10/15/2009

Nachtrag: Osnabrück-Tag, Felix Nussbaum

Nachdem sich der Moment erst jetzt als passend erweist: Ich war am Dienstag in Osnabrück mit einer lieben Freundin. Eigentlich war es mein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk: Frühstück, Museum und ein neuer kleiner Büchervorrat (Die Vermessung der Welt, Es geht uns gut) waren inklusive. Und ein neues Siri-Hustvedt-Buch habe ich am Büchertisch auch noch schnell mitgenommen: "Die Verzauberung der Lily Dahl". Blöd, dass das Semester jetzt schon fast losgeht ... ;)
Auch der Rest des Tages war sehr rund, sehr angenehm - es passte einfach alles: die Erkältung hielt sich in Grenzen, das Wetter war himmlisch und es gab keine ernsthaften Ärgernisse :)

Wieder mal ein Highlight (wenn auch ein jedes Mal wieder bedrückendes) war natürlich das Felix-Nussbaum-Haus. Ich finde den Maler und auch die Ausstellung und auch das Gebäude einfach grossartig. Allein die Architektur, ein Museum "ohne Ausgang", ein Gebäude, dass einem das Gefühl gibt, dass es einen nicht mehr herauslassen will oder wird. Ich glaube trotz der bedrückenden Stimmung würde ich immer wieder in die Ausstellung gehen, solange ich jemanden finde, der mitkommt. Sehr schade ist es, dass es keinen gescheiten Ausstellungskatalog bzw. eine gute (und erschwingliche) Biographie gibt - dafür war Nussbaum vermutlich einfach nicht gross genug bzw. kennen ihn vielleicht einfach noch zu wenige.
Das schlimmste Bild, aber auch das, welches mich am meisten bewegt habe ich auf der Seite des Deutschen Historischen Museums in Berlin (DHM) gefunden:
der frühneuzeitliche danse macabre oder Triumph of Death (The Skeletons Play for the Dance):


Gruselig, aber überwältigend...

1 comment:

  1. auf den erste blick sind es skelette. beim hineinzoomen entdeckte ich, daß es nicht alles totenköpfe sind. nußbaum hat abstufungen des sterbens dargestellt. mir ist beim betrachten "kalt" geworden, es ist traurig und beängstigend

    ReplyDelete