das auch jedes Mal. Stimmt schon, so ein Roadtrip macht die Ernährung dort nicht leichter. Wir haben uns dann - soweit möglich, an Restauranketten orientiert. Mein Favorit war (leider erst ganz spät entdeckt) - "Olive Garden" - das war himmlisch).
    Die letzten Tage sind schon von den Nervfaktoren gereinigt - und nur noch schöne Erinnerungen sind zurückgeblieben. Im nächsten Urlaub geht es nach Italien :D

    Ich bin auch sehr glücklich über die schmusigeren Schweinchen - sie werden zwar nie wirklich Schoßkatzen sein, aber immerhin spüren wir nun deutlich, wie gern sie uns haben *freu*

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  7. Wir haben immer die Augen nach italenischen Restaurants aufgehalten. *g* Uiui, der nächste Urlaub wird schon geplant! So ist es gut! :)

    Wenn es mit den Schweinchen so läuft wie mit Christie, dann werden sie mit jedem Jahr ein wenig schmusiger. Und bei solchen Katzen kann man es dann doch richtig wertschätzen, wenn sie Nähe suchen. :) Bei Baltimore hingegen wäre ich oft froh, wenn er etwas weniger Nähe brauchen würde. *g* Ich wünsche euch vieren einen guten Start in die Arbeitwoche! :)

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