8/27/2010

Der König der Narren - Tanja Kinkel

Dieses Buch habe ich kürzlich über den Marketplace erstanden. Ich mag Tanja Kinkel sehr gerne - ich finde, sie recherchiert sehr gut und ihre historischen Romane habe ich alle unglaublich gerne gelesen.
Bei diesem Buch nun habe ich überhaupt nicht gewusst, was auf mich zukommt. Zwar hatte ich mir den Klappentext durchgelesen, aber bewusst die Rezensionen bei Ama*zon vermieden um nicht gespoilert zu werden. Ich rechnete also ebenfalls mit einem historischen Roman und war dann ziemlich überrascht, dass es eine Fantasy-Geschichte ist. Sie spielt in Phantàsien und ein Gefühl des Wiedererkennens stellte sich immer mehr ein. Plötzlich war die Rede von Glücksdrachen und die Beschreibung ähnelte schwer Furchur aus der Unendlichen Geschichte. Ich war erstmal verwirrt - was tat Tanja Kinkel da? Klaute sie frech bei Michael Ende? Oder sollte es eine Fortführung der Unendlichen Geschichte sein? Im Vorwort stand nichts, dem Klappentext konnte man nichts entnehmen... Ich las weiter, verwirrt, aber durchaus nicht uninteressiert.
In dem Buch geht es um Res, ein junges Mädchen, welches auszieht um ihre Welt vor dem Nichts zu retten. Res erlebt einige Abenteuer, auch sehr schlimme Abenteuer und die Figuren, denen sie begegnet sind allesamt recht grausam und gemein. Sie selbst ist auch keine typische, fehlerfreie Heldin sondern handelt im Prinzip eigennützig, egoistisch.
Meine Lieblingsfigur war Schnurrspitz, die Katze, obwohl auch sie ein sehr egozentrisches Wesen ist. Aber Schnurrspitz ist wirklich amüsant und weise und darum machte es mir Spass, von ihr zu lesen.
Die Geschichte insgesamt ist nicht unspannend, allerdings auch nicht so fesselnd, dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Im Gegenteil: ich habe das Buch sogar 3 Wochen lang einfach liegen lassen, weil ich es nicht wieder mit zurücknehmen wollte ins Ländle bzw. weil es sich für den Urlaub nicht mehr lohnte.
Das Ende war gut geschrieben, da endlich wird man als Leser auch darüber aufgeklärt, dass es quasi eine Parallel-Geschichte zur Unendlichen ist.
Als Fazit würde ich sagen, es war kein Fehlgriff, aber ich würde es nicht uneingeschränkt weiterempfehlen. Sicher nicht das beste Buch von Tanja Kinkel, wobei es durchaus lesenswert ist - wenn man die Unendliche Geschichte mag und noch länger in diese Welt eintauchen will.

3 comments:

  1. Ach, schau an ... Ich weiß, daß es eine Buchreihe gibt, in der verschiedene deutsche Autoren Geschichten aus Phantasien erzählen, Wolfram Fleischauer ist einer von ihnen (das Buch kenne ich aber nicht). Wie Atreju (und Bastian) kämpft Res gegen das Nichts? Spielt diese Geschichte auch zeitlich parallel zur Unendlichen?

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  2. Ja, genau, im Prinzip läuft es genau parallel zu der Geschichte von Michael Ende. (Mehr sag ich jetzt nicht, sonst wirst Du gespoilert ;) )
    Das es da eine Reihe geben muss habe ich mir nach dem Lesen der Rezis auch schon gedacht... Bei Interesse: gib Bescheid :)

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  3. Ich kann ja bei nächster Gelegenheit mal in dem Buch blättern :)

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