2/26/2010

spontane Buchempfehlung

Heute ist mir etwas wirklich Nettes in der Bahnhofs-Buchhandlung widerfahren:
Auf dem Heimweg wollte ich die Wartezeit auf den Bus in der entsprechenden Buchhandlung verbringen und ausserdem eine Zeitschrift mitnehmen. Da lag dann auf einmal der neue Katzenbach, "Der Täter" vor mir und ich nahm ihn in die Hand, um zu lesen, um was es geht (Btw: "Die Anstalt" und "Das Rätsel" fand ich beide ziemlich gut, vor manch anderen - wie "Das Opfer" oder "Der Fotograf" hatte ich aber etwas Bedenken, einfach weil ich eigentlich nicht so auf diese Serienmörder/Stalker-Geschichten stehe).

Zurück in die Buchhandlung: plötzlich sprach mich ein netter Herr an, der meinte, wenn ich den Stil von Katzenbach allgemein mögen würde, sollte ich das Buch unbedingt lesen, denn er hätte es in drei Tagen verschlungen. Auf meine geäusserten Bedenken meinte er, dass wäre in dem Buch kein Thema und dann gab er mir noch eine schnelle Inhaltsangabe. Ich war von seinem freundlichen Verhalten ganz hin und weg und habe mich dann auch entschlossen, ihm zu vertrauen - ich mag es so, wenn fremde Leute mich auf die Bücher, die ich lese, ansprechen oder mir, so wie eben, Bücher empfehlen.

Ist Euch so etwas auch schon mal passiert?
Und findet Ihr das dann eher aufdringlich oder freut Ihr Euch?

Der Kassierer wünschte mir übrigens auch noch viel Spass mit dem Buch und sagte ganz ergriffen und fest überzeugt "Es ist das beste Buch, was er bisher geschrieben hat".
Wirklich ein nettes Bucherlebnis in dieser doch oft so hektischen Zeit :)

4 comments:

  1. Mir selbst wurde auf diese wundervolle Art von einem Fremden noch kein Buch empfohlen.

    Was mir schon passiert ist - und ich auch sehr schön finde -, ist, wenn man im Buchladen mit einem anderen Kunden ins Gespräch kommt, z.B. weil man das gleiche Buch in der Hand hält oder etwas von demselben Autor. Meistens geht man dann auch mit gegenseitigen Empfehlungen weg *g*. In meinem Fall hatte ich der Kunden Sabine Wassermanns "Das gläserne Tor" empfohlen und sie mir das - noch ungelesen - Buch "Blutspur" von Kim Harrison . Also mal sehen ...

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  2. Das ist ja wirklich ein erfreuliches Erlebnis. Mir selber ist sowas leider noch nicht passiert, ich finde es aber wirklich schön, dass es noch Menschen gibt, die sich auch mal für Fremde Zeit nehmen.
    Als aufdringlich empfinde ich das übrigens nicht und ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn mir so etwas einmal passieren würde.

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  3. Ich hatte das Buch letztens auch in der Hand und stand schon kurz vor der Kasse als ich merkte, dass ich kein Geld im Portemonnaie habe *g* Aber Katzenbach lese ich auch sehr gerne.. Die Anstalt fand ich allerdings schlecht, sehr schlecht.

    So wurde mir übrigens noch nie ein Buch empfohlen..

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  4. @lisa:
    Ja, es war auch wirklich ein netter, sympatischer Mensch. Ich wünschte, ich würd ihn nach dem Lesen nochmal treffen und ihm sagen können, wie es mir gefallen hat
    @taytom:
    was fandest Du denn an der Anstalt so schlecht? Eher das fachliche oder einfach die Art der Geschichte?

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