4/23/2016

Handarbeits- und Lesetag (vorgezogen)




Heute Nacht habe ich das erste Mal seit einer Woche wieder gut geschlafen! :) Das hat zum einen damit zu tun, dass ich zur Zeit auf der Arbeit unglaublich viel Stress habe, aber auch daran, dass ich insgesamt in den letzten Wochen recht viel um die Ohren hatte. Um so froher bin ich, dass es jetzt langsam wieder besser wird mit dem Nachtschlaf und hoffe auf weitere erholsame Nächte in den nächsten Tagen ;)

Heute habe ich den Tag damit verbracht, zunächst eine Runde im Wald zu laufen und habe dabei Rufus Beck zugehört, der mir "Witwe für ein Jahr" von John Irving vorgelesen hat. Jetzt habe ich noch ca. 4 Stunden vor mir und das Buch gefällt mir zwar recht gut, aber ich finde es gerade anstrengend, dass immer wieder neue Plots aufgemacht werden. Nach der Jogging-Runde gab es Frühstück und dann habe ich einen kleinen Vogel genäht:


Er hat sich gleich auf den restlichen Ostereiern breitgemacht - vermutlich um sie auszubrüten ;)

Nebenbei habe ich unsere Katzen gestalked, die wie immer zauberhaft anzusehen waren:




Den restlichen Nachmittag haben wir mit einer kleinen Kaffee-Pause und Jamie Olivers "Roadtrip USA" (das Lousiana-Kapitel) verbracht und danach habe ich mich meiner Kindle-Ausgabe von "Purity" von Jonathan Franzen gewidmet, was ich gerade in einer privaten Leserunde lese. Leider gefällt es mir nicht so gut wie die anderen Bücher von Franzen - es zieht sich sehr, die ständigen Zeitsprünge irritieren mich und ich finde den Plot etwas sehr konstruiert. Aber da es ja eine Leserunde ist, mag ich nicht abbrechen. Vielleicht ist auch ein Problem, dass ich das Buch im Original lese und gerade einfach nicht so den Kopf dafür habe. Auf jeden Fall habe ich wieder ein einige Seiten geschafft und das ist gut so ;)

Heute Abend gab es ein leckeres Spargelgericht, welches ich bei der Küchenchaotin gesehen habe.
Das Rezept gibt es hier und auch die passenden Fotos dazu - ich hatte leider solchen Hunger, dass ich vergessen habe, selber ein Bild zu machen. Das Rezept geht wirklich schnell und ist sehr lecker - ein schönes Frühlingsessen für alle Spargel- und Zitronenfreunde :)

Den Abend lasse ich nun ruhig ausklingen und freue mich auf einen schönen Tag morgen mit Natira und später mit meiner Familie!
Allen HandarbeiterInnen und LeserInnen wünsche ich morgen einen sehr gelungenen und erholsamen Handarbeits- und Lesetag - lasst es Euch gut gehen: seid schön kreativ und genießt Eure Bücher!

12/13/2015

"Sterben" von Karl Ove Knausgård - Sachbuchchallenge 2015 #9

Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, habe ich mich ja kürzlich mit Karl Ove Knausgårds "Sterben", dem erstem Teil seiner - ich glaube - sechsbändigen Reihe ("Das autobiographische Projekt") beschäftigt. Da die liebe Winterkatze ja Interesse an einem Post über das Buch angemeldet hatte, habe ich mir gedacht, ich nutze diesen freien und entspannten Adventssonntag für die vermutlich letzte kurze Buchbesprechung des Jahres.


Irgendwann Mitte letzter Woche habe ich o.g. Buch ausgelesen - ein Arbeitskollege hatte es mir geliehen und ich war anfangs total begeistert und konnte es fast nicht weglegen.
Aufgrund von reichlich Arbeits-, Weiterbildungs- und Freizeitanforderungen wurde es dann mit der Zeit leider etwas mühsamer - was vielleicht auch den Längen, die das Buch teilweise einfach hat, lag.
Grundsätzlich muss man sagen, das Knausgård eine sehr detaillierte und persönliche Art hat zu schreiben. Ich glaube, das macht dieses Buch einfach aus. Wir bekommen sehr private Einblicke in seine Kindheit, seine Psyche, seine Gedankenwelt und seine Emotionen. Die oft kleinen Geschichten, die er erzählt, ziehen sich häufig über sehr viele Seiten hin und ich habe anfangs den Fehler gemacht, auf eine Pointe zu warten, die dann aber nicht kam. Nachher hat mich das allerdings auch nicht mehr gestört (und ich habe nicht mehr mit Pointen gerechnet).
Um ein Beispiel zu nennen wird besteht fast der komplette erste Teil des Buches (also so etwa die Hälfte) beinahe ausschließlich aus den Schilderungen einer Sylvesternacht und damit verknüpften Kindheits- und Jugenderinnerungen. Der zweite Teil hingegen ist dem Tod des Vaters gewidmet, und der damit einhergehenden Beerdigung. Allerdings gelingt es Knausgård, an diese Handlungsstränge neben vielen nicht so wichtigen Teilgeschichten auch sehr prägende und bewegende Erzählungen aus seinem Leben und seinem Denken einzuflechten.

Daher: ich weiss nicht, ob es nicht vielleicht einfach an meiner Überlastung lag, dass ich am Ende manchmal nicht mehr so enthusiastisch nach dem Buch gegriffen habe. Grundsätzlich habe ich das Buch sehr gerne gelesen (trotz aller Trostlosigkeit die darin enthalten ist) und werde auch noch die Folgeteile so nach und nach lesen. Allerdings brauche ich im Moment eine Pause ;)

Ich finde Knausgård selbst sehr interessant und angenehm und habe Lust, ihn noch näher kennenzulernen. Ich finde es beachtlich, wie weit er die Welt an seinen Gedanken teilhaben lassen mag und werde ihn gerne noch weiter begleiten. Was die Längen angeht: sie gehören zum Leben wohl genauso wie das Sterben an sich und dort erkenne ich auch viele Parallelen zur Realität. Wenn ich mein Leben ungeschönt beschreiben würde, hätte es wirklich viele Längen ...
Daher: von meiner Seite eine klare Empfehlung für "Sterben" von Karl Ove Knausgård - allerdings natürlich nur, wenn man mit dieser Art Buch überhaupt etwas anfangen kann. Wer in sich geschlossene Geschichten mit Spannungsbogen und möglicherweise aufregenden Wendungen lesen möchte, wird vermutlich enttäuscht sein. Und ich finde, es handelt sich auch um ein Buch, dass man zum richtigen Zeitpunkt lesen sollte ...

11/15/2015

"Persepolis - Eine Kindheit im Iran " und "Jugendjahre" von Marjane Satrapi - Sachbuchchallenge 2015 #7 + #8

Die Sachbuchchallenge der lieben Winterkatze neigt sich dem Ende entgegen. Und doch lese ich gerade noch ein weiteres Buch, welches ich vielleicht sogar noch verbloggen kann, bevor das Jahr 2015 vorbei ist.
Aber beginnen wir am Anfang.

Persepolis - Eine Kindheit im Iran von Marjane Sartrapi - Teil 1
Ich habe dieses Buch in meiner Kindheit (oder auch frühen Jugend) das erste Mal gelesen. Der Grund dafür war, dass ich meiner liebsten Kinderfreundin, die ich schon aus Sandkasten-Tagen kenne, dieses Buch schenkte, als ich zu ihr in die Ferien fuhr. Leider kannte und besass sie schon beide Teile, so dass ich es wieder mit nach Hause nahm und entsprechend las. Ich war damals vielleicht so 12 oder 13 Jahre alt und war total beeindruckt. Die Welt von Marji war so ganz anders als meine eigene und auch so ganz anders von allem, was ich über den Iran bis dahin gelernt hatte. Ich fand Marji unglaublich interessant - sie war so fantasievoll und aufgeweckt - und manchmal auch richtig gemein und egoistisch. Kurz, sie war irgendwie ganz echt und dabei gleichzeitig so unwirklich. Die Art des Zeichnens fand ich großartig, ich kannte damals auch schon Art Spiegelmans "Maus"-Comics und ich glaube auch, dass die Ähnlichkeit des Zeichenstils mich zum Kauf von "Persepolis" animiert hatte.
Man lernt also Marji, die Unerschrockene, kennen. Ihre Eltern sind linke Intellektuelle, die sich im Iran zwar arrangiert haben, die aber mit dem Schah-Regime naturgemäß große Schwierigkeiten haben. Je schwieriger und strenger die Regeln werden, desto sorgenvoller geht es im Hause Sartrapi zu.
Und während Marjis Welt immer noch sehr behütet ist, sie ihre Großmutter als ruhenden Pol jederzeit abrufen kann und ihre Eltern sie frei und selbstbewusst erziehen, verändert sich die Welt draußen mehr und mehr. Das Kopftuch wird Pflicht und die Demonstrationen gegen das Regime nehmen zu. Marji ist währenddessen damit beschäftigt, mit Gott zu diskutieren und zu versuchen, ihre Welt zu verstehen. Sie glüht für Verehrung von Helden wie ihren Onkel Anusch und wird auch selber immer rebellischer.
Daher wird es auch immer schwieriger - sie eckt in der Schule an und die Eltern entscheiden, dass es sicherer und besser für sie ist, den Schulabschluss in Frankreich zu beenden.

Damit endet der erste Teil meiner Ausgabe und ich konnte es damals kaum erwarten, den nächsten Teil zu beginnen. So war es bei diesem Re-Read ebenfalls und dank der lieben Natira konnte ich auch direkt weiterlesen.

Persepolis - Jugendjahre von Marjane Sartrapi - Teil 2
So faszinierend und spannend der erste Teil mit den kleinen Kapiteln von Persepolis für mich war, so ging es auch im zweiten Teil gleich weiter. Allerdings deutlich düsterer und trauriger als der erste Teil. In der Kindheit war Marji ja sicher und konnte immer zu ihren Eltern gehen wenn sie Fragen hatte und die Welt nicht verstand. In Frankreich ist sie dagegen mutterseelenallein und muss sehen, wie sie zurechtkommt. Sie versteht die Welt dort nicht, alles ist fremd und die Menschen egoistisch und niemand ist so liebevoll  zu ihr, wie sie es gewohnt ist. Es geht ihr nicht gut und sie macht auch viele nicht so kluge Dinge. Ich erinnere mich, dass ich damals den zweiten Teil nicht gerne gelesen habe, weil er ich so traurig gemacht hat. Ich fand es eine schreckliche Vorstellung, so allein zu sein und gleichzeitig aus Scham und Stolz seiner Familie nichts davon sagen zu können.
Dennoch ist auch dieses Buch absolut empfehlenswert und aus Marji wird eine großartige Frau, die die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens alleine in fremder Umgebung meistert.
Die Zeichnungen sind auch wieder wunderbar gestaltet und ich bin sehr froh, dass ich damals auf diese Bücher gekommen bin.

Alle Klischees, die man vielleicht so gelernt hat, werden hier widerlegt und man lernt den Iran und seine Bevölkerung sehr nah und sicher auch authentisch kennen. Und Marji möchte man am liebsten persönlich kennenlernen - so eine interessante und temperamentvolle Person scheint sie zu sein.
Ich finde, die Bücher haben nichts von ihrer Aktualität oder vielmehr ihrer Wichtigkeit verloren und ich empfehle sie unbedingt weiter! Marji wuchs mir sofort ans Herz und ich kann mir kaum vorstellen, dass es jemandem da anders geht ;)


***

Damit habe ich jetzt erstaunlicherweise für mich sehr früh (und überhaupt!) die Sachbuchchallenge 2015 beendet! Wer hätte das gedacht - wollte ich doch eigentlich schon abbrechen!
Und doch lese ich zur Zeit noch ein weiteres Buch, was vielleicht als Sachbuch durchgeht ("Sterben" von Karl Ove Knausgård) und werde es dann vielleicht sogar auch noch verbloggen - damit hätte ich nicht gerechnet :D
So oder so hat mir die Sachbuchchallenge dieses Jahr wieder viel gebracht - auch wenn ich zwischendurch fast aufgegeben hätte.
Danke, liebe Winterkatze, dass Du mich bei der Stange gehalten hast - ich freu mich sehr darüber!
Wenn ich mir meine gelesenen Bücher anschaue, habe ich wirklich ganz verschiedene Bücher und Stile gelesen...
Meine Highlights waren die beiden ersten "Sachbücher": "Der große Trip" von Cheryl Strayed und "Darm mit Charme" von Julia Enders sowie meine Re-Reads zum Abschluss "Persepolis 1 und 2" von Marjane Satrapi. Und falls ich hier es noch rezensieren werde, wird mein absolutes Highlight des Jahres vermutlich "Sterben" von Karl Ove Knausgård werden :)
Aber erstmal: vielen, vielen Dank, liebe Winterkatze wieder für dieses tolle Begleiten der Sachbuch-Challenge, für die Reminder, die lieben Kommentare und das Mutmachen!! Es ist immer wieder toll!

"Der lange Weg zur Freiheit" von Nelson Mandela - Sachbuchchallenge 2015 #6

Der zweite "dicke Wälzer" für Winterkatzes Sachbuchchallenge :)

Dieses Buch ist mir bei Skoobe in die Hände bzw. auf meinen ebook-Reader geraten und so habe ich in den letzten Monaten viel Zeit mit Nelson Mandela und Südafrika verbracht.
Das Buch ist ein Projekt, welches über Jahrzehnte angewachsen ist und Mandela erzählt sehr detailliert über sein Leben und den Freiheitskampf, den Kampf gegen die Apartheid. Die Anfänge wurden schon im Gefängnis geschrieben und ich war stellenweise sehr gerührt und bewegt von der Geschichte dieses Mannes. Den Kampfgeist und Mut dieses Menschen finde ich bemerkenswert und Südafrika (und die ganze Welt) kann froh sein, dass er "da" war und sich starkgemacht hat für ein gleichberechtigtes Leben. Das er sein Privatleben diesem tatsächlich sehr langen Kampf gewidmet hat. Die langen Jahre im Gefängnis haben mich sehr berührt - ich hatte immer wieder auch Bilder aus Alcatraz vor Augen, wo wir im September noch waren. Auch wenn es auf Robben Island sicherlich wieder ganz anders war, bekamen für mich diese Schilderungen durch die Alcatraz-Erinnerungen noch mehr Eindrücklichkeit, denke ich.
Jedoch hat mir nicht alles in dem Buch gefallen. Zum einen waren mir manche Passagen einfach zu lang oder es fehlten mir Hintergrundinformationen, die ich mir erst noch hätte anlesen müssen. Dann wieder werden ganze Reden Wort für Wort wiedergegeben, die mich in der Ausführlichkeit so doch nicht interessiert hätten. Oder es werden Anekdoten kleinschrittig erzählt, deren beteiligte Personen werden ebenfalls ausführlich vorgestellt, obwohl die Geschichte eigentlich nicht wirklich von essentieller Bedeutung ist.
An manchen Stellen hatte ich den Eindruck, das Mandela nicht entscheiden konnte, was jetzt wichtig für dieses Buch ist und was nicht. Aber das war ja zum Glück nur die eine Seite des Buches. Den größeren Teil fand ich sehr interessant und lehrreich und auch gut zu lesen. Es waren eher die teilweise aus dem Zusammenhang gerissenen Berichte, wo ich mir entweder mehr Hintergrundinfos oder eine Streichung gewünscht hätte ;)
Ein anderes Manko für meinen Geschmack ist, dass er auf das Privatleben sehr wenig eingeht. Natürlich hatte er ja auch nur wenig davon nach so vielen Jahren im Gefängnis, aber nach seiner Freilassung war er zunächst ja wieder bei seiner Frau und hatte Kontakt zu seiner Familie. Dieser Teil seines Lebens bleibt sehr im Nebel verborgen - vielleicht, weil er einfach nicht wollte, dass diese Dinge an die Öffentlichkeit geraten. Das kann ich akzeptieren, aber doch finde ich es auch ein bisschen schade, denn auch diese Seite gehört ja zu ihm hinzu. Ich hätte mir keine Details über sein Privatleben gewünscht, aber doch hätte ich gerne mehr darüber erfahren, wie er und seine Familie damit umgegangen sind, wie sie am Ende wieder zusammengefunden haben (oder eben auch nicht).
Aber gut, dass ist mein Bedürfnis, auch diese Seite zu verstehen - für den "langen Weg zur Freiheit" ist dieser Part nicht essentiell.
Ich habe zwar zwischendurch manchmal keine Lust mehr gehabt, weiterzulesen, aber ich bin froh, dass ich durchgehalten habe. Die Beschreibung, wie es war, als Nelson Mandela freigelassen wurde hat mich sehr bewegt, so dass ich mit Tränen in den Augen im Zug saß.
Ich werde mich nun noch einmal ein bisschen mit Südafrikas Geschichte beschäftigen müssen um alles gelesene auch einordnen zu können.
So oder so bin ich aber froh, zu diesem Buch gegriffen zu haben, denn es hat meinen Horizont ein Stück weit erweitert (auch wenn es mich manchmal ärgerlich gemacht hat ;) ).

10/31/2015

Letzter Herbstlesetag 2015 für mich: Herbstlesen by Winterkatze am31.10.


Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei und daher bin ich heute noch einmal dabei, bei dem wunderschönen Herbstlesen-Event, welches die liebe Winterkatze ins Leben gerufen hat.


Morgen kann ich leider nicht und die letzten Wochenenden war ich mit Seminaren und privaten Herausforderungen beschäftigt. Doch obwohl ich es nicht geschafft habe, mit Euch zu bloggen und zu lesen, so habe ich doch auch ein bisschen gelesen, habe den Herbst im Wald bei kleinen Joggingrunden genosssen und insgesamt recht gut für mich gesorgt.

Heute wäre ein großes Ziel, die Nelson-Mandela-Biografie zu Ende zu lesen (Winterkatze, Du siehst, die Sachbuchchallenge schwirrt mir noch im Kopf herum ;) ) und einfach ein paar entspannte Stunden zu verbringen.

Nachdem ich gestern Abend einen wunderschönen (wenn auch ganz leicht weinlastigen) Abend mit einer lieben Freundin in einer Tapas-Bar hatte, bin ich heute früh in guter Stimmung und habe schon mit dem Lesen begonnen - und Phoebe, unser kleiner Flausch-Orca, leistet mir Gesellschaft.


Sicherlich werde ich zwischendurch noch einkaufen fahren oder eine Runde spazieren gehen. Aber im Große und Ganzen bin ich heute ganz auf Entspannung zu Hause eingestellt :)

15:17
Nach einem recht leseintensiven Tag muss ich jetzt ein bisschen raus an die frische Luft. Robben Island ist zwar recht spannend, aber auch gleichzeitig bedrückend. Daher geht es jetzt etwas in die Stadt zum Bummeln und danach kaufen wir für unser Abendessen ein.
Ich plane etwas zu kochen, was vor sich hinkocht, während ich weiterlese ;)

19:34
Gerade zurückgekehrt aus der Stadt und Photos habe ich Euch auch mitgebracht.






Zunächst haben wir uns durch die Stadt zu unserem Lieblingscafé gebummelt, danach habe ich sogar noch ein paar neue Winterstiefel gefunden, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte - unverhofft kommt oft ;)


Außerdem gab es ein neues Kräuterschneidebrett und eine Aufbewahrungsdose für Zwiebeln und Knoblauch, wobei wir ja nie Knoblauch, aber schon meistens Schalotten im Haus haben. Daher war das Essen für heute auch klar: es gibt unser liebstes Kräuterrisotto :) und dazu ein Tomatencarpaccio.











Dann wollte ich Euch noch das neue Kong-Spielzeug zeigen, welches die Katzen aber nicht soooo wahnsinnig spannend finden (wie so oft...). Frida fand es anfangs ganz toll und jetzt findet sie es eher so "Naja, wenn Du es schon für mich wirfst, kann ich mich ja mal kurz draufstürzen *seufz+augenroll*".



Jetzt muss ich erstmal essen - später mehr :)

21:03
Ich freue mich sehr über diesen schönen Lese- und Entspannungstag und habe genug geschafft, so dass die Challenge jetzt in greifbare Nähe rückt :)
Für mich sind diese Lesetage einfach eine wundervolle Einrichtung, die mir helfen, wieder mehr bei mir anzukommen - nach einer vollen Woche sind sie genau das Richtige. Eigentlich sollte man das viel öfter haben - vielleicht schaffe ich es ja beim Adventslesen mal dabei zu sein ...
Jetzt mache ich das Macbook aber zu und begebe mich zu Frida auf die Couch!
Allen die morgen noch weiterlesen eine schöne Zeit, jetzt erstmal eine gruselige Halloween-Nacht und hoffentlich bis bald auf diesem Blog ;)

10/11/2015

(Mini-)Herbstlesen by Winterkatze #Tag2

Heute ist ein wunderschöner Morgen (allerdings waren es nur 2 ° als ich aus den Federn gekrochen bin) und ich fühle mich nach gestern schön ausgeruht und ausgeschlafen. Auch wenn ich heute wirre Träume hatte bin ich gut aus dem Schlaf gekommen und habe erstmal eine ausgiebige Runde mit Frida gekuschelt und geschmust.
Dann habe ich im Bett schon mit meiner Lesezeit begonnen, da ich gestern abend noch richtig lange in der "Night School" war und in der Geschichte jetzt ganz drin bin.
Danach bin ich eine Runde im Wald laufen gegangen und habe gerade zum Frühstück noch eine Folge Orphan Black geschaut. Jetzt muss ich ein paar Geschenke einpacken, noch etwas lesen und dann geht es leider schon los.
Auch wenn der zweite Lesetag deutlich kürzer ist als der erste und ich eigentlich gerne den ganzen Tag weiter entspannen würde hat das Herbstlesen mir an diesem Wochenende schon sehr gut getan.
Leider gibt es aber heute entsprechend keine Updates und zu einer Kommentarrunde reicht meine Zeit auch nicht mehr.
Aber ich baue sehr auf das übernächste Wochenende und wünsche Euch bis dahin eine sehr schöne Zeit mit ausreichend Lesestunden!

10/10/2015

Herbstlesen by Winterkatze #Tag1

Endlich ist wieder Herbst! Und die liebe Winterkatze hat mal wieder ein Herbstlesen ins Leben gerufen, wovon ich schon im Urlaub gehört hatte...

Und nach den größtenteils sehr sonnigen und sommerlichen letzten Wochen in den USA bin ich direkt in den westfälischen Herbst zurückgekehrt und finde das gar nicht so schlimm. Gerade heute ist ein herrlicher Tag, den ich schon recht produktiv genutzt habe: ich war einkaufen und habe mich für den heutigen Lesenachmittag eingedeckt (und für die nächste Woche eingekauft), habe Wein bestellt, war in der Stadt frühstücken und danach ein paar Besorgungen machen und habe ein bisschen mit den Katzen gespielt. Die wollten jetzt aber lieber schlafen oder die Sonne genießen:

Das war schon mal ein recht guter Start. Jetzt werde ich es mir gleich mit Nelson Mandela und "Der lange Weg zur Freiheit" oder mit "Night School - Um der Hoffnung willen" von C.J. Daugherty gemütlich machen. Ich habe das Herbstlesen der lieben Winterkatze im letzten Jahr für mich sehr gut für ein paar selbst verordnete Lesestunden nutzen können und hoffe, dass ich im Oktober noch ein paar Lesestunden hinbekomme. Leider habe ich allerdings auch ein paar Seminare, weshalb ich zum Beispiel nächstes Wochenende gar keine Zeit haben werde :/
Aber der Moment zählt, und darum geht es jetzt auch endlich los :)

16:10
Und schon ist Zeit für Tee und Apfelkuchen... Tatsächlich riecht der Tee auch nach Apfelkuchen - eine Probe aus der "lecker" . Ich vermute, er wird mir zu süß sein, aber gut - erstmal testen... Das Lesen läuft - allerdings ist das Leben von Nelson Mandela schon auch bedrückend...

19:20
Den Nachmittag über habe ich noch etwas Zeit mit Nelson Mandela vor Gericht verbracht musste ihn dann aber kurzfristig beiseite legen um erst noch eine Folge "Orphan Black" zu schauen und danach mit "Night School" weiterzumachen. Mir ist diese Serie ja schon etwas ans Herz gewachsen und ich bin froh, dass ich noch nicht am Ende der Reihe bin.
Danach hat Frida mich noch ein bisschen belagert und dann musste ich meinen Freund zu einem Freund bringen. Die Rückfahrt habe ich zum Hörbuch hören ("Ein ganz neues Leben" von Jojo Moyes) genutzt, was ich auch sehr genossen habe. Denn es ging gerade die Sonne unter, der Verkehr war schon angenehm ruhig und das Hörbuch ist weiterhin spannend. Jetzt gleich werde ich mal mein Abendessen auf den Tisch bringen - heute gibts eine Brotzeit :)

23:10
Heute abend bin ich ein bisschen mit den Gilmore Girls "versackt" und werde gleich noch einmal losfahren, um meinen Freund wieder einzusammeln. Bis dahin lese ich noch etwas in der Nightschool um wach zu bleiben und höre auf der längeren Fahrt weiter Jojo Moyes. Diese wird mich auch morgen auf meiner insgesamt 2stündigen Fahrzeit in die alte Heimat begleiten.
Aber davon abgesehen werde ich morgen früh lesen können und mich hier sicher noch einmal melden.
Für heute verabschiede ich mich aber schon einmal sehr entspannt und gut erholt und wünsche Euch noch viel Spass beim Lesen und kommentieren und dann lesen wir uns vielleicht morgen wieder.

8/09/2015

"Brave Girl Eating" von Harriet Brown - Sachbuchchallenge 2015 #5


Dieses Buch wartet schon eine Weile auf seine Rezension - ich habe diese aber immer wieder vor mir her geschoben. Und zwar nicht nur, weil mir die Zeit zum bloggen fehlte (was ja bei mir chronisch ist), sondern in erster Linie, weil es mir sehr schwer fällt, meinen Eindruck in Worte zu fassen.

Vielleicht erstmal zum Buch und der Geschichte, wie es auf meinem Kindle landete:  Ich bin vor über einem Jahr auf das Buch aufmerksam geworden und es hörte sich gut an. Ich hatte mir den Titel gemerkt, ihn aber lange Zeit vergessen. Kürzlich bin ich dann wieder darüber gestolpert und dachte mir, es wäre vielleicht mal dran. Ich habe es dann im Original gekauft, weil mir die deutsche Fassung einfach zu teuer war und es liess sich auch gut lesen.

Über das Buch:
"Brave Girl Eating" wurde von Harriet Brown, der Mutter von Kitty, geschrieben. Kitty hat Anorexia nervosa und ist 14 Jahre alt. Sie ist innerhalb von relativ kurzer Zeit sehr tief in die Krankheit herein gerutscht und wird von ihrer Hausärztin und im Prinzip ihren Eltern betreut. Es finden sporadische Therapeutentreffen statt und Kitty müht sich sehr ab, abwechselnd gegen ihre Eltern und die Krankheit anzukämpfen. Die Mutter kämpft wie ein Löwin (jedenfalls entsteht dieser Eindruck beim Lesen) und sie hat auch den Eindruck, als einzige (zumindest so richtig) zu kämpfen.
Das Schlimmste für die Mutter ist, dass in der Forschung immer wieder die Familie als Auslöser der Essstörung benannt wird und sie tut alles, um zu beweisen, dass dies in Kittys Fall nicht so ist. Kitty wird entsprechend auch nicht in eine Klinik gebracht, sondern zu Hause versorgt. Das hat sicher neben den Bedenken, den die Autorin allgemein gegen Klinikbehandlungen hat auch finanzielle Gründe - es wird relativ schnell deutlich, dass die Krankenversicherung der Familie nur einen Bruchteil der Kosten abdeckt - etwas, was in den USA ja nur zu üblich, für uns aber fast unvorstellbar ist. Man merkt schnell, dass die Tochter wirklich sehr krank, dabei aber überraschend kooperativ ist. Sie lässt sich von ihren Eltern planmäßig hochpäppeln, obwohl sie sich dabei ganz und gar schrecklich zu fühlen scheint. Am Ende des Buches ist auch noch nicht wirklich alles ausgestanden und als Kitty das Elternhaus verlässt um ans College zu gehen ist sie auch recht flott wieder in ihren essgestörten Verhaltensmustern. Aber die Mutter verliert die Hoffnung nicht und vor allem verliert sie nicht die enge Bindung an ihre Tochter.

Mein Eindruck:
Ich bin mit Sicherheit etwas vorbelastet was dieses Thema angeht und kam nicht umhin, von der Mutter etwas genervt zu sein. Vielleicht, weil ich so oft mitbekomme, dass ein großer Teil der Ursachen für psychische Erkrankungen tatsächlich in der Familie zu finden sind, aber auch, weil ich diese strikte Verleugnung der eigenen Verantwortung sehr einseitig und wenig reflektiert fand. Gleichzeitig war es für mich schon sehr interessant über die Augen der Mutter über Kitty zu lesen und auch das Leid, was Essstörungen in eine Familie bringen noch einmal anders zu erfassen. Ich fand die Einblicke, die ich dadurch erlangt habe, sehr hilfreich. Gleichzeitig war ich froh, mir das Buch nicht "zum Anfassen" bestellt zu haben, da ich es weder nochmal lesen oder weiterempfehlen möchte.
Daher: nicht wirklich eine Leseempfehlung von meiner Seite aber auch nicht grundsätzlich zu verurteilen. Wenn ich Sterne vergeben würde, wären es genau 2 1/2 :)