6/22/2007

laesionsmethoden

ueber die musste ich heute lernen und irgendwie komme ich damit nach wie vor nicht klar.
die fragwuerdigkeit von tierversuchen und die unsicherheit bzgl. der uebertragbarkeit auf menschen ist hinlaenglich bekannt. und wenn ich dann lese, dass auch heute noch solche studien gemacht werden finde ich das... nun - gelinde gesagt - merkwuerdig & bedenklich.
zumal ja nun auch durch bildgebende verfahren tatsaechlich genug andere moeglichkeiten existieren (worauf ja in der pruefungsliteratur ebenfalls deutlich hingewiesen wird...)

ich glaube, ich sehe die notwendigkeit einfach nicht und finde es moralisch auch absolut verwerflich...
diese unterscheidung zwischen nahem und nicht so nahem erbgut & aeusserungen wie: "beim menschen kann man so etwas natuerlich nicht machen" ... was macht denn das leben der ratte weniger lebenswert - wie koennen wir uns anmassen, darueber zu urteilen?

ich weiss nicht, trotz ethik-komissionen hin oder her - ich finde diese praxis schon verachtens- und abschaffungswert...

so, genug davon - jetzt geht es auf zur methodenlehre-uebung die sicher wieder chaotisch und frustrierend wird.

aber wie s. schon sagt - das kriegen wir dennoch hin ;)

4 comments:

  1. *zustimmung*
    aber das feld der forschung ist ohnehin ein weiter acker: nimm mal eine gewöhnliche doppelblindstudie für ein medikament. ist es wirksam, hat man der kontrollgruppe quasi eine aussichtsreiche therapie verweigert. ist es nicht nur nicht wirksam, sondern sogar schädlich, leidet die wirkstoffgruppe unter den folgen.
    naja, die ethikkommissionen sollen ja schon sehr streng sein. ich weiß es ja nur aus der physio, aber da muß schon sehr dezidiert dargelegt werden, warum, weshalb, wieso man mit irgendwelchen patientengruppen spielchen im scanner veranstalten will und wo da der allgemein anzunehmende Nutzen liegen könnte.
    läsionsexperimente... ich hätte gar nicht gedacht, daß das noch aktuell ist, aber offensichtlich ja doch. wir überreden übrigens MB gerade, im Wintersemester einen vortrag zur ethik in der psychologischen forschung zu halten...

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  2. ein solcher vortrag waere echt mal hilfreich & wichtig.
    zumal ja, als das thema damals akut war (im wintersemester), kein statement zu hoeren war - das lief ja eher nach dem motto: "friss oder stirb" ...
    was so an der uni laeuft an tierversuchen weiss man wohl nicht genau - aber ich denke & hoffe, dass die psychologen da nicht mitmischen ... kann man sich echt kaum vorstellen, dass so etwas heute noch nottut...

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  3. als es im wintersemester mal die gelegenheit gab, und brand auch gleich weit ausholte, um zum thema was zu sagen, wurde es ja sofort noch unruhiger im hörsaal: ist doch eh nicht prüfungsrelevant... aber immerhin sind wir dadurch draufgekommen, ihn danach zu fragen. in biele machen die psychologen meines wissens keinerlei tierexperimente. übrigens sollte das ein thema in der einführungsvorlesung sein (= herr neumann, aber wer hat das schon ein ganzes semester ausgehalten?).

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  4. auch wahr - ich erinnere mich an die vorlesung.
    und das die psychos da nix machen halte ich auch fuer eher wahrscheinlich: wie gesagt - was soll man da jetzt mit einer kleinen forschung noch gross neues rausfinden...
    ich habe nur mal von der tierschutz-ag gelesen, dass man offiziell keine aussage zu allgemeinen tierversuchen an der uni bi macht. und es gibt ja auch auf dem weg zum teuto den komplex "verhaltensforschung".

    aber wie dem auch sei - danke fuers verlinken - habe gerade deinen blog gelesen als der neue reply kam ;)

    bis morgen dann - freu mich schon auf die emotionen :)

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