10/28/2009

A&O, Reiten, Lesesperre :/

Im Moment kämpfe ich schwer mit mir, damit das mit dem Lernen wieder ordentlich losgeht. Zumindest ist die Prüfungsliteratur auf meinem Tisch, aufgeschlagen, ein Paar Kärtchen sind auch schon geschrieben, aber die Motivation ist wirklich erstaunlich weit unten. Ich muss vielleicht nachher mal wieder in den Studi-Survival-Guide von Martin Kengel reinschauen, vielleicht motiviert der mich ja ;)

An diesem herrlichen Herbsttag war das Reiten heute Mittag einfach grossartig! Ich konnte ohne Jacke reiten, und dieses Mal hatte ich das erste Mal Ornello, dass grosse Pferd. Ich hatte ganz schön Bedenken, war jedoch relativ schnell vom Gegenteil überzeugt. Er ist gar nicht so unbequem wie erwartet und sein Gallopp ist deutlich ruhiger als der von Coni. Also kurz: mein Hintern fühlt sich zwar seltsam an, aber ich fühle mich sehr gut nach diesem Erfolgserlebnis. Was das Reiten angeht bin ich ja auch recht motiviert :)

Tja, Lesesperre ist schon wieder angesagt. Zumindest für Thriller oder spannende Fantasy-Romane wie Stieg Larsson oder Sabine Wassermann. Ich weiss nicht wie lange ich es aushalte, aber erstmal muss ich wirklich sehen, dass ich ins Lernen reinkomme. Danach darf ich ja vielleicht wieder :)
Überraschenderweise ist auch "Die Vermessung der Welt" spannend und fesselnd - also muss ich auch da aufpassen. Allerdings glaube ich, dass ich mit Stieg Larsson verloren wäre...

10/26/2009

Frost/Nixon, Tagesgeschehen, Diagnostik

Den konnte man heute im Uni-Kino sehen und er hat mich sehr begeistert.
Zugegebenermaßen wusste ich nicht besonders viel über die historischen Hintergründe, aber man kann den Film auch gut ohne politische Vorbildung verstehen (den Rest hat mir dann eben noch schnell Wikipedia verraten).
Ein wirklich spannender Film (ok, der Anfang zieht sich etwas) der absolut sehenswert ist.

Ansonsten war es heute recht umtriebig: Uni von 10 - 16 Uhr, dann Sport, dann schnell zu Abend essen und schon ging es wieder los ins Kino. Aber das war es wert - der Tag war schön.
In der Uni habe ich auch den Mexiko-Reisenden wiedergesehen, was auch sehr schön für mich war.
Morgen ist mein Psychatrie-Tag bis Mittags, danach wird nachbereitet, damit ich auch ins Lernen reinkomme - sonst wird das wieder alles ganz schön stressig.
Was mich aber sehr optimistisch stimmt: Diagnostik ist nicht so gruselig wie im letzten Wintersemester, dass Methodenlernen hat also was gebracht :)

10/23/2009

Wochenende, Reiterlebnisse, Herbst, Desensibilisierung

Am Wochenende, genauer am Samstag, steht ein "Into the Wild"-Abend an, da der kanadische Diavortrag ja leider letztes Wochenende für mich ins Wasser gefallen ist: Kopfschmerzen und Muskelkater hatten mich das ganze Wochenende über im Griff :/
Zum Glück geht es mir mittlerweile schon wieder richtig gut und die letzte Reitstunde hat nicht wieder zu einem ähnlich schlimmen Muskelkater geführt. Im Gegenteil: Ich laufe schon fast wieder normal :)
Die Stunde war trotzdem etwas durchwachsen: Coni ist bei unseren ersten Galopprunden 3x durchgegangen und hat etwas gebockt und das war ein recht grosser Schrecken und fatal für meinen momentan ohnehin geschundenen Rücken. Dafür gehe ich auch heute Mittag zum Sport, damit das nicht nochmal so schlimm wird.
Richtig gut finde ich, dass ich jetzt mit den Reitstunden anfange: im Herbst ist die Luft so toll und es macht viel Spass, man schwitzt noch nicht so furchtbar und mein Heuschnupfen belastet nicht.

Heute werde ich meine erste Desensiblisierungs-Spritze kriegen - ich habe etwas Bedenken deshalb und hoffe, dass ich keine üblen Nebenwirkungen über das Wochenende haben werde. Aber ich habe grosse Hoffnung, dass es dieses Mal wirklich was bringt - die Erfolgsaussichten sind wohl deutlich höher als bei den Tropfen, die ich bisher genommen habe.
Nun, man wird sehen, wie es läuft.
Ich muss jetzt noch 2 Stunden arbeiten, dann ist auch schon Wochenende - zumindest fast: ich habe noch ein Seminar zur Stereotypen und Vorurteilen für meine Forschungsorientierte Vertiefung...

Nachtrag: Desensibilisierung
Das war ja wieder super: Die Sprechstundenhelferin meinte noch sehr optimistisch beim letzten Mal, dass ich für die Spritze keinen Termin  bräuchte. Also wollte ich gleich heute hin, nachdem gestern die Info kam, dass das Medikament nun da sei.
Um es kurz zu machen: ich sass wieder eine Stunde im Wartezimmer, der Arzt konnte mir keine Auskunft über die Nebenwirkungen geben (!) und nach der Spritze musste ich noch eine halbe Stunde dableiben (was man mir wohlweislich auch verschwiegen hatte). Wieder mal ein Ärzte-Saftladen... :/
Und beim Sport war ich dementsprechend natürlich auch nicht - es ist einfach so verkorkst...

10/18/2009

Nachträge

1.) Reiten
Die erste Reitstunde hatte ich am Freitag. Leider kann ich jetzt nicht mehr besonders gut laufen, aber Spass hat es trotzdem gemacht - trotz Regen und Wind habe ich mich nach einer geschätzten guten 3/4 Stunde wieder recht wohl auf dem Rücken des Pferdes gefühlt :)
Obwohl ich sofort ein heisses Bad genommen und die Beine mit einem speziellen Muskelfuid (Tipp meines Vaters) eingerieben habe, laufe ich wie auf rohen Eiern.
Aber ich bemühe mich, mich möglichst viel zu bewegen, damit der (Muskel)-Kater schnell verschwindet...
2.) Schlaf von Haruki Murakami
Dieses Buch habe ich gestern beendet. Eigentlich handelt es sich eher um eine Kurzgeschichte und ist, wenn man es sich nicht einteilt, sehr schnell weggelesen. Das Thema Schlaf und Träumen findet sich ja bei Murakami immer wieder und ist in dieser Kurzgeschichte durch seine Abwesenheit verkörpert. So schön ich die Aufmachung, die Illustrationen und die Figuren der Geschichte auch gefunden habe: das Ende fand ich ein wenig unbefriedigend. Da muss der Leser sich wieder mal seinen eigenen Reim machen und darf fröhlich selbst entscheiden, was der letzte Satz nun bedeutet.
Aber lesenwert war es allemal und halt auch irgendwie ein typischer Murakami.
3.) Lost in Austen
Diese Miniserie habe ich am Freitag abend komplett geschaut. Das allein spricht ja zumindest schon einmal dafür, dass ich sie interessant und spannend fand. Die Miniserie hat durchaus Unterhaltungswert, es ist witzig, immer wieder in den Erwartungen "enttäuscht" zu werden: z.B. brennt Lydia nicht mit Wickham sondern mit Bingley durch, und die gute Jane muss doch tatsächlich den fiesen Mr. Collins heiraten. Und der war auch wirklich noch fieser, als in der BBC-Verfilmung mit Colin Firth. Das hatte ich nun wirklich nicht erwartet.
Besonders schön fand ich den Moment, als Amanda Mr. Darcy bittet, doch einmal in den Teich zu springen - da musste ich lauthals lachen. Wirklich, eine schöne Idee.
Nicht so gut gefiel mir die etwas flapsige Art, die Amanda teilweise "drauf" hatte, man sollte meinen, ein solcher Austen-Fan würde sich in der Vergangenheit besser zu benehmen wissen.
Tja, wie soll ich sagen - es war ein vergnüglicher Abend, und ich fand die Herangehensweise durchaus gelungen. Nicht so schön fand ich die manchmal etwas grelle Art aber das ist nur ein kleiner Minuspunkt. Schlussendlich würde ich der Verfilmung wohl 7 von 10 möglichen Punkten geben und jedem Austen-Fan, der Pride&Prejudice nicht als "Bibel" sieht, empfehlen, sich diese Miniserie mal an einem verregnet Sonntag anzusehen :)
4.) Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen
Gestern war ich noch spontan in o.g. Film. Da ich mich in einer früheren Phase mal etwas ausgiebiger mit Hildegard von Bingen beschäftigt hatte, fand ich den Film durchaus interessant und weiss nun auch noch einiges mehr als vorher. Die Besetzung war sehr gut und die Geschichte dieser Frau ist wirklich spannend und beeindruckend. Wer also nicht generell mit Klerikern ein Problem hat bzw. wer sich diese fremde Welt "Kloster im Mittelalter" mal etwas näher ansehen will, ist mit diesem Film gut bedient.
5.) Kopfschmerzen
Die habe ich nun schon seit Freitag und leider helfen auch Tabletten nicht so richtig :/ Ich tippe auf Nebenerscheinungen meiner unendlichen Erkältung, doch das nervt ganz schön...
6.) Handy
Mein Telefon ist leider ziemlich hinüber: es geht regelmäßig aus, wenn man SMS schreibt oder Anrufe bekommt (was für mich beides zu den Hauptfunktionen eines Handys zählt). Nachdem ich ein Software-Update versucht habe, kann mein Telefon jetzt leider nur noch Englisch und Russisch, was sich auch wieder im jetzt deutlich langwierigeren SMS-Versand niederschlägt. Ausserdem stürzt das Gerät auch weiterhin bei Anrufen und beim Verschicken von SMS ab. Also nichts gewonnen, sondern nur noch mehr Ärger... Echt blöd... Dann wird der Geburtstagswunsch wohl "Geld für ein neues Telefon" lauten, da ich Stoffel mein altes, noch gut funktionierendes Razr leider verschenkt habe :/


Ansonsten:
Die Uni geht Montag wieder so richtig los und ich fürchte, dass ich trotz leerem Stundenplan wieder einiges vor mir habe. Immerhin will ich zwei Veranstaltungen gewissenhaft vor- und nachbereiten, muss an 1 1/2 Tagen arbeiten und an einem Nachmittag pro Woche reiten gehen. Ich hoffe, das klappt alles... viel weniger als dieses Mal hätte ich auch wirklich nicht in den Stundenplan packen können.
Nun, man wird sehen. Jetzt muss erstmal das mit den Kopfschmerzen (und der Muskelkater) besser werden, dann kann die Woche ordentlich begonnen werden und ich kann sehen, wie das alles läuft...

10/15/2009

Nachtrag: Osnabrück-Tag, Felix Nussbaum

Nachdem sich der Moment erst jetzt als passend erweist: Ich war am Dienstag in Osnabrück mit einer lieben Freundin. Eigentlich war es mein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk: Frühstück, Museum und ein neuer kleiner Büchervorrat (Die Vermessung der Welt, Es geht uns gut) waren inklusive. Und ein neues Siri-Hustvedt-Buch habe ich am Büchertisch auch noch schnell mitgenommen: "Die Verzauberung der Lily Dahl". Blöd, dass das Semester jetzt schon fast losgeht ... ;)
Auch der Rest des Tages war sehr rund, sehr angenehm - es passte einfach alles: die Erkältung hielt sich in Grenzen, das Wetter war himmlisch und es gab keine ernsthaften Ärgernisse :)

Wieder mal ein Highlight (wenn auch ein jedes Mal wieder bedrückendes) war natürlich das Felix-Nussbaum-Haus. Ich finde den Maler und auch die Ausstellung und auch das Gebäude einfach grossartig. Allein die Architektur, ein Museum "ohne Ausgang", ein Gebäude, dass einem das Gefühl gibt, dass es einen nicht mehr herauslassen will oder wird. Ich glaube trotz der bedrückenden Stimmung würde ich immer wieder in die Ausstellung gehen, solange ich jemanden finde, der mitkommt. Sehr schade ist es, dass es keinen gescheiten Ausstellungskatalog bzw. eine gute (und erschwingliche) Biographie gibt - dafür war Nussbaum vermutlich einfach nicht gross genug bzw. kennen ihn vielleicht einfach noch zu wenige.
Das schlimmste Bild, aber auch das, welches mich am meisten bewegt habe ich auf der Seite des Deutschen Historischen Museums in Berlin (DHM) gefunden:
der frühneuzeitliche danse macabre oder Triumph of Death (The Skeletons Play for the Dance):


Gruselig, aber überwältigend...

10/12/2009

In die Wildnis von Jon Krakauer

Soeben habe ich o.g. Buch beendet.
Es hat mir im Grossen und Ganzen gefallen - vielleicht abgesehen von der Verherrlichung, die Jon Krakauer Chris McCandless angedeihen läßt. Etwas mehr Objektivität hätte ich mir manchmal gewünscht. Andererseits sagt Krakauer schon auf den ersten Seiten, dass er nicht objektiv berichten wird, also kann man ihm daraus eigentlich keinen Vorwurf machen.

Entgegen meiner Erwartungen ist der Film von Sean Penn "Into The Wild" eine wirklich sehr genaue Wiedergabe des Buches. Ich finde nicht viel Neues in dem Film - was ich eigentlich erwartet hatte, da in dem DVD-Booklet angekündigt war, dass Sean Penn sehr eng mit der Familie zusammengearbeitet habe. Aber wahrscheinlich bezog sich die Zusammenarbeit eher darauf, dass er sich mit der Familie abgesprochen hat, was er wie zeigen darf etc. (und nicht irgendwelche neuen Erkenntnisse dadurch einflossen).

Also gut, hier mein Fazit: McCandless hat wie schon in einem früheren Post beschrieben sein grosses Abenteuer in Alaska mit dem Tod bezahlt. Ich respektiere und bewundere viele seiner Facetten aber er hat auch mein Mitgefühl, weil er sich so in seine Wut auf die Gesellschaft und die Familie verrannt hatte, dass er sich von niemandem verabschiedet hat oder auch vielleicht seinen Frieden mit den Eltern machen konnte.
Das finde ich sehr schade. Zumal er ja offenbar auch eigentlich schon zurück wollte, aber wegen der Eisschmelze nicht konnte. Das ist für mich das wahrhaft Tragische an ihm.

Schön fand ich, dass Krakauer am Ende des Buches eines der letzten Bilder (also als McCandless schon wusste, dass es keine Hoffnung mehr geben konnte) und damit den Frieden in seinem Gesicht beschreibt: "Aber falls er sich in jenen letzten, schwierigen Stunden selbst bemitleidet haben sollte - weil er so jung war und so allein, weil sein Körper und seine Willenskraft ihn im Stich gelassen hatten -, so ist auf dem Foto jedenfalls nichts davon zu erkennen. Er lächelt, und der Blick in seinen Augen läßt keinen Zweifel zu: Chris McCandless war mit sich selbst in Frieden. Er strahlt die heitere Gelassenheit eines Mönchs aus, der zu seinem Herrn aufsteigt." (Jon Krakauer: In die Wildnis - Allein nach Alaska, 1996)


Holding a note that reads: “I have had a happy life and thank the Lord. Goodbye and may God bless all!” Chris McCandless, August 1991

So verlasse auch ich Chris McCandless nun, nachdem er mich einige Tage gefesselt hat. Meine Gedanken drehten sich tatsächlich sehr häufig um ihn. Die fantastische Musik von Eddi Vedder wird auch weiter bei mir sein und mich sicher immer wieder an ihn erinnern. Irgendwann werde ich den Film wieder sehen, Jon Krakauers Buch erneut lesen. Und ich glaube, ein Teil von ihm wird auch bei mir bleiben. Am meisten bewundere ich wohl seinen Mut, seine Emotionen zu leben, dem Ruf in die Wildnis gefolgt zu sein und sein soziales Netz zurückgelassen zu haben, um auf der Reise ein neues zu finden und aufzubauen. Sein Verhältnis zu seiner Familie ist ja auch seine Sache - auch wenn ich es sehr traurig finde, dass seine Eltern mit so viel Schmerz zurück gelassen wurden.
Sein Mut und seine Entschlossenheit finde ich bewundernswert - auch wenn ich selber nicht nach Alaska - Into the Wild - möchte - vielleicht finde ich eines Tages auch den Mut, mich ein wenig treiben zu lassen und zu sehen, wohin meine Füsse mich tragen.

10/08/2009

Filmfragen

1. Ein Film, den Du mehr als zehnmal gesehen hast …
Ich glaube, so oft habe ich noch keinen Film gesehen.
Häufiger als 4x habe ich gesehen:
* Alles über meine Mutter
* Brot und Tulpen
* Harry Potter-Reihe
* Die fabelhafte Welt der Amelie
* Betty und ihre Schwestern
* Bella Martha
... sicher noch einige mehr...

2. Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast …
Harry Potter and the Half-Blood-Prince (aus der Situation heraus)

3. Nenne eine/n Schauspieler/in, wegen dem/r Du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen
Colin Firth, Hugh Grant, Aurelie Toutou, Patrick Stewart

4. Nenne eine/n Schauspieler/in, wegen dem/r Du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen …
Schwarzenegger & Co.

5. Ein Film, aus dem Du regelmäßig zitierst …
?

6. Ein Film-Musical, von dem Du alle Texte der darin gesungenen Songs auswendig weißt…
alle Texte bei keinem, Musicals schau ich eh selten.
Aber auch hier: naturgemäß bei Mamma Mia

7. Ein Film, bei dem Du mitgesungen hast …
sh. 6.

8. Ein Film, den jeder gesehen haben sollte …
We feed the World, Into the Wild, Brot und Tulpen

9. Ein Film, den Du besitzt …
? und was? alle aufzählen? Sicher nicht - dauert ewig...

10. Nenne einen Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat …
weiss ich so keinen - ich könnte es mir bei Patrick Stewart vorstellen, aber da weiss Natira sicher Genaueres. Der hat mich auf alle Fälle sehr beeindruckt.

11. Hast Du schon einmal einen Film in einem Drive-In gesehen?
Nein - nur OpenAir, aber das macht auch schon viel Spass!

12. Schonmal in einem Kino geknutscht?
Ja.

13. Ein Film, den Du schon immer sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist …
Einer flog übers Kuckucksnest

14. Hast Du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war?
Nein.

15. Ein Film, der Dich zum Weinen gebracht hat …
Jede Menge - das fängt bei Betty und ihre Schwestern an, ich weiss, dass ich bei der Jean D'Arc-Verfilmung mit  Milla Jovovich geweint habe.



16. Popcorn?
Gar nicht.

17. Wie oft gehst Du ins Kino?
eher selten.

18. Welchen Film hast Du zuletzt im Kino gesehen?
Coco Chanel

19. Welches ist Dein Lieblingsgenre?
Komödien, Krimi, Dramen ... sehr gemischt

20. Was war Dein erster Film, den Du im Kino gesehen hast?
My Girl.

21. Welchen Film hättest Du lieber niemals gesehen?
?

22. Was war der merkwürdigste Film, den Du mochtest?
Mulholland Drive.

23. Was war der beängstigendste Film, den Du je gesehen hast?
We feed the World

24. Was war der lustigste Film, denn Du je gesehen hast?
Mystery Science Theatre 2000 u.a.

der 100. Post - aber nur eine kurze Ergänzung ;)

Und zwar eine Ergänzung zu "Verblendung": Habe eben erfahren, dass die beiden anderen Bücher, die Stieg Larsson geschrieben hat, sich um die gleichen Figuren drehen - das heisst, mein Wunsch, mehr zu erfahren von Mikael und Lisbeth kann durchaus noch wahr werden :)
Und dann ist das Ende auch nicht so schlimm, da es ja kein wirkliches Ende ist.
"In meinem Himmel" - der englische Titel ist "my lovely bones" - lese ich seit heute früh. Es ist ein sehr trauriges Buch, hat auch gewisse "Dead Like Me"-Aspekte, aber im Großen und ganzen ernsthafter. Ich glaube, danach muss ich mal etwas fröhlicheres lesen, vielleicht echt endlich mal die Darcy-Fortsetzung von Elizabeth Ashton?

10/07/2009

Verblendung

Stieg Larsson war zweifellos ein grossartiger Schriftsteller. So wie er die Spannung aufgebaut hat und wie ich innerhalb eines (Krankheits-)Tages fast das ganze Buch verschlungen habe - das ist schon bemerkenswert.
Die Thematik fand ich stellenweise grenzwertig und für mich nah an der Ekelgrenze. Aber gut, damit muss man heute in den meisten Thrillern rechnen.
Nichtsdestotrotz ein gutes, spannendes und mitreissendes Buch - Ich bin froh, dass ich es gelesen habe und es hat den Tag im Bett / auf der Couch schnell vorbeigehen lassen.
Den Film mag ich aber, glaub ich, nicht sehen. Zu eklig...

Die Figuren haben mir super gefallen und ich hätte gerne noch mehr erfahren, besonders über Lisbeth. Und das Ende fand ich richtig, richtig gemein - also dass war wirklich eine Enttäuschung denn so hatte ich es mir gar nicht ausgemalt.

Das nächste Leseprojekt "Schlaf" wird passenderweise nur abends vorm Einschlafen gelesen (damit es länger hält) und daher wird jetzt als nächstes Anne Sebold "In meinem Himmel" zu Hause und "Into the Wild" (es ist da - juhuu!) on the road (wenn ich dann wieder mal rauskann) gelesen.
Hustentechnisch läuft es gerade mies - ich habe Kopfweh und Dauerhusten, -Schniefen, das volle Programm. So ein Ärger.

harmonischer Tag

den gab es hier gestern :)
Besuch, entspanntes IKEA-Shoppen und Zusammenbauen der Einkäufe, Bummeln in der Stadt, erfolgreiches Laufhosen-Kaufen und die ganze Zeit über tolle Gespräche.
Und dann, zu guter Letzt noch ein tolles Buch geschenkt bekommen: "Schlaf" von Haruki Murakami - einem der absoluten Favorites meiner Lieblings-Autoren-Liste. In diesem Zuge die Entscheidung: wieder einmal "Mr. Aufziehvogel" lesen. Ich frage mich, ob ich mich nicht trauen sollte, dieses Buch auf Englisch zu wagen. Soll im Englischen noch deutlich besser sein... Ich schaue gleich mal auf den Seiten der Bibliothek...

Eine weitere schöne Sache war ein sehr gutes Telefongespräch mit meinem Bruder.
Also im Grossen und Ganzen kann ich sagen, dass ich schon lange nicht mehr so relaxed und froh war wie gestern :)
Und irgendwie zieht es sich trotz Halsschmerzen, die mich heute früh um 5 Uhr überrascht haben, weiter durch den Tag.
Trotzdem wird jetzt sicherheitshalber viel Tee getrunken und warm eingepackt, damit sich das nicht noch verschlimmert sondern sehr schnell wieder in Ordnung kommt :)
Vielleicht pflegt Frida mich ja zur Abwechslung mal ...

10/01/2009

Into the Wild




Gestern habe ich mir als Teil meiner Prüfungsbelohnung die Spiegel-Kultur Edition von Into the Wild gekauft der dann natürlich auch gleich abends geschaut werden musste. Eigentlich zähle ich mich ja nicht zu den absoluten Technik-Freaks und finde BluRays zwar nett aber nicht notwendig für mich. Bei diesem Film ist es anders. Die Bilder sind atemberaubend und wären in HD-Qualität sicherlich noch schöner gewesen.
Aber nichts destotrotz hat mich der Film sehr stark beeindruckt. Sean Penn ist ein grossartiger Filmmacher - laut dem Booklet der DVD ist eins seiner Credos das er den Leuten immer selbst überlassen will, inwieweit sie sich auf die Figur einlassen, was sie für Schlussfolgerungen ziehen etc. Das ist ihm zweifellos auch dieses Mal gelungen. Für mich war dieser Film voller Erkenntnisse. Ich finde die Figur des Alexander Supertramp alias Christopher McCandless irgendwie sympatisch, irgendwie beeindruckend aber irgendwie auch unfair. Der Film hat mir gezeigt, wie wichtig ich es finde, zu seiner Familie zu stehen und sich ihr gegenüber verantwortungs- und respektvoll zu verhalten. Die Eltern von Chris waren keine super-tollen Eltern, sie waren Eltern, die in ihrer Lügenwelt lebten und versuchten sich damit zu arrangieren. Für sie war das größte Geschenk, was sie ihrem Sohn machen konnten, ein neues Auto - etwas, was ihrem Sohn einfach gar nichts bedeutete. Sicher, sie waren gedankenlos, sie waren nicht die besten Eltern. Aber sie konnten vielleicht einfach nicht anders? Und seine Schwester, die ihn sehr liebte - auch sie wurde von ihm verlassen - ohne ein Wort, ohne Rücksicht darauf, dass sie nun allein die Bürde des Kindseins bei diesen Eltern tragen musste.
Ich verstehe, dass er gehen wollte, ich verstehe, dass er die Gesellschaft satt hatte. Ich bewundere seinen Mut und seine Willenskraft - ich hätte beides nicht. Ich verschliesse oft genug die Augen vor Missständen in unserer Gesellschaft, weil ich einfach nicht so viel Unbequemes in mein Leben lassen will. Es ist ganz schön schlimm, dass zu schreiben. Denn im Prinzip ist es so: ich bin zu bequem, um der Wahrheit ins Auge zu blicken. Zu bequem, um zu versuchen etwas zu ändern oder um zumindest selbst das Leben zu leben, was ich leben müsste, um authentisch zu sein.

Aber andererseits: War es das wirklich wert? Wahrscheinlich für ihn schon. Er hat am Ende doch oft genug glücklich gewirkt oder zumindest so, als sei er bei sich angekommen. Und die Verachtung, die er für die Gesellschaft (im Ganzen) hatte, hätte es ihm sicher schwer gemacht, sich je wieder in sie einzufügen. Und doch lernte er auf seiner Reise wunderbare Menschen kennen und hätte (meiner Meinung nach) durch sie sein hartes Urteil über die Menschheit auch revidieren können. Aber vielleicht war er zu festgefahren in seiner Meinung, wie seine Schwester im Film sagt: "Chris war schon immer ein Getriebener".
Und auch gegenüber den tollen Menschen, die er kennenlernte, verhielt er sich unfair. Für diese Menschen war er wichtig geworden und er liess sie einfach stehen, wollte nur noch weg. Ich finde das hart. Aber auch da greift wieder die Aussage, dass er ein Getriebener war.

Wie man unschwer erkennen kann: der Film bewegt. Der Film bewegt unheimlich viel in mir. Ich musste soeben den amazon-Einkaufswagen umsortieren, weil ich jetzt auch das Buch haben will und ausserdem den Soundtrack galaktisch finde. Ich kann jedem empfehlen, den Film zu schauen. Die schreckliche Szene, in der er einen, ich glaube es war ein Elch oder so, erschiesst und zerlegt habe ich mir nicht angesehen - das muss ich nicht haben ... Das Ende ist traurig, aber typischerweise weiss man ja schon vorher, was passiert. Zumindest haben die Bären und Wölfe schon mal nichts damit zu tun - was vielleicht für den ein oder anderen beruhigend ist ;)
Man muss natürlich auch sehen, dass es ja wieder nur ein Film war - inweit war das was man dort sieht Realität? Ich bin gespannt auf das Buch, erwarte aber recht hohe Übereinstimmungen, da die Familie wohl mit Sean Penn zusammengearbeitet hat. Auch das macht den Film für mich noch eindrucksvoller...

Wer die Geschichte ohnehin schon kennt dem sei noch schnell das Buch "Drop City" von T.C. Boyle empfohlen. Ein tolles, spannendes Buch, wenn auch mit einem sehr anderen Ausgang und Hintergrund. Dort geht es um diverse Hippies, die auch in Alaska aussteigen wollen und deren Geschichte. Ich fand das Buch auch wirklich sehr gut geschrieben und werde es - nach "Into the wild" - vielleicht nochmal lesen.

Der Tag danach

So, es ist vollbracht :)
Ich habe bestanden (ok, das hatte ich ja vorher schon), ich habe mich verbessert und genau das war es ja, was ich wollte.
Während der Prüfung lief es bis zu einer bestimmten Frage ganz prima - diese Frage hatte auch schon meiner Lernpartnerin Probleme bereitet, da die Antwort nicht so ohne weiteres in der Literatur zu finden ist. Obwohl ich ja vorgewarnt war, habe ich es nicht geschafft, die Antwort zu finden und da mich der Prof nicht mehr aus der Frage herausgelassen hat, ist dann am Ende nicht die absolute Wunschnote herausgekommen aber ich bin nah dran. Ich muss auch sagen, dass ich ganz froh bin, da ich das Gefühl habe, schon im Sinne meiner Leistungen beurteilt worden zu sein (das ist in unserem Studiengang nicht zwangsläufig der Fall - es gibt wohl Prüfer, da geht jeder mit einer Note zwischen 1.0 bis 1.7 nach Hause, wobei 1.7 dann schon richtig mies gewesen sein muss.
Wie auch immer :) Das Fazit lautet: ich habe den Drachen Methodenlehre/Statistik besiegt und muss mich zumindest damit so bald nicht mehr belasten. Und am Ende bleibt auch noch ein leises Gefühl des Bedauerns, weil ich eigentlich das Gefühl habe, dass es mir schlussendlich doch Spass machen könnte. Eigentlich fühlt sich das sehr gut an, denn so habe ich die letzten 6 Monate für etwas genutzt, was auch im Nachhinein noch in meinem Kopf bleibt, was Spuren hinterlassen hat. Und das bei so einem - für mich schon immer ganz schlimmen - Fach...

Gestern habe ich mich schon mit einem leckeren Nudel-Essen in der Stadt belohnt (natürlich nicht alleine, dass wäre ja frustrierend nach dieser langen, oft einsamen Lernzeit mit Herrn Bortz) und einen Film gekauft, der Dank der aktuellen Saturn-Aktion recht günstig war. Aber dazu mehr im nächsten Post ;)

Der heutige Morgen startete mit leichter Panik: Unser Schornsteinfeger hatte sich schon vor geraumer Zeit angekündigt und da wir schon letztes Jahr nicht die besten Erfahrungen mit ihm gemacht haben, hatte ich schon jeden Tag gedrängt, dass wir auch ja nicht vergessen dürften, alle Heizungen an und betriebsbereit zu haben, damit der cholerische Mensch dieses Mal nichts zu meckern hat.
Ich wache also auf (um halb 9, und 9 Uhr war die Deadline) und fasse meine Heizung an - kalt. Im Badezimmer kalt. Überall: kalt. Das Problem: Der Knopf, der die Heizung von Zeitschaltuhr auf Tag oder Nacht-Betrieb stellt, ist gestern bei Reparatur-Arbeiten irgendwie kaputt gegangen und offenbar stand die Heizung nun auf Nacht. Ich verfluchte Murphy und versuchte es mit Rohrzange, mit der Hand, mit Betteln - nichts half. Zum Glück gibt es noch weitere Knöpfe: für die Temperatur-Regelung für Tag und Nacht. Ich habe dann kurzerhand den Tag-Regeler (tagsüber macht das Ding eh, was es will)  abgeschraubt und ihn auf die Zeitschaltuhr gesetzt und festgeschraubt und es ging wieder :)
und das um 8:50...
puuh, echt knapp - dieser Schornsteinfeger ist wirklich niemand, mit dem man sich anlegen will ...

So, nun werde ich noch meinen Kaffee im Bett geniessen, versuchen, ob ich den Drachenbeinthron nun lesen kann (bisherige Versuche waren zum Scheitern verurteilt) und meine Freiheit auskosten ...
Wenigstens diese Woche noch - ab nächste Woche muss ich wohl wieder etwas arbeiten...