11/13/2011

Status - Erste Arbeitswoche überstanden

Ich bin ja nun wirklich nicht unerfahren, was das Arbeiten angeht. Ich hatte schon ein paar Arbeitgeber und kann daher auf ein bisschen Berufserfahrung zurückblicken.
Aber das ich soviel vergessen verdrängen würde, im Laufe meines Studiums, hätte ich nicht gedacht. Und zwar "verdrängen" in dem Sinne, dass ich einfach nicht mehr wusste, dass es sich so anfühlen würde. Gar nicht nur negativ gemeint, übrigens. Im Gegenteil: Es ist zum Beispiel ganz schön, dass das Wochenende wieder einen ganz neuen Wert bekommen hat. Oder auch, dass man sehr nette Kollegen hat, die genau die identischen Ziele haben, wie man selbst. Es ist dagegen nicht ganz so schön, dass ich ziemlich früh aufstehen muss und einige Einschränkungen habe, was die Rahmenbedingungen wie Arbeitszeit und Computerbeschaffenheiten angeht, die ich beide etwas ärgerlich finde.
Aber gut, da muss man einfach mal schauen, wie gut man damit leben kann oder auch nicht.

Diese erste Woche bin ich noch mit dem Auto gefahren.
Das war von daher gut, dass ich nicht ganz so schrecklich früh aufstehen musste (zwar schrecklich früh, aber nicht ganz so schrecklich früh ;) )
Ab Montag werde ich aber mal eine Testwoche mit dem Zug machen - in der Hoffnung, dass ich die Fahrzeit dann zum Entspannen mit Buch oder Zeitung nutzen kann und die Zeit somit nicht verloren ist. Im Auto höre ich zwar Hörbücher, aber ich bin natürlich trotzdem die ganze Zeit unter Anspannung, gerade weil die Strecke doch recht voll ist. Es ist zwar wirklich eine "fahrbare" Strecke, Spass ist aber etwas anderes.

Die Arbeit als solche lässt sich ganz gut an. Nächste Woche geht es auch schon richtig turbulent los mit Einzelgesprächen mit Patienten, was ich so rasch nicht erwartet hätte. Außerdem habe ich mich schon etwas aus dem Fenster gelehnt und mich für einen Vortrag entschieden, den ich gerne später halten möchte. "Nichtrauchen" - ohje ;) Ich glaub, da habe ich mich für den herausfordernsten Vortrag aufgrund der wenig motivierten Teilnehmer entschieden. Aber irgendwie fand ich ihn spannend.

Alles weitere wird sich finden müssen. Das Fazit der ersten Woche: Nicht genau das, was ich erwartet hatte, aber bezogen auf die Aufgaben sogar spannender als erwartet. Prinzipiell aufregend und ich kann einfach nur hoffen, dass ich den Anforderungen gerecht werde. Und dann im Umkehrschluss auch, dass ich mit den Einschränkungen zumindest so lange gut zurechtkomme, dass ich dort viel lernen kann.
Ihr seht, es bleibt spannend. Aber die erste Arbeitswoche ist geschafft - und ich glaube, so viel kann man nach einer Woche noch gar nicht sagen. Die erste Arbeitswoche ist ja typischerweise nicht wirklich repräsentativ.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

4 comments:

  1. Die Fahrten zur und von der Arbeit sind ein wichtiger Punkt, per Auto ist die Strecke nicht wirklich schön und auch zeitintensiv, jedenfalls wenn ich mich recht erinnere. Ich drücke Dir die Daumen, dass es mit den Bahnverbindungen "besser" klappt und vielleicht musst Du ja auf Dauer nicht jeden Tag so ganzganz früh los und auf Arbeit sein. Aktuell muss sich bestimmt noch einiges einspielen. Vielleicht ist nach einem Monat erkennbar, an welchen Ecken man vielleicht organisatorisch noch "feilen" kann.

    Ich finde es spannend, dass Du in der kommenden Woche mit Patientengesprächen beginnst!

    Eine anregende und spannende Woche wünsche ich Dir - aber zunächst noch einen schönen restlichen erhosamen Sonntag!

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  2. Ich glaub mit der Bahn wird es im Endeffekt noch länger dauern :/
    Aber dafür hat man dann wenigstens die Zeit zum Lesen :) ... Da fällt mir ein - mein Vorschlag für die Leserunde fehlt noch...

    Gleitzeit gibt es leider nicht - das ist ein wirklich grosses Problem für mich - denn ich würde es dann wirklich vorziehen, etwas später loszulegen... Aber Du hast Recht: Abwarten, schauen, wie es sich einspielt und so weiter - wie schon geschrieben: eine Woche ist ja auch einfach nicht repräsentativ.

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  3. Ja, man muss ja auch immer erst noch zum Bahnhof bzw. vom Bahnhof zur Arbeit... Schade, dass das mit der Gleitzeit nicht geht.

    Ich bin neugierig, was Du nach der kommenden Woche berichtest!

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  4. Argh, Blogger behauptet doch glatt, dass mein Account keinen Zugriff zu dieser Seite hätte!

    Also noch einmal:

    Früh aufstehen fällt mir als Nachteule auch immer schwer, aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, haben solche Arbeitszeiten auch ihre Vorteile. Als ich morgens um vier anfangen musste, hatte ich wenigstens noch was vom Tag bis ich wieder ins Bett musste. ;) Vielleicht gewöhnst du dich ja daran oder es ergeben sich noch Möglichkeiten. :)

    So früh schon Patientengespräche, das wird bestimmt spannend! Ich wünsche dir, dass die positiven Seiten die negativen Elemente bei deinem Job überlagern und dass du ganz viele spannende neue Erfahrungen machen kannst! :)

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