12/28/2011

Jahresabschluss-ABC 2011

Bei Sinje Blumenstein habe ich mich inspirieren lassen, zu einem "Jahresabschluss-ABC" und möchte damit dieses für mich sehr stille Blog-Jahr beenden.
Ich hoffe, dass es nächstes Jahr wieder etwas mehr wird mit der Bloggerei - wenn sich mein Arbeitsleben weiter eingependelt hat und ich abends auch noch mal Lust habe, mich an den Rechner zu setzen ;)

A wie Abschlussarbeit
die habe ich Anfang des Jahres geschrieben und sie hat mich einiges an Nerven gekostet. Es ist viel schief gegangen zum Ende hin, ich habe mich über so manche Sachen sehr geärgert, aber am End kam dann doch eine ordentliche Note dabei rum und ich konnte diesen grossen Stein mit dem Namen Diplomarbeit ad acta legen. Das fühlte sich ganz hervorragend an ...

B wie Beruf(ung)
Ich habe ein grosses Glück erfahren, dass ich nach Beendigung meines Studiums fast umgehend einen  Job gefunden habe. Ich hatte sehr große Sorge, ob ich etwas finde, und dann ging es am Ende so schnell, dass ich sogar vor meiner Abreise in den Urlaub schon den Vertrag unterschreiben konnte. Ich bin sehr froh, dass es alles so glatt gegangen ist.
Ist mein neuer Beruf auch meine Berufung? Aktuell fühlt es sich sehr so an: die Arbeit macht mir sehr grossen Spass und die Wertschätzung, die mir seitens der Patienten entgegengebracht wird, reicht aktuell aus, um die etwas widrigen Arbeitsbedingungen (ziemlicher Weg zur Arbeitsstelle, keine Gleitzeit, etwas "unkoschere" Vertragsbedingungen) auszuhalten.

C wie Caesar's Salad
Mein Leibgericht seit dem diesjährigen USA-Urlaub - es war auch das Gericht, welches ich dort am häufigsten bestellt habe. Nun bin ich auf der Suche nach einem guten Rezept für das Dressing, welches _ohne_ Sardellen auskommt.

D wie  Duve, Karen
Von Karen Duve habe ich ein sehr bemerkenswertes (Hör-)Buch konsumiert. Der Titel "Anständig essen" hat mich wieder einmal aufgerüttelt und meinen Freund dazu gebracht, seinen Fleischkonsum noch einmal dramatisch zu reduzieren. Eine absolute Empfehlung, dieses Werk, vor allem, weil Karen Duve es sich wirklich unbequem macht, indem sie im Selbstversuch die einzelnen "anständigen" Ernährungsformen lebt. Als Frutarierin ist sie zwar wirklich nervig, aber davon abgesehen: Respekt!

E wie Ernährung / Essen
Das E bringt mich zu unseren Kochabenden. Momentan ernähre mich im Büro wieder deutlich mehr von Brot mit Käse, was den Vorteil hat, dass wir abends gemeinsam kochen können und was hoffentlich im neuen Jahr auch wieder häufiger zu "Etwas-kochen,- was-wir-noch-nie-gekocht-haben"-Posts führen wird. 

F wie Frida
Meine Frida ist mir immer wieder eine große Freude. An den meisten Morgen steht sie eine Viertelstunde bevor ich aus dem Bett muss bei mir auf der Matte und will mit mir schmusen. Das geht immer nur so lange  gut, bis Phoebe auch aufwacht und sich oben rührt, aber bis dahin ist Frida eine Schmusekatze, die ihresgleichen sucht. Davon ist allerdings den Rest des Tages nichts mehr zu spüren, diese Frida gibt es nur in diesen kostbaren 10 Minuten am frühen Morgen zu sehen, wenn alle anderen noch schlafen. Ansonsten Frida nach wie vor auch eine Fressmaschine, deren Denken sich immer ums Essen dreht. Ich frag mich, wo sie das alles lässt...

G wie  Gnocci, selbsgemacht
... sind gar nicht so schwer, wie man meint. Das ist meine Weihnachts-Essen-Erkenntnis des Jahres 2011. Die waren so toll, unsere Gnocci, dass ich schon wieder Lust habe, sie noch einmal zu machen :)

H wie Hyposensibilisierung bzw. Heuschnupfen
Die "Hypo" ist jetzt vorbei und ich bin gespannt, wie ich das nächste Frühjahr erlebe. Allerdings befürchte ich, dass es noch nicht ganz vorbei sein wird. Aber mal sehen, besser ist es ja allemal schon geworden und die monatlichen Arztbesuche sind nun endlich um.

I wie iPad
Mein iPad der ersten Generation, im Februar angeschafft für die Abschlussarbeit (Texte lesen auf Zugfahrten etc.) war eine absolut sinnvolle, nötige Anschaffung, die sich mehr als rentiert hat. Die geplanten Aktivitäten haben prima darauf funktioniert. Und nun, nach dem Abschluss, hat sich das Gerät zum Lesen von eBooks, verwalten und speichern von Fotos, schauen von Serien im Urlaub und zum Jagen von Schweinen als absolut unverzichtbar gezeigt. Ich bin froh, dass ich es hab.

J wie Jahresabschlussgedanke
Mein dominierender Jahresabschlussgedanke ist in diesem Jahr 2011, dass ich froh bin, dass ich den Lebensabschnitt Studium so gut hinter mich gebracht habe. Alles ist glatt gegangen, ich bin in der Regelstudienzeit fertig geworden, so wie ich es mir Anfang des Studiums, im Wintersemester 06/07 vorgenommen hatte. Ich bin stolz und glücklich, dass mir das gelungen ist und ich bin sehr dankbar, allen lieben Mitmenschen, die mich unterstützt haben: ob seelisch, moralisch, praktisch oder finanziell. Hätte ich alleine dagestanden, ich glaub, ich hätte es nicht geschafft. Danke, Euch allen.

K wie Klamotten / Kleidungsstil 
Der ändert sich jetzt aktuell gerade durch die neue Arbeit. Das ist wirklich spannend, denn ich hatte mich nie so eingeschätzt, dass ich so schnell meine geliebten Turnschuhe in die Ecke werfe. Andererseits habe ich auch die bereits in der Klinik "hoffähig" gemacht und ziehe sie immer mal wieder gerne zur Abwechslung an.

L wie  Lago di Bolsena
Möglicherweise wieder unser Reiseziel fürs nächste Jahr? Ich würde mich freuen, dort wieder einmal sein zu dürfen. An diesem Traumsee, mit Zelt, abends grillen, tagsüber wandern, schwimmen... Hach ja, das wäre wirklich schön!

M wie das grüne M, bei dem ich arbeite
Ein gewöhnungsbedürftiger Arbeitgeber, der mir aber die Chance bietet, nach der ich gesucht habe. Ich bin momentan jedenfalls froh, dass ich dort gelandet bin.

N wie Neuentdeckungen
Musikalisch habe ich durch die liebe Winterkatze schon in Stuttgart die Band "Boy" entdecken dürfen. Die hat mir unheimlich viel Spass gemacht in diesem Jahr - und Anfang nächsten Jahres geht es aufs Konzert :)
Literarisch ist meine liebste Neuentdeckung dieses Jahres "Der letzte Weynfeld" von Martin Suter - ein grandioses Buch, bei dem man mitleidet, mitfiebert und am Ende doch ganz überrascht ist. Ein reines Vergnügen!

O wie Ostsee
Die Ostsee-Sehnsucht wurde dieses Jahr wieder mal nicht gestillt. Hoffentlich klappt es in 2012... Natira? Wie sieht es aus, wollen wir mal einen Planungsversuch machen?

P wie Phoebe
Phoebens macht uns im Moment besonders viel Spass. Unser kleiner Clown hat sich angewöhnt, uns zur allgemeinen Erheiterung etwas von unserem Essen zu klauen bzw. es zu versuchen. So ein wenig, wie der Flaggenklau in Ferienlagern. Sie versucht, unbemerkt an unsere Teller zu kommen - egal, ob da Butter, Mais, Parmesan oder tatsächlich etwas fleischhaltiges zu finden ist. Zum Glück ist sie nicht penetrant und  nur selten erfolgreich. Aber sie ist wirklich sehr witzig momentan.
Meistens gut gelaunt, häufig verschmust und insgesamt recht ausgeglichen.

Q wie Quallen
Quallen haben durch den Film "Sieben Leben" mit Wil Smith für mich eine neue Bedeutung - hätte ich den Film vorm Urlaub gesehen, wäre ich gar nicht ins Wasser gegangen ;). Davon abgesehen hat mich dieser Film sehr berührt, ich fand ihn allerdings tatsächlich ziemlich schlimm und möchte ihn eigentlich nicht nochmal sehen...

R wie Reiten
Das mit dem Reiten und mir ist nach wie vor nicht so leicht. Ich hatte mich ja nun entschlossen, zum Westernreiten zu wechseln und habe auch eine sehr gute Trainerin gefunden. So hatte ich jetzt schon einige Einzelreitstunden bei ihr und hatte zwar bisher noch nicht das Gefühl, dass ich jetzt Westernreiten kann, aber zumindest den Eindruck, dass mein Reiten "besser" wird, und zwar insofern, dass ich mich besser dem Pferd gegenüber ausdrücke. Allerdings sind ja auf Dauer Einzelstunden nicht bezahlbar, dazu kommt jetzt eine lange Pause von September bis vermutlich März - was danach kommt, muss ich sehen. Mein Traum ist ja für die Zukunft eine Reitbeteiligung bei einem gut ausgebildeten Pferd, welches möglichst zuverlässig und wenig schreckhaft ist. Nach meinen Valentino-Erfahrungen werde ich wohl jetzt immer einige Zeit brauchen, bis ich einem Pferd wirklich vertraue...

S wie Studiumsende
Das fühlt sich mittlerweile schon immer mal wieder komisch an: ich habe mich auf das Ende zwar sehr gefreut, aber mittlerweile merke ich schon, dass ich es stellenweise auch vermisse, Studentin zu sein. In erster Linie vermisse ich aber nicht die Tätigkeiten in der Uni oder das Lernen, mir fehlt wohl am meisten die nicht mehr vorhandene Freiheit, sich den Tag selbst einzuteilen. Dafür habe ich aber neue Dinge dazugewonnen: absolut freie Wochenenden, immer um 17 Uhr Feierabend zu haben, ein regelmäßiges Gehalt erwarten zu können etc. 

T wie Therapeutenausbildung
Jetzt sieht es nach all den Jahren, in denen ich fest davon überzeugt war, dass ich die Therapeutenausbildung nicht machen könnte / würde, auf einmal doch sehr danach aus, dass ich diese nächstes Jahr im Herbst angehen könnte. Wenn es denn weiterhin alles gut geht, "auf Arbeit". Wenn sich diese Gelegenheit tatsächlich ergibt, freue ich mich schon drauf, wieder weiterzulernen :)

U wie Urlaub
Urlaub habe ich in der ersten Januarwoche. Da plane ich, meinen Kleiderschrank auszumisten, meine Tante zu besuchen, mich mit meinem Freund und den Schweinchen zu vergnügen und ganz bewusst "frei" zu haben.

V wie Valentino
Das Pferd im Ländle, welches mir leider ein bisschen den Spass an Ausritten und das Vertrauen gegenüber Pferden genommen hat. Valentino hat mich in meiner letzten Reitstunde dort abgeworfen, ohne das ich nachvollziehen konnte, warum er das getan hat. Der Sturz ist zum Glück glimpflich ausgegangen, obwohl ich mir den Rücken schon stark geprellt habe und auch wohl eine ziemliche Gehirnerschütterung davongetragen hab. An diesen Sturz und wie es dazu kam denke ich, wie man merkt, immer wieder zurück. Ich finde es schade, dass meine "Beziehung" zu Valentino so zu Ende gegangen ist :(

W wie Weihnachten 2011
Kam dieses Jahr unfassbar schnell, war genausoschnell vorbei und war schön und entspannt. So darf es gerne jedes Jahr sein :)

X wie ?

Y wie Yosemite National Park
Eines unserer Reiseziele, welches mir immer wieder in den Sinn kommt. Ich freue mich schon darauf, irgendwann wieder mal dort zu sein.

Z wie Zigaretten
Beschäftigen mich neuerdings viel, weil ich das "Nichtrauchertraining" im neuen Job in meinem Aufgabenbereich habe. Es macht mir unheimlich viel Spass, mit den Patienten daran zu arbeiten und ich ziehe wirklich eine grosse Arbeitsfreude aus diesem Teil meiner Aufgaben :)

Die letzte Etappe: Natchez - New Orleans - Panhandle-Küste - St-Pete-Beach - Cape Canaveral - Miami

So kurz vor Jahresende möchte ich auch noch schnell mit meinem Reisebericht abschliessen.
Da ich in New Orleans nahezu kein Foto gemacht habe und in Florida in meinen Augen ohnehin nicht mehr so viel Aufregendes zu sehen gibt, besteht die letzte Etappe nahezu ausschliesslich aus Strand-Bildern :)
Aber hier erst einmal unsere Route:



Die "Vom-Winde-verweht"-Bilder bildeten ja bereits den Abschluss der letzten Etappe - daher habe ich aus dem "Beautiful South" nun nur noch ein paar Sumpf-Bilder und ein paar Instagrame, die Ihr aber vermutlich schon alle kennt ...

Eigentlich wollten wir eine echte Sumpf-Bootsfahrt machen mit einem total abgedrehten Typen, der uns im Reiseführer empfohlen wurde. Leider hatte der aber in der Zwischenzeit genug von der Tourismus-Schiene - sein Haus haben wir zwar noch gefunden, aber dort fanden schon länger keine Touren mehr statt.


Stattdessen sind wir so ein bisschen in den Sümpfen herumgelaufen / gewandert und haben nach Alligatoren gesucht. Die haben wir leider nicht gesehen, obwohl Larry, unser Ranger im Visitor-Center uns jeden Platz, an dem die Alligatoren jemals gesichtet wurden auf einer Karte eingezeichnet hatte. Er war sowieso ein sehr lustiger Zeitgenosse, der sich viel Zeit genommen hat, um uns über die Sümpfe, die Flora und Fauna und das Klima zu informieren.
Wir wanderten dort also ein paar Stunden, ohne spannende Tiere zu sehen, aber mit immer wieder schönen Ausblicken. Was es dort leider auch viel gab waren Moskitos, die natürlich in einem Sumpf, der etwas auf sich hält, nicht fehlen dürfen ;)

New Orleans ist ja leider nicht ganz so "meine Stadt", daher war ich dort sehr fotografier-müde. Ein paar Bilder über Instagram sind aber vielleicht doch noch zeigenswert:





Ab dem Bild im Zentrum der Collage befinden wir uns in New Orleans. Eine der schönsten Erfahrungen dort war ein Frühstück im "Blue Plate Cafe". Ich, als bekennende nicht-unbedingt-Rührei-liebende Person war ganz angetan von dem ebenfalls abgelichteten Rührei mit Ziegenfrischkäse, Tomatenrelish und Pesto, dazu gab es köstlichen Salat. Herrlich!

Die folgenden Bilder in der Zusammenstellung sind übrigens in Orlando entstanden, im Disney-Village. Das erste stammt aus dem Disney-Christmas-Shop (nein, wir haben keine Deko mitgenommen ;) ), dass zweite zeigt meinen neuen Freund Jack, den ich aus dem Legoshop mitnehmen durfte (ausserdem haben wir noch einen "R2D2" befreit :) )
Aber ich greife vor: nach New Orleans sind wir dann am Wasser weitergefahren, immer schön an der Golfküste entlang und haben einige der wunderschönsten Strände gesehen und genossen...



Irgendwann erreichten wir  Orlando (sh. oben) und später dann auch Cape Canaveral, was für mich alten Star Trek-Fan wieder mal ein grosser Spaß war:


Zum Abschluss des Urlaubs wurde dann noch 3 Tage und über den Geburtstag in Miami Beach rumgegammelt. Verrückterweise hatten wir nur dort wirklich schlechtes Wetter: Wir kamen im Sturm an, wurden komplett durchnäßt (stellt Euch einfach vor, Ihr wäret mir Klamotten und Gepäck unter eine Dusche geraten), bekamen unser gebuchtes Zimmer mit "Beachview" nicht, weil das unter Wasser stand... Ich hatte am ersten Tag eine unglaublich schlechte Laune. Ich hatte da auch bereits ziemliches Heimweh und dann ging so viel schief ... keine allzu gute Kombination. Danach wurde es aber allmählich besser: Wir erlebten schöne Strandmomente, ruhten uns noch etwas aus, waren sogar beim großen Halloween-Umzug in Miami anwesend und an meinem Geburtstag wurde ich von meinem lieben Freund in ein veganes Restaurant eingeladen, welches er schon von Deutschland aus recherchiert hatte. Er hatte sich schon gedacht, dass ich am Ende der Reise rein essenstechnisch ausgelaugt sein würde - und natürlich hatte er recht. In "Mi Vida Cafe" gab es gar köstliche Leckereien, die allesamt frisch und vor unseren Augen kreiert wurden. (Bestellt hatten wir die 24 und die 27 ;) ). Wir haben uns alles geteilt und es war ein wunderbarer, leckerer Abend - seit Wochen der erste Abend, an dem ich ohne Bauchweh das Lokal verließ :). Ein wunderbares Geburtstagsgeschenk, an dass ich noch so manches Mal zurückdenke ...


Die Heimreise war dann wieder nichts besonderes: wie üblich hatte ich Sorgen bezüglich meines Koffers (zu viel eingekauft, zu viel Gewicht im Koffer etc.). Dann mussten wir noch einmal nervig umsteigen usw. ... und ich wollte nur noch nach Hause. Zum Glück hat das dann irgendwann auch geklappt, erschöpft und müde kamen wir wieder daheim an - und konnten unsere lieben Schweinchen begrüßen, die sich ehrlich freuten, uns zu sehen.




Das war er nun also, der Diplom-Abschluss-Urlaub, unsere grossere USA-Rundreise. Wir haben sehr viel gesehen, gelernt, erfahren (literally ;) ), wir haben gestaunt, uns gewundert, uns sicher auch manchmal geärgert... wir waren begeistert, gerührt, amüsiert, traurig, ausgelassen, hungrig, vollgefuttert, glücklich, auch mal voller Heimweh (ich jedenfalls ;) ).

Ingesamt war es ein wunderbarer Urlaub, ein schöner Abschluss der letzten 5 Jahre, eine wirklich gute Reise. Am Ende war es mir etwas zu lang und der Koffer war mir deutlich zu muffig und ich wollte waschen und an einem Ort für länger bleiben. Jetzt ist aber schon wieder der Zustand erreicht, dass wir sehnsuchtsvoll zurückblicken, uns an den Yosemite-Park erinnern, an die Smoky Mountains und die wunderbaren weißen Sandstrände an der Golfküste.

Schön wars!

12/11/2011

Von Atlanta über die Great Smoky Mountains und dann über den Natchez Trace Parkway herunter an den Mississippi

So, der vorletzte Reisebericht unserer Mammut-Reise :)

Wie versprochen beginnt dieser Abschnitt mit meinem persönlichen Reisehighlight: den Great Smoky Mountains. Deshalb sind ihnen auch zwei Collagen gewidmet.
Es war ein solches Glück: wir hatten den letzten schönen Tag in diesem traumhaften Nationalpark und durften nahezu "Indian Summer"-ähnliches Laub bestaunen, atmeten, klare, kühle Luft, wanderten natürlich hoch bis zum "Clingman's Dome" und später dann im Tal den "Little Pigeon River" entlang ... Was für bezaubernde Namen, nicht wahr? Doch seht selbst:


Die teilweise abgestorbenen, toten Bäume sind vermutlich Folge eines Ungezieferbefalls, wobei es auch nach wie vor eine Front von Leuten gibt, die den sauren Regen verantwortlich machen. So düster wie es ist, so malerisch wirkt es auf den Photos dennoch :)


Es ging weiter über den "Natchez Trace Parkway" in Richtung Mississippi. Einige unserer Pläne (wie z.B. Nashville, Memphis etc.) haben wir zuliebe einer niedlichen alten Dame in einem Tourist Information Center ausgelassen. Es war wirklich ganz entzückend: wir gingen in das Visitor Center mit dem Ziel, ein Voucher-Heft für die Motels zu ergattern und kamen eine knappe Stunde später mit Kartenmaterial für beinahe den gesamten Süden und weiterhin mit vielen Routenvorschlägen und Tipps für "Must-See-Places" wieder heraus. Voucherhefte bekamen wir nicht. Dafür hatten wir aber einen herzlichen, warmen Empfang und ein sehr schönes Gespräch mit einer reizenden alten Dame erhalten und zusätzlich hatten wir das Gefühl, dass sie sich wirklich über unseren Schwatz freute.

Also fuhren wir nicht mehr hoch nach Memphis sondern quer durch die Landschaft über den Natchez Trace Parkway, der einfach wunderbar ist. Es handelt sich hierbei um einen alten Indianer-Handelsweg, der allerdings mittlerweile (natürlich) asphaltiert und erschlossen ist. Das Gute daran: Es ist dort fast niemand unterwegs, was in der Tatsache begründet ist, dass man dort nicht besonders schnell fahren darf, und dort zusätzlich sehr häufig geblitzt wird. Für uns war das kein Problem und wir haben die Ruhe genossen...


Um wenigstens noch ein bisschen "Elvis" zu erleben fuhren wir über Tupelo, den Geburtsort von Elvis, was aber ein Reinfall war. War halt schon nicht dasselbe wie Graceland und die Souvenirs waren so schrecklich, dass ich nicht mal aus Spass etwas mitnehmen konnte. Aber sei es drum, wir haben uns so einige Kilometer und sicher einige Dollars gespart ;)

Schliesslich erreichten wir Natchez. In Natchez ist eine der Lieblingsbeschäftigungen  der Besucher (häufig Rentner) das Zocken im Casino. Da das aber an Land verboten ist, ankern dort überall alte und auf alt getrimmte Mississippi-Dampfer. Die Abwässer werden, wie sollte es anders sein, in den Fluss geleitet, was man an den vielen, mit dem Bauch nach oben schwimmenden, Fischen unschwer erkennen kann.Aber das stört leider niemanden, man sieht dort überall, direkt neben diesen Dampfern und den toten Fischen, Angler stehen, die ihrem Tagewerk nachgehen...


An anderen, stilleren Flecken war der "Ol' Man River" aber wunderschön, still, glitzernd, gewaltig und beeindruckend. Auf den unten gezeigten Bildern haben wir eine ganz verlassene Picknick-Area gefunden - es war unsere schönste Rast im ganzen Urlaub :D


"The beautiful South" zeigt sich in Natchez und von dort aus auf dem Weg nach New Orleans von seiner wirklich schönsten Seite. Wunderschöne Plantagen-Häuser und Stadtvillen kann man besuchen. "Oak Alley", eine Plantage, die ich schon bei meinem ersten Südstaaten-Trip besucht hatte, ist bekannt für einige Hollywood-Filme, unter anderem auch für "Interview mit einem Vampir". Den Rest hab ich mir nicht gemerkt ;)


So näherten wir uns also immer mehr  New Orleans.
Von New Orleans hab ich kaum Fotos, aber New Orleans ist auch einfach nicht so ganz meine Stadt. Sie hat mich auch nicht auf dem "besten Fuß" erwischt, leider. Aber es gibt beim nächsten Reisebericht noch ein paar sehr schöne Strand- und Meerbilder für alle, die noch nicht genug haben :)

Bis dahin liebe Grüße, einen schönen 3. Rest-Adventssonntag und morgen einen angenehmen Wochenstart. Ich mummel mich jetzt wieder auf dem Sofa ein - mich hat nämlich eine Erkältung niedergstreckt :(

12/04/2011

Von Bishop über den Bryce Canyon zum Antelope Canyon, Grand Canyon über Flagstaff nach Vegas

Oha, der Blog ist schon im Winterschlaf, wie es scheint.
Wie schon erwartet ist der neue Job äußerst fordernd, ich komme zu wenig anderem, als abends noch ein paar Folgen einer beliebigen Serie zu schauen oder aber mal die stets vernachlässigten Freunde oder Verwandten zu sehen oder wenigstens mit ihnen zu telefonieren. Ist gerade nicht so leicht, das unter einen Hut zu kriegen, die Tatsache, dass bald Weihnachten ist, macht es nicht wirklich leichter.
Aber ich wollte Euch noch von meinem Urlaub weitererzählen ... Hier unsere Route bis zur nächsten (hoffentlich kürzeren Pause...)


Viele, viele Stunden haben wir im Auto verbracht. Ganz häufig bekommen wir, wenn wir über den Urlaub erzählen, gesagt, dass das ja doch viel Rumsitzerei gewesen muss. 
... Hm, war es zwar, klar, andererseits ist uns die Zeit meistens nur so verflogen. Wir haben Musik gehört, ich habe vorgelesen, wir haben geredet, uns Gedanken gemacht über die Menschen, die in diesen, gerade im Westen oft sehr kargen Gegenden leben und so wurde die Zeit nicht lang.
Es war viel Fahrerei, aber es war nicht zu viel...


Im Bryce Canyon wollten wir eigentlich reiten. Leider warteten die Tiere aber unter sehr schlechten Bedingungen darauf, dass sich jemand fand, der mit ihnen in den Canyon reiten wollte und wir wollten diese Tierquälerei einfach nicht unterstützen. Also sind wir "per pedes" durchgewandert, was einfach nur wunderschön war. Es war heiss (obwohl es nachts noch gefroren hatte), wir waren aber völlig überwältigt von diesem Schauspiel der Natur. Leider haben wir es nicht geschafft, zum Sonnenaufgang am Rim zu sein - vielleicht nächstes Mal :)


Die Fahrt durchs "Indianerland" war mit das faszinierendste Stück der Fahrt. Soviel Steine, soviel Weite, soviel unbegreifbare Lebenssituationen, an denen wir vorbeigefahren sind - es war eine Strecke voller Eindrücke. Hier haben wir besonders viel geredet, spekuliert, gestaunt - und irgendwann waren es auch wirklich genug Steine ... Das Bild unten links, der Horseshoe-Bend, ist leider nicht so perfekt, wie ich es haben wollte, aber meine Kamera schaffte es einfach nicht, dieses gigantische Fleckchen Erde ganz aufzunehmen ;) Dort war meine Höhenangst übrigens so massiv, dass ich mich nur auf das Felsplateu setzen konnte und froh war, mich nicht mehr bewegen zu müssen *ohje* Aber wunderschön war es dennoch - ich werde es nicht vergessen.


Der Antelope Canyon, ein absolutes Juwel und wir sind froh, dass wir trotz Nepp und frechem Verhalten der Navajos reingegangen sind. Es war einfach wunderschön. Ich hätte eine bessere Kamera gebrauchen können, aber ein paar Aufnahmen sind dennoch gelungen, find ich ... Das Thema Indianerreservate interessiert mich seit diesem Urlaub sehr, und ich hoffe, ich finde ein gutes Buch zu dem Thema. Falls da jemand einen Tipp hätte, wäre ich ganz, ganz dankbar :D


Der Grand Canyon. Er war natürlich faszinierend. So gross. So weit. So steinig. Und so tief. Ich hatte dank der Tief so gar kein Bedürfnis da herunter zu klettern und dort zu wandern. Für mich war es spannend, dort oben zu stehen, zu staunen und mir vorzustellen, wie es gewesen sein muss, diese Gegend zu durchqueren, als es noch keine Autos gab...


Zum Abschluss dann: Vegas! Es war wirklich schrecklich, man macht sich da einfach kein Bild ... Wir haben es tagsüber und nachts erlebt und es ist - für mich - einfach abscheulich. Dreckig, die Casinos so verkommen und versifft, die Leute, die da zocken irgendwie so trostlos und natürlich ist alles unglaublich teuer und dem Tourismus angepasst. Es ist nicht so, dass ich etwas anderes erwartet hätte, aber ich hatte es mir wohl alles nicht ganz so gammelig vorgestellt, nicht ganz so billig und verramscht.
Und ich frag mich, was man da länger als eine Nacht anstellt :)
Wir waren ja nur dort, weil es von hier weiter nach Atlanta ging - und dafür war es ok. Das Hotel war Preis-Leistungs-mäßig ganz klasse, wir waren unglaublich hoch, konnten schön über das Lichtermeer schauen, sahen sogar die Wasserspiele des Bellagio-Hotels und waren nicht ganz so weit ab vom Geschehen.
Aber hin muss ich da nun wirklich nicht nochmal :D

Der nächste Reisebericht startet im Übrigen mit meinem absoluten Reisehighlight - ich hoffe, ich kann es schnell und zeitnah online stellen :D
Bis dahin wünsche ich allen "Drangebliebenen" eine gute Zeit!

11/13/2011

San Francisco - Muir Woods - Yosemite Park - Mono Lake

Nun wird es auch allmählich allerhöchste Zeit, über unseren Urlaub zu berichten.
Unterwegs hatte ich ja immer wieder mal Instagramme hochgeladen, aber ein richtiger Reisebericht steht noch aus...
Ich habe mich entschieden, diesen Reisebericht in Etappen aufzuteilen und die Fotos immer in Collagen-Form einzustellen. Das hat den Vorteil, dass ich nicht zu viele Bilder hochlade und mir so hoffentlich nicht alle Leser vergraule - allerdings hat es auch den Nachteil, dass die Qualität der Aufnahmen leidet. Aber um Eindrücke zu bekommen reicht es, glaube ich ...

Diese Etappe mit 692 km steht Euch heute bevor:


Unser Urlaub begann ja mit dem Flug nach San Francisco, wo wir ein paar Tage entspannt mit Freunden verbrachten und die Stadt - wieder einmal - auf uns wirken liessen.
Wir hatten ein wenig Pech. Die ganze Zeit vorher war es jeden Tag wunderbar warm, aber an unserem zweiten und dritten Tag hat es dann geregnet. Aber es war sozusagen warmer Regen, daher war es ok.

Für mich ist San Francisco ja einfach nicht _die_ Traumstadt - das ist zwar kaum zu verstehen für all die "Frisco"-Fans, aber irgendwie hat sie mich einfach nicht "gepackt". Es ist eine hübsche Stadt, mit schönen Häusern, den lustigen wellenförmigen Strassen etc. ... aber eben nicht "meine" Stadt. Aber "meine Stadt" in den USA ist maximal New York, und auch da würde ich wohl nicht für immer leben wollen, selbst wenn ich könnte. Aber natürlich ist San Francisco an vielen Orten auch sehr reizvoll und es gibt viele spannende kleine Läden und interessante Menschen.
Wir haben also unsere Tage dort genossen und haben uns - wie üblich, die Stadt größtenteils erlaufen.

Danach ging es in Richtung Yosemite-Park, allerdings nicht ohne noch in den Muir Woods Halt zu machen und dort die wunderschönen Mammutbäume zu bestaunen. Wer von Euch erinnert sich noch an den Hitchcock-Film "Vertigo"? Ja, genau die Mammutbäume waren es und auch den Baumstamm, auf dem Madeleine gruselig an den Jahresringen zeigt, in welcher Zeit sie gelebt haben will, haben wir gesehen. Ich muss unbedingt diesen Film mal wieder schauen ...
Am Tag nach den Muir Woods hatten wir beide Muskelkater im Nacken - man kann einfach gar nicht anders, als immer wieder überwältigt den Blick nach oben zu wenden...

Hier ein paar Impressionen - und dann geht es auch schon weiter...
Der nächste Stopp war der Yosemite National Park, der einfach nur wunderschön ist.
Das Wetter war zwischenzeitlich wieder prima und wir haben dort einige schöne Stunden verbracht: mit kleinen Wanderungen, einem entspannten Picknick und einer abschliessenden spannenden Fahrt über den Tioga Pass zum Mono-Lake und abschliessend nach Bishop.
Natürlich haben wir das nicht alles an einem Tag gemacht, aber ich fasse das einfach mal so frei zusammen ...

Hier nun meine persönlichen Lieblingseindrücke aus dem Yosemite Park und dem Weg nach Bishop...




Alleine die Klimazonen, durch die wir bis dahin gekommen waren, haben mich schwer beeindruckt. Schnee, während ich in kurzen Hosen herumlief.... Die Hitze tagsüber im Yosemite-Tal und die Kälte, als wir am Ende des Tages oberhalb vom Mono Lake standen.
Schon allein diese ersten Tage unserer Tour waren wundervoll. Fest stand auch schon an diesem Abend, dass wir in Zukunft noch einmal in die Nationalparks fahren wollen, um dort noch deutlich länger und ausgiebiger die Natur zu geniessen. Denn, man kann ja sagen was man will, aber solche wunderbaren Naturmonumente wie in den USA sind wahrlich schwer zu finden ...

Mit diesen Worten verabschiede ich mich erstmal wieder und wünsche Euch noch einen gemütlichen Sonntag :) Ich glaub, ich geh jetzt Vertigo gucken ...

Status - Erste Arbeitswoche überstanden

Ich bin ja nun wirklich nicht unerfahren, was das Arbeiten angeht. Ich hatte schon ein paar Arbeitgeber und kann daher auf ein bisschen Berufserfahrung zurückblicken.
Aber das ich soviel vergessen verdrängen würde, im Laufe meines Studiums, hätte ich nicht gedacht. Und zwar "verdrängen" in dem Sinne, dass ich einfach nicht mehr wusste, dass es sich so anfühlen würde. Gar nicht nur negativ gemeint, übrigens. Im Gegenteil: Es ist zum Beispiel ganz schön, dass das Wochenende wieder einen ganz neuen Wert bekommen hat. Oder auch, dass man sehr nette Kollegen hat, die genau die identischen Ziele haben, wie man selbst. Es ist dagegen nicht ganz so schön, dass ich ziemlich früh aufstehen muss und einige Einschränkungen habe, was die Rahmenbedingungen wie Arbeitszeit und Computerbeschaffenheiten angeht, die ich beide etwas ärgerlich finde.
Aber gut, da muss man einfach mal schauen, wie gut man damit leben kann oder auch nicht.

Diese erste Woche bin ich noch mit dem Auto gefahren.
Das war von daher gut, dass ich nicht ganz so schrecklich früh aufstehen musste (zwar schrecklich früh, aber nicht ganz so schrecklich früh ;) )
Ab Montag werde ich aber mal eine Testwoche mit dem Zug machen - in der Hoffnung, dass ich die Fahrzeit dann zum Entspannen mit Buch oder Zeitung nutzen kann und die Zeit somit nicht verloren ist. Im Auto höre ich zwar Hörbücher, aber ich bin natürlich trotzdem die ganze Zeit unter Anspannung, gerade weil die Strecke doch recht voll ist. Es ist zwar wirklich eine "fahrbare" Strecke, Spass ist aber etwas anderes.

Die Arbeit als solche lässt sich ganz gut an. Nächste Woche geht es auch schon richtig turbulent los mit Einzelgesprächen mit Patienten, was ich so rasch nicht erwartet hätte. Außerdem habe ich mich schon etwas aus dem Fenster gelehnt und mich für einen Vortrag entschieden, den ich gerne später halten möchte. "Nichtrauchen" - ohje ;) Ich glaub, da habe ich mich für den herausfordernsten Vortrag aufgrund der wenig motivierten Teilnehmer entschieden. Aber irgendwie fand ich ihn spannend.

Alles weitere wird sich finden müssen. Das Fazit der ersten Woche: Nicht genau das, was ich erwartet hatte, aber bezogen auf die Aufgaben sogar spannender als erwartet. Prinzipiell aufregend und ich kann einfach nur hoffen, dass ich den Anforderungen gerecht werde. Und dann im Umkehrschluss auch, dass ich mit den Einschränkungen zumindest so lange gut zurechtkomme, dass ich dort viel lernen kann.
Ihr seht, es bleibt spannend. Aber die erste Arbeitswoche ist geschafft - und ich glaube, so viel kann man nach einer Woche noch gar nicht sagen. Die erste Arbeitswoche ist ja typischerweise nicht wirklich repräsentativ.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.