12/31/2009

2009...

...war für mich ein Paradejahr dafür, dass ich einiges ändern muss. Beispielsweise muss ich lernen, mich weniger zu stressen, mehr an mich zu denken, meinen Körper so zu versorgen, dass es ihm gut geht (Sport!, Schlaf!) und meinem Geist hin und wieder Ruhepausen zu gönnen (Lesen!, Musik! und schöne Filme!)
All das habe ich in diesem Jahr schwer vernachlässigt. Zwischendurch gab es immer wieder Pikes, in denen es etwas besser funktionierte, aber meistens war ich im Prüfungs-Angst-Chaos versackt.

Eigentlich wurde es erst etwas besser, als ich das Reiten wieder für mich entdeckt habe und so jede Woche wenigstens einmal ohne schlechtes Gewissen etwas für mich gemacht habe...
Auch jetzt noch bin ich in diesem Chaos etwas versunken - schon dadurch, dass im Februar eine gruselige Diagnostik-Prüfung ins Haus steht... Aber die muss halt noch weg - danach wird es hoffentlich besser.

Eine der schönsten Neuentwicklungen hier zu Hause: ein allwöchentlicher Kochabend, bei dem es nur eine Regel gibt "Es darf nichts gekocht werden, was man schon mal gemacht hat".
Macht total viel Spass und führt dazu, dass man seine Kochbücher richtig gut ausnutzt!

Ein wunderschöner Tag in 2009 war  eine Feier mit meinen engsten Freundinnen, die aus vielen Ecken zusammengekommen waren um mit mir zu feiern.  Ich glaube, diesen Tag werde ich so schnell nicht vergessen :) Und an die, die hier lesen: Danke für diesen Abend, dieses Wochenende!
Sowieso habe ich von sehr vielen mir nahestehenden Personen viel Gutes erfahren und auch dafür bin ich sehr dankbar und ich bin glücklich, dass es Euch gibt :*

Ängste vor 2010, die sich bitte nicht bewahrheiten sollen: die Diagnostik-Prüfung verhauen, während des Praktikums unerträgliches Heimweh haben, nach den 4 Monaten Stuttgart zu Hause nicht mehr bei Frida und Phoebe willkommen sein.
Hoffnungen für 2010: klar sehen, wo ich am Ende hin will, erste Schritte in Richtung Zukunft machen, mehr Zeit für mich, meine Lieben, meine Freunde finden, mein Reiten verbessern, mehr Lesen, weniger Stress und Angst.

So, das muss reichen.
Ich wünsche allen einen guten Rutsch und einen schönen Sylvesterabend - die Neujahrswünsche kommen morgen :)

12/28/2009

Katzenweihnachten, die Feiertage, Reiten im Eis


Auch Frida und Phoebe bekamen - obwohl sie eigentlich fast nie brav sind - ein paar Weihnachtsgeschenke. Unter anderem war eine selbstgebaute Raschelbox dabei, die, zumindest anfänglich Begeisterung hervorrief. Wenn man die Box über Nacht versteckt wird am nächsten Tag wieder damit gespielt und Frida versucht regelmäßig, sie irgendwie aufzubekommen.
Ansonsten wurden sie natürlich auch verwöhnt mit einem weihnachtlichen Menü von Rafiné (Hirsch mit Apfel). Trotzdem oder gerade deshalb waren sie allerdings auch wahnsinnig müde und haben den Rest des Heiligabend verschlafen... Das war aber auch ganz ok - so konnten wir uns schön bescheren und das Festmenü in Ruhe geniessen.
Die Feiertage wurden dann bei den Familien verbracht und das war ebenfalls alles sehr schön, besinnlich und absolut stressfrei. Sogar mein Auto hat mitgespielt und uns brav hin- und wieder zurückgefahren - ohne uns irgendwo auszusperren.

Auf der Weihnachtsparty am 2. Weihnachtstag waren wir leider nur kurz - der Nachtbus fuhr wie üblich ungünstig - aber wenigstens konnten wir noch kurz vorbeischauen.

Am Sonntag endete die für mich lernfreie Zeit mit einer Reitstunde, in der ich die neuen Reitsachen und mein Reiterschutzarmband (Türkis) ausprobieren konnte. Sie passen alle wunderbar und das einzig kritisierbare waren die Handschuhe, in denen man vor allem geschwitzt hat... Aber zum Glück waren die recht günstig. Das Armband hat mich wohlbehalten durch die Stunde gebracht - allerdings wurde wegen dem Eis auch nicht gesprungen - also eine grosse Bewährungsprobe kommt noch... Andererseits: so scharf bin ich im Moment ohnehin nicht aufs Springen ;)

12/24/2009

Weihnachten


Unsere Weihnachtsdeko in diesem Jahr ist sehr anders als sonst - schon, weil wir keinen Baum gekauft haben. Aber eigentlich ist es so auch ganz nett - und deutlich weniger anstrengend, weil zumindest die Katzen nicht minütlich versuchen, den Baum wieder abzuschmücken und die Vögel herunterzufangen...
Unser Heiligabend wird entspannt und ruhig - wir kochen schön, bespielen Frida und Phoebe und machen uns einen ruhigen Abend bis morgen die Familienbesuche (so die kleine Barchetta denn will) beginnen.

Euch allen auch ein Frohes Fest und eine harmonische Zeit mit viel Ruhe, Liebe und schönen Momenten.

12/20/2009

Feiern

Gestern waren wir auf der Geburtstagsfeier eines Freundes, eines Freundes, der ziemlich weit entfernt von uns wohnt. Da ja alle Autos, die uns zur Verfügung stehen, entweder zugefroren oder winterreifenlos sind, haben wir uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg gemacht. Der Hinweg war ok, der Rückweg dauerte ca. eine Stunde. Das ist bei Schnee und Kälte schon so eine Sache... Das kleine Faultier in mir malte sich all das auch schon in leuchtenden Farben aus: komplett durchgefroren, Anschlussbusse verpassend mehrere Stunden unterwegs etc. und wollte mich überreden, am besten zu Hause zu bleiben. Zum Glück habe ich nicht darauf gehört sondern bin trotzdem mitgefahren und es war eine richtig schöne Feier - für mich eine der schönsten in diesem Jahr :) Es gab Raclette, wir haben eine recht lustige Runde "Outburst" gespielt (das kannte ich noch gar nicht) und die Unterhaltungen waren auch wirklich nett!
Und der Rückweg war zwar kalt aber überhaupt nicht problematisch -  das sollte sich das Faultier mal merken...
Wobei sich da die Frage stellt, ob nicht gerade solche negativen Grundannahmen dazu führen, dass man am Ende so begeistert ist? Aber das spricht ja gegen die Self-fulfilling prophecy. Hmm, tja, wie auch immer. Auf alle Fälle hat es sehr viel Spass gemacht und das Faultier kriegt nächstes Mal gleich einen auf den Deckel ;)

12/18/2009

Phoebe im Schnee

Phoebe liebt Schnee über alles.
Wenn es nach ihr ginge, wäre sie heute gar nicht mehr reingekommen ...
Frida ist da eher zurückhaltender und sitzt immer auf der Stufe zur Loggia.
Hier ist totales Schneechaos - zumindest für uns, da unsere Autos nicht winterfest sind: meine kleine Barchetta friert schon seit Jahren immer komplett zu und dert TT hat keine Winterreifen. So sind wir also heute mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt gefahren um für unser wöchentliches Koch-Event einzukaufen. Ausserdem habe ich schon wieder zwei Weihnachtsgeschenke mehr :) Es wird also langsam...

12/17/2009

Avatar in 3D

Gestern war meine persönliche 3D-Kino-Premiere.
Wir waren in "Avatar" im 3D-Kino und ich muss sagen, dass ich schon lange nicht mehr so begeistert aus dem Kino gekommen bin...
Ok, von mir aus hätte man die Action-Szenen deutlich kürzer fassen können - ich hätte mir die Ureinwohner von Pandora auch die ganze Zeit anschauen und ihre phantastische Welt mit ihnen erkunden können. Aber gut, das Action-Niveau hat kein unerträgliches Level erreicht und ich war hin und weg, habe mich keine Sekunde gelangweilt und fand den Film wirklich gut. Das der Plot so seine Macken hat kam nicht unerwartet, war aber auch nicht wirklich störend...
Die Animationen waren grossartig, brilliant und wunderschön. Die Geschichte und die Welt der Na'vi sind wunderbar und phantastisch - ein grossartiges Werk von James Cameron.

Gestern war einfach ein perfekter Tag:
Tolles Seminar "Diagnostik und Intervention in der Psychiatrie", gutes Gespräch mit einer Freundin, die ich in diesem Jahr kaum gesehen habe, sehr erfolgreiches Shoppen bei Sonnenreiter in Rheine (viel Geld gespart im Outlet und nun komplett ausgestattet), eine schöne Hin- und Rückfahrt (die ja doch ganz schön lang ist) und später dann dieses tolle Kino-Erlebnis... :)
Jetzt darf ich erstmal nicht mehr meckern...

12/09/2009

Betheljugend

Lesetechnisch läuft gerade nicht so viel: Wilde Schafsjagd muss gerade etwas pausieren und spannendes darf ich ja eigentlich nicht lesen. Obwohl, letztens habe ich ein ganz spannendes Buch gelesen. Es heisst "Betheljugend" und wurde von Thomas Wiefelhaus bei "Books on Demand" veröffentlicht. In diesem Buch geht es um die Lebensgeschichte des Autoren, der im Jahr 1971 mit 14 Jahren in die Männerpsychiatrie in Bethel eingewiesen wird und dort, ohne zu wissen was ihm fehlt, eine ganze Zeit festgehalten wird.
Er selbst fühlt sich offenbar zu Unrecht eingewiesen und erlebt in der Klinik teilweise wirklich schreckliche Dinge. Am schlimmsten ist, dass zunächst niemand mit ihm redet - er hatte nur ganz wenige Arztgespräche - und im Prinzip wird er ganz schnell einfach nur ruhig gestellt und entkommt dem nur, weil er irgendwann das Erbrechen nach der Medikamentengabe für sich entdeckt. Was er dann tatsächlich hatte und warum er von seiner Mutter in diese Situation gebracht wurde, wird meiner Meinung nach nicht ganz klar. Der Schreibstil ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig und man merkt, dass Thomas Wiefelhaus nicht jeden Tag ein Buch schreibt. Andererseits verstehe ich das Buch auch als Selbstzweck für ihn und ich muss auch zugeben, dass ich die ganze Zeit wissen wollte, wie es weiterging.
Ich würde gerne wissen, wie es zu dieser Situation gekommen ist, wie die tatsächliche Diagnose war und wie es nach dem Verlassen der Klinik für ihn weiterging.
Aber vllt. gibt es ja noch einen zweiten Teil (wird zumindest am Ende angedeutet) und den werde ich dann sicher auch lesen.
Auf das Buch bin ich aufmerksam geworden, weil es am Psychobrett bei uns an der Uni ausgehängt war. Es wurde nahezu umgehend von mir bestellt - zum einen, weil es mich natürlich aufgrund des Studiums interessiert und zum anderen, weil ich mein Zweitpraktikum ja in Bethel ab September absolvieren werde.

und schon wieder was Neues

Jetzt habe ich auch noch das flickern für mich entdeckt ... 
Macht grossen Spass, wieder mehr Photos zu machen und so eine Art Photo-Tagebuch zu führen.
Mal sehen, wie das weitergeht.
Ansonsten: das Diagnostik-Lernen nimmt so gar kein Ende bzw. fängt gerade erst richtig an. Es ist schlimm, weil gar nicht mein Thema. Ausserdem fängt schon der Weihnachtsstress an: Geschenke ausdenken (zum Glück sind es ja nicht mehr so viele) und so komische Dinge entscheiden, wie, was macht man Sylvester etc.
Sylvester ist meiner Meinung nach etwas überbewertet und irgendwie ist man auch dabei oft genug am Ende enttäuscht. Naja, etwas ists ja noch bis dahin.

12/03/2009

Blogwechsel

Als neue Herausforderung werde ich von nun an wohl auf englisch bloggen - es trainiert und ist internationaler...

Aus diesem Grund habe ich mir einen neuen Blog unter tumblr angelegt - wer mag, kann ja mal reinschauen: sayuris-exile.tumblr.com
Was mit diesem Blog passiert weiss ich noch nicht so genau - ich muss mal sehen, was mir mehr Spass macht und der Gewinner wird dann bestehen bleiben.
Der grosse Unterschied zwischen tumblr und blogspot ist wohl, dass tumblr deutlich simpler ist. Man hat ein Dashboard und je nachdem, was man gerade posten möchte klickt man das entsprechend an, gibt es ein und tumblr macht das dann alles richtig hübsch und sieht einfach super aus.
Was leider nicht mehr geht: Blogroll, read about, listen to etc. Das heisst, das geht sicher, aber ich habe weder Zeit noch Lust mich mit HTML auszutoben. Also bleibt der Blog erstmal schön schlicht mit seinem grandiosem Design...

12/01/2009

Prä-Weihnachts-Wunder

Heute ist mir etwas gar wundersames widerfahren - man merkt, dass Weihnachten naht... ;)
Die Hiobsbotschaft meines letzten Besuchs beim Orthopäden klang lange Zeit in mir nach - mir wurde ja angedroht, dass mein Rücken als Schrotthaufen innerhalb kürzester Zeit einen Bandscheibenvorfall erleiden würde. Ich fragte nach Interventionsmethoden und wurde nur abgekanzelt, dass ich die Zeit nun mal nicht zurückdrehen könne und ich damit nun leben müsse. Therapie: keine.
Soweit so gut. Ich schwor mir, nicht nochmal zum Orthopäden zu gehen und fürchtete mich bei jedem Zipperlein zu Tode. Jedes Mal dachte ich, "Da ist er nun, der Vorfall!". Als es in der letzten, lernintensiven Zeit (also gefühlt die letzten 1 1/2 Jahre) immer wieder zu Rückenschmerzen kam entschied ich mich nun doch endlich, mich noch mal in so eine Löwenhöhle zu wagen. Eine Freundin empfohl mir die Praxis, die sie aufsucht und nach erstaunlich kurzer Wartezeit bekam ich einen Termin: heute, 12:10h. Um kurz nach 12 stand ich dort auf der Matte und wurde - oh Wunder (Weihnachten halt) schon nach wenigen Minuten im Wartezimmer ins Sprechzimmer geleitet. Schon das fand ich phänomenal - beim gemeinen Orthopäden sitzt man ja typischerweise trotz Termin mindestens eine halbe Stunde bis Stunde im Wartezimmer. Dann kam der Arzt und war wirklich ganz und gar nicht typisch für einen Orthopäden: hörte zu, war aufmerksam, lobte das bisherige Engagement für den Rücken (Fitnesstraining, joggen, neuerdings reiten) und schaute sich die mitgebrachten Röntgenaufnahmen an. Und das beste: die Diagnose wurde  komplett zurückgenommen! Ich habe tolle Wirbel, die Abstände sind optimal, der Rücken ist gut so wie er ist. Er braucht nur mehr Unterstützung durch Muskeln und von einem Bandscheibenvorfall ist weder etwas zu sehen noch zu erahnen. Da fragt man sich ja echt, was mit dem komischen Orthopäden vor zwei Jahren los war.
Jetzt gibt es also erstmal Physiotherapie, dann noch ein Gespräch und dann noch mehr Therapie und dann sieht man weiter.
Wenn ich überlege, was ich mir von Orthopäden schon anhören musste... Ich wäre ein Klappergestell, völlige Schiefhaltung und andere mehr oder weniger schmeichelhafte Diagnosen.
Und jetzt wird auf einmal attestiert, das die Wirbelsäule eigentlich wie aus dem Bilderbuch ist und ich unglaublich beweglich bin, dass mir nur das richtige Training an der richtigen Stelle fehlt... Irgendwie fehlen mir noch immer die Worte, jedoch bin ich natürlich überglücklich über diese positive Wendung der Ereignisse :)