8/03/2007

finis!

da bin ich wieder - nach zwei wirklich tollen tagen im haus villigst bei schwerte. es war alles wahnsinng anstrengend - die diskussionsrunden am ersten tag und das lange warten auf das einzelgespraech gestern abend.
die diskussionen waren gar nichts fuer mich - wer mich kennt, weiss das ;) im einzelgespraech habe ich aber, glaube ich, eine ganz gute figur gemacht - und vielleicht das ein oder andere manko vom vortag wieder wettgemacht.
die pruefer waren im einzelgespraech sehr nett und es war eine wirklich angenehme gespraechsatmosphaere.
richtig toll war auch die stimmung zwischen den bewerbern: kaum konkurrenzgebaren, eher ein grosses interesse aneinander - am studiengang und weiteren zielen und ein gefuehl von in einem boot sitzen.

von dem was ich bisher hoerte - ueber andere stiftungen wie bspw. die stiftung des deutschen volkes ist das eher ungewoehnlich - typischerweise herrscht bei solchen auswahlszenarios eher die ellbogen-mentalitaet vor und nicht ein so nettes miteinander wie in villigst. tatsaechlich wuenschten wir uns eigentlich alle gegenseitig, dass wir doch bloss alle aufgenommen wuerden. natuerlich ist das unrealistisch - nur 50 % werden pro auswahlrunde aufgenommen und es kommen insgesamt 200 wirklich gute studenten und menschen.

wie auch immer es ausgehen wird - und ich muss zugeben: ich kann mir kaum etwas besseres vorstellen, als villigsterin zu werden - es war eine grossartige erfahrung, so viele wirklich nette und interessante menschen kennenzulernen.
ich war in einer auswahlgruppe mit medizinern und musste wieder einmal feststellen, dass die medizin mich auch sehr gereizt haette. aber das studium dauert ja noch laenger als das der psychologie - das wird dann langsam doch arg viel...
aber spannend und faszinierend waere es allemal - und ich hoffe, durch die geknuepften kontakte noch ein bisschen von dieser seite des studiums mitzubekommen.

auch der christliche gedanke bekam eine neue dimension fuer mich. irgendwie ist die evangelische kirche wirklich nicht mehr so angestaubt, wie man sie manchmal vielleicht noch in erinnerung hat. ich konnte mich zwar immer mit ihr identifizieren, doch nach den letzten beiden tagen sehe ich sie noch deutlich positiver. und kann mir viel eher vorstellen, mich damit wieder mehr zu befassen. ich bin heute froh, nie ausgetreten zu sein und fuehle mich dazu angespornt, mich damit noch einmal grundsaetzlich auseinanderzusetzen.

fazit: villigst war zwar sehr anstrengend auf der einen seite, aber die positive stimmung, die vielen neuen blickwinkel, die ich kennenlernen durfte und die tollen menschen haben das locker wieder wettgemacht. ich moechte die erfahrung nicht missen und wuerde mich wahnsinnig freuen, wenn es denn geklappt haette. und wenn nicht: man kann sich immer noch mal bewerben. oder man laesst es halt so weiterlaufen wie es jetzt ist. finanziell wuerde sich eh nur aendern, dass ich weniger schulden am ende des studiums haette. eigentlich waere die ideelle foerderung fuer mich viel bedeutsamer. der gedanke, an der sommeruni teilnehmen zu koennen und in dieser behueteten villigst-welt ein bisschen eingebettet zu sein - das waere schon toll ... nun, mal sehen...

der himmel ueber villigst nach den gruppendiskussionen....

wieder zu hause angekommen beschaeftige ich mich jetzt bereits mit packvorbereitungen - und immer noch mit der frage, ob ich nun schon vorher nach berlin fahren soll, oder nicht. irgendwie riecht es schwer nach streik - und ich glaube, ich sollte es nicht unbedingt drauf ankommen lassen. andererseits tun die ausgaben fuer ein hotel auch wieder weh... tja, ich werde noch weiter in mich gehen.
es ist schoen wieder zu hause zu sein und ich fuehle mich unglaublich wohl. ich waere zwar jetzt gerne schon in den usa und habe keine lust auf die anstrengende hinreise aber das laesst sich ja nun nicht mehr aendern - es wird schon alles gut...
jetzt geht es in die stadt - letzte besorgungen machen und etwas rauskommen...

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