8/29/2010

"etwas kochen, was wir noch nie gekocht haben #9" & "The Misfits - Nicht gesellschaftsfähig"

Gestern endlich mal wieder ein Kochabend :) Das war ja auch wirklich lange überfällig - erst die lange Zeit im Schwabenland, während der mir die Lust auf Kochen grösstenteils vergangen war.
Dann Urlaub, wo wir uns bekochen liessen oder gegrillt haben...
Aber gestern ging es wieder los.
Es gab einen warmen Gemüsesalat mit Kräuterbaguette:

Entschuldigt, das Bild ist nicht besonders, aber die anderen waren noch unschärfer :/
Die Zubereitung war recht simpel, wenn auch nicht unkompliziert. Allerdings würde ich jetzt auch ein paar Sachen anders machen.

Salat:
1) eine Schalotte oder Zwiebel in feine Ringe schneiden und mit den Tomaten 4 Minuten dünsten - dann beiseite stellen
2) Pfifferlinge (wir hatten so ca. 150 g) scharf anbraten, danach die Zwiebeln und Tomaten dazu, mit etwas Balsamico Bianco ablöschen, kurz einkochen lassen und vom Feuer nehmen.
3) Vinaigrette aus Balsamico Bianco, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Honig und Senf anmischen und mit gewaschenem Rucola und Tomaten und Pilzen vermengen.

Kräuterbaguette:
1) 50g Pinienkerne in 1 EL Olivenöl goldbraun rösten dann mit 1/2 Bund glatter Petersilie, einer Handvoll Basilikum, getrocknetem Tymian und Oregano mörsern oder hacken.
2) Baguette (etwas 1/3 bis 1/2) in breite Streifen schneiden, dann noch einmal horizontal halbieren und unter dem Grill goldbraun rösten (Achtung, geht rasend schnell ;) )
3) Baguette mit dem Kräuterpesto bestreichen und am Besten das Ganze noch warm servieren :)

Ein sehr schönes, leckeres Essen, der weisse Balsamico ist das A&O bei diesem Rezept, ich würde auf keinen Fall den dunklen nehmen, da er zu dominant wäre. Und die Pfifferlinge sind natürlich wundervoll - ich habe schon lange nicht mehr so genossen

Was ich andersmachen würde: ich fand es nicht so schön, dass die Cocktail-Tomaten noch ganz waren - das war mir beim Essen dann zu riskant (Thema: spritzen und herumspringende und -fliegende Tomaten *seufz*)
Ich würde beim nächsten mal die Zwiebeln erst glasig anbraten, dann die Pilze dazu tun und die Hitze erhöhen.
Die Tomaten würde ich halbieren und bei 170° in den Backofen geben, so das sie leicht angetrocknet sind und später zu dem Rest dazugeben.
Das Pesto würde ich noch mit Salz und Pfeffer verfeinern.

Ansonsten war es ein perfektes, wunderbares Essen, was wir sicher nochmal machen werden. Und gesund war es auch :)

Als Begleitung flüssiger Art gab es einen Veneziano, ein Getränk, was wir im Urlaub lieben gelernt haben: Aperol mit Prosecco - gar köstlich und auch eine Augenweide, leider habe ich kein Photo gemacht. Da wir aber noch eine fast volle Flasche haben, kann ich das sicher noch nachholen ;)

Die Begleitung visueller Natur:
endlich gab es mal wieder einen "alten" Film in Form von "The Misfits - Nicht gesellschaftsfähig" mit Marilyn Monroe, Clark Gable und Montgomery Clift, die im Prinzip drei "Verlierer der Zeit, der Gesellschaft" spielen, die zufällig zueinander finden.
Ich habe diesen Film damals sehr gemocht und finde ihn auch immer noch sehr beeindruckend.
Inwiefern die Pferde in dem Film gequält wurden, ist mir nicht bekannt - man kann kaum glauben, dass es nicht so war und ich befürchte auch, dass es damals solche Tierschutz-Vorgaben, wie es sie heute gibt,  einfach noch nicht gab. Aber davon einmal abgesehen, ist der Film sehr sehenswert. Er ist einer der wenigen Marilyn-Filme, in denen sie nicht auf die Rolle des naiven Dummchens beschränkt ist (auch wenn sie natürlich auch Dummchen-Züge zeigen musste).

Details zu dem Film, an die ich mich erinnere (aus Biographien etc.):
- Ihre Manager wollten eigentlich nicht, dass sie darin mitspielt
- Sie wurde in ihre Jeans eingenäht, damit sie auch schön eng sass
- Es solle ihr letzter Film sein, den sie komplett abdrehen konnte

Details, die ich gerade noch von imdb.com habe:
- Clark Cable verstarb 14 Tage nach Drehende und Monroe, Clift und Ritter starben innerhalb der nächsten 8 Jahre
- "The Misfits" sind auf der einen Seite die Wildpferde, die wilden Mustangs die in der Nevada-Wüste lebten und stehen gleichzeitig als Metapher für die vier Hauptcharaktere des Films

Hier ist der Trailer:


Fazit: Auch heute noch finde ich diesen Film faszinierend. Diese vier Hauptfiguren, die im Prinzip alle Aussenseiter sind, und ihre Probleme damit haben, in der Realität des Lebens anzukommen.
Marilyn, in einer ihrer intensivsten und am wenigsten albernen Rollen. Ein letztes Mal Clark Gable sehen, der seinen Rhett Butler-Charme nicht verloren hat, auch wenn sein Glanz allmählich abblättert. Ja, und Montgomery Clift, einer dieser Schönen Hollywoods, der auch, wie so viele in jener Zeit viel zu jung starb.
Ein Film der wehmütig macht, weil so viel Traurigkeit in ihm steckt.
Ich bin froh, dass so ein Film heute nicht mehr gedreht werden dürfte - die Pferde-Szenen sind grausig und ich bin dankbar, das so etwas heute verboten ist. Nichtsdestotrotz finde ich die Metapher, die Arthur Miller gewählt hat: Wildpferde, die eingefangen werden vs. "nicht gesellschaftsfähige Personen" die eingenormt werden müssen, gut getroffen. Dennoch verurteile ich, dass in dem Film die Tiere gequält wurden. Ich bin froh, in einer Zeit zu leben, wo es Menschen gibt, die sich Gedanken über die Rechte der Tiere machen und dass diese Menschen in dieser Zeit auch eine Stimme haben. Das gibt ein bisschen Hoffnung, dass es vllt. nochmal besser wird.

8/27/2010

Nacht des Orakels - Paul Auster (Audiobook)


Schon lange will ich über dieses Hörbuch schreiben - doch irgendwie war es mir bisher nicht möglich - und zwar, weil ich die letzte CD nochmal hören wollte, bevor ich davon erzähle.

Das dieses Audiobook in meinem CD-Spieler gelandet ist, ist das Ergebnis eine Ama*zon Shopping-Trips ;)
Ich brauchte dringend ein Hörbuch für die Heimfahrt Ende letzten Monats, und dieses war gerade im Angebot - da war die Entscheidung leicht. Ich mag Siri Hustvedt sehr gerne und Paul Auster als ihr Mann hatte mich schon länger interessiert. Nach der Fahrt steht für mich fest, dass ich einfach alles von ihm lesen muss!
Die Erfahrung, die ich mit diesen fünf CD's auf der Heimfahrt gemacht habe ist nahezu unbeschreiblich.
Die Wortwahl, die Spannung, die Stimmung - alles ist grossartig. Ich habe fasziniert gelauscht, vor allem der Anfang der Geschichte ist unglaublich fesselnd und mitreissend, grandios erzählt und von Jan-Josef Liefers phantastisch vorgelesen.
In dieser Geschichte ist ein Roman im Roman, sowie viel Düsternis und Grausiges enthalten. Es sind menschliche Abgründe beschrieben, Geschichten werden erzählt, erdacht, erraten - es macht einen atemlos beim Zuhören. Das Ganze ist sehr dicht und intensiv erzählt und man fühlt sich, als wäre man selbst mitten in der Geschichte. Jan-Josef Liefers hat sicher einen nicht geringen Anteil an dieser Wirkung - seine Stimme hat mich geradezu mitgerissen.

Ich dachte zuerst, Paul Auster hätte das Ende der Geschichte vermurkst. Es machte mir den Eindruck, als ob ihm ca. ab Mitte der Geschichte die Fäden aus der Hand gelaufen sind. Auf der anderen Seite: vielleicht war es seine Absicht, mich in genau der Verwirrtheit zurückzulassen, in der ich schliesslich, am Ende meiner Fahrt, da stand, auf meinem Parkplatz, vor dem Haus, in dem wir wohnen. Müde, ein bisschen fassunglsos ob dieses Endes.
Ich glaube, ich werde mir das Hörbuch nochmal in Gänze anhören. :)

So oder so - egal, ob ich das Ende nun gut oder schlecht fand bzw. finde: Mir hat diese lange Autofahrt ganz grosse Lust auf mehr von Paul Auster gemacht. Ich mag seinen Schreibstil sehr, sehr gerne und ich habe mir fest vorgenommen, mir bei der nächsten Gelegenheit die New York-Trilogie zu schnappen, wenn ich sie mal wieder im Antiquariat liegen sehe.

Der König der Narren - Tanja Kinkel

Dieses Buch habe ich kürzlich über den Marketplace erstanden. Ich mag Tanja Kinkel sehr gerne - ich finde, sie recherchiert sehr gut und ihre historischen Romane habe ich alle unglaublich gerne gelesen.
Bei diesem Buch nun habe ich überhaupt nicht gewusst, was auf mich zukommt. Zwar hatte ich mir den Klappentext durchgelesen, aber bewusst die Rezensionen bei Ama*zon vermieden um nicht gespoilert zu werden. Ich rechnete also ebenfalls mit einem historischen Roman und war dann ziemlich überrascht, dass es eine Fantasy-Geschichte ist. Sie spielt in Phantàsien und ein Gefühl des Wiedererkennens stellte sich immer mehr ein. Plötzlich war die Rede von Glücksdrachen und die Beschreibung ähnelte schwer Furchur aus der Unendlichen Geschichte. Ich war erstmal verwirrt - was tat Tanja Kinkel da? Klaute sie frech bei Michael Ende? Oder sollte es eine Fortführung der Unendlichen Geschichte sein? Im Vorwort stand nichts, dem Klappentext konnte man nichts entnehmen... Ich las weiter, verwirrt, aber durchaus nicht uninteressiert.
In dem Buch geht es um Res, ein junges Mädchen, welches auszieht um ihre Welt vor dem Nichts zu retten. Res erlebt einige Abenteuer, auch sehr schlimme Abenteuer und die Figuren, denen sie begegnet sind allesamt recht grausam und gemein. Sie selbst ist auch keine typische, fehlerfreie Heldin sondern handelt im Prinzip eigennützig, egoistisch.
Meine Lieblingsfigur war Schnurrspitz, die Katze, obwohl auch sie ein sehr egozentrisches Wesen ist. Aber Schnurrspitz ist wirklich amüsant und weise und darum machte es mir Spass, von ihr zu lesen.
Die Geschichte insgesamt ist nicht unspannend, allerdings auch nicht so fesselnd, dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Im Gegenteil: ich habe das Buch sogar 3 Wochen lang einfach liegen lassen, weil ich es nicht wieder mit zurücknehmen wollte ins Ländle bzw. weil es sich für den Urlaub nicht mehr lohnte.
Das Ende war gut geschrieben, da endlich wird man als Leser auch darüber aufgeklärt, dass es quasi eine Parallel-Geschichte zur Unendlichen ist.
Als Fazit würde ich sagen, es war kein Fehlgriff, aber ich würde es nicht uneingeschränkt weiterempfehlen. Sicher nicht das beste Buch von Tanja Kinkel, wobei es durchaus lesenswert ist - wenn man die Unendliche Geschichte mag und noch länger in diese Welt eintauchen will.

Der achtundzwanzigste Freitagsfüller

Nach dem extrem verregneten Tag gestern ist heute, am Freitag und ersten Arbeitstag für mich, nur noch ein bisschen Regen zu vermelden.
Trotzdem war es hart heute früh - wieder mit Wecker aufstehen, im Bad nicht alle Zeit der Welt haben... Aber eigentlich ist es gut, dass jetzt wieder ein bisschen Ordnung in meinen Tag kommt, so wird dass dann vllt. auch noch was mit dem Theorieteil der Diplomarbeit.
Zunächst aber ein Freitagsfüller (klick hier) und dann ein schönes Wochenende mit Kochen, Lesen, Geniessen :)


1.  Freunde zu finden und sie auch zu behalten ist das Wichtigste im Leben - alles andere wird irgendwann nebensächlich sein.
2.  Frida hat wirklich eine angeschlagene Gesundheit, es ist so schade, dass sie immer "hier" schreit, wenn wieder etwas im Anflug ist :(.
3.  Ich bin bereit für einen produktiven Wochenstart nächste Woche.(jetzt steht es hier, also muss es wahr werden ;) )
4.   In einem Monat geht es schon mit der Diplomarbeit los - mir wird ganz komisch, wenn ich daran denke.
5.  Wie bekommt man einen Semesterferien-Job, für 4 Wochen, der keine grossen Vorkenntnisse erfordert?
6.  Man nehme etwas Tofu, Zwiebeln, Sesam und Woknudeln, füge Soja-, Sweet-Chilisauce und Wasser dazu , und hat ein schnelles, köstliches Wok-Gericht, wie dass was wir gestern hatten :).
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen entspannten Serienabend nach unserer Sport- und Einkauf-Tortur, morgen habe ich unseren Kochabend geplant und Sonntag möchte ich nur Dinge tun, zu denen ich Lust habe :)!

8/25/2010

Wandelröschen


Hier noch ein Minipost zu meiner Lieblingspflanze, dem Wandelröschen. Bei Wikipedia habe ich allerdings gerade herausgefunden, dass es leider giftig ist. Allerdings nur die Früchte, die ich bei unseren Pflanzen noch nie bemerkt haben, wahrscheinlich trägt unser Bäumchen einfach nicht. Unsere Katzen haben sich ohnehin noch nie am Röschen vergangen, ich nehme an, sie mögen den leicht
zitrusartigen Geruch nicht, den es ausströmt...


Und hier noch ein paar Bilder, von unseren Balkonkatzen :)

Jetzt war es das aber auch erstmal, mit der Bilderflut :)

Schweinchen-News

Lange überfällig ist mal wieder ein Katzenpost.
Zumal unsere Katzen nun endlich ihr lange überfälliges Geburtstagsgeschenk, einen Brunnen von Keramik im Hof bekommen haben (leider hatten die einige Kapaziätsengpässe - nach einem Artikel in einer Katzenzeitschrift gab es einen Anfragenansturm :) ). Da unsere Schweinchen aber ohnehin sehr gnädig sind, verstanden Sie das und warteten geduldig bis nach unserem Urlaub. Da gab es ihn dann, den neuen Brunnen:

Bisher ist der neue Brunnen ein voller Erfolg. Ich sehe die beiden momentan andauernd trinken und wenn ich den Brunnen morgens anmache ist vor allem Phoebe sofort da, um ihn neu zu entdecken. Der Goldfisch gehört im Übrigen nicht dazu, den hatte ich im Museumsshop im Gropius-Bau erstanden. Eigentlich soll er lustig hin und her schwimmen, aber ich glaube, dazu braucht er mehr Wassertiefe.

Brunnenfazit: Momentan würde ich sagen, er ist eine gute Investiotion ist, mal sehen, wie lange die beiden von ihm noch fasziniert sind. Man kann die Pumpenleistung gut regulieren und Aufbau und Reinigung sind auch absolut unkompliziert.
Balancier-Versuche auf der Schüssel wurden bis jetzt noch nicht unternommen - ich hoffe, das lässt Phoebe auch schön bleiben ;)
Ich finde unseren neuen Brunnen auf jeden Fall ziemlich schick und denke, wir werden auch noch Freude an ihm haben, falls die Damen irgendwann das Interesse daran verlieren.

Nun zu Frida:
Meine kleine Friducha ist leider schon seit einigen Wochen ein Sorgenkind. Es begann, an dem Wochenende, bevor ich wieder heimkam aus dem Ländle. Mein Freund holte mich vom Bahnhof ab und in der Zwischenzeit müssen sich die beiden bekabbelt haben - als wir wiederkamen hatte Frida jedenfalls eine ziemliche Macke kurz vor dem linken Ohr. Das Fell war weg und die Wunde hatte eine Größe von ungefähr einem 2-Cent-Stück.
gruselige Details :/
Der Heilungsprozess verlief langsam, da Frida immer wieder daran gekratzt hat und je näher unser Urlaub rückte, desto unruhiger wurde ich, da die Stelle nicht kleiner, sondern größer wurden. Beim Tierarzt, eine Woche vor dem Urlaub, wurde uns von einem Kragen abgeraten, sondern statt dessen Antibiotikum und Schmerzmittel gegeben, damit die Wunde abheilen und die Entzündung abklingen  kann. Und das Schmerzmittel sollte vor allem dazu dienen, den Juckreiz zu lindern und so das Kratzen zu vermeiden.
Das ging alles erstaunlich gut - bis zum Freitag vor unserer Abreise. Da machte sich Frida die ganze Wunde wieder auf und wir hatten keine Wahl, als den Kragen, den wir vorsorglich gekauft hatten, anzulegen. Das Gefühl, damit in den Urlaub zu fahren, war schon sehr unschön. Aber Frida hat es gut hinbekommen - zumindest die erste Woche. Dann wurde es ihr doch zu blöd, und sie befreite sich selbst aus dem unleidigen, unpraktischen Ding und die Katzensitter hatten keine Chance, es wieder dran zumachen. Aber gut, die Wunde war schon deutlich kleiner geworden und wir dachten, jetzt ist sie über den Berg. Weit gefehlt - leider. Gestern hat sie sich wieder die Kruste abgekratzt und ich musste den schrecklichen Kragen wieder aufsetzen. Seitdem ist sie die liebste und kuscheligste Katze der Welt, sie ist kaum wiederzuerkennen. Auch das Anlegen des Kragens verlief unproblematisch - sie scheint das mittlerweile gewöhnt zu sein.
Ich hoffe, dieses Mal kriegen wir es hin, so dass sie endlich wieder ganz normal ihr Leben geniessen kann - ohne Jucken, ohne Kragen und ich wünsche mir, dass sie Phoebe irgendwann mal die Meinung geigt. Denn leider lässt sich Frida von ihrer Schwester regelmäßig unterbuttern - das Ungleichgewicht zwischen unseren beiden Schwestern ist recht gross.
Aber wie auch immer - ansonsten hat Frida meine lange Abwesenheit von April bis Juli gut verkraftet. Sie ist anhänglicher geworden, genau wie ihre Schwester. Und das wir jetzt einen kleinen Kragenbären als Schweinchen haben... Naja, das geht vorbei :)

Die Bilder sind übrigens alle recht aktuell, Ihr seht also, dass die Wunde nicht mehr so auffällig ist, wie sie schon mal war...


P.S.: Das Pfotenbild ist natürlich für die Winterkatze und die beiden unteren Bilder zeigen Fridas aktuelle Lieblingsplätze. Besonders lustig sieht es aus, wenn Fridi auf dem Sessel so schläft, dann hängt ihr Kopf herunter und sie sieht aus, als hätte sie einen "Kater" *lach*
Der Karton ist der Karton meines Reithelms und Frida liebt ihn. Er ist eigentlich zu klein, aber dennoch - sie schläft nachts oft darin und quetscht sich mit Begeisterung herein :)

Und Phoebe?
Phoebe ist die unangefochtene Königin hier im Haushalt. Sie kann sowohl eine sehr liebe, gütige Königin sein, die einem gnädig gestattet, sie durchzukuscheln, stundenlang in den Schlaf zu streicheln und ihr anderweitig Gutes zu tun. Im nächsten Moment kann sie aber auch eine herrische Diktatorin sein, die lautstark ihren Freigang auf ihrem Balkon einfordert. Sobald man sie rauslässt, ist sie dann aber die zufriedenste Katze der Welt. Stundenlang liegt sie auf dem kleinen Tischchen, schaut über ihr Reich und geniesst den frischen Wind und die vielen Gerüche und Geräusche. Fluchtversuche gibt es kaum noch, wenn mal eine Wespe vorbeikommt versucht sie, sie gemütlich aus der liegenden Position heraus zu fangen, klappt das nicht, ist es auch egal.
Auch in der Wohnung hat sie zwei Gesichter. Die Momente, wenn sie auf dem Kratzbaum liegt und einer von uns dort vorbeikommt und sie sich dann schnell gurrend auf den Rücken rollt um sich durchstreicheln zu lassen sind hier legendär und wir lieben sie. Leider hält das nicht lange und schon springt das kleine Monster mit Karacho vom Kratzbaum herunter und fängt an, durch die Wohnung zu toben. Meistens wenn wir essen ist für Phoebe Nerv- und Spielzeit. Gurrend läuft sie um mein Sofa herum und setzt sich immer gerade so weit weg, dass man sie nicht berühren kann. Dann rennt sie wieder auf ihre Skaterwand zu, springt in die Luft und stößt sich mit allen Vieren von der Wand ab um dann mit einem ohrenbetäubenden Knall wieder auf dem Laminat (natürlich, wo sonst) zu landen. Dann setzt sie sich wieder mit Sicherheitsabstand neben mein Sofa, und schaut mich böse an, weil ich nicht mit ihr spiele. Und wirklich, regelmässig, wenn das Essen auf dem Tisch steht *lach*.


Ihre neueste Marotte ist, sich, wie auf den mittleren Bildern zu sehen, vor den Fernseher zu legen. Der Fernseher hat sowieso eine merkwürdige Anziehungskraft auf Phoebe. Seit einem knappen Jahr sitzt sie manchmal stundenlang vorm Fernseher und starrt ihr Spiegelbild an. Hält man sie vor einen normalen Spiegel, findet sie das vollkommen uninteressant. Aber vor dem Fernseher scheint sie irgendetwas zu sehen, zumindest nimmt sie da offenbar eine andere Katze wahr. (Zum Glück versucht sie nur selten, die andere zu berühren ;) )

Das waren sie also, die aktuellsten Schweinchen-News. Ich bin so froh, dass ich noch über einen Monat Zeit mit ihnen verbringen darf - ich darf noch gar nicht daran denken, wie es ist, wenn ich nicht mehr dauernd hier bin. Aber erstmal geniesse ich die Zeit jetzt, denn (und jetzt kommt mal ein schlauer Spruch, der gerade zu meinem Motto geworden ist):

Sich Sorgen zu machen, bedeutet Wolken von morgen über die Sonne von heute ziehen zu lassen.

In diesem Sinne, Ihr lieben LeserInnen. Ich wünsche allen einen sonnigen Tag.

8/23/2010

Lago di Bolsena 2010

Hier ist er nun, der schon eingeforderte, ein paar Tage aufgeschobene und völlig begeisterte Bericht unseres Sommerurlaubs 2010 :)
Am Sonntag, dem 08. August ging es in früher Morgenstund los, das Auto war schon abends fast komplett gepackt worden. Keine Staus, nichts Wesentliches vergessen - bis München lief es rund und Kathrin, mein Navi, wurde immer optimistischer, geradezu euphorisch und meinte, wir kämen so gegen 21 Uhr in Gradoli an. Doch dann kam München. Und ein gewaltiger Stau. Kathrin revidierte ihre Meinung rasch und schnell wurde aus 21 Uhr 23 Uhr und dabei blieb es auch die ganze Restfahrt. In Deutschland kann man immer noch prima Zeit wett machen, aber sobald man über die Grenze ist und sich an die Geschwindigkeitsbeschränkungen hält, ist davon keine Rede mehr und das Kathrin behält das letzte Wort.
Wir krochen also durch München, und später dann über den Brenner-Pass, bewunderten die Alpen und die Obstplantagen Südtirols und irgendwie zog es sich danach ganz schön hin. Gerade die tollen Berge wurden dann schnell bedrückend und wir waren froh, als wir am Gardasee vorbei und auf die Ebene kamen. Ich habe während der Fahrt viel vorgelesen aus Stefan Ulrichs "Arrividerci, Roma!" und das hat die Fahrt recht kurzweilig gemacht.
Da ich ja vorgelesen habe, bin ich noch nicht durch, aber es ist ein wirklich gutes Buch. Stefan Ulrich erzählt unterhaltsam Familienanekdoten und Italien-Geschichte, gar nicht trocken sondern wirklich interessant und fesselnd. Ein sehr empfehlenswertes Buch für jeden Italien-Reisenden oder -Liebhaber - ich werde sicher auch den ersten Teil (ich wusste nicht, dass mein Buch ein Folgebuch ist) noch lesen.
Gut, lange Rede, kurzer Sinn, wir hatten eine gute Fahrt, bekamen aber immer kältere Füsse, weil der Campingplatz ja nicht ewig aufhaben würde. Kathrin blieb hartnäckig bei ihrer Meinung, dass 23 Uhr die perfekte Ankunftszeit für uns sei und sie behielt Recht. Aber es war alles überhaupt kein Problem. Wir fuhren auf den Platz, wurden freundlich begrüsst und gefragt, ob uns frische Pasta, Salat und Weisswein genehm wären und aufgefordert, uns einen schönen Platz auszusuchen. 
für alle, die auch mal einen grossartigen Campingplatz am Lago brauchen :)

Mit unseren Freunden bauten wir dann fix das Zelt auf (20 Minuten - ein tolles Zelt :) ) und dann kam der Verwalter schon wieder auf seinem Fahrrad angepest und fragte, ob er die Nudeln schon wässern dürfe. Durfte er - eine halbe Stunde nach der Ankunft sassen wir vor köstlichen Tagliatelle, tranken Frizzante und erzählten von der Fahrt, redeten mit unseren Freunden und waren froh, angekommen zu sein.

Am nächsten Morgen weckte mich die Sonne schon recht früh, wir hatten uns einen Platz mitten in der Morgensonne ausgesucht, was zwar vom Prinzip her schön, tatsächlich aber vor allem sehr heiss ist. Wir sind dann auch noch am gleichen Tag zu einem schattigerem Plätzchen umgezogen, um morgens bei Bedarf länger schlafen zu können.
Ich beschloss, der Hitze zu entfliehen und mich dem Frühschwimmen hinzugeben, etwas, was ich dann auch an den meisten folgenden Tagen tat. Der Lago di Bolsena ist einfach ein wundervoller See. Das Wasser ist schön weich, die Temperatur auch recht angenehm (geschätzte 23°C) und das einzig Schwierige ist der Weg in den See hinein. Wie Ihr auf dem Bild sehen könnt, liegen dort einige Steine in Ufernähe und das war jedes Mal wieder eine ziemliche Herausforderung. Aber der Stolz verbot mir, mir Badeschuhe zu kaufen und es hat ja auch immer geklappt ;)

Die nächsten Tage waren geprägt vom Wandern und dabei etruskische Überreste und verschlafene Dörfer zu bewundern. Oft genug fühlte ich mich erinnert an Capricorns Dorf in Cornelia Funkes"Tintenherz" und auch sonst hatte man oft genug das Gefühl, dass die Zeit an manchen Stellen hier stehenbleibt oder langsamer verläuft. Wir waren einen hektischen Tag lang in Rom, haben ansonsten viele Unternehmungen in der Umgebung gemacht, und uns einfach eine entspannte, ruhige Zeit gegönnt. Unter anderem haben wir den Parco dei Mostri in Bomarzo besucht (weiter unten gibt es da noch ein paar Bilder zu sehen, aber die Website ist sehr nett gemacht) und waren in Civita di Bagnoregio, einem Bergdorf, welches damals zu den "sterbenden Städten" gehörte und fast aufgegeben wurde, da es durch Erosion und Erdrutsch als absturzgefährdet galt.
Es wurde aber wiederbelebt, saniert und restauriert und innerhalb der letzten 5 Jahre ist bereits ein unglaublicher Wandel zu bemerken. Nur eine alte Dame, die schon damals auf dem Mäuerchen vor ihrem Haus sass, und anpries, dass aus ihrem Garten der schönste Panoramablick zu sehen sei, war immer noch unverändert dort. Sie lädt vorbeigehende Touristen ein, den Ausblick bei Ihr zu bewundern und wenn sie wieder herauskommen, einige zwanzig Photos reicher, hält sie ihre faltige, kleine Hand auf und erbittet einen kleinen Obulus. Schön ist, dass die Touristen ihr immer noch etwas geben, denn mittlerweile ist die Stadt komplett mit Panorama-Terassen umgeben ... Aber diese uralte kleine Frau, deren Rente sicherlich mehr als kärglich ist, hat all diese Jahre in Civita ausgehalten - sie war auch zu der Zeit noch dort, als nur noch neun Menschen im Dorf gelebt haben. Irgendwie fand ich es schön, sie wiederzusehen :)

Kulinarisch ist Italien schon lange meine Wahlheimat und das hat sich in diesem Urlaub nur bestätigt: Biscotti, Pasta, köstliche, neopolitanische Pizza, wunderbarer Wein, aromatische Tomaten und Mozarella di Buffalo im 5er Pack für kleines Geld. Und natürlich auch traumhaft cremiges Straciatella-Eis, das darf nicht vergessen werden.

Wir hatten einen wunderschönen, erholsamen, Seele-beruhigenden Urlaub. Campen, haben wir festgestellt, ist für uns eine gute Urlaubsform und der Komfort eines Zeltes ist für eine Woche zunächstmal absolut ausreichend.
Unser tolles Zelt hat sich bewährt: bei einem heftigen Unwetter hat es gut durchgehalten, es wurde nicht undicht und stand wie eine Eins. Der Campingplatz La Grata war für uns wie geschaffen: nicht überlaufen, sehr persönlich, sehr familiär - wenn wir das nächste Mal am Lago di Bolsena Urlaub machen, werden wir sicher wieder dort zelten.
Für mich persönlich war dieser Urlaub einfach nur ein wahrgewordener, schon lange gehegter Traum - wie habe ich Italien vermisst.

Hier noch ein paar zusammenfassende Photos - als Fazit sozusagen und vielleicht als Anregung ;)


8/21/2010

Visiting Frida

Dieses Mal geht es nicht um mein Schweinchen sondern ihre Namensgeberin.
Zusammen mit Natira war ich am 07.08. in Berlin auf der Frida Kahlo Retrospektive. Auf Natiras Seite finden sich deutlich detailliertere Auskünfte - zur Ausstellung, zum dazugehörigen Katalog etc. Also bitte einfach mal hier klicken und bei Natira ein wenig stöbern :)

Der Weg:
Nach einer schon ein wenig abenteuerlichen Fahrt, die im Morgengrauen damit begann, dass sich meine Frida ihre Kopfwunde aufgekratzt hatte :( kamen wir so gegen 10 Uhr in Berlin an. Dort erwartete uns ersteinmal die Aufgabe, wie wir nun am besten vom Hauptbahnhof zum Gropiusbau kommen sollten. Kurzerhand wurde der Stadtplan gezückt und dort ein direkter Weg gefunden, den wir dann nach kurzen Irritationen auch schnell im echten Berlin fanden. Vorbei am Reichstag (Schlange bewundern) kamen wir über den Potsdamer Platz zum Gropiusbau. Dort durften wir eine noch längere Schlange bewundern - die Schlange für die Frida Kahlo-Ausstellung.

Das Warten:
Doch Natira hatte sich zum Glück informiert: für Inhaber von DB-Tickets, die wir Natira-sei-Dank, hatten, gab es für uns einen Extra-Eingang. Extra-Sachen sind ja meistens gut und so gingen wir an dieser unglaublich langen Schlange vorbei... Die Leute, so erfuhren wir später, standen teilweise schon seit 7:30 in der Früh an ... Den Extra-Eingang gab es zum Glück tatsächlich - zwar war die ganze Informationspolitik der Ausstellung mehr als bescheiden (keine Hinweise darauf, wer sich wo anstellen muss, Unklarheit auch bei den Ordnern, Ordner, die leider ausserstande waren, qualifizierte Informationen zu geben etc. Aber wir waren guter Dinge: die Extra-Eingangs-Schlange war sehr übersichtlich (man stand aber dennoch eine Stunde an - danach hatte sie nicht ausgesehen) und wir waren sehr glücklich, dass wir diese Tickets hatten, denn sonst hätten wir die Berlin-Reise umsonst unternommen...
Irgendwann war es soweit: nachdem etliche Leute aus ungeklärten Gründen schon eintreten durften und wir mehrere Durchgänge aussetzen mussten, durften auch wir endlich rein. Dann der Schock: es gab eine zweite Schlange. Eine neue, bessere Schlange für alle, die noch nicht aufgegeben hatten. Es wurde Leitungswasser gereicht, damit auch niemand kollabierte und die Schlange durfte lustige, darmverschlingungsähnliche Muster bilden, damit es nicht so langweilig wurde. Ich merkte schon bald meinen Rücken und meine Laune sank beträchtlich. Ich hoffe, ich habe meine schlechte Laune nicht zu sehr zur Schau gestellt, liebe Natira.
Zum Glück war die Gesellschaft sehr angenehm. Ich hatte meine Natira bei mir, mit der ich eh ohne Ende reden kann und dann waren die vor uns Stehenden und auch die nachfolgende Journalistin nette Mitleidende, mit denen man sich gut unterhalten konnte. Schleppend ging es vorwärts und wir näherten uns dem "Wachhabenden". Der war mir so unsympatisch. Bewusst extrem gekürzte Haare (um es freundlich zu sagen), keinen Hals und einen extrem kühlen Blick. Unsympat hoch 10.
Leider wurde mir die zweifelhafte Eigenschaft, dass man mir oft ansieht, dass ich Leute nicht so gerne mag, zum Verhängnis: als wir kurz vor dem Durchbruch standen, guckt er mich an, sagt, "Sie, der Rucksack ist zu gross - Bitte abgeben". Ich versuchte ihn noch zu überzeugen, führte ihm vor, dass er in den vorgegeben Kasten passte ("Nein, zu gequetscht") und musste mich fügen. Natiras (ähnlich grosse Tasche) wäre aber ok gewesen... Solidarisch wie sie ist, bat sie mich, ihre auch abzugeben und im Endeffekt war das gut, so mussten wir die Taschen nicht mehr schleppen ;). Ironie: als ich gerade wieder nach oben kam, kam eine Frau mit einer riesigen, roten Schultertasche, die fast doppelt so gross wie mein Rucksack war (ernsthaft) und da meinte der Vollpfosten doch echt, die würde gehen...
Aber gut, irgendwann durften wir weiter, warteten noch ein Stündchen vor uns hin (zwischendurch auf den Treppenstufen sitzen - das war toll) und dann ging es los in die Ausstellung.


Die Ausstellung:
Die Ausstellung selbst war dann ein Traum und das Warten auf jeden Fall wert. Ich habe mich mit den Werken Frida Kahlos ja schon lange beschäftigt und kenne sie recht gut. Aber sie im Original zu sehen, sehen, wie fein die Pinselführung teilweise war... Das war ein einmaliges Erlebnis für mich. All diese Selbstporträts zu sehen. Die Photos aus ihrem Leben, die ich noch gar nicht kannte. Das Gipskorsett zu sehen - ich hatte mich schon immer gefragt, ob wohl eins ihrer bemalten Korsetts überlebt hat... Es war, als wäre ich ein bisschen näher dran, an Frida.
So schlecht die Informationspolitik auch war, die Ausstellung selbst war sehr gut gemacht. Die Räume waren klar gegliedert, es waren nie zu viele Besucher auf einmal in der Ausstellung und man konnte in Ruhe die Bilder anschauen, sich (zum Glück) auch mal setzen und fand hilfreiche Erläuterungen / Deutungen zu den Werken.
Diese Deutungen fand ich spannend, hätte nur gerne gewusst, woher sie kommen, wie sie sich erklären. Da bleibt mir also immer noch etwas Recherchier-Arbeit, das finde ich eigentlich sehr schön :)

Mein Fazit:
Frida beeindruckt mich schon seit Jahren. Meine Katze hat ihren Namen Frida Kahlo zu verdanken und mein Bücherschrank quillt über von Büchern über oder von ihr. Ich habe ihre Kunst lieben gelernt und habe sie stets bewundert für alles, was sie ausgehalten hat und sie war mir oft ein Halt, eine Motivation, wenn ich selber nicht mehr weiter konnte. Das mag pathetisch klingen, war aber tatsächlich schon des Öfteren so.
Ein Freund von mir, der sein Geld mit Kunst verdient, Kunst studiert hat und dessen Meinung ich schätze, sagte einmal zu mir: "Frida Kahlo war eine gute Künstlerin, aber sie ist nie über sich hinausgewachsen".
Bis heute bin ich mir nicht sicher, wie er das gemeint hat. Ist sie nicht "gut" genug geworden? Hätte sie nicht immer nur sich selbst malen sollen?
Ich teile seine Meinung dieses Mal nicht. Frida Kahlo hat meiner Meinung nach, ihren ganz eigenen Weg gefunden, zu malen. Durch ihre Krankheit war sie oft ans Bett gefesselt und hatte so nur wenig Motive zur Auswahl. Sie selbst sagt: "Da meine Themen stets um meine Empfindungen, meinen Seelenzustand und die tiefsten Reaktionen kreisen, die das Leben in mir hervorrief, habe ich all dies oft in Selbstbildnissen umgesetzt. Sie waren der ehrlichste und wahrhaftigste Ausdruck dessen, was ich in mir und vor mir selbst empfand." (Frida Kahlo, Brief an Carlos Chávez, Oktober 1939)
Für mich zeigt dieser Satz, dass sie ganz bewusst so gemalt hat, wie sie gemalt hat und nun, da ich einen Grossteil ihrer Bilder in der Retrospektive gesehen habe, schätze ich ihre Kunst noch mehr. Nun muss ich nur noch verstehen, wie ich ihre Bilder interpretieren kann, aber dahin komme ich auch noch :)

Dieses ganze Frida-Abenteuer war eine Odyssee, sicher. Es war anstrengend und hätten wir es vorher gewusst - vielleicht wären wir nicht gefahren, hätten die Bequemlichkeit siegen lassen. Aber so, ohne dieses Vorwissen, haben wir eine der wenigen Chancen genutzt, die Werke von Frida Kahlo im Original zu sehen.
Das war das lange Stehen schon wert, auch wenn ich am Ende einfach nur fertig mit der Welt war ;)
Ich möchte Natira danken, die zum einen alles so toll organisiert hat für uns, so dass wir nicht 8 Stunden sondern nur 3 Stunden warten mussten. Ausserdem danke ich Dir dafür, dass ich das mit Dir erleben durfte, denn dieses Erlebnis wird uns auch niemand mehr nehmen können :)

Und nun noch ein paar Impressionen von unserem Abenteuer:
 
Der Abend davor beim Mexikaner, auf dem Weg zum Gropius-Bau, in der Ausstellung

8/20/2010

Der siebenundzwanzigste Freitagsfüller

Ich melde mich zurück aus unserem herrlichen Italienurlaub - zunächstmal mit dem Freitagsfüller von Barbara :) (Wer mitmachen will klickt wie freitags üblich hier)
Nach diesem Freitagsfüller werden noch Posts zu
a) Frida Kahlo in Berlin
b) Sayuri mit Freund in Italien
c) Schweinchen und ihrem neuen Brunnen
folgen.
Aber da ich langsam wieder anfange, zieht sich das eventuell etwas hin.
Ich freu mich jedenfalls, wieder online zu sein und wieder bei und von Euch zu lesen :)

1.  Lachen kann einem den Tag wahrlich retten und versüssen.
2.  Grey's Anatomy und Sex and the City ist sind zur Zeit meine Lieblingsserien im Fernsehen DVD-Spieler.
3. Wo in aller Welt  ist mein Garagenschlüssel geblieben? (stimmts, Natira ;) ) .
4. Von allem eine gewisse Menge auf Vorrat haben, das ist eine meiner Marotten.
5. Heute freue ich mich am meisten auf eine Waffel begleitet von köstlichem Tee im Ch'a Lu.
6. Wenn ich Auto fahre  liebe ich es - auf langen Fahrten - Hörbücher zu hören.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf eine mexikanische Fiesta, morgen habe ich abends das Wiedersehen mit meiner Freundin N. geplant und Sonntag möchte ich den letzten Tag in "Freiheit" mit meinem Freund geniessen - bevor die Arbeit und der Ernst des Lebens wieder ein bisschen losgehen ;)!

So, jetzt geht es gleich zur Waffel - heute später am Tag wird weitergeschrieben :)